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Sexualerziehung Denn sie wissen nicht, was es ist

 ·  Was in den Schulbüchern über Sex steht, hilft den Lehrern oft nicht weiter. Denn ihre Schüler haben im Internet schon so viel gesehen und gelesen, dass es nur noch darum geht, über Pornographie aufzuklären.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (50)
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Davor Topić
Davor Topić (davor_t) - 07.01.2013 11:45 Uhr

Ja sie haben alles im Internet gesehen

...aber ihnen subtil zu erklären dass die Sexualität in ihren verschiedensten Ausdrucksformen erst dann ihre wertvollste Bedeutung hat wenn diese letztendlich Ausdruck von tiefen Emotionen, mit einem Wort Liebe ist, erst dann hat auch die Lehrerin die Problematik verstanden. Es geht nicht so sehr um das "äussere" leicht sichtbare, sondern um das "innere" was gestärkt werden soll, für eine gesunde Entwicklung der Persönlichkeit.

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Peter Gorski

Die böse, schlechte Lehrerin, die die Jungs nicht versteht?

Das kann ich nicht nachvollziehen, denn eigentlich hat sie es richtig gemacht.
Sie hat das Thema erstmal locker laufen lassen, die typischen Provakationen und Testwörter aktzeptiert und dann ein massives Stopschild gesetzt, als das erste Beleidigungsvocabular ausgesprochen wurde.
Und wenn ich das richtig gelesen habe, dann auch erklärt warum sie das getan hat und eine Diskussion darüber geführt, dass sich Mädchen nicht gut fühlen, wenn sie *Fotze* genannt werden!
Wenn sie solche informative Stunden ein paar mal wiederholen könnte, würden die Kids vielleicht zu einer Sprache finden, die solche Stunden dann möglich machen und für Jungs und Mädels zu Erkenntnisgewinn führen könnte!
Gegen die Radikalisierung der Sprache der Kids können Lehrer wenig entgegensetzen, dass haben wir alle verschlafen, die Eltern und die Gesellschaft!
Wir können den Kids nur noch besser zu verstehen lernen, wann diese Sprache unangebracht und tatsächlich beleidigend ist!
Gern auch mit klaren Stopschildern!

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Hinrich Mock
Hinrich Mock (HinrichM) - 06.01.2013 21:23 Uhr

Der Artikel bringt nichts auf den Punkt

Er beschreibt allerdings eindrucksvoll, wie eine Lehrerin anstatt zu lehren fahrlässig in die Modertorinnenrolle wechselt (das ist ja auch so schön praktisch: macht IHR mal, Kinder) und ihr dann die Situation aus dem Ruder läuft. Und das bei diesem für Heranwachsende so sensiblen Thema. Die Schamgefühle der Kinder werden unter ihrer "Aufsicht" nicht nur von irgendwelchen Rabauken sinnlos verletzt, sondern auch durch die Methode und die gedankenlose Ungeschicklichkeit der Lehrerin. Die hat das natürlich gar nicht begriffen.

Ich muß kein muslimischer Immigrant zu sein, um von solchen Pädagogen schockiert zu sein.

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Sebastian Fischer

Verantwortung wird abgegeben

Immer sollen es andere, hier die Schulen oder auch Horte und Kindergärten, richten, wenn das Elternhaus nicht fähig ist, Verantwortung zu übernehmen. Allerdings ist es nicht neu, dass "Gossensprache" gerade gerückt werden muss oder die Schule Sexualaufklärung betreiben muss. Nur heute kommt auch noch die erhebliche Medienerziehung dazu, früher hatte man eben nur die Bildzeitung zur Hand oder Zeitschriften weitergereicht bekommen.

