10.10.2011 · Der vom Chaos Computer Club entschlüsselte Trojaner ist nach offiziellen Angaben vom bayerischen Landeskriminalamt eingesetzt worden, aber nicht vom Bundesinnenministerium. Das Landgericht Landshut stellte im Januar 2011 fest, dass der Trojaner-Einsatz in Bayern vom Herbst 2010 teilweise rechtswidrig war.
Von Peter Carstens, BerlinRichtlinien für Lesermeinungen
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... trägt die hessische Landesregierung zur Aufklärung diese Abgrunds von Bürgerverrat bei: Sie habe nie diesen in Hessen (sic!) programmierten Trojaner eingesetzt. Mal abgesehen davon, dass hier wieder einmal der regionale Mittelstand vernachlässigt wurde: Wo wurde also der von den hessischen Ermittlungsbehörden eingesetzte Trojaner programmiert? Und was kann der denn so Illegales? CCC - übernehmen sie!
Gesetzesbrüche der Regierung(en) bei den Euroverträgen, jetzt
beim Datenschutz. Gesetze werden so hingebogen, wie man es gerade
braucht und die Jurisdiktion segnet es am Ende ab, macht zwar ein paar
kleine Abstriche/Einschränkungen, letztlich aber nur, um dem Ganzen
einen Anstrich von Legalität zu geben und die eigene
Komplizenschaft zu verschleiern.
Die Regierung verspricht Aufklärung?! Wer glaubt einem Lügner?
Eine völlig sinnlose Investition dieser Trojaner. Er soll vom Zoll bei einer Untersuchung des Laptops aufgespielt worden sein. Wer also seine Kiste nachdem sie irgend eine Behörde in die Finger bekommen hat neu installiert läßt die Spione leer ausgehen. Da wurde wieder einmal viel Geld für eine wirkungslose Maßnahme verschleudert.
Der Trojaner wurde von der bayrischen Polizei in einer handvoll
Ermittlungsverfahren gegen Kriminelle eingesetzt. Prinzipiell ist das
zulässig. Nur eine einzige Funktion des Trojaners, das Anfertigen
von Screenshots wurde von einem Gericht gerügt. Allerdings ist der
Trojaner ohne die Möglichkeit von Screenshots oder Einsatz eines
keyloggers (Tastatureingabenaufzeichnung) fast wertlos. Ein Krimineller
könnte erst seine Nachricht verschlüsseln und dann erst die
e-mail-Funktion nutzen. Eine verschlüsselte e-mail wäre aber
meist auch von staatlicher Seite nicht zu lesen.
Andere Aktionen startete der Trojaner nicht. Der CCC sprach nur von
Nachrüstmöglichkeiten. Entsprechende Programme wurden aber
nicht gefunden. Viel Lärm um fast nichts.
Was hat Herr Uhl (CDU) mit Frau Zypris (SPD) und mit vielen anderen
Politikern, Beamten der zweckdienlichen Behörden gemeinsam? Sie
haben vom Internet keine Ahnung, davon aber viel. Manche geben zu, es
sich morgens auszudrucken, manche fragen panisch nach, was ein Browser
ist. Erhellend wie erschreckend. Wer eine Stunde Zeit und Lust auf
weitere Hintergrundinformationen hat, sollte sich unbedingt ein
interessantes CCC-Video ansehen. „Der Bundestrojaner. Die Wahrheit
haben wir auch nicht, aber gute Mythen“.
.
Übrigens: Ist es nicht verwunderlich, wie schmallippig oder stumm
jetzt all die vielen politischen Figuren auf das Thema
„Computerwanze“ reagieren? Die, die sonst jedem Mikrophon
hinterherlaufen um ein Statement für den medialen Blätterwald abzugeben.
Regierung verspricht Aufklärung? Ach!
Das muss man ganz abgeklärt sehen. Und natürlich so nehmen wie es ist: dreist gelogen.
In seinem Roman 1984 gab es den totalen Überwachungsstaat und die Gesinnungspolizei.
Das wollen anscheinend einige Politiker auch.
