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Rüstungsgeschäfte Begehrter Leopard

 ·  Die neueste Ausführung des Leopard-Panzers ist für den Häuserkampf gemacht. Autokraten vor allem im Nahen Osten wollen Hunderte davon. Die Bundesregierung schweigt.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (43)

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Martin Schmidt-Bremer Jr.

Mal eine andere Idee!

Warum machen wir es vertraglich nicht einfach so, dass Klienten , wie KSA und Quatar für alle 10 (o.ä.) gekauften Leopard Panzer einen für unsere Jungs kaufen müssen?! Damit gewinnen dann beide Seiten.

Ausserdem muss man bei dieser Verkaufen-Oder-Nicht-Verkaufen Diskussion eines nicht vergessen: der Kauf der Panzer ist das wenigste. Was dann an Wartungseinnahmen in unser Land fliessen ist wesentlich wichtiger. Damit verbunden sind noch mehr Arbeitsplätze! Denn wenn die zig hundert Panzer einmal gebaut sind, dann sind diese Arbeitsplätze auch wieder in Gefahr abgebaut zu werden.

Der Nachschub! Da liegt der Hase im Pfeffer! Und dagegen kann man auch nicht anquaken.

Deutschland produziert nun einmal (noch) mit die besten Produkte und wenn wir nicht aufhören gegen Exporte (Waffen oder andere) und Nachtflüge zu meckern, dann werden wir hinten herunter fallen, denn ein Anderer wird die Nachfrage befriedigen.

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Jens Frisch
Jens Frisch (frischer) - 13.08.2012 16:11 Uhr

Vorfahrt

für Wachstum -
das ist Merkels etliche Male geäußerte Prämisse zu ihrer Politik.
Sie hat mitnichten auch nur angedeutet, daß ihr dabei humanitäre Gründe im Weg stehen; oder ökologische, oder soziale oder was auch sonst irgendwelche guten Gründe, warum "Wachstum" an sich nicht unbedingt etwas positives sein muss.

Man stelle sich nur vor, diese ganzen Panzergeschäfte kämen durch: KMW könnte neue Leute einstellen. Spätestens nach Ablauf der Panzerdeals hätte Merkel dann noch ein Totschlagargument mehr, um noch mehr Panzer zu exortieren:

Arbeitsplätze!

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Matthias Frank

Wenn ich das so lese..

vermute ich, dass ein Rüstungskonzern an seine Mitarbeiter ein Mail verschickt hat, damit dieser Artikel entsprechen kommentieren.

ich möchte ich hier ausdrücklich bei der FAS bedanken, so ein Artikel in der größten (irgendwann mal konservativen) Tageszeitung des Landes kann was bewirken.

Mal um was es geht: Es geht um eine Industrie die insgesamt weniger als 1% zum BIP beiträgt. Die Arbeitskräfte wären im Maschinenbau, in der Elektrotechnik, Informatik usw leicht unterzubringen. Gäbe es in D keine Rüstungsindustrie mehr würde praktisch kein Mensch arbeitslos. In den Regionen mit Rüstungsindustrie herrscht zum großen Teil Arbeitskräftemangel und Vollbeschäftigung.

Danke fürs Lesen.

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Volker Burghardt

Wenn die Keshe Foundatiion.

das realisieren kann, was sie propagiert, dann sind derartige Waffensysteme Schnee von gestern!
Man hat angeblich ein System entwickelt, das jegliche elektronische Kommunikation stoeren kann. das Kapern der US Drohne im Iran koennte ein Beweis dafuer sein.

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Florian Schramke

Verkaufen...

wir mussen das ganze europaeische Geschehen ja irgendwie finanzieren.

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Alex Merck
Alex Merck (AlexM3) - 12.08.2012 22:44 Uhr

Was für ein Unfug! Auch diese Version der Leo II ist nicht für Bekäpfung Aufständischer gedacht.

