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Strafverfahren gegen Wulff Angeklagt

 ·  Es wird hart für den Beschuldigten Wulff. Aber auf der öffentlichen Anklagebank sitzt er nicht allein.

Artikel Lesermeinungen (14)
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Hans-Ullrich  Klemm

Wulff - was wird nun aus der "Staatsaffäre"?

Wie Blutsauger hatten die allseits besonders bekannten Printmedien auf der Dauersuche nach auflagestarken und damit auch gewinnbringenden Skandalberichten plötzlich einen ganz großen Fisch an der Angel, dem man in früheren Jahren (!) als Ministerpräsident plötzlich private Ungereimtheiten nachsagte. Man suchte nach weiteren Vergehen, die ihm noch angelastet werden könnten. Wie angepinkelt zu werden, musste der arme Kerl fast jede Anfrage, (z.B. wer das Mittagessen, anlässlich der Trauerfeier für den Fußballer, R.Enke, bezahlte!!), beantworten, das die Medien auch noch mit „Salamitaktik“ bewerteten!

Nun verbleibt nur noch eine Summe von 800 € der vermutlichen Vorteilannahme Wulffs.
Ja, das ist aus der groß angekündigten „Staatsaffäre“ geworden, bei der wegen Verleumdung die sensationsgierigen Verleger und Chefredakteure verschiedener Redaktionsstuben auf die Anklagebank gehört hätten…

Nun sitzen Wulff und Hoeneß fast zeitgleich darauf, was für ein komisches Gefühl .....

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Johanna Eleonore Lutz

Schröder und Rau

Schröder, der Genosse der Bosse, ließ sich von Piech in seine teure Loge zum Wiener Opernball einladen. Auch wenn er den Flug selbst bezahlte, fand ich das damals schon ungehörig.
Rau hat Flüge einer Bank auch privat genutzt. Hinterher konnte er sich nicht mehr genau erinnern. Das waren bestimmt keine Peanuts. Warum hat da nie jemand mal genauer hingesehen? Ich habe keinen Aufschrei gehört!

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Horst-G. Willweber

Ein drohendes Drama, das für Wulff tragisch enden könnte!

Ja, ein 'irrsinniges' Ermittlungsverfahren, als die StA Wulff mit Verdächtigungen überhäufte, deren Tatbestandssubsumtionen bis auf einen geringen Tatkomplex jeden Jurastudenten aus dem 1. Staatsexamen gekippt hätten!

Unterstellt man dem LG eine sorgfältige, an Recht und Gesetz orientierte Vorprüfung, dann ist der im Kern reduzierte Tatbestandskomplex nach Aktenlage so beschaffen, dass weder eine Nichtzulassung der Anklage noch (mangels Mitwirkung Wulffs) eine Einstellung des Verf. in Betracht kam. Als nunmehr Angeschuldigter verfolgt Wulff sein gutes Recht, von dem verbliebenen Anklagevorwurf freigesprochen zu werden.

Soweit, so gut; wenn nicht die Verteidigungsstrategie die ist, den "BP a.D." in den Mittelpunkt zu rücken, der in keinerlei Zusammenhang mit dem Anklagevorwurf steht und eine 'Dolchstosslegende' nicht rechtfertigt.

Wulff ist als BP an den moralisch-ethischen Maßstäben gescheitert, nicht aufgrund des die Unschuldsvermutung nicht beseitigenden Ermittlungsverfahrens!

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Dieter Zorn

Unglücksrabe

Nachdem Teile der Medien das politische Leben, die Ehe und die Integrität des ehemaligen Bundespräsidenten zerstören halfen, nennen sie ihn jetzt einen "Unglücksraben" (Rheinische Post). Und wollen nicht sehen, dass sie ihn dazu gemacht haben. Plötzlich ist der Mann, den sie früher als jugendlichen Helden mit einer smarten Frau an seiner Seite feierten, ein politischer Naivling. Damit ist dann das eigene Fehlverhalten doch noch gerechtfertigt. Natürlich müssen sie anerkennen, dass die Staatsanwaltschaft aus zwei Jahren Untersuchung mit vier Staatsanwälten, 20 Polizisten und 20.000 Blatt Papier nichts zutage förderte wie lächerliche 763,96 Euro. Einfach lächerlich, wenn es nicht so bitterernst wäre.

