Home
http://www.faz.net/-gpg-p697
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Rheinland-Pfalz Konkurrenz für Böhr

Die rheinland-pfälzische CDU streitet darüber, wer bei der Landtagswahl 2006 Spitzenkandidat sein soll. Nun will der Bundestagsabgeordnete Peter Rauen gegen den Landesvorsitzenden Böhr antreten.

© dpa/dpaweb Vergrößern Will Spitzenkandidat werden: Peter Rauen

Der Streit in der rheinland-pfälzischen CDU um die Spitzenkandidatur für die Landtagswahl 2006 geht weiter. Der Bundestagsabgeordnete Peter Rauen will nun gegen den Landesvorsitzenden Christoph Böhr antreten. Bislang war Böhr der einzige Bewerber. Die Parteimitglieder sollten zwischen zwei Kandidaten auswählen können, sagte Rauen.

Der Geschäftsführer des Bezirks Trier, Jürgen Jüttermann, sagte, Rauen habe am Dienstag abend auf einer Vorstandssitzung des Bezirks seine Kandidatur erklärt. Der Vorstand habe sich danach allerdings in einer geheimen Abstimmung mit 21 Stimmen für Böhr ausgesprochen. Für Rauen, den Vorsitzenden des Bezirks, stimmten elf Mitglieder.

Mehr zum Thema

Kritik an Böhrs Kandidatur

Die Parteimitglieder sollten zwischen zwei Kandidaten auswählen können, sagte Rauen dem Südwestrundfunk (SWR). Rauen sprach sich zudem für Mitgliederbefragung zur Kandidatur aus. Diese solle vor dem Sonderparteitag der Landes-CDU am 12. November stattfinden, auf dem der Herausforderer von Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) bestimmt werden soll.

böhr kandidatur © dpa/dpaweb Vergrößern Böhr hält trotz Kritik an der Kandidatur fest

Mehrere CDU-Landespolitiker hatten Böhr gedrängt, auf seine Kandidatur zu verzichten. Die Kritiker geben dem als blaß geltenden Landesvorsitzenden nur eine geringe Chance bei der Landtagswahl. Böhr hielt jedoch an seiner Kandidatur fest.

Am Dienstag hatte die als mögliche Gegenkandidatin gehandelte Ludwigshafener Oberbürgermeisterin Eva Lohse bekanntgegeben, nicht in einer Kampfkandidatur gegen Böhr antreten zu wollen. Am Montag um Mitternacht war eine Frist abgelaufen, bis zu der sich Bewerber für die Spitzenkandidatur melden sollten.

Quelle: FAZ.NET mit Material von AFP,ddp

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Hessen-Thüringen Gabriele Kailing zur DGB-Vorsitzenden gewählt

Jetzt ist es amtlich: Die Frankfurter Gewerkschafterin Gabriele Kailing ist neue Vorsitzende des DGB Hessen-Thüringen. Sie ist am Samstag mit 89 Prozent gewählt worden. Mehr

19.07.2014, 18:15 Uhr | Rhein-Main
Drogenvorwurf gegen SPD-Politiker Hartmann gesteht Konsum von Crystal Meth

Eine Woche hatte der SPD-Politiker Michael Hartmann zu den Drogenvorwürfen geschwiegen. Nun hat der Mainzer Bundestagsabgeordnete sich erstmals zu seinem Fall geäußert - und zeigt Reue. Mehr

09.07.2014, 15:29 Uhr | Politik
Kommentar Integrationskraft zeigen

Es war eine Zitterpartie: Doch nun ist Birgitta Wolff die neue Präsidentin der Goethe-Universität in Frankfurt. Dafür muss sie auch mit denen zurecht kommen, die sie nicht gewählt haben. Aber für den Erfolg ist das noch nicht alles. Mehr

16.07.2014, 20:04 Uhr | Rhein-Main