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Philipp Laurisch

„Mädchen spielen Fußball“

Junge, Junge, da musste die gut organisierte männliche Weltverschwörung natürlich aktiv werden und diese perfide Entwicklung organisieren. Jedenfalls will uns das Frau Strobl wohl sagen; aber eine Redakteurin der Zeitschrift zu dem Thema zu befragen ist wohl so wie bei der iranischen Regierung seriöse Auskünfte über Israel einzuholen.
Vielen Dank an die FAZ; der Artikel beweist nämlich, dass der Nicht-Frontalunterricht keinen schlauer macht, sondern nur Schüler wie Lehrer unerträglich belästigt.
Ansonsten frage ich mich, was mir der Artikel sagt, außer dass einige pubertierende Jungs schlecht erzogen sind und Mädchen von ihren Müttern (und Vätern) kein Selbstbewusstsein gelernt haben. Art und Umfang der Schambehaarung sind wohl herzlich egal, wenn man nicht sofort mit jedem in die Kiste geht. Ich frage mich, was die Mädchen in Indien von den Problemen der hiesigen jungen Damen halten.
PS: Ich wusste nicht dass in Sexfilmen mit bezahlten Darstellen jmd. "vergewaltigt" wird.

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Klaus Letis

Ein ganzer Blumenstrauss unterschiedlichster Aspekte

1. Wenn der Unterricht tatsächlich so abgelaufen ist, dann sollte die Lehrkraft schnell ihren Beruf wechseln.

2. Was ist guter Sexualkundeunterricht? Da es weder eine schlüssige Theorie der menschlichen Psyche, noch in Folge der menschlichen Sexualität gibt, ist ein solcher Unterricht immer individuellen und weltanschaulichen Tendenzen ausgesetzt. Vielleicht sollten die Kinder selber entdecken, in dem man ihnen Handreichungen gibt und dies im Privaten entwickeln lässt.

3. Das Internet: Pornographie gehört nicht in die Gehirne von Jugendlichen.

4. Auch die ständige sexuelle Reizüberflutung ist falsch. Die FAZ ist hier eine Ausnahme!

5. Schönheits- und Schlankheitswahn in den Medien führen zu mehr Fällen von defizitären Selbstvorstellungen bis hin zu Magersucht und damit verbundenen Todesfällen.

6. Es sind die Frauen, die zunächst unter den neunen kulturellen "Errungenschaften" leiden.
Letztendlich schadet es beiden Geschlechtern. Es lebe die USA, unser Vorbild.

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Friedrich Wilhelm Preuß

Aufklärung früher und heute

Meine Sexualkunde lernte ich auf dem Dorf in einer Gruppe von sieben Kindern benachbarter Familien: vier Mädchen und drei Jungs zwischen 4 und 7 Jahren. Wir spielten u. a. auch „Doktor und Krankenschwester“, d.h. wir untersuchten uns gegenseitig und entdeckten so unsere Körper.
Natürlich kriegten wir Kinder mit, was die Erwachsenen heimlich taten und was und wie sie zu bestimmten Themen und Gelegenheit sprachen. Wir sahen auch, was der Hengst der Stute, was der Bulle der Kuh, was der Eber der Sau usw. antat.

Heute fehlt leider die natürliche Anschauung dessen, was die Geschlechter tun, was der Sinn des Geschlechtlichen ist. Wie können Eltern, Lehrpersonen und andere Erziehungsbeteiligte mit Kindern unbefangen über ganz natürliche Dinge sprechen, wenn sie selbst verklemmt, bigott und prüde sind? gar nicht.

Mir scheint, derzeit ist die öffentliche Einstellung zur natürlichen Nacktheit auf dem Weg zu Prüderie und Verklemmung, der menschlichen Natur zuwider.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.01.2013 14:34 Uhr
Sebastian Fischer

Reizüberflutung

Was auf dem Land ganz normal ist, auch ich habe diesem "natürlichen" Treiben zugesehn, ist in der Stadt eben unnormal. Als Kind geht man aber da auch noch mal ganz anders um als Erwachsene: So erzählt man ja auch als Kind Dinge, für die man sich später, wenn sie als Anekdoten von anderen wiedergegeben werden, oft schämt.
Und außerdem, was früher auf das Dorf beschränkt war, erstreckt sich heute auf das gesamte www. wo es kein Problem ist, an alles mögliche heranzukommen und auch alles mögliche zu bestellen.

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Svenja Sirisee
Svenja Sirisee (Sirisee) - 05.01.2013 17:52 Uhr

... Realexistierender Genderismus

... ist dieser Artikel, auch von der Sprache her. Und wie subtil, kaum bemerkbar:

Der Satz über die Generation Youporn ist nicht etwa formuliert: Mehr als jedes zweite Mädchen rasiert sich die Schamhaare, bei Jungs ist es dagegen nur jeder 3. Junge. Selbst bei dieser Information werden die Jungs sprachlich nach vorne geschoben, um das Fazit der neunmalklugen 14jährigen Göre zu bestätigen: "Gut, dass ich kein Junge bin".

