http://www.faz.net/-gpf-78i06
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 18.04.2013, 21:19 Uhr

Schuldenkrise Front mit Lücken

Die Kanzlermehrheit hat Frau Merkel für ihre Währungspolitik nicht. Und Karlsruhe hat sein letztes Wort noch nicht gesprochen. So alternativlos ist Deutschland.

von

Man kann mit Fug und Recht darüber streiten, ob die nun vom Bundestag beschlossene Finanzhilfe für Zypern „unabdingbar“ ist - das nämlich wäre die Voraussetzung nach dem Europäischen Stabilitätsmechanismus. Ist also diese Hilfe wirklich das letzte Mittel zur Rettung der Stabilität im Euroraum? Eindeutig fällt die Antwort nicht aus - und genau das spiegelt sich auch im Bundestag.

Reinhard Müller Folgen:

Gewiss, es gibt weiterhin eine breite Front, die diese vermeintliche Rettung Zyperns für zwingend hält, zumindest aber für das deutlich kleinere Übel im Vergleich zum Auseinanderbrechen der Eurozone und womöglich der EU insgesamt. Doch neben der geschlossen auf Anti-Euro-Rettungskurs fahrenden Linkspartei (noch eine „Alternative“ für Deutschland) gibt es auch in den anderen Parteien, deren Führungen das dauerhafte Stabilisieren von Krisenstaaten schon verinnerlicht haben, ständige Abweichler.

Die Kanzlermehrheit hat Frau Merkel für ihre Währungspolitik nicht. Und das Bundesverfassungsgericht hat sein letztes Wort noch nicht gesprochen. So alternativlos ist Deutschland.

Mehr zum Thema

Provokation für aufgepeitschte Bürger

Von Jasper von Altenbockum

Am Montag wird in Dresden der Tag der Deutschen Einheit gefeiert. Und der „Tag der offenen Moschee“. Das scheinen viele Deutsche als Zumutung zu empfinden. Mehr 78

Zur Homepage