Home
http://www.faz.net/-gpg-6z90y
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Schwarz-gelbe Koalition Selbstmord aus Angst vor dem Tod?

 ·  Wird die Koalition in Berlin tatsächlich bis September 2013 durchhalten? Kann sie? Soll sie? Will sie? Das Schicksal von Schwarz-Gelb könnte nach der Wahl in Nordrhein-Westfalen besiegelt sein. So wie einst bei Schröder und Rot-Grün.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (19)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Rainer Warnemünde

Untergang der FDP

Ob nun Rösler, Westerwelle oder Kubicki, die FDP hat gezeigt, wie man eine Partei ins politische Niemandsland bringen kann. Kubicki rechnet in Schleswig- Holstein bei den Landtagswahlen mit 6,5 % für die FDP. Wenn sie nur 5% erreichen, dann redet die gesamte FDP vom großen Aufschwung. Das sie aber zur letzten Landtagswahl 11,5 % eingebüßt haben, das wird dann nicht gesagt. Ich rechne mit 4 % am Wahlabend und das ist das "Aus" für die FDP. In NRW wird es so ähnlich aussehen und ob die Kanzlerin dann noch mit der FDP in Berlin zusammen arbeiten will, kann ich mir nicht vorstellen ! Die FDP Spitze wird der Kanzlerin keine Wahl lassen, die Koalition zu beenden. Die SPD steht schon in den Startlöchern für eine Übergangsregierung. Alls schlecht für Deutschland ! Für die FDP bleibt ja dann noch das Mitgestalten in den Kreistagen, sie haben das Ehrenamt ja immer gewürdigt.
Ich wünsche der FDP alles Gute im politischen "Aus".

Empfehlen
Harald Sulzmann

Saarland laesst gruessen

Die Kanzlerin will Schwarz/Rot. Die Frage ist nur wann. Sie wird nach einer weiteren verlorenen Wahl in einem Bundesland und dem damit verbundenen Desaster der FDP die Koalition fuer beendet erklaeren. Davon bin ich ueberzeugt. Sie wartet nur auf die Gunst der Stunde. Im derzeitigen FDP-Bashing gefallen sich alle und es ist en vogue. Aber, man soll sich keinen Illusionen hingeben was Schwarz/Rot bedeutet. Die Politik der "Alternativlosigkeit" wird an Fahrt gewinnen. Steuern und Abgaben werden neue Hoehen erklimmen und das erwirtschaftete Volksvermoegen wird mit allen verfuegbaren Haenden in Europa verteilt.
Dazu noch die uebliche Demutspackung aus der SPD-Ecke, damit sich der Deutsche auch richtig schuldig fuehlt fuer die Umwelt und sonstige Ungerechtigkeiten etc. Na denn viel Spass!

Empfehlen
Uwe Bussenius
Uwe Bussenius (uwebus) - 19.04.2012 17:38 Uhr

Wenn die Konservativen an der Macht bleiben wollen,

muß die CSU bundesweit antreten. Anders wird die CDU Rot-Grün nicht verhindern können, da die CSU die einzige noch verbliebene Partei Deutschlands ist, die noch halbwegs nationale Interessen vertritt und damit einen Teil der Nichtwähler, die mangels Alternativen außerhalb Bayerns den Wahlurnen fernbleiben, wieder an die Wahlurnen locken könnte.

Empfehlen
Closed via SSO

Warum eigentlich?

Ich muss mich schon wundern, mit welcher Nonchalnce hier von vielen das Ende der aktuellen Koalitionsregierung herbeigewünscht wird. Ich sehe das nämlich vollkommen anders. Die sind für vier Jahre gewählt, und die sollen bitte auch diese vier Jahre ihre Arbeit machen. Wenn dabei das eine oder andere Vorhaben auf der Strecke bleibt, dann ist es halt so. Die Welt dreht sich auch weiter ohne "Herdprämie", Vorratsdatenspeicherung usw.
Ich habe auch nie verstanden, warum Schröder wegen der verlorenen NRW-Wahl die Brocken hingeworfen hat.
Das sollte im Übrigen auch für Landesregierungen gelten. Und wenn wir es dann noch schaffen, die Legislaturperioden so zu legen, dass nur alle zwei Jahre irgendwo gewählt wird (Bundestag und Länderkammern), dann kommt vielleicht auch 'mal wieder ein bisschen 360 Grad-Kontinuität in die Politik. Die derzeitge Kontinuität besteht doch nur im Verteilen sozialer Wohltaten. Da sind sich nämlich (fast) alle einig.

Empfehlen
Thomas Kobler

Wäre da nicht die Kanzlerin,...