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Ulrich Gröschel

Anschein einer Käuflichkeit – Wie stellt man das fest?

Die Staatsanwaltschaft behauptet Wulff habe den Anschein einer Käuflichkeit erweckt. Sie kennt Christan Wulff nicht als Mensch, aber sein Freund David Groenewold schon. Der Gedanke, dass Christian Wulff mit 753 Euro bestochen werden kann ist Groenewold wahrscheinlich nie gekommen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.08.2013 10:17 Uhr
Hans-Peter Fischer

Der Maßstab ist R 1. Die Basis-Besoldung von Richtern und Staatsanwälten. Was man sich mit R 1

nicht leisten kann oder mag, erweckt den bösen Anschein.

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Hans-Peter Fischer

Die Anklage zeigt, dass die Justiz vom Leben nicht verwöhnt ist. Sonst würde um den Aufpreis für

eine Hotelübernachtung kein Aufheben gemacht - wie es sich gehörte.

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Hermenegild Seiler

Lächerlicher Pipifax, Gericht verblödet

Einen Bundespräsidenten mit 25.000 Euro Gehalt im Monat wegen 700 Euro anzuklagen, ist der Gipfel an Verblödung in diesem Land. Es geht ja auch nicht, was manche juristisch Unbedarfte hier meinen, um Diebstahl von 700 Euro. Dafür muss jeder angeklagt werden.

Aber nein, die verblödete Staatsanwaltschaft und das Gericht gehen davon aus, dass ein Mann, der im Jahr 300.000 Euro offiziell verdient, wegen 700 Euro für ein Luxusbett im Hotel ein Filmprojekt unsittlich jemand empfohlen habe, um diese 700 Euro abzuzocken. Blöder geht nicht.

Im übrigen sollte ein Bundespräsident unsere ganze Wirtschaft Tag und Nacht im In- und Ausland empfehlen. Im Staatsinteresse, und nicht wie ein Eunuch durch die Welt fliegen! Deutschland hat sie nicht mehr alle!

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Gerhard Rohlfs

Dass die Jagd auf den Wulff von Washington ausging, ist mittlerweile nicht mehr abzustreiten

Halten wir fest: Ohne die deutschen Rettungsgelder und andere Tribute (natürlich auch aus anderen Weltgegenden) wären die USA inzwischen ziemlich aufgeschmissen.
Und Wulff hat sich als Bundespräsident, als höchster Repräsentant des Staates, auch wenn dieser nicht souverän ist, was wir allerdings zu dem Zeitpunkt noch nicht mit 100%iger Genauigkeit wussten, dagegen ausgesprochen.
Womit er die Existenz der US-Banken in Gefahr brachte.
Und drittens wissen wir von dem was Edward Snowden und berichtet, dass Washington Deutschland totalüberwachen lässt, und das schliesst auch die Politiker der Bundesrepublik mit ein.
Dann erging Ende 2011 über die üblichen Kanäle, bspw. über die Atlantikbrücke, ein Wink an den Verlag der Zeitung mit den grossen Buchstaben, den Kettenhund gegen den Wulff loszulassen.
Der Rest ist bekannt.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.08.2013 02:25 Uhr
Gerhard Rohlfs

Die PR streitet erst ab oder ruft "Verschwörungstheorie", und wenn einer wie Edward die Beweise

auf den Tisch legt (vielleicht hat er unter seinen hunderttausenden kopierten Akten ja zufällig auch die Besprechung in den USA zum Halali-Auftakt der Wulffsjagd),
dann sagt dieselbe PR:
"Ist doch völlig normal, wusste doch jeder, wie naiv."
.
Dass die BRD zur Plünderung freigegeben wurde, ist Fakt

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Svenja Sirisee
Svenja Sirisee (Sirisee) - 27.08.2013 21:14 Uhr

