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Rücktritt Landesparteichef : „Selbstzerfleischung und Heckenschützentum“ in Bayern-SPD

  • Aktualisiert am

Zurückgetretener und potentielle Nachfolgerin: Pronold und Kohnen Bild: dpa

Generalsekretärin Natascha Kohnen könnte auf Florian Pronold als SPD-Chefin in Bayern folgen. Der zurückgetretene Landeschef keilt zum Abschied scharf gegen den eigenen Landesverband.

          Die bayerische SPD soll künftig von einer Frau geführt werden. Landesparteichef Florian Pronold kündigte am Freitag nach acht Jahren im Amt seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur auf dem Landesparteitag im Mai an. Er schlug Generalsekretärin Natascha Kohnen als Parteichefin und Spitzenkandidatin für die Landtagswahl 2018 vor.

          Seine Partei rief er zu Solidarität und Geschlossenheit auf. Seit der Ausrufung von Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten habe die Bayern-SPD mit 500 Eintritten so viele neue Mitglieder verzeichnet wie seit 20 Jahren nicht. „Wir dürfen aber nicht der einzige Landesverband sein, der mit Selbstzerfleischung und Heckenschützentum auf unseren Aufwärtstrend reagiert“, warnte Pronold seine Partei.

          Die bayerische SPD hatte im Dezember Schlagzeilen bei der Kandidatenaufstellung für die Bundestagswahl gemacht. Dabei war die Bundesvorsitzende der SPD-Nachwuchsorganisation Jusos, Johanna Uekermann, mit dem Vorhaben gescheitert, auf einen aussichtsreichen Listenplatz für den Einzug ins Parlament gewählt zu werden.

          Uekermann machte die Bezirkschefs dafür verantwortlich und erklärte, die bayerische SPD habe damit „eine Bankrotterklärung abgegeben“. Angeführt wird die Liste von Pronold, der auch Mitglied der engeren SPD-Parteiführung im Bund und Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesbauministerium ist.

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