09.12.2009 · Kadir T. soll den gewaltsamen Dschihad unterstützen und für die Terrorgruppe Islamische Dschihad-Union Material in Deutschland besorgt haben. Seit August sitzt der Deutsch-Türke in Untersuchungshaft.
Die Bundesanwaltschaft hat gegen einen weiteren mutmaßlichen islamistischen Terrorhelfer Anklage erhoben. Dem seit Ende August in Untersuchungshaft sitzenden 24 Jahre alten Kadir T. wird Unterstützung der Terrorgruppe Islamische Dschihad-Union (IJU) und Verstoß gegen das Außenwirtschaftsgesetz vorgeworfen, wie die oberste Anklagebehörde am Mittwoch in Karlsruhe mitteilte.
Der Beschuldigte soll im Juni 2007 im Auftrag eines Mitglieds der sogenannten „Sauerlandgruppe“ eine Videokamera und ein Nachtsichtgerät für die IJU gekauft haben. Diese seien Ende August 2007 den Verantwortlichen der Organisation in Wasiristan im pakistanisch-afghanischen Grenzland zur Verfügung gestellt worden.
Befürworter des gewaltsamen Dschihad
Laut der vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vorgelegte Anklageschrift besuchte der Angeschuldigte, der über sowohl die deutsche als auch die türkische Staatsbürgerschaft verfügt, seit März 2007 regelmäßig die wöchentlichen Treffen des Personenkreises um den gesondert verfolgten Verdächtigen Adem Y. An diesen Zusammenkünften, bei denen geeignete Kandidaten für die IJU rekrutiert werden sollten, nahmen laut Anklage neben dem Angeschuldigten auch die Verdächtigen Burhan Y. und Hüseyin Ö. teil.
Zu der Gruppe gehörten darüber hinaus Cüneyt C. und Sadullah K., die nach den Verlautbarungen der IJU mittlerweile „als Märtyrer gefallen“ sind. Seit seiner Einbindung in diesen islamisch-fundamentalistischen Kreis befürworte der Angeschuldigte den gewaltsamen Dschihad der ausländischen terroristischen Vereinigung, erklärten die Ankläger.
Alte Weisheiten in neuer Zeit...
Harry LeRoy (Cimon)
- 12.12.2009, 02:12 Uhr