Dafür gibt es ganz andere Produkte deutscher herstellung, die auch sehr beliebt sind: z.B. die ebenso für "urbanen Kampf" ausgerüsteten Schützenpanzer Puma und Bpxer, die bei weitem besser für diesen Zweck geeignet sind und weniger kosten. Ausserhalb der deutschen Politiker- und Medienszene ist das eigentlich sehr vielen Leuten bekannt. Selbst bei der FAZ würde ich Autoren vermuten, die auf Anfrage darüber aufklären könnten. (Pun intendet). Die neue Leo II Version dient dazu, bei einem großflächigen Krieg zwischen Ländern auch mit KPz in Städten weiterkämpfen zu können, was bei den beiden anderen Panzern schon längst geht.

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Armin Quentmeier

Die Golfstaaten werden ihre Panzer kriegen!

Offenbar haben deutsche Panzer seit Rommels Zeiten einen sagenhaften Ruf in der arabischen Welt, auch wenn das deutsche Afrikakorps letztlich von vielfachen Übermacht der Alliierten besiegt worden war. Diesen Ruf sollte unsere Rüstungsindustrie nutzen und die modernsten Panzer an die beiden Länder liefern. Jeder weiß um die Menschenrechtssituation, aber am deutschen Wesen will die Welt immer noch nicht genesen. Aber jeder am Weltgeschehen Interessierte sollte wissen, daß diese Länder von den USA protegiert werden, an der Seite des Westens stehen, zuverlässige und preisdämpfende Öllieferanten sind und letztlich einer größenwahnsinnigen iranischen Führung Paroli bieten können. Daher werden beide Länder weiter aufrüsten müssen. Ein Waffensystem wie der Leo 2 kann nur wirksam sein, solange der „Support“ vom Hersteller erfolgt - also Ersatzteile und Wartung sichergestellt sind. Wenn nicht, sind die Panzer nach kurzer Zeit wertlos. Also liefern, bevor es jemand anderes macht!

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stefan maier
stefan maier (sxyxs) - 12.08.2012 20:35 Uhr

Da man in der BRD

die Familie Saud nicht öffentlich zu den Monstern stilisiert hat(trotz zahlreicher Morde 2011) wie man es mit Assad u Ghaddafi gemacht hat,kann man ihnen problemlos Panzer verkaufen.
Da stört es überhaupt nicht dass die Saudis ihr Volk schlimmer behandeln als Assad u Ghaddafi zusammen oder der Obermufti die Zerstörung aller Kirchen fordert(März 2012)
Der wahre Grund dieser Toleranz unserer Regierung den Saudis und den Emiraten gegenüber ist ,neben ihrer ProUSA/Israel Politik ziemlich einfach:Die Regierenden sind eine Minderheit im eigenen Land;dasselbe Problem wie in Syrien,mit dem Unterschied dass die regierenden Alawiten in Syrien(zwecks Machterhalt) sich auch durch Toleranz Minderheiten gegenüber auszeichnen.
Diese Macht kann man als kleine Minderheit dann nur durch Panzer sichern-und niemand käme je auf die Idee in Saudi Arabien dem Volke zuliebe zu intervenieren.
Insgsamt also ein gutes u faires Geschäft:Die bekommen unsere Panzer:
Wir ihre terroristischen Wahabiten.

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Moritz Petersen
Moritz Petersen (Mo1234) - 12.08.2012 19:35 Uhr

Der Leopard 2 bleibt ein Kampfpanzer

Man darf hier nicht vergessen, dass der Leopard 2, trotz dieser neuen Ausrüstung, weiterhin ein Kampfpanzer bleibt. Also ein Panzer der am effektivsten gegen andere Panzer eingesetzt wird.
.
Das Hardkill-System funktioniert nur, wenn sich niemand in 50 Meter Umkreis aufhält - weder der Granatenschütze, dessen Projektil auf die kurze Entfernung nicht mehr rechtzeitig erfasst werden kann, noch verbündete Infantristen, die durch die Verteidigungssystem verletzt oder getötet werden könnten. Zu dem Hardkill-System braucht man die unabhängig vom Turm drehbare Maschienenkanone, da die Panzer sich gegen Infantristen, die sich im 50 Meter Radius versteckt hielten, selbst verteidigen können müssen.
.
Somit ist dies kein Panzer für Innenstädte, sondern für Standränder und höchstens breite Hauptverkehrswege. Die Saudis brauchen den Leopard 2 gegen Iran, und andere hochgerüstete potentielle Feinde, nicht gegen Zivilisten, da es dafür wesentlich günstigere und effektivere System gibt.

