Home
http://www.faz.net/-gpg-72cec
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Rüstungsgeschäft Indonesien will 100 Leopard-Kampfpanzer kaufen

 ·  Die indonesische Regierung hat bestätigt, den Kauf von hundert deutschen Leopard-„A4“-Panzern beantragt zu haben. Die Grünen warnen die Bundesregierung davor, das Geschäft zu genehmigen.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (20)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Gerhard Katz

Das Bild der "Geschosshülse" passt schlecht zum Leopard 2 und seiner Munition

Deren Geschosshülse verbrennt nämlich beim Schuss bis auf ein kleines Bodenstück aus Metall
(Hülsenstummel).

Empfehlen
Johann Junior
Johann Junior (jojun) - 25.08.2012 18:07 Uhr

Auch Indonesien verzichtet gern auf die Weisheiten der Grünen

Kein Staat Südostasiens stellt sich die unlösbare Aufgabe, die militärische Stärke der kommenden Supermacht China auszubalancieren. Das bleibt den Vereinigten Staaten und Indien vorbehalten. Während Vietnam und die Philippinen dem völkerrechtlich absurden Anspruch Chinas auf das Südchinesische Meer entschieden widersprechen, folgt die indonesische Außenpolitik dem Leitspruch »Tausend Freunde, keine Feinde« und ermöglicht so etwa den Kauf chinesischer Seezielflugkörper.

Es geht bei der Beschaffung von Kampfpanzern um das Prestige Indonesiens, dessen museumreife Rüstung das bevölkerungsreichste Land Südostasiens wie einen Papiertiger erscheinen läßt. Auch das Heer will bei der gegenwärtigen Modernisierung aller Teilstreitkräfte bedacht werden, selbst wenn es keine überzeugende strategische Begründung für den Panzerkauf gibt.

Die Grünen, die sinnlose Auslandseinsätze zuverlässig ermöglichen, haben einmal mehr eine Kostprobe des legendären deutschen Überlegenheitsdünkels gegeben.

Empfehlen
Closed via SSO
Stephan Huebner (MELLIN) - 25.08.2012 13:30 Uhr

Rüstungsexporte nach "Kassenlage"

Es geht A.M. doch nur darum, dass die Bundeswehr aufgrund der BW-Reformen (Verkleinerung der Armee) ihre alten Panzer los wird.

Laut der indonesischen Volkszählung von 2001 leben in Indonesien insgesamt fast 360 verschiedene Völker, von denen die meisten malaiischer Herkunft sind. Erst gegen Ende der niederländischen Kolonialzeit wurde die Bezeichnung Indonesier gegenüber der bis dahin üblichen eigenen Stammesbezeichnung bevorzugt. Allerdings gibt es starke regionele Autonomie- und Sezessionsbestrebungen.[5] Vor diesem Hintergrund sahen sich alle nationalen Regierungen mit der Herausforderung konfrontiert, aus der ethnischen Vielfalt eine gemeinsame Nation zu schmieden.

Über 27 % der insgesamt 241 Millionen Indonesier leben in Armut. Besonders in Großstädten wie Jakarta gibt es ausgedehnte Slums.

Indonesien ist kein Mitglied der NATO. Daher bin ich als "Reservist" gegen diese Exporte. Denn, wenn es "kracht", müssen wieder die heimischen Kameraden die "Drecksarbeit" erledigen.

Empfehlen
Roswitha Blunthofer

@Thomas Brett - Vielen Dank...

... für Ihre äusserst erhellenden und sachlichen Ausführungen. Bliebe also nur der Einsatz der Panzer gegen einen "inneren Feind". Da hat die indonesische Geschichte glaube ich "Weltniveau" aufzuweisen. Oder die Behauptung, sich gegen eine Invasion auf eigenem Boden verteidigen zu müssen. Was sicher mit im Verhältnis veraltetem Gerät sowieso Quark ist.

Empfehlen
Manfred Nerlinger
Manfred Nerlinger (Kah7) - 25.08.2012 10:14 Uhr

Warum darf Indonesien sich nicht aufrüsten?

Warum darf Indonesien sich nicht aufrüsten? Warum wird immer gleich angenommen, dass die neu erworbenen Waffen gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt werden? In Asien steigen die Spannungen zwischen den Ländern nahezu täglich. Die USA ziehen einen Grossteil ihrer Pazifikflotte in diese Region. China, Japan, Korea, Malaysia, Vietnam ..... erheben Ansprüche auf Territorien, die jeweils von anderen Ländern "besetzt" sind. Das Machtgefüge in Asien ordnet sich gerade neu und alle Beteiligten wissen, dass es jederzeit zu einen Konflikt kommen kann. Das gleiche passiert im Nahen Osten. Die Naivität, die von manchen Leuten in Deutschland an den Tag gelegt wird, ist schon beängstigend. Trotz Stellvertreterkriege hat der kalte Krieg bewiesen, dass Abschreckung ein probates Mittel ist, um langfristig Frieden zu sichern.

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.08.2012 13:00 Uhr
Roswitha Blunthofer

weil...

