http://www.faz.net/-gpf-93qe6

Schulz und Jamaika : Wählen, bis die FDP allein regiert?

SPD-Chef Schulz klagt, dass „Jamaika“ zu einer schweren Belastung für Deutschland werde. Die Sozialdemokraten hätten dieses Bündnis, so es denn kommt, verhindern können.

          Auch der SPD-Vorsitzende Schulz stimmt nun in das anschwellende Klagelied ein, was für eine „schwere Belastung“ die „Schwampel“ für Deutschland werde, wenn Union, FDP und Grüne sich auf ihre „faulen Kompromisse“ zum „reinen Machterhalt“ geeinigt hätten. Einen schöneren Beitrag zur Förderung der Politikverdrossenheit hätte auch die AfD nicht leisten können.

          Der Unterschied zwischen beiden Parteien ist: Die SPD hätte, wenn sie sich so um Deutschland sorgt, weiter in der Koalition mit der Union bleiben und so „Jamaika“ verhindern können. Die Sozialdemokraten aber flohen – weil ihnen, was man bei einer von der Schwindsucht geplagten Volkspartei verstehen kann, das weit gewordene Hemd doch noch näher ist als die Jacke – noch am Wahlabend in die Opposition. Seither heißt die Alternative: Schwarz-Gelb-Grün oder Neuwahl.

          Letztere könnte freilich abermals Kräfteverhältnisse hervorbringen, wie sie jetzt herrschen. CDU, CSU und SPD könnten aber auch weiter verlieren. Und dann? Wählen wir dann so lange, bis es für eine rot-rot-grüne Koalition reicht? Oder für eine Alleinregierung der FDP?

          Quelle: F.A.Z.

          Weitere Themen

          GroKo oder NoGroKo? Video-Seite öffnen

          SPD tief gespalten : GroKo oder NoGroKo?

          GroKo oder nicht? Die SPD hadert vor ihrem Sonderparteitag mit der Frage, ob sie in Koalitionsverhandlungen mit der Union treten soll. Parteichef Martin Schulz holt sich Verstärkung von den Gewerkschaften, die Jusos sind zuversichtlich, dass sich die Sozialdemokraten gegen ein Bündnis mit CDU und CSU aussprechen werden.

          Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben.

          Topmeldungen

          Die britische Premierministerin Theresa May empfängt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in der Militärakademie in Sandhurst.

          Macron besucht May : London gibt Paris mehr Geld für Grenzschutz

          Die britische Regierung ist bereit, ihre Zahlungen an Frankreich für die Bekämpfung der illegalen Einwanderung aufzustocken. Auch die Zusammenarbeit in der Sicherheitspolitik soll vertieft werden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.