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Matthias Weiss
Matthias Weiss (Weiss13) - 12.08.2012 19:22 Uhr

Soviel Bloedheit...

... ist ja nicht mehr zu ertragen. 800 an Saudi-Arabien verkaufte Panzer, was fuer ein Berg Geld!!! Gut bezahlte Arbeitsplaetze ohne Ende, dann noch mal hunderte Panzer an andere Laender verkaufen.... und was machen die Deppen in Berlin. Oh Mann!!

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Frank Pauls
Frank Pauls (faweho) - 12.08.2012 17:38 Uhr

Diese Chance darf nicht ungenutzt bleiben:

Nachdem die USA in ihrer Selbstgerechtigkeit Boeing den Zuschlag fuer ihre auszutauschende Luftbetankungsflotte zugeschanzt haben,muessen hier die Europaeer,allen voran die Bundesrepublik,diese Chance nutzen.
Die USA haben naemlich bereits ohne die geringsten Hemmungen schrottige M1 Abrams Panzer von Chrysler dorthin verkauft.
Was den USA recht ist,muss den Europaeern dann billig sein.

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Frank Geiser

PSO

... erst mal herzlich gelacht ... Peace Support Operations ... ist schon eine Frechheit sondergleichen. Allerdings stehe ich von der Grundsache her eher auf Seiten der Verkaueffer. Wenn Saudi-Arabien die Panzer haben moechte, dann bitte. Was waere gewesen wenn Gaddafi ein paar in Auftrag gegeben haette? Na, dann haette man sie ja mit surgical Praezision via Hellfire Missile wieder zerlegen koennen ... und so geht es halt immer weiter

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Elisabeth Dreier

Rheinmetall, Kolbenschmidt und KMW.

Kraus-Maffei Wegmann sprich KMW sind im Gespräch, denn ein Eigner will verkaufen an Rheinmetall, dass Rüstungsgeschäfte unter seiner Regie bündeln will. Kolbenschmidt soll dafür von Rheinmetall an die Börse gebracht werden. Da geht es wieder um Milliarden und da sind Aufträge zusätzliche Werte für die Verkäufer. Wer daran mit verdient möchte ich mir nicht vorstellen.

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Klaus Michael Strauss

Moralfrei, naiv und zweifach schädlich

Dank für diesen wichtigen und interessanten Beitrag.

Ergänzend dazu:

1.) Die Einschäzung von Gertrud Höhler, daß A.M. moralfrei handelt, wird weiter substantiiert.

2.) Naiv ist die Einschätzung eines Waffensystems als wunderwirksam. Hoher Wartungsaufwand, erschöpfbare Schutzsysteme und eskalierte Methoden der Abwehr wirken begrenzend.
Grausam naiv das reale Einsatzszenario, furchtbar dumm die Vorstellung ohne exponierten Infanteriekampf etwas anderes als unterschiedslosen Völkermord zu bewirken.

3.) Schädlich der Export von modernsten Waffen bei gleichzeitigem Fähigkeitsverlust eigener Streitkräfte trotz Bedarf.

4.) Katastrophal schädlich die Unterstützung kulturell rückständiger Diktaturen mit modernster Militärtechnik für Stellvertreterkriege. Militärexport als Wirtschaftsförderung und Konjunkturprogramm?
Moralisch, geopolitisch, wirtschaftlich und kulturell verworfen und jeder vorteilhaften Zukunft abträglich.

