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SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück bot Thyssen-Krupp Unterstützung an

 ·  Als Aufsichtsratsmitglied von Thyssen-Krupp hatte Peer Steinbrück dem Konzern politische Unterstützung zugesichert. Es sei vor allem um den Einsatz für günstigere Strompreise gegangen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (55)
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Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 09.01.2013 12:27 Uhr

Ja es ist auch die Aufgabe des Aufsichtsrats im Sinne der Kapitalgesellschaft zu wirken.

Juristisch ist der Aufsichtsrat in der Kapitalgesellschaft der Eigner / Unternehmer .

Der Aufsichtsrat kontrolliert den bestellten Geschäftsführer / Vorstand im Sinne, dass der Vorstand alle Geschäfte und Aktivitäten im Sinne des Gesellschaftsvertrages also zur Erfüllung des Geschäftszwecks unternimmt.

Der "Unternehmer" ( Juristisch ) wird also alles unternehmen und nutzen was dem Unternehmen zur Erfüllung des Geschäftszwecks laut Gesellschaftsvertrag dient.

Die Energie, der Strom ist ein wesentlicher Teil vonThyssen-Krupp.

Insoweit besteht und bestand für jedes Aufsichtsratsmitglied als "Unternehmer im juristischen Sinne" die Pflicht sich für günstige Energie einzusetzen.

Es geht um Unternehmens Philosophie und nicht um Gesetze.

Ja Steinbrück ist kein Vorwurf daraus zu machen. Egal wie man zu der Kanzlerkandidatur steht.

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Teito Klein

Steinbrück - der Genosse der Bosse

"Steinbrück sagte daraufhin laut Protokoll, „wenn aus dem Kreis des Aufsichtsrats eine Initiative (...) ergriffen werde, sei er gerne zur politischen Unterstützung bereit.“ Als energieintensives Unternehmen würde Thyssen-Krupp von einer Senkung der Strompreise massiv profitieren.

Aufsichtsratschef Gerhard Cromme nahm laut Sitzungsprotokoll Steinbrücks „Anregung gerne auf.“

Und nur eine Woche später lieferte der Kanzlerkandidat."

Daran hat sich bei P€€R Streinbrück bis heute nichts geändert. Sei es die "Bankenrettung" (HRE, IKB, HSH), überall hat Steinbrück "geliefert". Er hatte auch einer Lobbykanzlei 1,8Mio€ dafür gezahlt, daß sie ihm das Gesetz zur Bankenrettung schrieben. Und dafür durfte er dann bei ihnen "(Honorar)Reden" halten.

"Steinbrück war von Januar 2010 bis Ende 2012 Mitglied im Aufsichtsrat von Thyssen-Krupp. Zumindest in den letzten beiden Geschäftsjahren fiel er durch häufige Abwesenheit auf.

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Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 09.01.2013 04:18 Uhr

Spielt Steinbrueck ein gefaehrliches Spiel?

Aller dings dieses Spiel kann und wird ins Auge gehen. Viele SPD-Waehler werden weiter links ziehen, zu den Linken.

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Reinhold  Lichtenwald

S-teinbrück+S-trom+S- aziol: = Steinbrück

Steinbrück kann es nicht lassen , sich den Konzernen anzubiedern . Als Sozialdemokrat gibt
ER sogar noch mehr den Reichen - und nimmt den Armen !! Steinbrück , ein Verräter vor dem
Volk.!!
Dieser Mann will uns mal regieren ?? - Wie das denn ??? - Ich glaube , der weiss nicht einmal
wie VOLK geschrieben wird !! -- aber wie seine Geldmengen auf dem Konto aussehen .
Bottrop- finanziell = Pleite , dennoch horende Vortragszahlungen an Steinbrück über viele
Tausend EURO - wie das . Bürger wacht endlich mal auf . Die SPD ist zum schlimmsten Politiker-haufen verkommen - seid es sie gibt. Willi Brandt dreht sich täglich mehrfach im Grabe rum - um dieses Ehlend nicht mit ansehen zu müssen .
haufen seit fast 70 Jahren

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Walter Ringler

der Artikel ist völlig sustanzlos und soll nur skandalisieren wo nichts ist!

Ich werde Steinbrück sicher nicht wählen, aber eine faire Berichterstattung und Kommentierung des Kandidaten hätte ich in der FAZ schon erwartet. Was ich erlebe ist reinster Kampagnen-Journalismus.