Deshalb wollten Schily und Schäuble auch schon damals den
Bundestrojaner einführen, wurden aber (zum Glück) gestoppt.
Jetzt versuchen sie es durch die Hintertür, werfen Nebelkerzen (der
stammt nicht von uns und wir haben/werden ihn nie einsetzen.
.
Zitat:
Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP)
versprach denn auch "totale Transparenz und Aufklärung".
Auch die Kanzlerin machte Druck. Man nehme den Fall "sehr
ernst", sagte ihr Sprecher Steffen Seibert. Die Angelegenheit werde
nun "auf allen Ebenen" geprüft.
.
Im Übrigen halte man sich selbstverständlich an "Recht
und Gesetz".
ZItat Ende:
.
Seit wann???
.
"Wie funktioniert der Staatstrojaner?" lesen Sie hier:
http://www.tagesschau.de/inland/faqtrojaner100.html
Ob Landes- oder Bundesinnenminister. Einer ist fällig. ZUsätzlich zu den verantwortlichen Beamten. Die "Bewertung" der Experten vom CCC über die Qualität von Auftragsvergabe spricht Bände. Der Einsatz wurde wohl von Leuten abgenickt, die für Grafenrheinfeld eine Tsunami-Sicherheit verlangen.
Dodal lusdisch. Was habt ihr eigentlich geglaubt?
Hier in der FAZ bestritten am Wochenende viele Leser die Authentizität des Trojaners, weil niemand so blöd sein könne, den Code mit "Oazapft is" einzuleiten. Heute is klar, der Trojaner stammt aus Bayern, und klar ist auch, dass die Bayerischen Behörden des Inneren offenbar so blöd, aber auch so selbstgerecht-lustig waren, den Staats-Trojaner mit "oazoapft is" einzuleiten. Man fragt sich, wer jetzt diese Suppe auslöffeln muss. Eigentlich muss Seehofer ob dieser Blödheit zurücktreten. Ansonsten kann man nur den vielen, vielen Hundertausenden Unterstützern der Piratenpartei sagen: Mistet den CSU-Augiasstall endlich auch in Bayern aus. Wir helfen Euch. Ihr habt einen neuen Schlachtruf gegen die CSU: O'zapft is!
Land Bayern, wie ich heute mittag vermutet hatte. Denn Rheinländer, Schwaben oder Berliner ist eine solche Dreistigkeit im Dateien nachladen nicht zuzutrauen, dazu braucht man eine "wer ko, der ko"-Mentalität, und die Enfalt, den "modernen US-Servern" zu vertrauen, ist dort auch nicht so ausgebreitet. - Davon abgesehen ist aber immer noch die in der Luft schwebende Frage, wie man sich als Normaluser gegen solche Rootkits und derartigen Voyeurismus wehrt (Zweitrechner, vom Netz abgeklemmt?), denn es ist ja nicht nur das LKA Bayern, das auf solche Ideen kommt - Fernsteuerung von Rechnern "is a feature, not a bug"....
Die Stellungnahme von Herrn Uhl ist voll am Thema vorbei.
Es geht hier doch nicht um die Frage, ob online-Überwachung
zulässig ist, sondern darum, wer hier die Verfassung gebrochen hat.
Das gebetsmühlenartige Wiederholen alter Standpunkte ist da nicht
hilfreich. Vielleicht sollte Herr Uhl sich mal dazu äußern,
ob er auch so einen Trojaner auf seinem Rechner haben möchte.
Was sind die Opfer denn für Leute?
Mich würde am Rande mal interessieren, was das denn für Leute sind, denen die Trojaner aufgespielt worden sind? Gehören die eher in die Rubrik unbescholtene Leute, Gauner oder gar Verbrecher?
