24.08.2012 · Die indonesische Regierung hat bestätigt, den Kauf von hundert deutschen Leopard-„A4“-Panzern beantragt zu haben. Die Grünen warnen die Bundesregierung davor, das Geschäft zu genehmigen.
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Das Bild der "Geschosshülse" passt schlecht zum Leopard 2 und seiner Munition
Deren Geschosshülse verbrennt nämlich beim Schuss bis auf ein
kleines Bodenstück aus Metall
(Hülsenstummel).
Auch Indonesien verzichtet gern auf die Weisheiten der Grünen
Kein Staat Südostasiens stellt sich die unlösbare Aufgabe, die
militärische Stärke der kommenden Supermacht China
auszubalancieren. Das bleibt den Vereinigten Staaten und Indien
vorbehalten. Während Vietnam und die Philippinen dem
völkerrechtlich absurden Anspruch Chinas auf das
Südchinesische Meer entschieden widersprechen, folgt die
indonesische Außenpolitik dem Leitspruch »Tausend Freunde,
keine Feinde« und ermöglicht so etwa den Kauf chinesischer
Seezielflugkörper.
Es geht bei der Beschaffung von Kampfpanzern um das Prestige
Indonesiens, dessen museumreife Rüstung das
bevölkerungsreichste Land Südostasiens wie einen Papiertiger
erscheinen läßt. Auch das Heer will bei der
gegenwärtigen Modernisierung aller Teilstreitkräfte bedacht
werden, selbst wenn es keine überzeugende strategische
Begründung für den Panzerkauf gibt.
Die Grünen, die sinnlose Auslandseinsätze zuverlässig
ermöglichen, haben einmal mehr eine Kostprobe des legendären
deutschen Überlegenheitsdünkels gegeben.
Rüstungsexporte nach "Kassenlage"
Es geht A.M. doch nur darum, dass die Bundeswehr aufgrund der
BW-Reformen (Verkleinerung der Armee) ihre alten Panzer los wird.
Laut der indonesischen Volkszählung von 2001 leben in Indonesien
insgesamt fast 360 verschiedene Völker, von denen die meisten
malaiischer Herkunft sind. Erst gegen Ende der niederländischen
Kolonialzeit wurde die Bezeichnung Indonesier gegenüber der bis
dahin üblichen eigenen Stammesbezeichnung bevorzugt. Allerdings
gibt es starke regionele Autonomie- und Sezessionsbestrebungen.[5] Vor
diesem Hintergrund sahen sich alle nationalen Regierungen mit der
Herausforderung konfrontiert, aus der ethnischen Vielfalt eine
gemeinsame Nation zu schmieden.
Über 27 % der insgesamt 241 Millionen Indonesier leben in Armut.
Besonders in Großstädten wie Jakarta gibt es ausgedehnte Slums.
Indonesien ist kein Mitglied der NATO. Daher bin ich als
"Reservist" gegen diese Exporte. Denn, wenn es
"kracht", müssen wieder die heimischen Kameraden die
"Drecksarbeit" erledigen.
@Thomas Brett - Vielen Dank...
... für Ihre äusserst erhellenden und sachlichen Ausführungen. Bliebe also nur der Einsatz der Panzer gegen einen "inneren Feind". Da hat die indonesische Geschichte glaube ich "Weltniveau" aufzuweisen. Oder die Behauptung, sich gegen eine Invasion auf eigenem Boden verteidigen zu müssen. Was sicher mit im Verhältnis veraltetem Gerät sowieso Quark ist.
Warum darf Indonesien sich nicht aufrüsten?
Warum darf Indonesien sich nicht aufrüsten? Warum wird immer gleich angenommen, dass die neu erworbenen Waffen gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt werden? In Asien steigen die Spannungen zwischen den Ländern nahezu täglich. Die USA ziehen einen Grossteil ihrer Pazifikflotte in diese Region. China, Japan, Korea, Malaysia, Vietnam ..... erheben Ansprüche auf Territorien, die jeweils von anderen Ländern "besetzt" sind. Das Machtgefüge in Asien ordnet sich gerade neu und alle Beteiligten wissen, dass es jederzeit zu einen Konflikt kommen kann. Das gleiche passiert im Nahen Osten. Die Naivität, die von manchen Leuten in Deutschland an den Tag gelegt wird, ist schon beängstigend. Trotz Stellvertreterkriege hat der kalte Krieg bewiesen, dass Abschreckung ein probates Mittel ist, um langfristig Frieden zu sichern.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.08.2012 13:00 Uhrweil...