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Martin Haas

Steinbrück muss die Kandidatur abgeben,

Jetzt muss es Wowereit machen.

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Jan Lambert

Kampagnen hier und dort

Er war offiziell Aufsichtratsmitglied und der SPD ist es ein offensichtliches Ziel, die Strompreise nicht explodieren zu lassen, was ja dem Wirtschaftsstandort Deutschland (Stichwort: Arbeitsplätze) zugute kommt. Ich kann daher wenig verwerfliches erkennen.

Es zeigt sich vielmehr, dass hier zwei Kampagnen laufen:

1. Steinbrück selbst ruft streitbare Themen (Kanzlergehalt, Berlin/Bonn Ministerien) bewusst herbei. Er will den Widerstand, um sich als unbeugbarer Kandidat mit eigenem Willen zu profilieren.

2. Alle, die etwas gegen Steinbrück haben (Teile der Medien, andere Parteien) nutzen die Pausen zwischen Steinbrücks Initiativen, um ihn persönlich zu diskreditieren. Dabei ist ihnen jedes Mittel recht. Dabei übersehen sie bis jetzt, dass Steinbrück kein zweiter Wulff ist (auch Wulff war nicht unbedingt korrupt, stellte sich aber extrem ungeschickt an). Aber die Hoffnung bleibt, dass der stete Tropfen den Stein höhlt...

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Wolfgang Richter

Was wäre daran schlimm?

Thyssen-Krupp wäre als einer der größten Stahlkocher Deutschlands klassische SPD-Klientel:
Nicht wegen der Unternehmensgewinne, sondern als klassischer Arbeitgeber mit sehr vielen "guten" unbefristeten Tarif-Arbeitsplätzen.
Der Erfolg des Unternehmens ist im Interesse vieler Arbeitnehmer.
Und sollte Hr. Steinbrück dem Unternehmen zugesagt haben, ihm künftig vernünftige Lebensbedingungen in Deutschland zu bieten und es so weit wie möglich vor den Folgen der unsinnigen "Energiewende" zu schützen, dann ist dagegen nichts einzuwenden.
Die einzigen, die das stört, sind die Krakeeler der Grünen, denen die Deindustrialisierung und Verarmung Deutschlands nicht schnell genug gehen kann.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.01.2013 09:41 Uhr
Franz-Josef Wilde

... bitte aber nicht einseitig!

Politik heißt nicht, die eigene Klientel zu befriedigen, sondern das Beste für das Land zu tun. Als Kleinunternehmer beschäftige ich auch Arbeitnehmer, gerne hätte ich auch jemanden, der mir behilflich ist beim Beschaffen preiswerteren Stroms. Damit werden meine Arbeitsplätze auch sicherer und wenn ich richtig informiert bin, ist es der Mittelstand, der diesen Staat erheblich mitträgt und nicht die Firma Krupp etc.
Es geht in der Frage doch nicht darum, ob es sinnvoll ist, preiswerteren Strom zu beschaffen und damit allgemein Arbeitsplätze sicherer zu machen, sondern darum, dass jemand in Verantwortung für ein Unternehmen (hier Aufsichtsrat) gleichzeitig durch sein politisches Mandat einseitig Interessen des Unternehmens wahr nimmt.

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Edda Kuhlmann

Einige Unternehmen sind eben gleicher als andere

Deutschland verkommt immer mehr zur Bananenrepublik, in dem es nicht mehr darauf ankommt, was man macht, sondern wen man kennt.

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Meut Hässler

Dank Medien: Nichtstuerin bleibt an der Macht

Interessant, wie Medien von Springer und Bertelsmann gegen die SPD vorgehen. Jetzt machen auch noch andere wie die FAZ mit. Verstehe nicht warum. Die Jahre unter Merkel sind verlorene Jahre. Zwar ist wahrlich Steinbrück nicht der beste Sozialdemokrat, aber doch um einiges besser für's Volk als Angie.

Dank der fairen Berichterstattung sehen das die Leute auch so. Chapeau.

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andreas waldheim
andreas waldheim (lbrasi) - 08.01.2013 21:50 Uhr

Bobby Car

Nachdem man Steinbrück gerade erst die Antwort auf eine konkrete Frage zu einer selbstsüchtigen Kampagne umdeuten mußte (Kanzlervergütung), sieht man sich jetzt schon genötigt, aus dubiosen, unautorisierten Protokollen zu zitieren, um eine höchst kindische Kampagne am kochen zu halten. So was kann BILD besser.

