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Rockerbande Hells Angels Hannover haben sich aufgelöst

 ·  Die Rockerbande Hells Angels hat ihr „Charter“ in Hannover aufgelöst. Damit könnte sie einem Verbot zuvorgekommen sein. Ein Zusammenschluss aller Charter in Deutschland sei indes denkbar, teilte die Organisation mit.

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Die Hells Angels in Hannover haben sich aufgelöst. Am Mittwoch habe die Rockergruppierung ihre Auflösung bekannt gegeben, teilte die Polizei Hannover am Donnerstag mit. „Hannover wird sehr gut ohne die Hells Angels auskommen“, sagte Polizeipräsident Axel Brockmann.

Über die Hintergründe der Auflösung ist weiter nichts bekannt. Möglicherweise führte aber das zuletzt bundesweite Vorgehen der Behörden gegen die Vereinigung zu der Entscheidung.

Jahrelang hatte der Club in Hannover unter seinem Präsidenten Frank Hanebuth das Rotlicht- und Amüsierviertel am Steintor kontrolliert. Vor vier Wochen waren Razzien bei dem Rockerclub in Schleswig-Holstein und Niedersachsen durchgeführt worden. Dabei wurde auch das Privathaus von Hanebuth durchsucht. Dazu waren Spezialkräfte der Antiterror-Einheit GSG9 per Hubschrauber angerückt. Hinweise auf kriminelle Machenschaften konnte die Polizei nach der Aktion aber zunächst nicht präsentieren.

Nur taktisches Kalkül?

Die Polizei kündigte an, die weitere Entwicklung in der Rockerszene im Rotlichtmilieu Hannovers genau zu beobachten. In den vergangenen Monaten habe es dort aber nach dem Rückzug der Hells Angels keinerlei „Machtkämpfe im Milieu“ gegeben. Auf der Internetseite der Hells Angels war am Mittwoch nur noch ein „Not Available“ zu lesen.

Die Auflösung des Charters Hannover folgt auf einen auch bundesweit stark erhöhten Druck auf die Hells Angels. Seit 2010 wurden Ortsclubs der Rocker in Flensburg, Frankfurt, Kiel, Köln und Berlin verboten.

Ein Zusammenschluss aller Charter in Deutschland sei durchaus denkbar, sagte der Pressesprecher der Hells Angels in Deutschland, Rudolf Triller, dem NDR. Dann würde man schon sehen, was man davon hätte, sagte Triller.

Auch die Polizei Hannover schließt die Gründung einer Nachfolgeorganisation nicht aus, wie Polizeipräsident Brockmann am Donnerstag in Hannover sagte. Das Landeskriminalamt will genau prüfen, ob die angekündigte Auflösung nur ein „Lippenbekenntnis“ ist.

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