.. diese Regierung hätte nach den nächsten Landtagswahlen keine Ueberlebenschance mehr. Sie verträte nur noch auf dem Papier eine Mehrheit im Lande. Frau Merkel aber geniesst mehr Vertrauen bei den Bürgern als alle andern Politiker, und weil das Aufkreuzen der Piraten vor allem die linke Parteienlandschaft noch weiter aufsplittert, erscheint die Union in den Augen vieler fast schon wie der Fels in der Brandung.

Die Kanzlerin kann geduldig zuwarten. Der SPD und den Grünen schwimmen die Felle davon, was die Grünen völlig aus dem Regierungsrennen nehmen könnte, und eine geschwächte SPD bestenfalls zum etwas übergewichtigen Juniorpartner in einer Koalition werden liesse. Ob diese dann den Namen "Grosse" Koalition wirklich verdiente, müsste das Abschneiden der SPD in den Wahlen 2013 erst noch zeigen.

Dass sich die FDP für den Rest der Legislatur "benehmen" wird, ist auch klar. Für sie bedeuteten vorzeitige Neuwahlen das Aus. Unfall mit Todesfolge wäre dann die Todesursache gewesen.

Empfehlen
Paul Banaschak

Es ist vergleichbar mit 1997/1998

die Opposition blockiert alles, um es dann einige Jahre später mit weit stärkeren negativen Folgen für die Beschäftigten mit niedrigeren Einkommen umzusetzen.
Dann sagt halt ein Steinmeier oder wer auch immer den gleichen Spruch wie der Schröder: Es tut mir leid, es war ein Fehler, die Steuererleichterung nicht umzusetzen, oder die Reformen im angeblichen "Sozialbereich" zurückzunehmen, denn jetzt muss ich sie selbst durchführen - und zwar meit weit grösseren Belastungen als es von der Vorgängerregierung geschehen ist.

Empfehlen
Dr. Michael Menzel

Das ist doch alles völlig egal, es belibt nämlich alles so wie es ist!

Merkel hat seit 2005 ihre Wunsch-Koalition in vollen Zügen ausgelebt. Zunächst ganz offen und nach dem Fall der SPD weiter in verdeckter aber permanenter Konspiration mit der "Partei des demokratischen Sozialismus". Die FDP war doch nur Stimmenbeschaffer, Steigbügelhalter und Machterhalter in der langen Hungerzeit in der Merkel ohne die einzige ihr nahestehende Partei offiziell sozialdemokratische (?) Politik zu zelebrieren.

Die FDP hatte vom Tag der Unterzeichnung des Koalitionsvertrages an nicht die geringste Chance auch nur im Ansatz oder nur eine einzige ihrer gelegentlich sinnvollen Ideen einzubringen. Außerdem hat sie ohnehin nur eine Handvoll fähige Persönlichkeiten, die ernsthaft als Regierungsmitglieder in Frage kämen, - so man sie hätte mitregieren lassen.

Also, was soll's. Die FDP ist völlig am Ende. Die Alte große Koalition wird wiederbelebt und Deutschland wird Morgenthauland indem sie Europa mit Marshall-Plänen "rettet".

Empfehlen
Closed via SSO
Jochen Wegener (Malchik) - 19.04.2012 14:42 Uhr

Selbstmord oder Tod? Beides gut..

für diese Regierung, Hauptsache weg! Demnächst werden also die Steuerzahler Millionen-Strafen an die EU zahlen müssen, weil a) dieser unfähige Bürokratenhaufen eine selbst noch zu reformierende "Richtlinie" nicht rechtzeitig verabschieden kann und weil b) Merkel nicht in der Lage ist, sowohl den Innenminister als auch die störrische Justizministerin auf Linie zu bringen - nur welche, das weiß Merkel auch nicht (wie immer). Also: Strafanzeige wegen Untreue gegenüber dem Staatssäckel?

Empfehlen
Dennis Sieberman

Schreiben für den Wechsel ?

Ein weiterer Artikel in der langen Reihe, der krampfhaft einen Wechsel herbeizuschreiben sucht. Wenn man nur wüsste warum ? Es ist gewählt bis 2013 und dann wird wieder gewählt. Leider vermutlich GroKo, denn momentan sieht es vor allem so aus, als würden die Grünen dem Schicksal der FDP folgen.
Oder schon die Piraten an der Spitze, weil offenbar die richtigen Fragen wichtiger sein sollen als realisierbare Vorschläge (= Programme) ?

Empfehlen
A. Schifflers

Wer am Ende der schwarz-gelben Koalition haben könnte?

