04.01.2013 · Was in den Schulbüchern über Sex steht, hilft den Lehrern oft nicht weiter. Denn ihre Schüler haben im Internet schon so viel gesehen und gelesen, dass es nur noch darum geht, über Pornographie aufzuklären.
Von Susanne KusickeRichtlinien für Lesermeinungen
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Ja sie haben alles im Internet gesehen
...aber ihnen subtil zu erklären dass die Sexualität in ihren verschiedensten Ausdrucksformen erst dann ihre wertvollste Bedeutung hat wenn diese letztendlich Ausdruck von tiefen Emotionen, mit einem Wort Liebe ist, erst dann hat auch die Lehrerin die Problematik verstanden. Es geht nicht so sehr um das "äussere" leicht sichtbare, sondern um das "innere" was gestärkt werden soll, für eine gesunde Entwicklung der Persönlichkeit.
Die böse, schlechte Lehrerin, die die Jungs nicht versteht?
Das kann ich nicht nachvollziehen, denn eigentlich hat sie es richtig gemacht.
Sie hat das Thema erstmal locker laufen lassen, die typischen
Provakationen und Testwörter aktzeptiert und dann ein massives
Stopschild gesetzt, als das erste Beleidigungsvocabular ausgesprochen wurde.
Und wenn ich das richtig gelesen habe, dann auch erklärt warum sie
das getan hat und eine Diskussion darüber geführt, dass sich
Mädchen nicht gut fühlen, wenn sie *Fotze* genannt werden!
Wenn sie solche informative Stunden ein paar mal wiederholen
könnte, würden die Kids vielleicht zu einer Sprache finden,
die solche Stunden dann möglich machen und für Jungs und
Mädels zu Erkenntnisgewinn führen könnte!
Gegen die Radikalisierung der Sprache der Kids können Lehrer wenig
entgegensetzen, dass haben wir alle verschlafen, die Eltern und die Gesellschaft!
Wir können den Kids nur noch besser zu verstehen lernen, wann diese
Sprache unangebracht und tatsächlich beleidigend ist!
Gern auch mit klaren Stopschildern!
Der Artikel bringt nichts auf den Punkt
Er beschreibt allerdings eindrucksvoll, wie eine Lehrerin anstatt zu
lehren fahrlässig in die Modertorinnenrolle wechselt (das ist ja
auch so schön praktisch: macht IHR mal, Kinder) und ihr dann die
Situation aus dem Ruder läuft. Und das bei diesem für
Heranwachsende so sensiblen Thema. Die Schamgefühle der Kinder
werden unter ihrer "Aufsicht" nicht nur von irgendwelchen
Rabauken sinnlos verletzt, sondern auch durch die Methode und die
gedankenlose Ungeschicklichkeit der Lehrerin. Die hat das natürlich
gar nicht begriffen.
Ich muß kein muslimischer Immigrant zu sein, um von solchen
Pädagogen schockiert zu sein.
Immer sollen es andere, hier die Schulen oder auch Horte und Kindergärten, richten, wenn das Elternhaus nicht fähig ist, Verantwortung zu übernehmen. Allerdings ist es nicht neu, dass "Gossensprache" gerade gerückt werden muss oder die Schule Sexualaufklärung betreiben muss. Nur heute kommt auch noch die erhebliche Medienerziehung dazu, früher hatte man eben nur die Bildzeitung zur Hand oder Zeitschriften weitergereicht bekommen.
Junge, Junge, da musste die gut organisierte männliche
Weltverschwörung natürlich aktiv werden und diese perfide
Entwicklung organisieren. Jedenfalls will uns das Frau Strobl wohl
sagen; aber eine Redakteurin der Zeitschrift zu dem Thema zu befragen
ist wohl so wie bei der iranischen Regierung seriöse Auskünfte
über Israel einzuholen.
Vielen Dank an die FAZ; der Artikel beweist nämlich, dass der
Nicht-Frontalunterricht keinen schlauer macht, sondern nur Schüler
wie Lehrer unerträglich belästigt.
