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Großeinsatz der Polizei : SEK nimmt um sich schießenden „Reichsbürger“ fest

  • Aktualisiert am

Ein Polizeiauto steht am Donnerstag vor einem Einfamilienhaus im bayerischen Dietmannsried, wo ein mutmaßlicher „Reichsbürger“ festgenommen wurde. Bild: dpa

In Schwaben hat ein Mann zweimal hintereinander mehrere Schüsse abgefeuert. Daraufhin umstellt die Polizei die ganze Nacht sein Haus und nimmt den polizeibekannten Mann am Morgen fest.

          Ein mutmaßlicher „Reichsbürger“ hat in Schwaben mehrfach mit einer Waffe geschossen und einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Spezialeinsatzkräfte der Polizei nahmen den 44 Jahre alten Mann am Donnerstag nach stundenlangem Einsatz widerstandslos fest, wie ein Sprecher sagte. Verletzt wurde niemand.

          Der Mann habe am Mittwochabend in Dietmannsried im bayerischen Landkreis Oberallgäu zweimal hintereinander mehrere Schüsse abgegeben – wie viele und aus was für einer Waffe, war zunächst unklar. Polizisten umstellten die ganze Nacht das Gebäude. Nach der Festnahme durchsuchten die Ermittler stundenlang das Haus des Mannes. Der 44 Jahre alte Mann, der der Polizei bereits bekannt gewesen sei, habe keine Erlaubnis für die Schusswaffe, so der Sprecher.

          Deutschlandweit zählen dem Bundesamt für Verfassungsschutz zufolge etwa 12.700 Menschen zur Szene der „Reichsbürger“ und „Selbstverwalter“. Die Anhänger der Bewegung lehnen die Bundesrepublik Deutschland und ihre Rechtsordnung strikt ab. Einige von ihnen sind der Ansicht, dass das Deutsche Reich in den Grenzen von 1937 noch immer bestehe. Ein Teil der Anhänger vertritt rechtsextremistische Positionen.

          Nach Auffassung der Behörden neigen Anhänger der Szene zunehmend zu Gewaltdelikten. Die Gewalt richtet sich dabei vor allem gegen Polizisten und Vollzugsbeamte. Im Oktober 2016 erschoss ein Anhänger in Bayern einen Polizisten; seitdem ist die Gruppierung verstärkt ins Visier der Sicherheitsbehörden gerückt.

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