http://www.faz.net/-gpf-8cqiu

Sonntagsfrage : AfD weiter hoch in der Wählergunst

  • Aktualisiert am

Jörg Meuthen, einer der Bundesvorsitzenden der AfD und Spitzenkandidat für die Wahl in Baden-Württemberg Bild: dpa

Von der Flüchtlingsdebatte profitiert die AfD weiter: Laut einer aktuellen Umfrage würde sie bei Bundestagswahlen drittstärkste Partei werden. Punkten kann sie aber vor allem bei einer bestimmten Wählergruppe.

          In der anhaltenden Flüchtlingsdebatte legt die Partei Alternative für Deutschland (AfD) einer Umfrage zufolge in der Wählergunst zu. Erstmals erreicht die Partei im Emnid-Sonntagstrend, der wöchentlich für „Bild am Sonntag“ erhoben wird, zehn Prozent (plus ein Prozentpunkt).

          CDU/CSU verlieren dagegen zwei Prozentpunkte und kommen auf 36 Prozent. Die Grünen erreichen neun Prozent (minus ein Prozentpunkt). Einen Zähler gewinnen kann die SPD, sie kommt auf 25 Prozent. Die Linke liegt unverändert bei neun Prozent, die FDP bei fünf Prozent. Die Sonstigen kommen auf sechs Prozent (plus ein Prozentpunkt).

          Vor allem Männern gefällt die AfD

          Zuspruch findet die AfD fast ausschließlich bei Männern. Während nur zwei Prozent der wahlberechtigten Frauen derzeit AfD wählen würden, sind es bei den männlichen Bundesbürgern 17 Prozent. Umgekehrt ist das Geschlechterverhältnis bei den Regierungsparteien. 40 Prozent der Wählerinnen würden ihr Kreuz bei CDU/CSU machen (Männer 32 Prozent), 30 Prozent bei der SPD (Männer 20 Prozent).

          Unbenanntes Dokument

          Die neue digitale Zeitung F.A.Z. PLUS

          Die ganze F.A.Z. in völlig neuer Form, mit zusätzlichen Bildern, Videos, Grafiken, optimiert für Smartphone und Tablet. Jetzt gratis testen.

          Trotz der aktuell guten Umfragen glaubt eine deutliche Mehrheit der Deutschen (68 Prozent), dass die AfD nur eine vorübergehende Erscheinung ist. Lediglich 20 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Partei ein fester Bestandteil der deutschen Parteienlandschaft wird.

          Den Boykott einer Fernsehdebatte mit der AfD, den die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) durchzieht, findet eine Mehrheit der Deutschen falsch. Es sei nicht richtig, die AfD von TV-Duellen vor den Landtagswahlen am 13. März in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt auszuschließen. 53 Prozent wollen demnach, dass die AfD bei den Fernsehduellen dabei ist. 34 Prozent der Befragten lehnen das ab.

          Für den Sonntagstrend hat Emnid zwischen dem 14. und 20. Januar 1875 Personen befragt.

          Quelle: Reuters

          Weitere Themen

          Erzeugt die CSU den toten Punkt?

          Sondierungsverhandlungen : Erzeugt die CSU den toten Punkt?

          Sturheit und gegenseitige Beschuldigungen haben zuletzt die Jamaika-Gespräche dominiert – vor allem zwischen CSU und Grünen. Besonders ein Thema sorgt weiter für Konflikte.

          Topmeldungen

          Neue Verbindung: Russland baut eine Brücke über die Straße von Kertsch.

          Krim-Annexion : Abgerissene Verbindungen

          Die Krim-Bewohner und wie sie die Welt sehen – drei Jahre nach der russischen Annexion. Würden die Bewohner wieder für einen Anschluss an Russland stimmen?
          Unter dem Namen „DJ D-Sol“ legt David Solomon ungefähr einmal im Monat elektronische Musik auf.

          Manager David Solomon : Der DJ von Goldman Sachs

          David Solomon ist einer der wichtigsten Manager der amerikanischen Großbank. Daneben hat er aber noch eine ganz andere Leidenschaft.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.