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SPD-Kandidatendiskussion Nahles warnt vor „Nabelschau“

 ·  Nach einem Wochenende der Kanzlerkandidatendiskussionen warnt SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles ihre Partei vor zu viel öffentlicher Beschäftigung mit sich selbst. Das sei „nicht klug“ für die SPD, sagte sie.

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SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles hat ihre Partei vor einer „Nabelschau“ in der Kanzlerkandidatenfrage gewarnt. Die parteiinterne Debatte über einen Kanzlerkandidaten komme nur der Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzenden Angela Merkel zugute, sagte Frau Nahles am Montag in Berlin. Es sei nicht „klug“ für die SPD, „sich jetzt öffentlich mit sich selbst zu beschäftigen“.

„Der Zeitplan steht und wird unterstützt von allen drei Kandidaten“, fügte Frau Nahles hinzu. Als mögliche Anwärter für das Spitzenamt im Bundestagswahlkampf 2013 gelten der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel, der Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier und der frühere Finanzminister Peer Steinbrück. Die Entscheidung soll nach bisheriger Planung nach der Landtagswahl in Niedersachsen im Januar kommenden Jahres fallen.

„Ein Luxusproblem“

Auch der baden-württembergische SPD-Fraktionsvorsitzende Claus
Schmiedel sprach sich gegen eine vorgezogene Diskussion über den SPD-Kanzlerkandidaten aus. „Wir haben ein Luxusproblem“,
sagte der Sozialdemokrat am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Denn die SPD verfüge anders als die CDU über drei anerkannt gute
Aspiranten. „Diesen Vorteil sollte man nicht dadurch gefährden, indem man jede Woche einen anderen in den Vordergrund stellt.“

Damit reagierte Schmiedel auf den schleswig-holsteinischen
Ministerpräsidenten Torsten Albig (SPD), der sich für Steinmeier als
Herausforderer von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ausgesprochen hatte. Dagegen hatte der schleswig-holsteinische SPD-Landesvorsitzende Nils Schmid abermals für Peer Steinbrück geworben: „Ich denke, dass neben Steinmeier Peer Steinbrück ein sehr guter Kanzlerkandidat ist. Der Ex-Finanzminister genießt in der Bevölkerung hohes Vertrauen und ist sehr beliebt.“

Auch nach Ansicht Schmiedels muss der vereinbarte Zeitplan weiterhin gelten. „Es ist sehr vernünftig, ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl zu entscheiden und sich dann geschlossen hinter den Kandidaten zu stellen.“ In der Zwischenzeit solle man die Politiker in Ruhe ihre Arbeit machen lassen.

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