Hmmmm, mal überlegen..... Jedem, dem etwas am Partizipieren ALLER Bürger am wachsenden Wohlstand liegt, der einen wachen Sinn für soziale Gerechtigkeit und angemessene Teilhabe aller Menschen am soziokulturellen Gesellschaftsleben hat, der gegen Nepotismus, Filz und Klientel-Politik ist und, last but not least, einem jeden, der für eine transparente Politik mit Rechenschaft gegenüber dem Souverän und wirklich gelebter, aufrechter echter Demokratie steht!

Empfehlen
Franz Mayr

Richtig!!! Sollbruchstelle €uro-Katastrophe

An all den penibel aufgelisteten Meinungsunterschieden werden Merkel/Seehofer/Rösler nicht scheitern. Dazu wiegen auch die nicht genannten gemeinsamen Erfolge zu sehr: finanzielle Konsolidierung, Energiewende, wirtschaftlich Erfolge, ... Dieser Kitt hält.

Dramatisch ist hingegen der Weg in die €uro-Katastrophe, in den uns die "Rettungs-Europäer" führen: ESFS, ESM, Target-2-Salden, Dicke Berta, EZB-Käufe von Staatsanleihen. Wer hat diese Billionen mal addiert??? nur zum Vergleich: Volumen des Bundeshaushaltes 300 Mrd. €uro. Aber bei diesem Thema unterstützt Rot-Grün sogar Schwarz-Gelb - also auch kein schneller Koalitionsbruch ...

Empfehlen
Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 19.04.2012 13:28 Uhr

Sehr treffend und sehr wahr

und man wünscht sich das Ende dieses albernen Theaters. Allerdings wissen wir, dass uns nichts besseres erwartet, eine große Koalition hatten wir bereits, das Dakapo braucht kein Mensch, allenfalls Frau Merkel. Aber den Gefallen wollen wir Wähler ihr doch nun wirklich nicht tun.
Ich glaube allerdings nicht, dass AM die Vertrauensfrage stellen wird, weiß sie doch, dass sie dieses Vertrauen nicht mehr hat. Soweit wird sie nicht gehen wollen, schade.

Ihre Zeit müsste sie auch nicht in NRW verplempern, Röttgen dürfte nach wie vor völlig chancenlos sein. Die Pest haben wir schon, warum sollten wir nun die Cholera wählen.

Es ist an der Zeit, endlich einen anderen Wind in Berlin und auch in Brüssel zu verspüren, denn so orientierungslos wie AM und Schäuble können andere auch. Wir Wähler sollten es drauf ankommen lassen und unser Kreuz im Mai schon mal ganz woanders machen.

Empfehlen
Martin Fettke
Martin Fettke (MF-KO) - 19.04.2012 13:23 Uhr

Richtig, Frau Rendlik!

Wir müssen uns wirklich keine Gedanken machen - ich warte seit Jahren auf das erlösende Gewitter, das Merkel und diese Regierung hinwegfegt. Bisher ist nichts Dramatisches passiert, und auch nach NRW wird dies nicht der Fall sein. Wir bleiben weiterhin dem Mittelmaß und den Machtspielchen treu. Es wird weiter gemerkelt.

Empfehlen
Ralf Kowollik

Vorzeitiges Ende einer erfolgreichen Koalition?

Es ist seltsam, dass immer wieder Vergleiche mit dem Ende der Regierung Schröder gezogen werden. In den letzten Jahren der Regierung Schröder herrschten in Deutschland Massenarbeitslosigkeit und wirtschaftliche Stagnation. Schwarz-Gelb hingegen hat durchaus Erfolge vorzuweisen: Die Wirtschaft boomt, es herrscht fast Vollbeschäftigung, und auch mit der Haushaltskonsolidierung ist man ein gutes Stück vorangekommen. Deutschland wird auf der ganzen Welt beneidet.
Sollte diese Regierung vorzeitig auseinanderbrechen, dann würde das niemand verstehen, zumindest nicht im Ausland. Ebenso wie es niemand verstehen würde, wenn die beiden Schuldenköniginnen in NRW für ihre Verschuldunspolitik vom Wähler auch noch belohnt würden. Falls die beiden Landtagswahlen im Mai für Schwarz-Gelb schiefgehen, dann sollte sich die Bundesregierung zusammenreißen und das letzte Jahr bis zur Bundestagswahl dazu nutzen, die Sparanstrengungen zu verstärken, um schon 2014 einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen.