... ich sehe das mal als Ironie

... netter Versuch. Aber die eigentliche Story war, dass Wulff auf eine geheimnisvolle, wohl nie geklärte Weise, weil alle darüber, auch Dieckmann, schweigen, in den Besitz von Geheimnissen gelangt war, die anderen sehr geschadet hätten, wenn er im Amt geblieben wäre und sie hätte nutzen können. Es ging dabei um Tage, ja Stunden, und geheimnisvolle Dokumente, die Geschichte des 3. Reiches und des amerikanischen Volkes neu zeigen würden und einen seit dem Tod von Johannes Rau versiegelten Raum in Schloss Brühl. Und so faßte der NSA den Plan, Wulff über eine Pressekampagne dazu zu bringen, bei Dieckmann anzurufen und so das Ganze loszutreten. Oder hat sonst einer eine vernünftige Erklärung dafür, weshalb Dieckmann jetzt fast ein halbes Jahr in den USA war? Das war noch Belohnung des NSA ... Von dem was man gerüchteweise hört, geht es irgendwie um eine geheimnisvolle Abschrift des Grundgesetzes und Milchzähne von Adenauer...

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Herbert Nau

Das hat Wulff sich selbst zuzuschreiben?

Der Autor des Artikels schreibt richtigerweise, Wulff hätte es bequemer haben können, wenn er den Sachverhalt anerkannt und eine Geldzahlung geleistet hätte.

Wie würde man aber selbst handeln, wenn eine Vielzahl der erhobenen - sehr schwergewichtigen - Vorwürfe sich als unhaltbar erwiesen hätten und dann für eine vermeintliche Vorteilnahme von 800 Euro eine Zahlung von 20.000 Euro gefordert wird. Und man immer seine Unschuld beteuert hatte?

Prantl schrieb in der SZ im April 2013 von einem Ermittlungsexzess der Staatsanwaltschaft und "Die Akkuratesse und Penibilität der Ermittlungen, die angesichts des Ranges des Beschuldigten und angesichts des Gewichts der Vorwürfe notwendig war, schlug um in eine unverständliche, peinliche, ja irrationale Verfolgungssucht." und "Am Schluss versucht nun die Staatsanwaltschaft, den kleinen Restvorwurf aufzublasen, um nicht, wie es geboten wäre, das Verfahren ohne Wenn und Aber einstellen zu müssen,".

Ich würde auch nicht klein beigeben!!!

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Emil  Pohl
Emil Pohl (Pohlemil) - 27.08.2013 18:20 Uhr

The evil that men do lives after them;

The good is oft interred with their bones.

So sah es Shakespeare vor 400 Jahren, so musste ich das vor 55 Jahren lernen

Und jetzt fällt es mir wieder ein.

Ich habe an dieser Stelle auch Kritik an ihm geübt.

Aber genug ist genug. Wer sind wir denn?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.08.2013 11:48 Uhr
Tilo Amsberg

Wer sind wir?

Wir sind unter Schröderscher Kanzlerschaft (rotgrün) um ein bewährtes Rentensystem gebracht worden. Weil dessen bester Hannoverander "Freund" namens Carsten Maschmeyer unablässig gedrängt hat, das staatliche Rentensystem madig zu schreiben, es um ein System privater Altersvorsorge zu ergänzen. Dies private System wird Kunden nun als Riester-Rente massenweise verkauft. Zu hohen Provisionen. Alles wesentlich bewirkt durch Schröder/Maschmeyer.
Nun gedieh auch die Karriere von Christian Wulff in Hannover. Wulff ist der Mensch gewesen, der bei einer Veranstaltung die Schauspielerin Ferres mit dem in Trennung lebenden Finanzgenie Maschmeyer bekannt gemacht hat. Dann hat der jungzweitverheiratete Wulff mit seiner damaligen Angetrauten im Jahr seines Amtsantritts in Berlin Sommerurlaub in einer Maschmeyerschen Anlage auf Mallorca verbracht.
Da erkenne ich eine anrüchige Nähe beider, Schröder wie Wulff, zur Inkarnation der Gier. Der schlauen, geduldig planenden Gier: "Genug ist nie genug."

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27.08.2013, 17:23 Uhr

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