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SPD Auf dem Dach

 ·  Ob Steuerabkommen oder Schröders Vorschlag einer „Agenda 2030“: Der SPD ist nicht leicht zu vermitteln, dass der Spatz in der Hand immer noch besser ist als ein Gabriel auf dem Dach.

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Ob deutsche Steuerhinterzieher so lange damit warten, ihr Geld aus der Schweiz nach Singapur oder sonst wohin in Sicherheit zu bringen, bis die Kavalleristen Sigmar Gabriel und Jürgen Trittin ein Steuerabkommen ausgehandelt haben? Wahrscheinlich haben sie es längst getan, aber sicherlich nicht aus Angst vor Rot-Grün. Umso mehr erfüllen Gabriel und Trittin ihre Vorhersage deshalb höchstselbst, dass die Einkünfte, die sich Bund und Länder von dem Abkommen versprechen, am Ende wesentlich geringer sein dürften. Wie hoch sie sein werden, weiß niemand genau, hoch genug aber, um sagen zu können, dass der Spatz in der Hand immer noch besser ist als ein Gabriel auf dem Dach.

Dort oben ist die SPD nun auch von Altkanzler Schröder erwischt worden, dem es allerdings genauso wenig wie seinen Nachfolgern gelungen ist, der Partei die Vorzüge des Sperlings zu vermitteln. Eine „Agenda 2030“ wird es deshalb mit der SPD so schnell nicht geben. Sie ist noch immer dabei, den Vogel auszuspucken, den ihr seinerzeit Schröder serviert hatte. Viele in der Partei glauben, dass sie dadurch wieder fliegen lernt.

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Jahrgang 1962, verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

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