... es eben nicht ums schwadronieren geht, sondern um die konkrete Sachlage.
Siehe: Kommentator Thomas Brett, ein paar geographische Kenntnisse und die Tatsache, dass das Szenario "Panzerschlacht" eine Vorstellung aus dem 19. Jahrhundert ist (Kavallerie) und am Ende tatsächlich nur Szenarien gegen den "inneren Feind" übrig bleiben.

Empfehlen
Hartmud Ose
Hartmud Ose (hwarang) - 25.08.2012 12:54 Uhr

Mentaldefekt

Die Gehirne von Grünchaoten und weltfremden Gutmenschen sind verpeilt, sie können Fakten nicht verstehen, weil Vorurteile und zwanghaftes Denken zu falschen Ergebnissen führen. Hier: Wer bedroht wird, darf sich nicht wehren. Was für Andere gut und richtig ist, entscheiden deutsche Sektierer.
So durften seinerzeit U-Boote nicht an Diktaturen geliefert werden - die kauften dann in Frankreich und UK, weil man die ja gegen Demonstranten einsetzen konnte. Gewehre und MPi von H&K konnten aber geliefert werden, wahrscheinlich jagte man damit U-Boote. Das ist grüne Logik.

Empfehlen
Carsten Berg
Carsten Berg (Carberg) - 25.08.2012 09:59 Uhr

RotGrüne Fehlleistungen

In der Zeit der Regierung von ROTGRÜN zwischen 1998 und 2005 war der genehmigte Betrag von Rüstungsexport der Höchste in der dt. Handelsgeschichte. Der Finanzbedarf hat diesen Effekt mitgebracht. Zur Gelderzeugung wurden indirekte Verbrauchssteuern erhöht (auch Treibstoff) und der Versuch unternommen, die extrem teure Arbeitsverwaltung zu verbilligen (Hartz4), was misslang. Die Geschäftstätigkeit der Heuschrecken wurde erstmals ermöglicht (Müntefering) und die erneuerbaren Energien mit enormer Subvention in den Markt gedrückt (Trittin). Als ob diese konventionelle Energie abzulösen vermögen (was völlig unrichtig ist). Linke Politik neigt grundsätzlich zu wirtschaftspolitischen Fehlleistungen. Es macht sprachlos, dass dies immer wieder bemerkt --und gleich wieder dem Vergessen anheim fällt. Als ob man den Zusammenbruch des Ostblocks aus wirtschaftlichen Gründen als ein Geschehen aus einer anderen Welt bewerten müsse. Auch dort haben unsinnige Preissubventionen das Ende
bedeutet.

Empfehlen
Thomas Brett

Es geht um Indonesien

und nicht darum was die Grünen sagen oder wollen. Wofür braucht ein Inselstaat Panzer ? Es gibt nur zwei Landesgrenzen auf Boden und zwar zu Malaysia auf Borneo und zu Papua Neu Guinea auf Papua. Bei sind so unzugänglich das selbst ein Leopard-Panzer hier nicht durchkommt.
Wer sich übrigens mal die Mühe macht auf der Website verschiedener indonesischer Zeitungen nachzuschauen wird feststellen das der Großteil der Indonesier gegen den Kauf ist. Hier werden Abermilliarden von indonesischer Rupiah in Panzer investiert und Großteile der ländlichen Bevölkerung haben nicht einmal Zugang zu Schule, Wasser und manchmal sogar Nahrung. Es gibt vieles in das die indonesische Regierung investieren könnte und sollte, aber Panzer sind wirklich so ziemlich das Letzte was Indonesien braucht.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.08.2012 18:08 Uhr
Gerhard Katz

Ist ihnen vielleicht klar,

daß man Panzer und anderes Gerät auch über See und Strand anlanden kann?

So soll unter anderen ein Herr Hitler niedergerungen worden sein...

Empfehlen
Roswitha Blunthofer

Oh wie herrlich...

...hier versammelt sich ja der geballte Sachverstand unter den Kommentatoren - und gleich noch zehnmal mehr anonyme "Empfehler" Lauter begeisterte deutsche Waffentechnik-Spezialisten, zynische Gebrauchtpanzerhändler, gottbegnadete aussenpolitische Strategen, die mit ein bisschen Aufrüstung hier und da China einkreisen wollen.

Empfehlen
Torsten Klier

"Die Grünen warnen die Bundesregierung davor, das Geschäft zu genehmigen."

Das wundert mich jetzt aber doch.
Islamophobie bei den Gründen, wer hätte das gedacht?

Empfehlen
Alex Merck
Alex Merck (AlexM3) - 24.08.2012 19:11 Uhr

Ein hervorragender Deal, der aus beiderseitigem Interesse genehmigt werden muss,

da er Geld in unsere Staatskasse bringt, ohne per Steuern und Gebühren unsere Bevölkerung zu schröpfen. Anschlussaufträge (die bei der recht vorsichtigen Finanzpolitik Indonesien wohl kaum das neueste Modell des Leo II und auch nur einige hundert gebrachte Panzer umfassen werden) sind sogar wünschenswert, aber keineswegs sicher. Die Grünenabgeordnete lügt klar und deutlich ( sie würde das natürlich "Interpretation" des Gesetzes nennen). Warum unternehmen nicht wenigstens die FAZ-Autoren etwas dagegen und zitieren solche Lügen unwidersprochen??