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.10.2011 01:42 UhrIn diesem Fall war es so
Der Fall, in dem der Staatstrojaner eingesetzt wurde, ging keineswegs um Schwerstkriminalität oder Terrorismus. Betroffen war der Angestellte einer Firma, erklärte Schladt anfang des Jahres zum Verfahren um den Einsatz des Trojaners, die dem Handel von Pharmaprodukten zu tun hat, die in Deutschland nicht unter das Betäubungsmittelgesetz (BtmG) fallen, unter Umständen aber bei der Ausfuhr juristisch zu Betäubungsmitteln “mutieren” Wie das LG Landshut bestätigt, haben sich die Behörden jedoch nicht an diese klare Vorgabe gehalten. Nicht nur die Software als solche ist gesetzeswidrig, sie wurde auch mit Vorsatz von den bayerischen Behörden gesetzeswidrig eingesetzt, indem man die Einschränkungen des AG Landshut missachtete.Wenn der bayerische Innenminister Herrmann jetzt verkündet,man habe sich „stets im rechtlichen Rahmen“ bewegt, so ist dies eine klare Lüge. „Man“ hat von Beginn an gegen die klar formulierten Auflagen des AG Landshut verstoßen. Der beste Schutz gegen Gesetzeshüter, die
Hier mal ein Beispiel
Die Vorwürfe gegen die HSH Nordbank werden immer ungeheuerlicher.
Wie jetzt bekannt wurde, soll einem früheren HSH-Manager in den USA
ein Kinderporno-Skandal untergeschoben worden sein - als Vorwand, um ihn
feuern zu können. Das berichtet "Der Spiegel" unter
Berufung auf den Bericht einer Anwaltskanzlei, den die HSH selbst in
Auftrag gegeben hatte. Demnach ermittelt die Staatsanwaltschaft in New
York in der Sache gegen den inzwischen freigestellten Chefjustiziar
Wolfgang Gößmann, aber auch gegen den
HSH-Vorstandsvorsitzenden Dirk Jens Nonnenmacher.
Hektisch-emotional reagiere ich auf Verfassungsbruch!So einfach ist
das.Das BverfG hat enge Grenzen gesetzt-und das nicht umsonst.Wer
dagegen verstösst handelt kriminell.Wenn der Staat das Recht
bricht,was unterscheidet ihn dann von einem Gaunerbande.
Das ist gar keine Frage!
Selbst für Straftäter gilt das Grundgesetzt! Und für
Rechtscshützer AKA Polizei erst recht!
.
Wer sich informiert ist klar im Vorteil!
.
Das bayrische "Opfer" war ein Programierer, der ein
Web-Verkaufssystem für hier rezeptfreie Medikamente für einen
Kunden entwickelte, die in anderen Ländern "vielleicht"
nicht Rezeptfrei sind.
.
Die netten Rechtshüter sagten ihm Drogenhandel, gewerblich im
großen Stil nach.
Das ist genau die richtige Frage
Wieder einmal wird in Deutschland nur hektisch-emotional (boeser Staat!) reagiert, anstatt die Sache nuechtern zu hinterfragen. Wenn dieser Trojaner ausschliesslich Verbrechern oder dringend Verdaechtigen auf den Rechner gespielt wurde, dann frag ich mich wozu die ganze Aufregung. Hier bitte ich um Aufklaerung.
Bundestrojaner soll jetzt Bayerntrojaner sein.
Und dieser wurde natürlich NIE VON BUNDESSTELLEN EINGESETZT!
Und sein Einsatz war natürlich IMMER gesetzteskonform.
Er ist auch NICHT nachladbar und schnüffelt auch NICHT die
Privatsphäre der Bürger aus.
Er wird auch IMMER NUR nach einem richterlichen Beschluß eingesetzt.
.
Und ein Zitronenfalter faltet Zitronen.
Wirtschaftsspionage durch deutschen Staat
Als deutscher Naturwissenschaftler und Betroffener lobe ich sowohl die
sehr gute Arbeit des CCC als auch den Mut der Presse zur
Veröffentlichung. Meine naturwissenschaftlichen
finanzmathematischen Arbeiten aus 15 Jahren wurden mir mit Hilfe dieses
deutschen Spionagesystems gezielt entwendet.
Die Ergebnisse meiner Börsenkursprognosesoftware habe ich
veröffentlicht.