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Michael Hochmuth

@Julius Sulla

Die versenkten Milliarden

"Ein Stahlwerk in Brasilien sollte für ThyssenKrupp der ganz große Coup werden. Stattdessen wurde es das größte Desaster dieser deutschen Traditionsfirma. Eine Geschichte von Größenwahn, Missmanagement und Umweltverschmutzung." ist einen Artikel entnommen. Da hatte Herr PS massiv seine Hände dabei und wenn ein Unternehmen Milliarden verliert dann ist das ja für die Arbeitnehmer in DE gut, oder? Haben Sie überlegt wie viele AN hier Ihren Arbeitsplatz verlieren werden wegen solch Mißwirtschaft?
Man kann an BER sehen das das kein Einzelfall ist. RP mit gleichen Größenwahn. Aber auch Leipzig. Für 250 Mill eine U-Bahn....leider ist es jetzt fast eine Milliarde...und nichts läuft....dank eines Hannoverimportes, eines Tiefensees und eines Jung alles von der Spaß Partei Deutschland....schau Euch die Schulden von Sachsen an, es geht auch Anders, VERANTWORTUNGSVOLL gegenüber dem Bürgers dank Biedenkopf und Nachfolgern...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.01.2013 21:57 Uhr
Julius Sulla
Julius Sulla (sulla.J) - 08.01.2013 21:57 Uhr

@ Michael Hochmuth

In dem Artikel wird der Eindruck der Vetternwirtschaft erweckt, was ich denke widerlegt zu haben.

Widerlegen wollte ich nicht, dass es politische Misswirtschaft gibt und zwar in allen politischen Lagern. Sie aber hier im Besondern nicht sehe.

Ihre spezielle Kritik an Problemen des Umweltstandards in Brasilien verbuche ich als Schützenhilfe meiner Argumentation.
Des Weiteren ist die Aufgabe eines Politikers im Aufsichtsrat von ThyssenKrupp, meiner Meinung, nicht den Neubau eines Werkes zu beurteilen & zu überwachen, wozu ihm (dem Politiker) wohl oft das nötige Know-how fehlen sollte, sondern Probleme eines bestimmten Industriezweiges aufzunehmen und in eine breite öffentliche Diskussion zu tragen, was Herr Steinbrück in diesem Fall auch getan hat.

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Rolf Mueller
Rolf Mueller (raem) - 08.01.2013 20:35 Uhr

Steinbrück im Glashaus

Steinbrück sitzt im Glashaus und jeder darf mal ein paar Steine auf ihn werfen. Natürlich darf er nicht zurück werfen, denn .... Irgendwann wird das Spiel dann langweilig werden und die nächste Sau wird durchs Mediendorf getrieben. Oder Teile der SPD fangen an ihren Kandidaten mit Steinen zu bewerfen. Ich bin bespannt, was zuerst kommt.

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Svenja Sirisee
Svenja Sirisee (Sirisee) - 08.01.2013 20:25 Uhr

Steinbrück und die "Julia"-Moral - oder: Peer macht nichts falsch

... S ist ein zutiefst rationaler Mensch und das ist ein Element der "Julia" Moral, nach der unsterblichen Literatin Julia Schramm benannt:

- Er nimmt Geld an. Das ist ok (so die Fans), weil das alle tun würden, wenn es ihnen angeboten würde;
- Er verlangt noch mehr Geld. Das ist berechtigt, sagen die Fans, weil alle gut verdienen.
- Er bietet an, seinen Einfluss auszuüben in Wahrnehmung eines Überwachungsamtes, für dass er bezahlt wird. Das ist ok, sagen die Fans, weil das würden alle so machen; dafür sitzen die alle dort.

Deshalb macht S aus Sicht der Fans nichts falsch, sondern ist allenfalls ungeschickt, die Dinge offen zu nennen.

Das ist das 2. Element der Julia-Moral. Man macht's halt, aber nennt es nicht offen. Die Julia Moral ist daher nichts anderes konsentierter, aber verschwiegen vorgehender Egoismus, der sich nach außen hin gerne in Solidarität verpackt. Das ist, wie immer, nichts grundlegend Neues (man denkt an die Toskana-Fraktion), aber offenbar wieder modern ...