Das ist die Sexual-DDR mit realexistierendem Genderismus. Die Aussage dieser Artikel ist immer: Mädchen sind toll, klug; die Jungs allenfalls peinlich und man braucht sie halt irgendwie noch (leider). So ähnlich hielt es die DDR mit allem, was kein "Arbeiter und Bauer" war, das kam sprachlich auch unter die Räder (und nicht zufällig).

Deshalb: Artikel ausschneiden und abheften. Das ist nur der traurige Anfang. In 10 Jahren wird man es als Menschenrecht propagieren, das Geschlecht des Kindes im Mutterleib und nach der Geburt ändern zu können, zu seinem Wohl ...

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Max Stammler

Eine schöne Entwicklung...

wenn man "reife" naive Mädchen auf U16 Parties aufreissen will. Mit 18 hat man bei solchen Veranstaltungen schon ziemlich leichtes Spiel und Alkohol hilft falls das Ganze nicht in die Gänge kommen will. Wenn man dann noch eine Karre hat ist man sowieso der Babba.

Es gibt so viele die es nötig haben... leider.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.01.2013 17:04 Uhr
Richard Meyer
Richard Meyer (sstudd) - 05.01.2013 17:04 Uhr

richtig

Ich geben Ihnen mit Ihrer Einschätzung Recht, allerdings liegt es meines Erachtens auch bis zu einem gewissen Grad in den Händen der Mädchen selbst, wie leicht sie sich "abschleppen lassen". Denn wer sich maßlos betrinkt, muss auch damit rechnen, die Kontrolle über seinen Körper zu verlieren...

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Christoph Schwiers

Herr Baumann, Frau Gerstenburg: Jungen können einem wirklich leid tun heutzutage.

Ich habe nur Töchter, auf die Kindergarten und Grundschule maßgeschmeidert sind, aber für die Buben? In den Grundschulen heißt es nur noch: Hast Du eine nette Lehrerin ? Zu meiner Zeit gab es noch Männer an den Grundschulen. Es ist eine allgemein verbreitete Auffassung sogar unter den Müttern von Söhnen, daß Jungs dümmer und schwieriger sind, einfach zurück hinter den Mädchen.
Würden die Mädchen schlechter zurecht kommen mit dem Unterricht, würde man dagegen etwas tun, aber Jungs sind eben emotional und auch sonst angeblich nicht so vollkommen wie die Mädchen.

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Stefan Kugl
Stefan Kugl (Kugll) - 05.01.2013 14:04 Uhr

Setzen 6 Frau Lehrer

Eine Katastrophe wie sie im Buche steht. Zuerst sollen die Kids sagen, was ihnen so einfällt, dann bekommt die Frau Lehrerin einen roten Kopf und staucht die Jungs zusammen. KLassisches Bsp warum man keine Knaben in diese Damen-Anstalten stecken sollte. Ein Grauen.

Und als Alternativprogramm zu Youporn wird die verquaste Mixtur aus "Geschlechtsverkehr"-Vokabular, Biologismus plus Vererbungslehre angeboten. Das hat schon in meiner Generation nur für Klassenarbeiten getaugt und innerlich keinen erreicht.

Und was soll mir das sagen? Schaue ich junge Leute (keine Kinder) an, bemerke ich sehr wohl, dass die zu Themen, die bei mir noch Porno heissen, ein lockeres Verhältnis haben.

Und ja - ich Opa bin pikiert. Aber sind sie mit ihren Sexleben unglücklicher als frühere Generationen? Eher nicht. Die Idee, Erotik gedeihe am Besten in trauter, zurückgezogener und treuer Zweisamkeit ist nicht dem Menschen angeboren, sondern die Idee einer bürgerlichen Epoche, die sich dem Ende zuneigt

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.01.2013 14:40 Uhr
Stefan Kugl
Stefan Kugl (Kugll) - 07.01.2013 14:40 Uhr

Frau Gneis

Nein ich finde durchaus, dass solche Worte nichts im Unterricht zu suchen haben. Meine aber, dass allein die Lehrerin zu verantworten hat, dass diese Worte in ihrer Klasse genannt wurden.

