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Schulz und Jamaika : Wählen, bis die FDP allein regiert?

SPD-Chef Schulz klagt, dass „Jamaika“ zu einer schweren Belastung für Deutschland werde. Die Sozialdemokraten hätten dieses Bündnis, so es denn kommt, verhindern können.

          Auch der SPD-Vorsitzende Schulz stimmt nun in das anschwellende Klagelied ein, was für eine „schwere Belastung“ die „Schwampel“ für Deutschland werde, wenn Union, FDP und Grüne sich auf ihre „faulen Kompromisse“ zum „reinen Machterhalt“ geeinigt hätten. Einen schöneren Beitrag zur Förderung der Politikverdrossenheit hätte auch die AfD nicht leisten können.

          Der Unterschied zwischen beiden Parteien ist: Die SPD hätte, wenn sie sich so um Deutschland sorgt, weiter in der Koalition mit der Union bleiben und so „Jamaika“ verhindern können. Die Sozialdemokraten aber flohen – weil ihnen, was man bei einer von der Schwindsucht geplagten Volkspartei verstehen kann, das weit gewordene Hemd doch noch näher ist als die Jacke – noch am Wahlabend in die Opposition. Seither heißt die Alternative: Schwarz-Gelb-Grün oder Neuwahl.

          Letztere könnte freilich abermals Kräfteverhältnisse hervorbringen, wie sie jetzt herrschen. CDU, CSU und SPD könnten aber auch weiter verlieren. Und dann? Wählen wir dann so lange, bis es für eine rot-rot-grüne Koalition reicht? Oder für eine Alleinregierung der FDP?

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