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Sturmgewehr der Bundeswehr : Auch Rheinmetall will den G36-Nachfolger nicht bauen

  • -Aktualisiert am

Die Bundeswehr sucht einen Nachfolger für ihr Sturmgewehr G36. Bild: dpa

Die Bundeswehr sucht weiter einen Nachfolger für ihr Sturmgewehr G36. Nach SigSauer ist nun auch Rheinmetall/Steyr-Mannlicher ausgestiegen. Möglicherweise bleibt damit nur ein Anbieter übrig.

          Die Unternehmen Rheinmetall und Steyr-Mannlicher geben offenbar kein Gebot für das neue Standardgewehr der Bundeswehr ab. Das meldet der „Augen Geradeaus!“-Blog für Sicherheitspolitik. Tags zuvor war die Frist für Gebote abgelaufen. Ursprünglich wollte das österreichische Unternehmen Steyr-Mannlicher zusammen mit dem Düsseldorfer Rüstungskonzern ein Gewehr anbieten. Im November 2017 hatte sich bereits der Eckernförder Waffenhersteller SigSauer aus dem Bieterverfahren zurückgezogen.

          Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) sagte gegenüber dem Blog, man äußere sich nicht zu laufenden Bieterverfahren. Möglicherweise bleibt damit Heckler&Koch als einziger Bieter übrig. Das Unternehmen hatte bereits das Sturmgewehr G36 gebaut, das die Bundeswehr in den 1990er Jahren beschafft hatte. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte allerdings bereits 2015 angeordnet, das G36 aufgrund mangelnder Treffsicherheit bei langanhaltendem Feuern, insbesondere mit langen Feuerstößen, auszumustern.

          Die Entscheidung über die Beschaffung von 120.000 neuen Sturmgewehren für die Bundeswehr wird frühestens Ende des Jahres getroffen. Möglicherweise bietet Heckler&Koch dann eine neu entwickelte Waffe aus der Gewehrfamilie HK433 an. 2016 bestellte Frankreich für seine Streitkräfte 102.000 neue Sturmgewehre des Typs HK416F von Heckler&Koch.

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