Empfehlen
Sönke Peters

Mal zur Information:

Die Ausstattung der Bundeswehr mit Leopard II A4 (= Ausführung 4) Panzern begann 1985. Mittlerweile ist die Bundeswehr auf Leopard II A6 und Kampfwertsteigerung III umgestiegen. Der Vergleich zwischen dem, was da also an Indonesien verkauft werden soll und modernen Kampfpanzern, ist wie zwischen einem Commodore V64 und einem aktuellen PC. Besser als der chinesische oder russische Trödel ist der Leo II A4 aber natürlich immer noch.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.08.2012 10:01 Uhr
Carsten Berg
Carsten Berg (Carberg) - 25.08.2012 10:01 Uhr

Stümmt!

Die Glauben immer noch, man müsse Panzermassen einsetzen, um Panzerschrott zu vermindern.

Empfehlen
Hartmud Ose
Hartmud Ose (hwarang) - 24.08.2012 15:38 Uhr

Das alte Lied

Grüne können nicht logisch und schon garnicht in Regelkreisen denken, siehe deren Katastrophenpolitik. Juristen haben ähnliche Probleme. Was dann bei grünen Juristen als Ergebnis herauskommt, geht fast immer an den Realitäten vorbei.
Angesichts des massiven Drucks, den China auf die schwachen Staaten Südostasiens ausübt, müssen diese aus eigenem Interesse ihre militärische Stärke erhöhen. Deshalb ist die Panzerlieferung an Indonesien ein erster Schritt, dem weitere folgen werden. Man sollte deutscherseits schon einmal in Richtung Thailand, Vietnam und Malaysia sondieren. Über kurz oder lang wird man auch dort auf die chinesischen Expansionsgelüste reagieren. Hat "Made in Germany" schon im Zivilbereich einen hervorragenden Ruf, so ist dieser bei Waffentechnik unerreicht.

Empfehlen
Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 24.08.2012 15:34 Uhr

Die Grünen sind dagegen

Haben die Grünen jemals eine Entscheidung getroffen die unsere Wirtschaft unterstützt? Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern. Es wäre auch verwunderlich, denn Beamte, Lehrer und Sozialpädagogen bekommen ihr Geld ja vom Staat und da besteht ja keinerlei Zusammenhang mit unserer Wirtschaft, so wie beim Strom aus der Steckdose mit einem Kraftwerk.

Empfehlen
Winfried Weihrauch

Die Welt genesen

Die Grünen habe ihre kindlich naive Auffassung, man könne die Welt durch simple Verbote zu einem besseren Ort zu machen, bislang noch nicht aufgegeben. Ganz oben auf der Verbotsliste stehen natürlich Waffen aller Art, denn die sind ja bekanntlich die Wurzel allen Übels. Aber auch schlichtere Dinge wie aromatisiertes Lampenöl oder Terassenstahler gehören nicht in die Welt des Guten.

Leider tritt die Erdachse nach wie vor an den beiden Polen und nicht unter Thübinger Intellektuellen aus dem Boden und so wird dann der lupenreine Demokrat Putin, wie Altkanzler Schröder so trefflich formulierte, seinen Militärschrott an Indonesien verscherbeln.

Empfehlen
Michael Bertha
Michael Bertha (mib70) - 24.08.2012 15:28 Uhr

Grüner Nebel

Es ist schon interessant, was von Vertretern der politischen Parteien und von der Presse unwidersprochen (!) in Gesetze hineininterpretiert, bzw. - hier - "ins Grüne" hinein behauptet wird.

§ 6 Abs. 3 Kriegswaffenkontrollgesetz bestimmt, dass die Genehmigung (für einen Export) zu versagen ist, wenn

1. die Gefahr besteht, daß die Kriegswaffen bei einer friedensstörenden Handlung, insbesondere bei einem Angriffskrieg, verwendet werden,
2. Grund zu der Annahme besteht, daß die Erteilung der Genehmigung völkerrechtliche Verpflichtungen der Bundesrepublik verletzen oder deren Erfüllung gefährden würde.

Die Aussage von Frau Keul, "dass in sogenannte Drittstaaten außerhalb der Nato und der EU grundsätzlich keine Kriegswaffen geliefert werden dürften, soweit es keine besonderen sicherheitspolitischen Gründe dafür gebe" erscheint daher eher als mediengerichtete Zweckpropaganda, denn als juristisch einwandfreie Aussage. FAZ investigieren Sie!

Empfehlen
klaus keller
klaus keller (klkeller) - 24.08.2012 15:02 Uhr

Ob die Griechen auch Leoparden verkaufen? ggf fürchten sie sich aber noch vor ihren Nachbarn

Eine gute Nachricht, den gebrauchten werden bestimmt neue Folgen und selbst die gebrauchten wird man umrüsten müssen.

Empfehlen
Weitersagen