Empfehlen
Susanne Rendlik

Die CDU hat gerade erst eine Landtagswahl gewonnen

Die CDU hat gerade erst eine Landtagswahl gewonnen, wenn es in NRW nicht klappen sollte würde ich mir trotzdem keine zu großen Sorgen um die Koalition machen. Seit zwei Jahren schreiben die ganzen "superinvestigativen" Journalisten schon über ein vorzeitiges Ende der Koaltion, es kommt nur nicht. Stattdessen gewinnt die CDU Wahlen im Saarland und die SPD steht hinten an. Selbst die Piraten sind interessanter, in der SPD würde ich mir mehr Sorgen machen

Empfehlen
Closed via SSO

Föderalismus = Entdemokratisierung und Bürokratisierung bei höchsten Kosten

Dieser Beitrag vermittelt den Eindruck, dass wir in einer Kleinstaaterei leben. Jede Provinzregierung kann den Bund erpressen. Welchen Sinn haben Bundestagswahlen? Eine Bundesregierung und ein Bundestag verfügen also über eine nachrangige Bedeutung als Verfassungsorgan. Das ist keine Bundes-Republik, sondern ein Staatenbund. Der Wille des Souveräns, der sich in den Wahlen zum Bundestag zeigt, wird von den Exekutiven der Gliedstaaten verfälsch und verhindert. So werden die Gesetzesbeschlüsse des Gesetzgebers bei Zustimmungsgesetzen durch den exekutiven Bundesrat kassiert und geraten in die Kungelmühle des geheimen Vermittlungsausschusses. Man hat den Eindruck, dass wir an einer intransparenten, der Demokratie abgewandten und sehr teuren, aber viel zu langsamen "Gesetzesproduktionsmaschine" des letzten Jahrtausends leiden. Das Ganze ist wachstumshemmend, was wächst, ist die Bürokratie und der Dschungel von Regelungen und damit die Staatsquote. Bald leben wir nur noch für die Bürokratie.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.04.2012 13:58 Uhr
Andreas Müller

Ist Bundespolitik noch Zeitgemäß?

Es stellt sich dann doch die Frage, ob die Bundespolitik überhaupt noch sinnvoll ist oder über sehr große Strecken doch nur noch ein Relikt aus alten Zeiten. Niemand will abstreiten, dass eine Gliederung in Länder es ermöglicht, Politiker zu haben, die näher am Volk und an der Situation sind. Außerdem wäre es schlichtweg absurd viele landespolitische Entscheidungen nach Berlin zu verfrachten. Auch das Konzept des Bundesrats hat seine demokratische Legitimation.
Doch unsinnig wird es bei der Bildungspolitik, der Aufteilung der Staatsgewalt und vielen anderen Beispielen. Das offensichtliche Vorbild Amerika funktioniert, weil nahezu jeder Bundesstaat so groß wie Deutschland selbst ist. Wenn ich jedoch schon bei einem Umzug von nur wenigen Kilometern in die Nachbarstadt den Landesbehörden entkommen kann und meine Kinder in ein anderes Bildungssystem geworfen werden, dann ist das einfach nur sinnwidrig.

Empfehlen
Siegfried Kellner

Ob die Koalition weiter Bestand hat, wird sich bald entscheiden.

Nämlich dann, wenn die nächsten Schwierigkeiten mit Griechenland auftauchen und weitere Gelder für Griechenland notwendig werden. Die sogenannten "Abweichler" werden sich im Parlament vermehren; folglich werden Schäuble und Merkel ihren CDU-Haufen nicht mehr unter Kontrolle bringen. Auch gärt es in der FDP, denn es gibt immer noch Abgeordnete die sich ihrem Gewissen verpflichtet fühlen und nicht der Fraktion. Wir werden es sehen !!!

Empfehlen
Dominik Lindemann

Eine grundsätzliche Frage???

Mir stehen eindeutig zu viele Fragezeichen in ihrem Artikel. Warum beteiligen sich FAZ und Autor an solchen Spekulationen? Niemand kann in die Zukunft schauen und Journalisten sollten das schon gar nicht versuchen. Sie sollten sich eher auf ihre Kernaufgaben konzentrieren und nicht versuchen, Einfluss zu nehmen. Das ist freilich kein exklusives Problem der FAZ. Meiner Meinung nach wird politische "Berichterstattung" seit einigen Jahren zu sehr von Kommentaren und Meinungsäußerungen der Journalisten geprägt. (siehe auch die Auftritte der diversen Augsteins, Blomes oder Jörges, etc. bei Will, Jauch und Co.) Das ist eine Entwicklung, die mir nicht gefällt, wenn ich mir die Aufgaben des Journalismus vor Augen halte.

Empfehlen
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Jahrgang 1952, Leiter der politischen Redaktion in Berlin.

Jüngste Beiträge