Ansonsten frage ich mich, was mir der Artikel sagt, außer dass
einige pubertierende Jungs schlecht erzogen sind und Mädchen von
ihren Müttern (und Vätern) kein Selbstbewusstsein gelernt
haben. Art und Umfang der Schambehaarung sind wohl herzlich egal, wenn
man nicht sofort mit jedem in die Kiste geht. Ich frage mich, was die
Mädchen in Indien von den Problemen der hiesigen jungen Damen halten.
PS: Ich wusste nicht dass in Sexfilmen mit bezahlten Darstellen jmd.
"vergewaltigt" wird.
Ein ganzer Blumenstrauss unterschiedlichster Aspekte
1. Wenn der Unterricht tatsächlich so abgelaufen ist, dann sollte
die Lehrkraft schnell ihren Beruf wechseln.
2. Was ist guter Sexualkundeunterricht? Da es weder eine schlüssige
Theorie der menschlichen Psyche, noch in Folge der menschlichen
Sexualität gibt, ist ein solcher Unterricht immer individuellen und
weltanschaulichen Tendenzen ausgesetzt. Vielleicht sollten die Kinder
selber entdecken, in dem man ihnen Handreichungen gibt und dies im
Privaten entwickeln lässt.
3. Das Internet: Pornographie gehört nicht in die Gehirne von
Jugendlichen.
4. Auch die ständige sexuelle Reizüberflutung ist falsch. Die
FAZ ist hier eine Ausnahme!
5. Schönheits- und Schlankheitswahn in den Medien führen zu
mehr Fällen von defizitären Selbstvorstellungen bis hin zu
Magersucht und damit verbundenen Todesfällen.
6. Es sind die Frauen, die zunächst unter den neunen kulturellen
"Errungenschaften" leiden.
Letztendlich schadet es beiden Geschlechtern. Es lebe die USA, unser Vorbild.
Meine Sexualkunde lernte ich auf dem Dorf in einer Gruppe von sieben
Kindern benachbarter Familien: vier Mädchen und drei Jungs zwischen
4 und 7 Jahren. Wir spielten u. a. auch „Doktor und
Krankenschwester“, d.h. wir untersuchten uns gegenseitig und
entdeckten so unsere Körper.
Natürlich kriegten wir Kinder mit, was die Erwachsenen heimlich
taten und was und wie sie zu bestimmten Themen und Gelegenheit sprachen.
Wir sahen auch, was der Hengst der Stute, was der Bulle der Kuh, was der
Eber der Sau usw. antat.
Heute fehlt leider die natürliche Anschauung dessen, was die
Geschlechter tun, was der Sinn des Geschlechtlichen ist. Wie können
Eltern, Lehrpersonen und andere Erziehungsbeteiligte mit Kindern
unbefangen über ganz natürliche Dinge sprechen, wenn sie
selbst verklemmt, bigott und prüde sind? gar nicht.
Mir scheint, derzeit ist die öffentliche Einstellung zur
natürlichen Nacktheit auf dem Weg zu Prüderie und Verklemmung,
der menschlichen Natur zuwider.
Reizüberflutung
Was auf dem Land ganz normal ist, auch ich habe diesem
"natürlichen" Treiben zugesehn, ist in der Stadt eben
unnormal. Als Kind geht man aber da auch noch mal ganz anders um als
Erwachsene: So erzählt man ja auch als Kind Dinge, für die man
sich später, wenn sie als Anekdoten von anderen wiedergegeben
werden, oft schämt.
Und außerdem, was früher auf das Dorf beschränkt war,
erstreckt sich heute auf das gesamte www. wo es kein Problem ist, an
alles mögliche heranzukommen und auch alles mögliche zu bestellen.
... Realexistierender Genderismus
... ist dieser Artikel, auch von der Sprache her. Und wie subtil, kaum bemerkbar:
Der Satz über die Generation Youporn ist nicht etwa formuliert:
Mehr als jedes zweite Mädchen rasiert sich die Schamhaare, bei
Jungs ist es dagegen nur jeder 3. Junge. Selbst bei dieser Information
werden die Jungs sprachlich nach vorne geschoben, um das Fazit der
neunmalklugen 14jährigen Göre zu bestätigen: "Gut,
dass ich kein Junge bin".