... es eben nicht ums schwadronieren geht, sondern um die konkrete Sachlage.
Siehe: Kommentator Thomas Brett, ein paar geographische Kenntnisse und
die Tatsache, dass das Szenario "Panzerschlacht" eine
Vorstellung aus dem 19. Jahrhundert ist (Kavallerie) und am Ende
tatsächlich nur Szenarien gegen den "inneren Feind"
übrig bleiben.
Mentaldefekt
Die Gehirne von Grünchaoten und weltfremden Gutmenschen sind
verpeilt, sie können Fakten nicht verstehen, weil Vorurteile und
zwanghaftes Denken zu falschen Ergebnissen führen. Hier: Wer
bedroht wird, darf sich nicht wehren. Was für Andere gut und
richtig ist, entscheiden deutsche Sektierer.
So durften seinerzeit U-Boote nicht an Diktaturen geliefert werden -
die kauften dann in Frankreich und UK, weil man die ja gegen
Demonstranten einsetzen konnte. Gewehre und MPi von H&K konnten aber
geliefert werden, wahrscheinlich jagte man damit U-Boote. Das ist
grüne Logik.
In der Zeit der Regierung von ROTGRÜN zwischen 1998 und 2005 war
der genehmigte Betrag von Rüstungsexport der Höchste in der
dt. Handelsgeschichte. Der Finanzbedarf hat diesen Effekt mitgebracht.
Zur Gelderzeugung wurden indirekte Verbrauchssteuern erhöht (auch
Treibstoff) und der Versuch unternommen, die extrem teure
Arbeitsverwaltung zu verbilligen (Hartz4), was misslang. Die
Geschäftstätigkeit der Heuschrecken wurde erstmals
ermöglicht (Müntefering) und die erneuerbaren Energien mit
enormer Subvention in den Markt gedrückt (Trittin). Als ob diese
konventionelle Energie abzulösen vermögen (was völlig
unrichtig ist). Linke Politik neigt grundsätzlich zu
wirtschaftspolitischen Fehlleistungen. Es macht sprachlos, dass dies
immer wieder bemerkt --und gleich wieder dem Vergessen anheim
fällt. Als ob man den Zusammenbruch des Ostblocks aus
wirtschaftlichen Gründen als ein Geschehen aus einer anderen Welt
bewerten müsse. Auch dort haben unsinnige Preissubventionen das Ende
bedeutet.
und nicht darum was die Grünen sagen oder wollen. Wofür
braucht ein Inselstaat Panzer ? Es gibt nur zwei Landesgrenzen auf Boden
und zwar zu Malaysia auf Borneo und zu Papua Neu Guinea auf Papua. Bei
sind so unzugänglich das selbst ein Leopard-Panzer hier nicht durchkommt.
Wer sich übrigens mal die Mühe macht auf der Website
verschiedener indonesischer Zeitungen nachzuschauen wird feststellen das
der Großteil der Indonesier gegen den Kauf ist. Hier werden
Abermilliarden von indonesischer Rupiah in Panzer investiert und
Großteile der ländlichen Bevölkerung haben nicht einmal
Zugang zu Schule, Wasser und manchmal sogar Nahrung. Es gibt vieles in
das die indonesische Regierung investieren könnte und sollte, aber
Panzer sind wirklich so ziemlich das Letzte was Indonesien braucht.
Ist ihnen vielleicht klar,
daß man Panzer und anderes Gerät auch über See und
Strand anlanden kann?
So soll unter anderen ein Herr Hitler niedergerungen worden sein...
...hier versammelt sich ja der geballte Sachverstand unter den Kommentatoren - und gleich noch zehnmal mehr anonyme "Empfehler" Lauter begeisterte deutsche Waffentechnik-Spezialisten, zynische Gebrauchtpanzerhändler, gottbegnadete aussenpolitische Strategen, die mit ein bisschen Aufrüstung hier und da China einkreisen wollen.
"Die Grünen warnen die Bundesregierung davor, das Geschäft zu genehmigen."
Das wundert mich jetzt aber doch.
Islamophobie bei den Gründen, wer hätte das gedacht?
Ein hervorragender Deal, der aus beiderseitigem Interesse genehmigt werden muss,
da er Geld in unsere Staatskasse bringt, ohne per Steuern und Gebühren unsere Bevölkerung zu schröpfen. Anschlussaufträge (die bei der recht vorsichtigen Finanzpolitik Indonesien wohl kaum das neueste Modell des Leo II und auch nur einige hundert gebrachte Panzer umfassen werden) sind sogar wünschenswert, aber keineswegs sicher. Die Grünenabgeordnete lügt klar und deutlich ( sie würde das natürlich "Interpretation" des Gesetzes nennen). Warum unternehmen nicht wenigstens die FAZ-Autoren etwas dagegen und zitieren solche Lügen unwidersprochen??