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Julius Sulla
Julius Sulla (sulla.J) - 08.01.2013 19:52 Uhr

Exportorientiere Unternehmen brauchen gleiche Bedingungen

Ein Unternehmen wie ThyssenKrupp, welches mit dem Ausland und den dort geltenden Bedingungen konkurriert, braucht nun mal diese Art von Unterstützung, um Arbeitsplätze und Wohlstand auch hier zu erhalten. Weiterhin ist mir immer noch lieber, dass Stahl in Dt mit halben Umweltschutz als im Ausland mit gar keinem Umweltschutz produziert wird.
Ich kann daher Herr Steinbrücks Anstrengungen diesbezüglich nur gutheißen.
….Ausnahmen von der EEG-Umlagen für Golfplätze sind natürlich abzulehnen…

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.01.2013 06:47 Uhr
Werner Mayer

Verblendung

Sie müssen ja Geld haben,
die Politiker setzen seit Jahren Milliarden in den Sand.
Egal ob öffentliche Aufträge oder über Aufsichtsräte von Börsennotierten Firmen.

Der Herr versprach etwas in der Öffentlichkeit, meinte aber wie wir nun wissen nur seinen Konzern.

Ich bin dafür das Politiker nichts anderes tun dürfen, als Politik, keine Aufsichtsräte mehr, keine Ehrenposten usw.

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Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 09.01.2013 04:14 Uhr

Gleiche Bedingungen?

Da darf sich unsere Exportindustrie nicht beklagen: Was ein Deutscher was macht, ist dasd IMMER besser als wen etwas in Griechenland oder Sizilien gemacht wird.

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Kalle Käfer
Kalle Käfer (kkaefer) - 08.01.2013 19:43 Uhr

Korruption

Letztens las ich, ich weiss nicht mehr, wo, dass es die übliche Praxis von Politikern ALLER Parteien sei, vor dem Ende der Legislaturperiode ihre Freunde und Gönner noch schnell in den Beamtenstatus bzw. in eine fette Besoldungsgruppe zu hieven. Kein Wunder, dass in DE die Korruptionsgesetze der EU nicht ratifiziert werden. Da ist man sich parteiübergreifend einig. DAS ist Korruption. Institutionalisiert, nicht personengebunden.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.01.2013 06:48 Uhr
Werner Mayer

...

dem Stimme ich zu.

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Jan Frisch

Das ist genau die Form

legalisierter Korruption, die dieses System zu einem Selbstbedienungsladen macht.
Ein Schröder, ein Koch - beide nach gesundem Menschenverstand nur als korrupt zu bezeichnen, wenn sie ihren Herren vor Ausscheiden noch Großaufträge zuschanzten.
Vielleicht verstehe ich die repräsentative Demokratie auch einfach nicht, aber ich meine mal gelesen zu haben, dass ein MdB AUSSCHLIESSLICH seinem Gewissen verpflichtet ist und dabei die Interessen seines Wahlkreises zu vertreten hat. Aber nicht nur Papier ist geduldig, von Massenmedien und einem von Bertelsmann gesteuertem "Bildungssystem" verblödeter Urnenpöbel macht sein Kreuzchen ja doch verlässlich an der (fast) immer gleichen Stelle.
Wer dies für sich selbst ausschließen möchte, dem seien zwei Bücher ans Herz gelegt:
Wolf Schneider (langjähriger SZ Autor): "Wörter machen Leute - Magie und Macht der Sprache"
Edward Bernays (Neffe von Sigmund Freud, der die Erkenntnisse seines Onkels auf die Massenbeeinflussung anwendete): "Propaganda"

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.01.2013 07:06 Uhr
Werner Mayer

Sie haben es nicht falsch verstanden.

Wie sie sagten, er ist ausschließlich seinem Gewissen verpflichtet. Korrupte und böse Menschen handeln nach ihrem Gewissen, es sind halt böse Taten.

Das Gewissen von Personen ist immer anders als das von anderen Personen:Weil alle sind gleich, aber einige sind gleicher als andere (Zitat: Aufstand der Tiere)

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hans warchol

bundeskanzler?

wer versucht,auf allen schultern zu tragen und sein aufsichtsratmandat als nominierter kanzlerkandidat nicht ruhen lässt,der hat immer noch nicht begriffen,für welches amt er kandidiert.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.01.2013 07:08 Uhr
Werner Mayer

war doch klar

Steinbrück stößt die leidigen Ämter ab bevor er zur Rechenschaft gezogen wird, was ja auf einer Hauptversammlung passiert und kommentiert es in der Öffentlichkeit mit "das passt nicht zum zukünftigen Amt".