Das ist die Sexual-DDR mit realexistierendem Genderismus. Die Aussage
dieser Artikel ist immer: Mädchen sind toll, klug; die Jungs
allenfalls peinlich und man braucht sie halt irgendwie noch (leider). So
ähnlich hielt es die DDR mit allem, was kein "Arbeiter und
Bauer" war, das kam sprachlich auch unter die Räder (und nicht zufällig).
Deshalb: Artikel ausschneiden und abheften. Das ist nur der traurige
Anfang. In 10 Jahren wird man es als Menschenrecht propagieren, das
Geschlecht des Kindes im Mutterleib und nach der Geburt ändern zu
können, zu seinem Wohl ...
wenn man "reife" naive Mädchen auf U16 Parties aufreissen
will. Mit 18 hat man bei solchen Veranstaltungen schon ziemlich leichtes
Spiel und Alkohol hilft falls das Ganze nicht in die Gänge kommen
will. Wenn man dann noch eine Karre hat ist man sowieso der Babba.
Es gibt so viele die es nötig haben... leider.
richtig
Ich geben Ihnen mit Ihrer Einschätzung Recht, allerdings liegt es meines Erachtens auch bis zu einem gewissen Grad in den Händen der Mädchen selbst, wie leicht sie sich "abschleppen lassen". Denn wer sich maßlos betrinkt, muss auch damit rechnen, die Kontrolle über seinen Körper zu verlieren...
Herr Baumann, Frau Gerstenburg: Jungen können einem wirklich leid tun heutzutage.
Ich habe nur Töchter, auf die Kindergarten und Grundschule
maßgeschmeidert sind, aber für die Buben? In den
Grundschulen heißt es nur noch: Hast Du eine nette Lehrerin ? Zu
meiner Zeit gab es noch Männer an den Grundschulen. Es ist eine
allgemein verbreitete Auffassung sogar unter den Müttern von
Söhnen, daß Jungs dümmer und schwieriger sind, einfach
zurück hinter den Mädchen.
Würden die Mädchen schlechter zurecht kommen mit dem
Unterricht, würde man dagegen etwas tun, aber Jungs sind eben
emotional und auch sonst angeblich nicht so vollkommen wie die
Mädchen.
Eine Katastrophe wie sie im Buche steht. Zuerst sollen die Kids sagen,
was ihnen so einfällt, dann bekommt die Frau Lehrerin einen roten
Kopf und staucht die Jungs zusammen. KLassisches Bsp warum man keine
Knaben in diese Damen-Anstalten stecken sollte. Ein Grauen.
Und als Alternativprogramm zu Youporn wird die verquaste Mixtur aus
"Geschlechtsverkehr"-Vokabular, Biologismus plus
Vererbungslehre angeboten. Das hat schon in meiner Generation nur
für Klassenarbeiten getaugt und innerlich keinen erreicht.
Und was soll mir das sagen? Schaue ich junge Leute (keine Kinder) an,
bemerke ich sehr wohl, dass die zu Themen, die bei mir noch Porno
heissen, ein lockeres Verhältnis haben.
Und ja - ich Opa bin pikiert. Aber sind sie mit ihren Sexleben
unglücklicher als frühere Generationen? Eher nicht. Die Idee,
Erotik gedeihe am Besten in trauter, zurückgezogener und treuer
Zweisamkeit ist nicht dem Menschen angeboren, sondern die Idee einer
bürgerlichen Epoche, die sich dem Ende zuneigt
Frau Gneis
Nein ich finde durchaus, dass solche Worte nichts im Unterricht zu
suchen haben. Meine aber, dass allein die Lehrerin zu verantworten hat,
dass diese Worte in ihrer Klasse genannt wurden.
