Die Staatsanwaltschaft Hannover beschäftigt sich jetzt auch mit der ehemaligen Frau des früheren Bundespräsidenten Christian Wulff. Geprüft werde die strafrechtliche Relevanz der Beschäftigung von Wulffs früherer Frau Christiane beim Wirtschaftsprüfer PricewaterhouseCoopers (PwC), teilte die Staatsanwaltschaft mit. Es handle sich nicht um Ermittlungen, sagte ein Sprecher.
Nach der Scheidung des Ehepaares wurde Christiane Wulff Ende 2008 bei der Osnabrücker Rechtsanwaltskanzlei Schindhelm angestellt, ohne dass sie für die Kanzlei tätig wurde. Diese Konstruktion begründete PwC-Chef Norbert Winkeljohann in der „Welt am Sonntag“ damit, dass die Anstellung keine mediale Aufmerksamkeit hervorrufen sollte: „Um nicht Gegenstand der Berichterstattung zu werden, erfolgte die Anstellung durch Schindhelm. Die Arbeit von Frau Wulff fiel ausschließlich bei PwC an.“ Es handele sich aber nicht um ein Scheinarbeitsverhältnis.
Winkeljohann, der wie Wulff aus Osnabrück stammt, hatte die Anstellung der Juristin dem Bericht zufolge in die Wege geleitet, nachdem diese bei ihrer Arbeitssuche in Kontakt mit ihm getreten war. Die Osnabrücker Kanzlei Schindhelm hatte demnach früher zu PwC gehört.
Zunächst hatte der „Stern“ berichtet, dass die Prüffirma die Juristin auf Umwegen mehrere Jahre lang beschäftigt habe. Seit dem 1. März ist Christiane Wulff dem Bericht der „Welt am Sonntag“ zufolge direkt bei PwC angestellt.
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