Mit freiem Assoziationen zu dem Thema in der Altersklasse kommt jede Menge Aufgeschnapptes und Falschverstandenes hoch. Schuld daran sind aber nicht die Kinder, sondern der Schlaukopf, der sie dazu auffordert. Und klar, wenn das erstmal losgeht, geht es so lange, bis der Erwachsenen es nicht mehr tolerieren. Und den Deckel nur hochzunehmen um dann erwartungsgemäß zuzutreten? Da fehlen mir dann doch die Worte.
Aber diese programmierte Demütigungsaktion als Setzen einer "Stoppmarke" zu bezeichen. Respekt

Und was macht man denn da, etwa beim Wort "Gang Bang" - das wird doch nicht im Ernst in der Klasse "wertfrei" erörtert werden? Kann ich mir jedenfalls nicht vorstellen

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Michael Baumann
Michael Baumann (Senore) - 05.01.2013 13:45 Uhr

Läuft jeder (weibliche) Unterricht so ab?

Kein Wunder dass Jungen zurückbleiben. Das ist Unterricht von Frauen für Mädchen, bei denen die ach so ungezogenen Jungen eigentlich nur stören und natürlich gemaßregelt werden müssen. Es wird einfach abgebrochen und nach den Gefühlen der Mädchen gefragt, anstatt ruhig zu erklären und die Situation zu beherrschen. Mein Gott.. auf der einen Seite die gierenden und notgeilen Jungs, auf der anderen die braven Mädchen. Insbesondere letzteres ist herrlich naiv. Als Folge sind die Mädchen schlauer, auf die Idee dass der Unterricht dermaßen verweiblicht ist will kein Verantwortlicher kommen. Wenn ich nicht pauschal gegen den Quoten-Unsinn wäre, würde ich jetzt vehement eine Männerquote für Schulen fordern. Da wird einem ja angst und bange...

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.01.2013 18:49 Uhr
Jens Fabry M.A.

Grenzüberschreitung

Es gibt drei sinnvolle Einstiege: 1. Die Sachkunde voranstellen, weil wenig über den eigenen Körper gewusst wird. 2. Brainstorming (und dann muss man wie hier, alle Begriffe streichen, die nicht zur Sache gehören und 3. Liebe (wird z.B. in Religion aufgegriffen). – Im Fokus des Biologieunterrichts steht die sachliche Aufklärung.
Ich kann mich mit der Unterrichtsschilderung nicht anfreunden, denn man muss ihr unterstellen, dass ihr reale Beobachtungen zugrunde liegen, aber beim Lesen hatte ich den Eindruck von einem doch etwas freizügigen Umgang, um die Situation für uns Leser zu dramatisieren.
Brainstorming ist nicht gerade ideal, weil da Begriffe fallen, die nicht unbedingt verstanden werden. – Die Frage ist folgende: Wie weit soll die institutionalisierte Aufklärung im Sinne einer Prävention (oder von Rollenerwartungen) gehen – Und wo fängt die zu schützende Privatsphäre an?

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Michael Baumann
Michael Baumann (Senore) - 05.01.2013 16:21 Uhr

Herr Fabry

Sie haben recht, ich kenne die Unterrichtsreihe als Ganzes nicht, eine Kritik ist deshalb schwierig. Dennoch muss ich im Kern bei meiner Aussage bleiben, denn die Tendenz ist hier an diesem einem Beispiel schon klar erkennbar. Und leider ja auch in anderen Artikeln. Sind Sie denn vertraut mit dem regulären weiteren Vorgehen eines solchen Aufklärungsunterrichts? Das was in diesem Artikel beschrieben wird überzeugt mich keinesfalls, und ich würde gerne wissen wie ein mädchen- UND jungengerechter Aufklärungsunterricht, der auf verschiedene Verhaltensweisen auch wirklich eingeht, nun noch stattfinden könnte.

Ich möchte hier auch Lehrerinnen nicht pauschal Unfähigkeit unterstellen auf Jungen speziell einzugehen, aber was ich in den letzten Jahren zu diesem Thema lesen musste macht mir größtenteils wirklich Sorgen. Dazu kommen die Statistiken dass Jungen immer weiter zurückfallen, und das bestimmt nicht weil sie dümmer sind. Da zieht man irgendwann seine Schlüsse..