Mit freiem Assoziationen zu dem Thema in der Altersklasse kommt jede
Menge Aufgeschnapptes und Falschverstandenes hoch. Schuld daran sind
aber nicht die Kinder, sondern der Schlaukopf, der sie dazu auffordert.
Und klar, wenn das erstmal losgeht, geht es so lange, bis der
Erwachsenen es nicht mehr tolerieren. Und den Deckel nur hochzunehmen um
dann erwartungsgemäß zuzutreten? Da fehlen mir dann doch die Worte.
Aber diese programmierte Demütigungsaktion als Setzen einer
"Stoppmarke" zu bezeichen. Respekt
Und was macht man denn da, etwa beim Wort "Gang Bang" - das
wird doch nicht im Ernst in der Klasse "wertfrei"
erörtert werden? Kann ich mir jedenfalls nicht vorstellen
Läuft jeder (weibliche) Unterricht so ab?
Kein Wunder dass Jungen zurückbleiben. Das ist Unterricht von Frauen für Mädchen, bei denen die ach so ungezogenen Jungen eigentlich nur stören und natürlich gemaßregelt werden müssen. Es wird einfach abgebrochen und nach den Gefühlen der Mädchen gefragt, anstatt ruhig zu erklären und die Situation zu beherrschen. Mein Gott.. auf der einen Seite die gierenden und notgeilen Jungs, auf der anderen die braven Mädchen. Insbesondere letzteres ist herrlich naiv. Als Folge sind die Mädchen schlauer, auf die Idee dass der Unterricht dermaßen verweiblicht ist will kein Verantwortlicher kommen. Wenn ich nicht pauschal gegen den Quoten-Unsinn wäre, würde ich jetzt vehement eine Männerquote für Schulen fordern. Da wird einem ja angst und bange...
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.01.2013 18:49 UhrGrenzüberschreitung
Es gibt drei sinnvolle Einstiege: 1. Die Sachkunde voranstellen, weil
wenig über den eigenen Körper gewusst wird. 2. Brainstorming
(und dann muss man wie hier, alle Begriffe streichen, die nicht zur
Sache gehören und 3. Liebe (wird z.B. in Religion aufgegriffen).
– Im Fokus des Biologieunterrichts steht die sachliche Aufklärung.
Ich kann mich mit der Unterrichtsschilderung nicht anfreunden, denn man
muss ihr unterstellen, dass ihr reale Beobachtungen zugrunde liegen,
aber beim Lesen hatte ich den Eindruck von einem doch etwas
freizügigen Umgang, um die Situation für uns Leser zu dramatisieren.
Brainstorming ist nicht gerade ideal, weil da Begriffe fallen, die nicht
unbedingt verstanden werden. – Die Frage ist folgende: Wie weit
soll die institutionalisierte Aufklärung im Sinne einer
Prävention (oder von Rollenerwartungen) gehen – Und wo
fängt die zu schützende Privatsphäre an?
Herr Fabry
Sie haben recht, ich kenne die Unterrichtsreihe als Ganzes nicht, eine
Kritik ist deshalb schwierig. Dennoch muss ich im Kern bei meiner
Aussage bleiben, denn die Tendenz ist hier an diesem einem Beispiel
schon klar erkennbar. Und leider ja auch in anderen Artikeln. Sind Sie
denn vertraut mit dem regulären weiteren Vorgehen eines solchen
Aufklärungsunterrichts? Das was in diesem Artikel beschrieben wird
überzeugt mich keinesfalls, und ich würde gerne wissen wie ein
mädchen- UND jungengerechter Aufklärungsunterricht, der auf
verschiedene Verhaltensweisen auch wirklich eingeht, nun noch
stattfinden könnte.
Ich möchte hier auch Lehrerinnen nicht pauschal Unfähigkeit
unterstellen auf Jungen speziell einzugehen, aber was ich in den letzten
Jahren zu diesem Thema lesen musste macht mir größtenteils
wirklich Sorgen. Dazu kommen die Statistiken dass Jungen immer weiter
zurückfallen, und das bestimmt nicht weil sie dümmer sind. Da
zieht man irgendwann seine Schlüsse..
