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Schavan-Nachfolge CDU-Führung: Viel Zuspruch für Julia Klöckner

Julia Klöckner ist als Schavan-Nachfolgerin im CDU-Bundesvorstand im Gespräch. Die Empfehlungen fallen allerdings teilweise merkwürdig aus: Sie sei ein „frisches, fröhliches, junges Blut“, wie es die Partei jetzt brauche, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Michael Fuchs.

© dpa „Jung genug, um noch eine große Rolle in der CDU zu spielen“: Die Vorsitzende der CDU in Rheinland-Pfalz, Julia Klöckner

Die rheinland-pfälzische CDU-Vorsitzende Julia Klöckner erhält viel Unterstützung für eine Kandidatur als stellvertretende Bundesvorsitzende ihrer Partei. Frau Klöckner verbinde „zwei Dinge in hervorragender Weise: Sie ist inhaltlich profiliert und macht eine bodenständige Politik“, sagte der stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende Günter Krings (CDU) der Rheinischen Post vom Montag. Auch der stellvertretende Unionsfraktionsvorsitzende Michael Fuchs sprach sich für Frau Klöckner aus. „Julia Klöckner ist ein frisches, fröhliches, junges Blut, was jetzt in der CDU-Spitze mit Sicherheit hilft“ sagte Fuchs im Bayerischen Rundfunk.

Die Debatte über eine Neubesetzung in der CDU-Führungsspitze war am Wochenende aufgekommen, nachdem Bundesbildungsministerin Annette Schavan angekündigt hatte, nicht wieder für den Bundesvorstand  zu kandidieren. Die CDU-Landesverbände haben das Vorschlagsrecht für die Kandidaten. Das letzte Wort haben dann die Delegierten des CDU-Bundesparteitags vom 3. bis 5. Dezember in Hannover. Frau Schavan gehört dem Landesverband Baden-Württemberg an.

„Ein exzellenter Job“

Krings betonte, Klöckner werde „schon seit einigen Jahren bundesweit wahrgenommen, ist aber so jung, dass sie noch eine große Rolle in der Partei spielen kann“. Fuchs fügte hinzu, Frau Klöckner habe in den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz einen „exzellenten Job“ gemacht.

Julia Klöckner gehörte von 2002 bis 2011 dem Bundestag an. Von 2009 bis 2011 war sie parlamentarische Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium. Bei der Landtagswahl 2011 in Rheinland-Pfalz trat sie als Spitzenkandidatin an. Nach der Wahl verzichtete sie auf ihr Bundestagsmandat. Seit Mai 2011 ist sie CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag in Mainz. Sie gehört bereits seit 2010 dem CDU-Präsidium an.

Mißfelder: Mehr Unterstützung für Merkel

Unterdessen verlangte der Vorsitzende der Jungen Union (JU), Philipp Mißfelder, ein Ende der parteiinternen Kritik an Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die nächste Bundestagswahl könne nur mit einer starken Kanzlerin gewonnen werden, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete am Montag im Deutschlandradio Kultur. Man müsse Frau Merkel jetzt stärken „und nicht irgendwelche Profildebatten führen, die uns nichts bringen“, sagte Mißfelder.

Er bezog sich damit vor allem auf den konservativen „Berliner Kreis“ innerhalb der CDU. Neue Institutionen führten zu einer Zersplitterung des politischen Angebots der Christdemokraten, sagte der JU-Vorsitzende. Dadurch werde die CDU als Volkspartei unattraktiv. Den Gründern des Kreises warf Mißfelder vor, bewusst die Bundeskanzlerin zu kritisieren. Natürlich sei die Gründung Kritik an der Kanzlerin: Das wisse „doch auch jeder, der professionell mit Politik zu tun hat“.

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Quelle: AP

 
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