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Stefan Kugl
Stefan Kugl (Kugll) - 05.01.2013 16:07 Uhr

Frau Lehrer stellt an den Pranger

Ob gewollt oder ungewollt: Das ist Demütigungs-Pädagogik wie aus dem Lehrbeispiel. Für derartige "Lehrpersonen" gibt es überhaupt keine Entschuldigung.
Und mal ganz praktisch: Wenn man nicht total naiv ist, weiß man was beim Brainstorming zu Thema Sex alles hochkommen. Das Themen wie "Anal", "Gangbang" oder "Dreier" genannt werden, ist zu zu erwarten - wenn man so was nicht aufgreifen möchhte, kann man eben nicht so einsteigen.
Im Übrigen strotzt der ganze Artikel doch nur von Diffamierungen.
Ein kurviges Frauenbild - ist klar - nicht Kim K. s9ndern Pornolook, ein dünnes dann sicher - im nächsten Artikel - dann Magersucht, und zuviel Sport zeugt bestimmt vom Leistungsterror.
Dahinter steckt ein rigides Normbild, das enger gefasst ist als in den 50ern

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Jens Fabry M.A.

Unterricht & Artikel

Nicht immer ist der Aufhänger eines Artikels eine gute Wahl. – Zumal, wenn dann über "guten" Unterricht debattiert wird, und alle tiefergehenden Ausführungen kaum noch in die Debatte einfließen.
Eine Kritik am Unterrichtsbeispiel ist kaum sinnvoll, denn was als Brainstorming da zusammengefasst wird, ist der Einstieg in das Thema (wobei die Lehrerin auch deshalb eingreifen muss, weil sie am Ende nur Teile aufgreifen und thematisieren kann). – Vor einer Kritik, müsste man die Unterrichtsreihe als Ganzes sehen, denn vieles wird da aufgearbeitet, was Sie hier kritisieren. Der praktische Einstieg soll hier aber nicht in den Unterricht, sondern in den Artikel einführen und deshalb bricht der Artikel den Bericht ab - und leitet zum eigentlichen Inhalt des Artikels über.
Was festzuhalten ist, eine Diskrepanz zwischen Lebenswirklichkeit und den "grenzen" der bürokratisch verordneten Aufklärung, die den Lehrern zu überbrücken aufgebürdet und zugleich verwehrt wird. Darüber ist nachzudenken.

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Chr. Schwiers

Anläßlich des Erfolgs der Twilight-Filme und -Bücher haben sich zum Thema Sex einige Medien...

... ich glaube es war auch das Heute-Journal, allen Ernstes Sorgen gemacht, die romantische Idee des sich Aufhebens für die Ehe, sozusagen erz-konservatives Gift eins unter dem Leugnen des Holocaustes, könnte vor allem die Mädchen hierzulande beeinflussen - wie krank ist das denn ?

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Lena Gerstenburg

Lachhaft!

Diese Unterrichtsbeschreibung dient eher der Veranschaulichung, warum der Unterricht heutzutage gerade für Jungen häufig nicht mehr funktioniert. Die Lehrerin macht rein für die Mädchen Unterricht.
Kein Wunder, dass die Jungen das nicht ernst nehmen. Dann dann werden diese für ihre normale Reaktion auch noch gemaßregelt. So kann Schule nicht funktionieren, wenn die Lehrkraft keinerlei Verständnis für die Jungen aufbringt.

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Chr. Schwiers

Ob Kinder ein Handy haben und Zugang zum Internet und mit welchen Freunden sie Umgang...

...haben, unterliegt der Kontrolle der Eltern - wenn sie Interesse haben. Natürlich läßt man seinen Kindern mehr Freiraum und Verantwortung je älter sie werden, aber zehnjährige müssen nicht alle Praktiken kennen, die sich Menschen so ausdenken. Im übrigen muß man auch einer kommerziellen Sexualisierung der Kinder begegnen, Kleidung für Mädchen unter 14 J. muß doch nicht aufreizend sein.
Im übrigen liebe Schulen, manches ist kostenlos und einfach: Kleidung der Schüler muß das und das bedecken, keine Handys außerhalb der Taschen auf den Schulgelände u.v.m; wird ja auch schon so gemacht gemacht z.T.