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Stephan Huebner (MELLIN) - 12.08.2012 15:29 Uhr

Erster Golfkrieg

Damals wurde der Irak "vom Westen" hochgerüstet, bis der Irak die politischen Seiten gewechselt hatte. Die Folge: Der Einmarsch der irakischen Truppen nach Kuwait, welcher den 1. Golfkrieg ausloste. Die Bilder brennenden Ölfelder gingen damals um die ganze Welt.

In 20 Jahren werden wir ja wissen, was die Panzerlieferungen nach Saudi Arabien und Qartar gebracht haben. Im Umkehrschluss würden diese Länder zur Not wahrscheinlich auch US-Panzer kaufen.

Mir wäre es natürlich viel lieber, wenn DE mehr Staudämme, Entsalzungsanlagen, Gezeitenkraftwerke usw. exportieren würde. Ein Liter Wasser kostet in diesen Ländern 10 x mehr als ein Liter Benzin.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.08.2012 09:16 Uhr
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Stephan Huebner (MELLIN) - 13.08.2012 09:16 Uhr

@Klaus Letis - Und wie sieht es damit aus?

"Die Versorgung mit Trinkwasser konnte aufgrund des Reichtums des Landes bislang stets sichergestellt werden, obwohl Wasserknappheit ein wachsendes Problem ist, weil sich die Grundwasserreserven langsam erschöpfen. Saudi-Arabien besitzt weder Flüsse noch Seen und begegnet dem Wassermangel mit dem Bau von Tiefbrunnen und Meerwasserentsalzungsanlagen, die einen bedeutenden Teil der Energie verbrauchen. Die Küsten am Persischen Golf und am Roten Meer sind teilweise ölverschmutzt. Die Regierung hat angekündigt, Millionen von Dollar in weitere Meerwasserentsalzungsanlagen zu investieren."

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Klaus Letis

Hallo Herr Schad,

.. vielleicht haben die Grünen die Vorstellung, Sand durch die Turbinen laufen zu lassen.
Natürlich mit Manpower & Schaufeln. Wie damals, am Strand.

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Stephan Huebner (MELLIN) - 12.08.2012 19:35 Uhr

@Achim Schad

Man kann alles exportieren, was zu einem Staudammbau gebraucht wird. Fragen Sie mal die niederländischen Deichbauer. Den Sand wird man wohl nicht transportieren müssen. Aber die alten Römer haben z.B. ihr Mosaik oder manche Steine über 1000 Kilometer weit transportiert.

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Achim Schad

Es dürfte allerdings

recht schwierig werden, einen Staudamm
nach Saudi Arabien zu exportieren.
.
Aber, mglw. haben Sie da ja eine konkrete Idee?

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Hermann Rampf

nicht Waffen töten,....

...sondern Menschen töten.
Wir wissen doch genau, dass, wenn die D Industrie nicht liefern darf, dann liefern andere.
Rheinmetall überlegt die Aufgabe dieser Industriesparte.
Mir wäre es auch am liebsten, wenn niemand auf der Welt mehr Waffen herstellen würde.
ausserdem, durch die die derzeitig in D betriebene Politik geht Innovationskraft verloren, die dringendst gebraucht wird, um künftig Lebenstandard und "Wohlstand" für d. Bürger (Steuerzehler) zu erhalten.
Ein weiteres gutes Beispiel ist die Atomkraft. Durch die politisch verordnete Kehrtwende sind in D nahezu alle Forschungsbemühungen in einem Bereich eingestellt worden, in dem man weltweit an der Spitze mitgemischt hat, zum Wohle der deutschen Bürger.
Macht nur so weiter!

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Martin Renner
Martin Renner (cosmed1) - 12.08.2012 15:03 Uhr

So gesehen

Ich habe mich beruflich intensiv mit Saudi-Arabien zu beschäftigen. Natürlich kommt man bei geschäftlichen Gesprächen (auch mit Angehörigen des Königshauses) zwangsläufig auf das behandelte Thema: "Leopard A 7". Unisono findet man absolut keinerlei Verständnis bei seinen Gesprächspartnern, die darstellen, dass Deutschland und Saudi-Arabien beiderseitig ein ausserordentlich zufriedenstellendes Handelsvolumen gemeinsam realisieren.

