23.04.2012 · Angesichts des Streits um das Betreuungsgeld hat die SPD eine Kampagne gestartet, die sich „für Kitas statt Betreuungsgeld“ einsetzt. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Kauder forderte derweil, Erziehungszeiten auf die Rente anzurechnen.
Von Stephan Löwenstein, BerlinRichtlinien für Lesermeinungen
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Ein Krippenplatz kostet den Staat
über 1000 Euro monatlich, da ist ein Betreuungsgeld von 150 Euro für den Staat doch billig. Wir brauchen keine staatliche Erziehungseinbahnstraße! Eine Mutter ist für Kleinstkinder viel wichtiger als eine Betreuerin, die gleichzeitig 10 Kinder in Schach halten soll. Der Krippenschock ist besonders bei psychosozial schwachen Eltern der "second hit", wie Fachleute sagen. Und Babys brauchen im ersten Lebensjahr vor allem emotionale Wärme der Mutter und keinen Rechtschreibunterricht! Und viele würden wieder mehr Kinder zur Welt bringen, wenn zum Kindergeld noch eine Aufstockung durch Betreuungsgeld hinzu käme. Das haben unsere Frauen, die Kinder erziehen, mehr als verdient! Außerdem sollte der Staat nicht alles vorschreiben, sondern Eltern Wahlfreiheit lassen, ob sie Krippenplätze in Anspruch nehmen, oder Betreuungsgeld, um eine feste Bezugsperson zu finanzieren
Kindererziehungszeiten werden schon auf die Rente angerechnet, aber
nicht viele Jahre. Insofern eine gute Idee. Dazu gehörte aber
ebenfalls, die Riesterrentenformel und den Nachhaltigkeitsfaktor aus der
Rente wieder herauszunehmen, denn diese kürzen die Renten massiv.
Ansonsten ist das Gerangel um diese 100/150 Euro Betreuungsgeld
Lärm um nichts. Sollen sie doch die Frauen selber entscheiden
lassen, wie sie das Geld verwenden, ob zu Hause oder in Kitas. Oder sind
wir in einer Diktatur, wo die Regierung bestimmt, was die Frauen zu tun
und zu lassen haben?
Sie reden wie die Blinden von der Farbe, denn die Politikerinnen, die
Kinder haben, befinden sich in einer bevorzugten Stellung.
Kinderbetreuung 1:1 in jedem Ministerium.
DAS ist Luxus, wovon andere Frauen gar nicht träumen können,
weil sie nicht wissen, welche Vorteile diese Frauen haben, die sich
jetzt so darstellen, als machten sie den anderen Frauen ein schönes
Geschenk. Pfui.
Deutsche Politik denkt eben revolutionär.
Manche Politiker wollen, koste es, was es wolle, die schöne neue
Gesellschaft in Deutschland
erschaffen. Dogmatische Lehrsätze dazu lauten: Die Frau von heute
gehört tagsüber in den Job
und nachts in ein Bett. Das Kind von morgen gehört am Tag in die
Kita und über Nacht nach
Hause. Den neuen Mann aber kann man im Grunde vergessen. Und was nicht
in diese revolutionäre Gedankenwelt passt, gehört vor ein
Gericht gestellt.
Genau so ist es, ideologische Verblendung!
Kinder sollen den Eltern weggenommen werden, um den sozialistischen Einheitsmenschen formen zu können, was sowieso nie gelingen wird! Leidtragende sind die Kinder!
Toll, der Sigmar Gabriel und die SPD
Zitat: Der SPD-Vorsitzende Gabriel sagte, die von der Koalition geplante
neue Leistung für Familien, in denen ein Kleinkind nicht
öffentlich betreut wird, zeuge von einem „Uraltbild von
Familie und Erziehung“.
Zitat Ende.
Er sollte mal nach Schweden schauen. Dort hat man Erfahrung mit fast
100% Krippenbetreuung seit 25 Jahren, und diese Erfahrungen führten
zu einer gravierenden Reform: Nach der Geburt haben die Frauen Anspruch
auf 480 Tage Betreuungsgeld. Bezahlt werden 180 SEK/Tag (ca. 20 Euro,
macht 400 Euro im Monat). Die Familien haben das Recht, diese
(Arbeits-)Tage flexible, entsprechend der Familiensituation zu nutzen.
Also 480 Tage zu 100% die Kleinsten betreuen, oder 960 Tage nur
halbtags. Das wäre dann über 4 Jahre. Die Aufteilung kann sich
bis zum 8. Lebensjahr erstrecken. Das ist eine flexible, angemessene
Familien-/Kinderförderung. Gabriel kennt nur den Holzhammer –
entweder oder. Das ist älter als uralt.
Danke für diesen treffenden Kommentar!
Alle Aufregung über das Betreuungsgeld zeigt doch nur, wie ideologisch verblendet SPD, Grüne und LINKE sind, denn zum Wohl der Kinder sind die Kippen m.E. nie!
Stephan Löwenstein Jahrgang 1968, politischer Korrespondent für Österreich und Ungarn mit Sitz in Wien.
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