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Heike Schneider

So wie ich das mitbekomme, belästigen Vereine...

...in Berlin die Kinder in ihrer frühkindlichen Entwicklung, wenn sie in der ersten Klasse noch nicht mal Lesen und Schrieben können. so das die Sexualentwicklung von Kindern gestört wird, wenn eine Minderheit Ihnen eine vorzeitige Aufklärung aufzwingen will, dass finde ich also mehr als unverschämt. Die wenigen Lobbypaare haben sich damit aubzufinden, dass es immer noch von der Gesellschaft, den Lehrern und der Gemeinschaft bestimmt wird, ab wann sexuelle Aufklärung stattfindet. Wenn Sie meinen, sie müßten allen ihre Tabubrüche aufzwingen, sind sie im Irrtum. Wir müssen nicht tolerieren, was Minderheiten der Masse aufdrängen wollen. vor allem sollten Sie sich an die allgemeinen Lehrpläne halten, kindgerecht. Erwachsene mißbrauchen Kinder und das seit Jahren mir hängt die Sexualität der Erwachsenen zum Hals raus, die sie allen Kindern an den Schulen mit Gewalt als normal aufzwingen wollen.

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Thomas Kobler

Vielleicht sollte man einfach...

...die Sexualkunde mit Mathe kombinieren - Wahrscheinlichkeiten und Relationen. Wieviele Prozent Männer und Frauen mögen Analsex tatsächlich? Kann es sein, dass eine Geburtenrate von ca. 1.5 Kinder in Deutschland existiert, wenn praktisch jeder in Pornos dargestellte Akt mit dem Sperma in der Kopfregion der Frau endet? Ab welcher Objektgrösse wird es eng in der Vagina? Wieviele Kubikzentimeter Inhalt haben die Körbchengrössen A - Z? Um nur einige mögliche Beispiele zu nennen.

Die Verbreitung von Pornografie lässt sich wohl kaum mehr eindämmen, aber der (jungen) Menschheit wäre vielleicht etwas geholfen, wenn man einige der falschesten Bilder, die sie in unsere Köpfe setzt, mal etwas gründlicher prüft und mit der statistischen Realität in Einklang brächte. So wie Dr. House das mit seinen Diagosen tut. Und soll mir jetzt keiner sagen, dass man nach jahrelangem "Derrick"-Konsum nicht unterschwellig auch schon mal glaubte: In München wohnen alle in Villen - mit Wänden in Gelbtönen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.01.2013 16:41 Uhr
Andrea Fink

Richtiger Durchstoßpunkt

Unser Mathelehrer hat im Abiturhalbjahr bei einem Klassengespräch im Hinblick auf die testosteron-durchspülten Jungmänner feixend vom richtigen Durchstoßpunkt gesprochen....

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Franz Höhne

Sie haben ja so Recht.

Ich würde sie gern nochmal empfehlen,
es geht aber nur einmal.

Schade.

Man sollte bei der Mathematik
jedoch nicht den Fehler machen,
dass sie nur aus Zahlen besteht.

Das tut sie nicht.

Dürfen ist nicht können.
Können ist nicht dürfen.

Ich habe keine Zahlen benutzt,
aber trotzdem steckt in beiden Sätzen
Mathematik.

Und zwar in Form von Logik.

Noch ein schönes Wochenende.

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Helmut Smith (fmsus) - 05.01.2013 12:15 Uhr

Sex & Religion? Hier sind die Eltern gefragt!

Ja, es gibt sie noch. Eltern, die mit ihren Kindern sprechen. Über so ziemlich alles. Aber leider gibt es auch Eltern die glauben, die Schule würde auch auch die Erziehung ihrer Kinder übernehmen.

100 %iges Vertrauen in das deutsche Schulsystem ist ziemlich naiv - in jeder Hinsicht.

Am Ende geht es hier um ein Stück Papier, ein Abschlusszeugnis für eine berufliche Weiterentwicklung, nicht um eine Qualifikation als Mensch in der Gesellschaft.