Frau Lehrer stellt an den Pranger
Ob gewollt oder ungewollt: Das ist Demütigungs-Pädagogik wie
aus dem Lehrbeispiel. Für derartige "Lehrpersonen" gibt
es überhaupt keine Entschuldigung.
Und mal ganz praktisch: Wenn man nicht total naiv ist, weiß man
was beim Brainstorming zu Thema Sex alles hochkommen. Das Themen wie
"Anal", "Gangbang" oder "Dreier" genannt
werden, ist zu zu erwarten - wenn man so was nicht aufgreifen
möchhte, kann man eben nicht so einsteigen.
Im Übrigen strotzt der ganze Artikel doch nur von Diffamierungen.
Ein kurviges Frauenbild - ist klar - nicht Kim K. s9ndern Pornolook,
ein dünnes dann sicher - im nächsten Artikel - dann
Magersucht, und zuviel Sport zeugt bestimmt vom Leistungsterror.
Dahinter steckt ein rigides Normbild, das enger gefasst ist als in den
50ern
Unterricht & Artikel
Nicht immer ist der Aufhänger eines Artikels eine gute Wahl.
– Zumal, wenn dann über "guten" Unterricht
debattiert wird, und alle tiefergehenden Ausführungen kaum noch in
die Debatte einfließen.
Eine Kritik am Unterrichtsbeispiel ist kaum sinnvoll, denn was als
Brainstorming da zusammengefasst wird, ist der Einstieg in das Thema
(wobei die Lehrerin auch deshalb eingreifen muss, weil sie am Ende nur
Teile aufgreifen und thematisieren kann). – Vor einer Kritik,
müsste man die Unterrichtsreihe als Ganzes sehen, denn vieles wird
da aufgearbeitet, was Sie hier kritisieren. Der praktische Einstieg soll
hier aber nicht in den Unterricht, sondern in den Artikel einführen
und deshalb bricht der Artikel den Bericht ab - und leitet zum
eigentlichen Inhalt des Artikels über.
Was festzuhalten ist, eine Diskrepanz zwischen Lebenswirklichkeit und
den "grenzen" der bürokratisch verordneten
Aufklärung, die den Lehrern zu überbrücken
aufgebürdet und zugleich verwehrt wird. Darüber ist nachzudenken.
Anläßlich des Erfolgs der Twilight-Filme und -Bücher haben sich zum Thema Sex einige Medien...
... ich glaube es war auch das Heute-Journal, allen Ernstes Sorgen gemacht, die romantische Idee des sich Aufhebens für die Ehe, sozusagen erz-konservatives Gift eins unter dem Leugnen des Holocaustes, könnte vor allem die Mädchen hierzulande beeinflussen - wie krank ist das denn ?
Ich komme jetzt aus dem Museum
Mein Aufklärungsunterricht fand 1964 statt, nachdem wir
diesbezüglich an unseren Klassenlehrer herangetreten waren. Da es
zu dieser Zeit für Lehrer keinerlei Unterrichtsmaterial gab, wandte
er sich an das zuständige Kreisgesundheitsamt und der leitende
Medizinaldirektor erschien höchstselbst am vereinbarten Termin und
führte den Unterricht, auf unseren Wunsch, nach Geschlechtern
getrennt, durch. Meiner Meinung nach sind Lehrer, auch wenn sie
dafür entsprechende Lehrgänge besucht haben, die
ungeeigneteren Personen, denn bestimmte Fragen werden sie nicht oder nur
ausweichend beantworten können. Warum nicht
Aufklärungsunterricht durch einen Arzt, der zugleich aus seiner
täglichen Praxis mit Beispielen ergänzt werden kann. Wilhelm
Arnold führt in seinem Beitrag wichtige an.