Ich kann nur jeden Bürger warnen und eindringlich davon abraten in
Deutschland wissenschaftlich zu arbeiten. Einen geschützten
Kernbereich privater Lebensführung gibt es aufgrund der von Herrn
Schily und Herrn Schäuble initiierten totalitären
Terrorgesetze nicht mehr.
PS: Es wäre sehr nett von der Redaktion, wenn auch die Adresse der
Website veröffentlicht würde. Dann haben nämlich nicht
nur unsere kriminellen Staatsdiener Erfolg an der Börse sondern
auch unbescholtene Bürger. Vielen Dank!
Diese Software ist eine Verzweifelungstat unserer Regierungsmitglieder gegenüber ihren Bürgern. Grundsätzlich muss so etwas strickt verboten werden, da sonst die Bürger auch das Recht hätten, das Bundeskanzleramt auszuspionieren. Und: Der Terror ist doch nur vorgeschoben, da unsere Beamten schon lange wissen, wo sie diese Pappenheimer finden, wenn sie dann dürften. Angenommen Morgen würden alle Stromnetze ausfallen, hätten die Terroisten dann frei Bahn für ihre Aktionen und würde die Polizei und das BKA zu Hause bleiben ? Sicher nicht. Diese Sofware dient ausschließlich zur Unterjochung der Steuerbürger in Deutschland sonst nichts.
Es ist also nur eine Behörde von Gesetzen eingeschränkt? Ist
ja lächerlich.
Der Agobot bzw. Phatbot konnte diese Funktionen schon vor 5 Jahren
ausführen. Wenn die deutschen Behörden nicht nur schlechter
sind, als die script-kiddies und schlechter coden als die kiddies, dann
sollten die mehr Kinder an die Tastatur lassen.
Es ist wirklich zu traurig, wie hier mit unserer Verfassung, unserem
Vertrauen und unserer Gesellschaft umgegangen wird.
Es gibt keine Gesetze ........... dann kann man ja auch keine brechen.
Aber beim lesen könnte man brechen.
Trojaner-Software war laut Innenministerium frei erhältlich
Ach so, im Zweifel für die Ermittlungsbehörden. Kann ja auch
ein Anderer gewesen sein:-(( .
Irgend ein böser Bube versucht unsere ach so ehrenhaften und
gesetztestreuen Staatsdiener in Verruf zu bringen:-(( . Hut ab vor der
FAZ, das sie den Stein ins rollen gebracht hat. Dranbleiben, für so
etwas ähnliches gab es schon mal einen Pulitzer-Preis. Fing auch
ganz klein mit einen langweiligem Einbruch in ein Hotelzimmer an :-)
Antiviren-Software und "Immer Recht"
Moin,
wenn der Trojaner schon seit 3 Jahren bekannt ist (sein soll), wieso
erkennt ihn nach dem ursprünglichen Artikel unsere
Antiviren-Software nicht? Sollte diese nutzlos sein oder
"gesponsert", um ihn nicht zu erkennen?
Dass der Staat "immer" nach Gesetz und Recht handelt, ist klar
nach dem Motto: "Ich habe immer Recht. Und wenn ich nicht Recht
haben sollte, dann gilt Regel 1: Ich habe immer Recht." Wofür
brauchen wir denn überhaupt des Bundesverfassungsgericht? Die
machen doch immer alles richtig.
Oder ist es die verschiedene Sichtweise zwischen "denen" und "uns"?
Viele Grüße
Nach Einschätzung der Firma G-Data ist die Spionagesoftware „dilettantisch programmiert".
Hier scheint wohl der CCC geglaubt zu haben, das "grosse Fass"
aufmachen zu können und dann wird es doch nur ein "Sturm im Wasserglas".
Die Deutschen sind nicht glücklich, wenn nicht mindestens jede
Woche eine neue Sau durchs Dorf gejagt wird.
D. Stark
Auch Dilettanten können gefährlich sein
Offenbar ist dann die byerische Polizei noch delettantischer, wenn sie dieswe software eingesetzt hat.