Die Ausstattung der Bundeswehr mit Leopard II A4 (= Ausführung 4) Panzern begann 1985. Mittlerweile ist die Bundeswehr auf Leopard II A6 und Kampfwertsteigerung III umgestiegen. Der Vergleich zwischen dem, was da also an Indonesien verkauft werden soll und modernen Kampfpanzern, ist wie zwischen einem Commodore V64 und einem aktuellen PC. Besser als der chinesische oder russische Trödel ist der Leo II A4 aber natürlich immer noch.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.08.2012 10:01 UhrStümmt!
Die Glauben immer noch, man müsse Panzermassen einsetzen, um Panzerschrott zu vermindern.
Grüne können nicht logisch und schon garnicht in Regelkreisen
denken, siehe deren Katastrophenpolitik. Juristen haben ähnliche
Probleme. Was dann bei grünen Juristen als Ergebnis herauskommt,
geht fast immer an den Realitäten vorbei.
Angesichts des massiven Drucks, den China auf die schwachen Staaten
Südostasiens ausübt, müssen diese aus eigenem Interesse
ihre militärische Stärke erhöhen. Deshalb ist die
Panzerlieferung an Indonesien ein erster Schritt, dem weitere folgen
werden. Man sollte deutscherseits schon einmal in Richtung Thailand,
Vietnam und Malaysia sondieren. Über kurz oder lang wird man auch
dort auf die chinesischen Expansionsgelüste reagieren. Hat
"Made in Germany" schon im Zivilbereich einen hervorragenden
Ruf, so ist dieser bei Waffentechnik unerreicht.
Haben die Grünen jemals eine Entscheidung getroffen die unsere Wirtschaft unterstützt? Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern. Es wäre auch verwunderlich, denn Beamte, Lehrer und Sozialpädagogen bekommen ihr Geld ja vom Staat und da besteht ja keinerlei Zusammenhang mit unserer Wirtschaft, so wie beim Strom aus der Steckdose mit einem Kraftwerk.
Die Grünen habe ihre kindlich naive Auffassung, man könne die
Welt durch simple Verbote zu einem besseren Ort zu machen, bislang noch
nicht aufgegeben. Ganz oben auf der Verbotsliste stehen natürlich
Waffen aller Art, denn die sind ja bekanntlich die Wurzel allen
Übels. Aber auch schlichtere Dinge wie aromatisiertes Lampenöl
oder Terassenstahler gehören nicht in die Welt des Guten.
Leider tritt die Erdachse nach wie vor an den beiden Polen und nicht
unter Thübinger Intellektuellen aus dem Boden und so wird dann der
lupenreine Demokrat Putin, wie Altkanzler Schröder so trefflich
formulierte, seinen Militärschrott an Indonesien verscherbeln.
Es ist schon interessant, was von Vertretern der politischen Parteien
und von der Presse unwidersprochen (!) in Gesetze hineininterpretiert,
bzw. - hier - "ins Grüne" hinein behauptet wird.
§ 6 Abs. 3 Kriegswaffenkontrollgesetz bestimmt, dass die
Genehmigung (für einen Export) zu versagen ist, wenn
1. die Gefahr besteht, daß die Kriegswaffen bei einer
friedensstörenden Handlung, insbesondere bei einem Angriffskrieg,
verwendet werden,
2. Grund zu der Annahme besteht, daß die Erteilung der Genehmigung
völkerrechtliche Verpflichtungen der Bundesrepublik verletzen oder
deren Erfüllung gefährden würde.
Die Aussage von Frau Keul, "dass in sogenannte Drittstaaten
außerhalb der Nato und der EU grundsätzlich keine
Kriegswaffen geliefert werden dürften, soweit es keine besonderen
sicherheitspolitischen Gründe dafür gebe" erscheint daher
eher als mediengerichtete Zweckpropaganda, denn als juristisch
einwandfreie Aussage. FAZ investigieren Sie!
Ob die Griechen auch Leoparden verkaufen? ggf fürchten sie sich aber noch vor ihren Nachbarn
Eine gute Nachricht, den gebrauchten werden bestimmt neue Folgen und selbst die gebrauchten wird man umrüsten müssen.