Fragen, die die Kinder schon im frühen Kindesalter an die Eltern
richten, sollten von denen auch beantwortet werden, aber nicht mit:
„Dazu bist du noch zu klein!“
Es gab 1964 schon "Aufklärungsfilme"
ich selbst bekam einen in der Berufsschule 1962 zu sehen. Es war
hochnotpeinlich, für das Lehrpersonal und für uns
Schüler. Geklärt hat der Film nicht viel, er wurde ohne
begleitenden Kommentar der Lehrer präsentiert. Dass meine Mutter
meinen Fragen auswich, habe ich schnell akzeptiert, ihr war die
Erklärungsnot mehr als deutlich anzusehen.
Heute denke ich, wir hatten damals insofern Glück, als uns nicht
überall und ständig nackte Frauen von Plakatwänden,
Zeitungen oder auch im TV begleiteten. Und geil war ein Unwort und nicht
super. Ich mag das Wort heute noch nicht hören, ja, ich zucke immer
noch zusammen. Was Mediamarkt mit dem Werbeslogan angerichtet hat, ist
auch volkswirtschaftlich zu messen.
Richtig.
Viele Menschen die oft zusammen sind,
gehen doch meist anders mit einander um,
als wenn jemand
komplett "artfremdes",
also aus einem anderen Umfeld kommt.
Interessant wäre aber auch die Berufsprostituierte,
die dann mal ganz unverblümt Geschichten erzählt,
wie toll doch dieser Analsex ist.
Manchem schulischen Maulaffen
würden die Augen geöffnet,
da bin ich mir sicher.
Diese Unterrichtsbeschreibung dient eher der Veranschaulichung, warum
der Unterricht heutzutage gerade für Jungen häufig nicht mehr
funktioniert. Die Lehrerin macht rein für die Mädchen Unterricht.
Kein Wunder, dass die Jungen das nicht ernst nehmen. Dann dann werden
diese für ihre normale Reaktion auch noch gemaßregelt. So
kann Schule nicht funktionieren, wenn die Lehrkraft keinerlei
Verständnis für die Jungen aufbringt.
Ob Kinder ein Handy haben und Zugang zum Internet und mit welchen Freunden sie Umgang...
...haben, unterliegt der Kontrolle der Eltern - wenn sie Interesse
haben. Natürlich läßt man seinen Kindern mehr Freiraum
und Verantwortung je älter sie werden, aber zehnjährige
müssen nicht alle Praktiken kennen, die sich Menschen so ausdenken.
Im übrigen muß man auch einer kommerziellen Sexualisierung
der Kinder begegnen, Kleidung für Mädchen unter 14 J.
muß doch nicht aufreizend sein.
Im übrigen liebe Schulen, manches ist kostenlos und einfach:
Kleidung der Schüler muß das und das bedecken, keine Handys
außerhalb der Taschen auf den Schulgelände u.v.m; wird ja
auch schon so gemacht gemacht z.T.
So wie ich das mitbekomme, belästigen Vereine...
...in Berlin die Kinder in ihrer frühkindlichen Entwicklung, wenn sie in der ersten Klasse noch nicht mal Lesen und Schrieben können. so das die Sexualentwicklung von Kindern gestört wird, wenn eine Minderheit Ihnen eine vorzeitige Aufklärung aufzwingen will, dass finde ich also mehr als unverschämt. Die wenigen Lobbypaare haben sich damit aubzufinden, dass es immer noch von der Gesellschaft, den Lehrern und der Gemeinschaft bestimmt wird, ab wann sexuelle Aufklärung stattfindet. Wenn Sie meinen, sie müßten allen ihre Tabubrüche aufzwingen, sind sie im Irrtum. Wir müssen nicht tolerieren, was Minderheiten der Masse aufdrängen wollen. vor allem sollten Sie sich an die allgemeinen Lehrpläne halten, kindgerecht. Erwachsene mißbrauchen Kinder und das seit Jahren mir hängt die Sexualität der Erwachsenen zum Hals raus, die sie allen Kindern an den Schulen mit Gewalt als normal aufzwingen wollen.
Vielleicht sollte man einfach...
