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Samstag, 11. Februar 2012
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Rekord Arbeitslosenzahl auf Fünf-Jahres-Tief

31.05.2007 ·  Die Arbeitslosenzahl in Deutschland ist im Mai auf den tiefsten Stand seit fünfeinhalb Jahren gefallen. In diesem Monat waren 3,806 Millionen Arbeitslose registriert. Das sind 161.000 weniger als noch im April. Saisonbereinigt sehen die Zahlen aber nicht ganz so rosig aus.

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Die Arbeitslosenzahl in Deutschland ist im Mai auf den tiefsten Stand seit fünfeinhalb Jahren gefallen. In diesem Monat waren 3,806 Millionen Arbeitslose registriert, berichtete die Bundesagentur für Arbeit (BA). Dies waren 161.000 weniger als im April und 732.000 weniger als vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote sei von April auf Mai um 0,4 Punkte auf 9,1 Prozent gesunken, hieß es weiter. Unter Herausrechnung jahreszeitlicher Einflüsse ist die Arbeitslosigkeit jedoch leicht gestiegen.

„Der Aufschwung dauert an“

„Der konjunkturelle Aufschwung in Deutschland dauert an und belebt weiter den Arbeitsmarkt“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise. „Die Arbeitslosigkeit ist weiter gesunken, das Beschäftigungswachstum hält an, und die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt auf sehr hohem Niveau“.

Saisonbereinigt habe es 3000 Arbeitslose mehr gegeben. Zwar wurden im Westen Deutschlands saisonbereinigt 5.000 weniger Arbeitslose registriert als im Vormonat, im Osten wurde jedoch ein Anstieg um 8.000 verzeichnet. Weise hob hervor, dass der Anstieg der saisonbereinigten Arbeitslosigkeit seine Ursache alleine in dem ungewöhnlich warmen Winter gehabt habe. In einem normalen Winter gingen rund 500.000 Arbeitsplätze verloren, im vergangenen Winter seien es nur 250.000 gewesen. „Wir können keine Winterarbeitslosigkeit abbauen, die wir nicht haben“, betonte er. Eine Rolle habe hierbei sicher das Saisonkurzarbeitergeld gespielt.

Der warme Winter wirkt nach

„Die Frage ist, wie weit der warme Winter noch nachwirkt“, sagte auch Analyst Bernd Weidensteiner von der DZ Bank. „Die Stimmungslage der Unternehmen ist positiv, die Beschäftigung steigt weiter.“ Deshalb könne der Anstieg der saisonbereinigten Arbeitslosenzahl größtenteils auf den warmen Winter geschoben werden.

Auch Ulrike Kastens, Analystin bei Sal. Oppenheim, sagte, man solle den saisonbereinigten Anstieg nicht überbewerten. „Das ist kein Beinbruch, sondern nur ein temporärer Effekt. Es hat in den vergangenen Monaten eine sehr, sehr gute Entwicklung gegeben,“ zeigte sie sich überzeugt.

Probleme im Bereich Jugendarbeitslosigkeit

Die Bundesagentur hält einen Rückgang der Arbeitslosenzahl im Herbst auf unter 3,5 Millionen für möglich. Bei einem anhaltenden guten Aufschwung sei dies erreichbar, sagte Weise. Im Jahresdurchschnitt rechne er weiter mit 3,8 bis 3,9 Millionen Arbeitslosen.

Der BA-Vorstandsvorsitzende verwies außerdem darauf, dass die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren zuletzt bei rund 400.000 gelegen habe. Das sei rund ein Viertel weniger gewesen als im Vorjahr. Weise deutete aber zugleich an, dass es bei der Vermittlung dieses Personenkreises durchaus Probleme gebe. So verfügten rund 90.000 junge Arbeitslose, die sich im Jahresverlauf meldeten, über keinen Hauptschulabschluss.

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