Statt die eigenen Kinder mit überzogenenen, eigenen Wertvorstellungen zu verschrecken, sollten Eltern ihnen immer zeigen dass sie für alle Anliegen offen und gesprächsbereit sind.

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Michael Eiber

Wir sind hier in der Schule, sagte die Lehrerin

Das sehen die Kinder sicher anders, aber Scherz beiseite: ich möchte nicht Sexualkunde in der Mittelstufe unterrichten. Aber auch sonst ist Schule kein Zuckerschlecken.

Ich würde bestreiten, dass es ein Lehrstoff-Problem gibt, angesichts der Entgrenzungen, die vorallem den Erwachsenen inzwischen Sorgen machen. Richtig ist: die Kinder und Jugendlichen definieren ihre eigene Umgebung, sie stecken keineswegs in der politischen Verantwortungsfalle, die uns die liberale Gesellschaft gestellt hat.
Die Konfrontation von Pornographie und gepflegtem Sex ist kein (!) pädagogisches Problem. Diese Suggestion möchte ich zurückweisen. Sie ist ein kulturelles Problem, bzw. eine innergesellschaftliche Bruchkante zwischen Zivilisation und subalterner Existenz. Und da ist richtig was gebrochen, das ist nicht nur Ungezogenheit und mangelhafte Früherziehung. Es bedeutet, dass der Keller existiert, meine Damen und Herren, und dass er randvoll ist mit Unrat und Unflat. Erklären Sie das mal den Jungen...

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Hans Meier

Fernseher abschaffen. Das Recht der Jugendlichen auf Schamgefühle.

Selber schuld, wer einen Fernseher besitzt. Schon aus Protest gegen den Gebührenzwang sollte man ihn abschaffen.
Sexuelle Aufklärung sollte die Schule gewiss leisten, aber warum denn schon in der 3. Klasse? Wo besteht denn da ein "Bedarf"? Kinder und Jugendliche schämen sich ihrer erwachenden Sexualität von Natur aus und das ist auch gut so. Mir tun die heutigen Kinder durchaus leid, denn ihnen wird das Recht auf Schamgefühle abgesprochen. Stattdessen kriegen sie von allen Seiten eingehämmert, dass sie alles wissen und mit Erfahrungen protzen müssen, wenn sie "normal" sein wollen. (Weil das "bei heutigen Kindern" ja so sein muss!)
Warum eine Schulstunde nicht die beste Situation für ein sinnvolles Gespräch über Sexualität sein kann, leuchtet jedem Nicht-Pädagogen unmittelbar ein.
Warum verteilt man nicht stattdessen an die Kinder einfach ein Aufklärungsbuch, wo alles mit Stil und Takt erklärt wird? Die Kinder sollten die Möglichkeit haben, Fragen dazu auch anonym zu stellen.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.01.2013 20:39 Uhr
Hans Meier

Scham ist Teil jeder Kultur

Jede Kultur hat irgendeine Sexualmoral, und das Schamgefühl schützt vor ihrer Übertretung.
Im Paradies waren die Menschen glücklicher, aber wir wurden ja alle schon in die Zivilisation hineingeboren und müssen in ihr zurecht kommen. Den "christlichen oder ähnlichen" Einfluß kann uns niemand mehr wegzaubern.
Auch die Hoffnungen der Nudisten-Bewegung haben sich ja irgendwie nicht erfüllt. Es scheint ja eher so zu sein, dass die heutige Jugend FKK-Strände lieber meidet. Woran auch immer das liegen mag.

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Werner Laude

Schamgefühle ..

..sind nie 'natürlich'. Sie sind immer das Ergebnis von elterlicher und kirchlicher Indoktrination. In Kulturen ohne 'christlichen' oder ähnlichen Einfluss gehen jungen Menschen viel natürlicher, ungezwungen und respektvoll miteinander um.

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Closed via SSO

Fernseher abschaffen reicht nicht. Jedes neuere Handy hat Internetzugang und kann

Videos abspielen. Smartphones sowieso. Neulich war ich in der Postfiliale eines Supermarkts. Dort lagen pornografische Zeitschriften, zwar relativ weit oben, doch offen mit vollem Blick in alle Einzelheiten der Geschlechtsorgane.

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04.01.2013, 14:25 Uhr

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