...die Sexualkunde mit Mathe kombinieren - Wahrscheinlichkeiten und
Relationen. Wieviele Prozent Männer und Frauen mögen Analsex
tatsächlich? Kann es sein, dass eine Geburtenrate von ca. 1.5
Kinder in Deutschland existiert, wenn praktisch jeder in Pornos
dargestellte Akt mit dem Sperma in der Kopfregion der Frau endet? Ab
welcher Objektgrösse wird es eng in der Vagina? Wieviele
Kubikzentimeter Inhalt haben die Körbchengrössen A - Z? Um nur
einige mögliche Beispiele zu nennen.
Die Verbreitung von Pornografie lässt sich wohl kaum mehr
eindämmen, aber der (jungen) Menschheit wäre vielleicht etwas
geholfen, wenn man einige der falschesten Bilder, die sie in unsere
Köpfe setzt, mal etwas gründlicher prüft und mit der
statistischen Realität in Einklang brächte. So wie Dr. House
das mit seinen Diagosen tut. Und soll mir jetzt keiner sagen, dass man
nach jahrelangem "Derrick"-Konsum nicht unterschwellig auch
schon mal glaubte: In München wohnen alle in Villen - mit
Wänden in Gelbtönen.
Richtiger Durchstoßpunkt
Unser Mathelehrer hat im Abiturhalbjahr bei einem Klassengespräch im Hinblick auf die testosteron-durchspülten Jungmänner feixend vom richtigen Durchstoßpunkt gesprochen....
Sie haben ja so Recht.
Ich würde sie gern nochmal empfehlen,
es geht aber nur einmal.
Schade.
Man sollte bei der Mathematik
jedoch nicht den Fehler machen,
dass sie nur aus Zahlen besteht.
Das tut sie nicht.
Dürfen ist nicht können.
Können ist nicht dürfen.
Ich habe keine Zahlen benutzt,
aber trotzdem steckt in beiden Sätzen
Mathematik.
Und zwar in Form von Logik.
Noch ein schönes Wochenende.
Sex & Religion? Hier sind die Eltern gefragt!
Ja, es gibt sie noch. Eltern, die mit ihren Kindern sprechen. Über
so ziemlich alles. Aber leider gibt es auch Eltern die glauben, die
Schule würde auch auch die Erziehung ihrer Kinder übernehmen.
100 %iges Vertrauen in das deutsche Schulsystem ist ziemlich naiv - in
jeder Hinsicht.
Am Ende geht es hier um ein Stück Papier, ein Abschlusszeugnis
für eine berufliche Weiterentwicklung, nicht um eine Qualifikation
als Mensch in der Gesellschaft.
Statt die eigenen Kinder mit überzogenenen, eigenen
Wertvorstellungen zu verschrecken, sollten Eltern ihnen immer zeigen
dass sie für alle Anliegen offen und gesprächsbereit sind.
Wir sind hier in der Schule, sagte die Lehrerin
Das sehen die Kinder sicher anders, aber Scherz beiseite: ich
möchte nicht Sexualkunde in der Mittelstufe unterrichten. Aber auch
sonst ist Schule kein Zuckerschlecken.
Ich würde bestreiten, dass es ein Lehrstoff-Problem gibt,
angesichts der Entgrenzungen, die vorallem den Erwachsenen inzwischen
Sorgen machen. Richtig ist: die Kinder und Jugendlichen definieren ihre
eigene Umgebung, sie stecken keineswegs in der politischen
Verantwortungsfalle, die uns die liberale Gesellschaft gestellt hat.
Die Konfrontation von Pornographie und gepflegtem Sex ist kein (!)
pädagogisches Problem. Diese Suggestion möchte ich
zurückweisen. Sie ist ein kulturelles Problem, bzw. eine
innergesellschaftliche Bruchkante zwischen Zivilisation und subalterner
Existenz. Und da ist richtig was gebrochen, das ist nicht nur
Ungezogenheit und mangelhafte Früherziehung. Es bedeutet, dass der
Keller existiert, meine Damen und Herren, und dass er randvoll ist mit
Unrat und Unflat. Erklären Sie das mal den Jungen...