Weiterhin wird darauf insistiert, dass Saudi-Arabien seit rund 100 Jahren keine Kriege geführt hat, im Gegensatz zu Deutschland.

Saudi-Arabien meint, dass sie für Ihre Landesverteidigung (iranische Bedrohung) - was doch wohl die meisten als legitim beurteilen sollten - das moderne und effektive Wehrsystem "Leopard" gut gebrauchen kann. Warum nicht. Und nebenbei: Für Häuserkampf und Aufstandsbekämpfung sind andere Systeme als der "Leopard" allemal genauso effizient und viel, viel billiger. Für solche Einsätze braucht man wahrlich keinen "Leopard".

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.08.2012 13:16 Uhr
Edward Bowie
Edward Bowie (edubo) - 13.08.2012 13:16 Uhr

Blödsinn

Denken Sie doch mal nach, was so ein Panzer kostet.

Das Geld für den Panzer wird von den Käufern nach Deutschland überwiesen. Die Gewinnspanne ist riesig. Und was da alles dranhängt, bsplsw. an einem Leopard: Der kostet z.B. 10 Mio Euro / Stück.

Da dran hängen Stahlschmieden und deren Zulieferer, Elektronikentwickler, Softwarehäuser, Motorenbauer, die vielen Zulieferer, Universitäten und Forschungseinrichtungen usw.

Da hängen tausende, vielleicht zigtausende Stellen direkt, hunderttausende indirekt dran.
Wer das verbieten will, aufgrund irgendwelcher scheinheiligen Argumente, ist realitätsfern. Dann wird das alles in Frankreich, GB, Russland oder USA gemacht und die Jobs und Forschung entstehen bzw. werden dort sogar noch hinverlagert.

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Mario  Rinder
Mario Rinder (Sepp290) - 12.08.2012 18:30 Uhr

so gesehen haben sie recht...

.. für Häuserkampf benötigt man natürlich einen für den Häuserkampf spezialisierten Leopard...

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Hartmud Ose
Hartmud Ose (hwarang) - 12.08.2012 14:31 Uhr

Erschütternde Weltsicht

Grüne Logik: Waffen in Spannungsgebiete nein, aber deutsche Soldaten zum Verheizen in Kriegsgebiete ja! Dieser Leo 2 wurde für den Häuserkampf entwickelt, nicht um Aufständische zu bekämpfen. Häuserkampf ist mühsam und kann für ungeübte Truppen sehr verlustreich sein. Deshalb haben Amis und Russen dabei immer den dicken Hammer eingesetzt, Artillerie und Luftangriffe, erinnert sei an die Napalmabwürfe in Hue nach der Tet-Offensive. Dies führt zwangsläufig zu massiven Zerstörungen und immensen Verlusten unter der Zivilbevölkerung. Dagegen ermöglicht der Leo 2A7 quasi chirurgische Präzision. Was glauben denn die Bedenkenträger, wo im Kriegsfall am Golf gekämpft würde - doch in den Städten und Industriezonen mit starker Bebauung. Und genau dafür ist der Panzer optimiert. Wenn wir nicht liefern, weden in ein paar Jahren US- oder französische Kopien am Golf auftauchen. Nicht nur bei Autos und Maschinen sind die Deutschen führend.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.08.2012 14:49 Uhr
Matthias Frank

Schlimm!

Chirurgische Präzision erinnert an den Golfkrieg. Die Fernlenkwaffen dort haben auch nur Saddam und sein Kabinett getötet und natürlich nicht einen Zivilisten. Wie kann man nur so menschenverachtendes Zeug erzählen.