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Otto Meier

"... es entspreche der Position der SPD, bei den Kosten der Energiewende darauf zu achten,

dass in der energieintensiven Industrie keine Arbeitsplätze gefährdet würden."

Mit anderen Worten, die SPD kehrt auch unter Steinbrück nicht zu ihren Wurzeln zurück. Damit bleibt sie die Agenda-Partei und somit unwählbar. So schnell werden die Sonntagsreden eines Peer als das entlarvt, was sie sind: Wahlkampflügen. Die SPD verliert weiterhin an Glaubwürdigkeit.

Gäbe es keine Ausnahmen bei den Strompreisen, keine Tarife für Großabnehmer und keine Ausnahmen beim EEG, wäre die kWh für alle gleich teuer, so würden sich auch die Kosten für alle im Rahmen halten, zumindest wären sie gerecht verteilt. So aber entstehen durch die Verlagerung der Kosten immer mehr prekäre Arbeitsplätze, da die Löhne mit den Kosten nicht mehr mithalten, andererseits aber die Unternehmensgewinne ständig steigen - auch in der Krise.

Letztlich subventionieren die Arbeiter mit ihrer Arbeit ihre Arbeit. Ob da wirklich noch von Arbeit gesprochen werden darf? Wer vernichtet da letztlich Arbeitsplätze? De Strompreis?

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.01.2013 11:57 Uhr
Otto Meier

Sehr geehrter Herr Richter, würden die Energieerzeuger auf zweistellige Milliardengewinne

verzichten, wäre der Strompreis auch für Unternehmen kein Thema. Aber selbst unter den heutigen Bedingungen würde ein Preisanstieg von zwei oder drei Cent pro kWh die stromintensiven Unternehmen nicht gefährden. Gefährdet sind hingegen alle privaten Stromkunden, deren Einkommen mit den steigenden Preisen nicht schritthalten.

Wenn Arbeit nicht mehr bezahlbar ist, woran liegt das dann? Vielleicht an den zu niedrigen Löhnen in Ländern, in denen auch unsere Unternehmen produzieren? Vielleicht am Zwang ständig steigender Renditen? Vielleicht an Billigstimporten? Vielleicht ...

Der Weltmarkt, was ist das denn? Das sind doch wir selbst, die den eigenen Binnenmarkt durch unser Agieren auf dem Weltmarkt zerstören.

Die Energiepreise jedenfalls sind deutlich höher, als sie sein müßten. Betrachten Sie nur einmal die Öl/Gaspreisbindung oder den Preis des Rohöls, betrachten Sie die Energiebörsen und die Steuerbelastungen. All die dort gemachten Gewinne, wo bleiben die?

Leider nur 1.000 Zeichen.

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Werner Mayer

leider

die SPD ist wie die CDU/CSU und die FPD seit etwa 2 Jahrzehnten eine Partei für die Wirtschaft und nicht mehr für die Arbeiter.

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Wolfgang Richter

Was ist die Alternative?

"Gute Arbeit" findet überwiegend in Industriebetrieben mit ausreichend Ertragskraft statt.
Anders ist sie unmöglich bzw. unbezahlbar.
Wer diese Betriebe schwächt oder zerstört (wie es die Grünen gerne täten), nimmt Arbeitnehmern die Chance auf "nachhaltig" gutbezahlte Arbeit:
Diese gibt es nur, wenn das Unternehmen am (Welt-)Markt langfristig erfolgreich ist.
Das wird wesentlich durch Infrastruktur und Kostenniveau in Deutschland bestimmt:
Wie zum Beispiel eine verläßliche und bezahlbare Energieversorgung.

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Hans-Jörg Rechtsteiner

Ein Lehrstück über Korruption

Besser hätte es auch ein Bert Brecht nicht schreiben können. Allerdings: die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf, auch über alle anderen Teilnehmer, die beim Millionen-Spiel das große Rad drehen, informiert zu werden. Steinbrück wird in den Medien als Ausnahme hingestellt, dabei ist er die Regel.

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08.01.2013, 17:10 Uhr

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