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Sonntagstrend : Die AfD ist im Osten fast so stark wie die Union

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Demonstranten protestieren mit Anti-Rassismus-Bannern vor dem Reichstagsgebäude in Berlin gegen den Einzug der AfD in den Bundestag. Bild: EPA

Im Osten von der AfD längst überholt, fällt die SPD in der Wäh­ler­gunst auf einen historischen Tiefst­wert. Die Mehr­heit der Deut­schen kri­ti­siert den Um­gang der SPD-Spit­ze un­ter­ein­an­der als „un­an­stän­dig“.

          Die SPD ist einer Umfrage zufolge auf einen historischen Tiefstwert in der Wählergunst gefallen. Im Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Emnid für die Zeitung „Bild am Sonntag“ erhebt, kommen die Sozialdemokraten nur noch auf 19 Prozent. Das ist ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche. Einen so niedrigen Wert hatte die SPD im Sonntagstrend noch nie. Im Osten erreicht sie inzwischen nur noch 14 Prozent.

          Die AfD dagegen ist in Ostdeutschland nun fast so stark wie die CDU. Die AfD kommt dort auf 25 Prozent, die Christdemokraten auf 26 Prozent. „Im Osten droht die AfD die CDU als Volkspartei abzulösen, die SPD hat sie längst überholt“, sagte Emnid-Experte Torsten Schneider-Haase.

          Bundesweit gewinnt die AfD zwei Zähler hinzu auf 14 Prozent. CDU/CSU geben einen Punkt nach auf 33 Prozent. Die Grünen liegen unverändert bei elf Prozent, die Linke steigt auf zehn Prozent (plus einen Punkt). Die FDP erreicht wie in der Vorwoche neun Prozent.

          SPD verliert durch Umgang der Parteispitze untereinander an Profil

          Eine Mehr­heit der Deut­schen von 64 Pro­zent kri­ti­siert laut der Umfrage den öf­fent­li­chen Um­gang der SPD-Spit­ze un­ter­ein­an­der als „un­an­stän­dig“. Dass die SPD-Spit­ze „an­stän­dig“ mit­ein­an­der um­ge­he, sag­ten nur 16 Pro­zent. 20 Pro­zent waren sich un­si­cher oder mach­ten keine An­ga­be.

          73 Pro­zent der Be­frag­ten glau­ben, dass die SPD durch den öf­fent­li­chen Um­gang der Par­tei­spit­ze un­ter­ein­an­der ihr Pro­fil als Par­tei der So­li­da­ri­tät ver­liert. Nur 17 Pro­zent den­ken das nicht. 11 Pro­zent waren sich un­si­cher oder mach­ten keine An­ga­be.

          36 Pro­zent der Be­frag­ten sag­ten, dass die Par­tei ganz zu ver­schwin­den droht, wenn sie so wei­ter­macht wie bis­her. 56 Pro­zent sehen diese Ge­fahr nicht. 7 Pro­zent waren sich un­si­cher oder mach­ten keine An­ga­be.

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