Wenn sind moderne Kriegswaffen, wie das vielleicht in einigen Jahren auch autonome Land-Roboter sein werden gut für die Angreifen. Für die Zivilbevölkerung die sich im Gebiet aufhält ist das eine wie das andere gleich tödlich. Gerade die Amerikaner interessieren doch zivile Verluste außerhalb der USA nicht. Wer hat jemals die Zahl der getöteten Iraker gezählt. Ein Menschenleben zählt da 0.0. Es geht einzig um getötete Amerikaner, danach wird zumindest teilweise die Politik ausgerichtet.

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Michael Schreiber

Chirurgie ist nicht Chirurgie

Chirurgische Präzision - da ist es wieder. Haben das nicht auch die Amerikaner versprochen bei den Kriegen im Irak und in Afghanisthan? Träumen Sie weiter! Tolle Präzision gabs angeblich schon im ersten Bush-Krieg im Irak (gelernt aus Vietnam?), im zweiten Bush-Krieg war die Präzision noch viel toller. Alles wird ja immer besser.... Warum gibt es dann eigentlich immer mehr zivile Opfer? Bestimmt sind die Feinde die Hauptschuldigen...

Tatsache ist, dass in der Geschichte die Kriege eine immer höhere %-Zahl an Opfern unter der Zivilbevölkerung haben. Vergleichen Sie doch mal das Schlachtfeld von heute und von vor Jahrhunderten. Im 2. Weltkrieg gab es im Verhältnis zum Verlust an Soldaten deutlich weniger zivile Opfer als im Irak.

Daran ändern werden die sogenannten Präzisionswaffen wenig, denn es geht nicht darum, die Zivilbevölkerung zu schonen, sondern darum den Krieg unserer Länder in unseren Ländern so gut wie möglich zu verkaufen.

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Stephan Huebner (MELLIN) - 13.08.2012 10:16 Uhr

@Hartmud Ose - Grüne Logik

Herr Ose, so einfach ist das nicht, Gegner von Waffen in Spannungsgebiete als "Grüne" abzustempeln. Ich selbst bin auch schon einmal in einem (Schützen-) Panzer mitgefahren.

An den militärischen Handlungen der Arabisch-Israelischen Kriege nahm das Königreich nicht teil; es unterstützte aber die gemeinsame Sache der Araber durch massive finanzielle Hilfe an die Palästinenser-Organisationen sowie durch zeitweilige Reduzierung der Erdöllieferungen in die westliche Welt unter König Faisal. Siehe: Ölkrise. Die Beziehungen zwischen Deutschland und Saudi-Arabien sind nach Angabe des Auswärtigen Amtes freundschaftlich und spannungsfrei.

Was sagen denn die NATO, der BND, der MAD, die Sicherheitsexperten usw. zu den W-Lieferungen?

Wie stabil ist denn die Monarchie? Zwischen 1993 und 2009 wurden in Saudi Arabien 1035 Männer und Frauen hingerichtet. In Saudi-Arabien sind homosexuelle Handlungen strafbar.

Auch die Grundwasserreserven erschöpfen sich langsam (Wikipedia).

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Volker Mueller
Volker Mueller (MrVo) - 12.08.2012 14:05 Uhr

Was tut man nicht alles, um die Gemeinschaftshaftung in der EU

zu finanzieren ... Würde die Bundeswehr in diesem Umfang mit der
hausgemachten Wunderwaffe bestückt werden, würden die Alarmglocken
in Brüssel und Washington läuten. Aber das Respekt heischende Gerät
kommt ja den guten Diktaturen zugute, die uns Öl und Dollars verheißen.

Warum hat man eigentlich Gaddafi vernichtet?

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Ralf Herfort

Folklore.....

Immer wieder die gleichen Reflexe. Natürlich sind Waffengeschäfte unethisch.

Nur: wenn den Deal nicht die deutsche Wirtschaft macht, geht das Geschäft an andere mit weniger Moral. Und die erhalten ihre Jobs und den Wirtschaftsstandort. Leider ist das so einfach.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.08.2012 18:30 Uhr
Mario  Rinder
Mario Rinder (Sepp290) - 12.08.2012 18:30 Uhr

...

und um wieviele Jobs handelt es sich da ein paar Hundert soweit ich informiert bin ...

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