http://www.faz.net/-gpf-8f5br

Silvester-Übergriffe : Erste Anklage wegen sexueller Nötigung

  • Aktualisiert am

Silvesternacht in Köln: Zahlreiche Fälle von sexueller Belästigung Bild: dpa

Nach der Silvesternacht in Köln sind bei der Staatsanwaltschaft mehr als 1100 Anzeigen eingegangen. Jetzt wird der erste Verdächtige wegen sexueller Nötigung angeklagt.

          Nach den Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht in Köln hat die Staatsanwaltschaft einen ersten Verdächtigen wegen sexueller Nötigung angeklagt. Der 26 Jahre alte Mann soll zusammen mit etwa zehn anderen Männern eine Frau in der Vorhalle des Hauptbahnhofs umzingelt und begrapscht haben, sagte ein Sprecher des Kölner Amtsgerichts am Donnerstag.

          Wann der Prozess gegen den Algerier beginnt, steht noch nicht fest. Die „Bild“-Zeitung hatte zuerst darüber berichtet. Unter anderem sei das Opfer am Gesäß angefasst worden, sagte der Gerichtssprecher. Dann soll der Angeklagte der Frau das Handy aus der Jackentasche gezogen haben. Deshalb ist er außer wegen sexueller Nötigung auch wegen Raubes angeklagt.

          Nach der Silvesternacht sind bei der Staatsanwaltschaft mehr als 1100 Anzeigen eingegangen, über 480 davon wegen einer Sexualstraftat. Die meisten der rund 120 Beschuldigten stammen aus Algerien oder Marokko. Bislang sind drei Täter wegen Diebstahls zu Bewährungsstrafen verurteilt worden.

          Weitere Themen

          Abtreibungsverbot in Irland Video-Seite öffnen

          Referendum : Abtreibungsverbot in Irland

          In Irland sind Schwangerschaftsabbrüche per Verfassung verboten - bei einem Referendum am Freitag können die Iren diese Regelung kippen. Laut Umfragen liegen die Befürworter neuer Abtreibungsregelungen leicht vorne.

          Vergewaltigt und im Wald verscharrt

          Prozess 30 Jahre später : Vergewaltigt und im Wald verscharrt

          Vor mehr als drei Jahrzehnten wird eine junge Frau in einem Wald brutal vergewaltigt und fast umgebracht. Vor Gericht gesteht ihr damaliger Peiniger nun die Tat, bestreitet aber eine Tötungsabsicht. Genau das ist für den Prozess aber der entscheidende Punkt.

          Topmeldungen

          Werner Müller in seinem Büro

          Evonik-Aufsichtsratschef : Werner Müller tritt endgültig ab

          Werner Müller war Bundeswirtschaftsminister und hat das Ende der Steinkohle mit abgewickelt. Jetzt gibt der schwer kranke Mann seine letzten beiden wichtigen Posten ab.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.