13.12.2006 · Der frühere NPD-Abgeordnete Klaus-Jürgen Menzel wollte eine Waffe in den sächsischen Landtag schmuggeln lassen. Ein Bekannter sollte für ihn eine Aktentasche mit einem Revolver auf der Besuchertribüne deponieren. Bei einer Sicherheitskontrolle flog der Plan auf.
Erstmals ist in Sachsen gegen einen Landtagsabgeordneten ein Hausverbot für das Parlamentsgebäude verhängt worden. Der inzwischen parteilose Parlamentarier Klaus-Jürgen Menzel, der vor einem Monat von der NPD-Fraktion ausgeschlossen worden war, hatte am Dienstag abend versucht, durch einen Bekannten einen Revolver auf die Besuchertribüne schmuggeln zu lassen.
Die Waffe wurde durch eine routinemäßige Sicherheitskontrolle des Landeskriminalamtes gefunden. Menzel gab anschließend zu, daß der Bekannte in seinem Auftrag gehandelt habe.
Parlamentspräsident Erich Iltgen (CDU) verhängte daraufhin am Mittwoch ein vorläufiges unbefristetes Hausverbot gegen Menzel. Der Abgeordnete sei deshalb vor Beginn des Plenums am Eingang abgewiesen worden, fügte ein Parlamentssprecher hinzu. (Siehe auch: Paul Spiegel erwägt Strafanzeige gegen NPD-Abgeordneten).