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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Regierungskoalition Riskanter Sommer

 ·  Die Nervosität in der Koalition ist groß, die Autorität der Bundeskanzlerin in Gefahr. Und schon wieder droht der CSU-Vorsitzende Seehofer mit Koalitionsbruch.

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Konstantin Schneider

Der "MSR-Einfallslos" fährt unser Land an die Wand

Das Spiel der Sparer ist aus. Geradezu fahrlässig haben sie sich eine Politik verschreiben lassen, die diametral zu der der Vereinigten Staaten steht und damit die Geburtsfehler des EURO noch verschlimmert. Auch deshalb sind Merkel, Seehofer, Rösler so einfallslos, dass sich die Menschen wohl besser langsam darauf einstellen, dass unser Land an die Wand gefahren wird. Denn solange der Zusammenhang zwischen den Hartz IV Reformen und der EURO-Krise nicht erkannt wird, können wir unseren Vorsprung nicht verkleinern. Die Südeuropäer werden sich nicht auf deutsche Lebensgewohnheiten einlassen können. Und natürlich kann Kerneuropa den lauernden Casinokapitalisten nicht auf Dauer eine Party schmeissen.

Europa hat nur eine Chance, wenn Grossbritannien die EU verlässt und es zu verbindlichen Regulierungen der Finanzmärkte kommt.

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Ralf Kowollik

Merkels desaströse Europapolitik

Merkel hat ja inzwischen die gesamte Europapolitik an sich gerissen - für Außenminister Westerwelle bleibt da nicht mehr viel übrig. Trotzdem kann man nicht behaupten, dass Merkel auf der europäischen Bühne eine gute Figur machen würde.
Zum einen belehrt sie im schulmeisterlichen Ton, was andere Euro-Staaten zu tun hätten, und zieht dabei den Verdruss ganz Europas auf sich (dank Merkels ungeschicktem Verhalten ist das Bild der "arroganten Deutschen" wieder da). Zum anderen knickt diese Kanzlerin dann doch immer wieder ein. In Südeuropa hat sich inzwischen herumgesprochen, dass Merkel gar nicht so hart ist, wie sie sich gern gibt. Vielmehr hat sich gezeigt: Frankreich, Italien und Spanien brauchen sich nur miteinander zu verbünden, schon wird Merkel weich.
Ifo-Chef Hans-Werner Sinn hatte kürzlich einen guten Ratschlag parat, als er sagte: "Deutschland hätte nicht so viel Geld geben, dafür aber den Mund halten sollen." Merkel hingegen handelt nach der Devise: Viel reden und viel zahlen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.07.2012 19:30 Uhr
Konstantin Schneider

Das Schmerzensgeld für Sinn's Erkenntnisse wird langsam unbezahlbar

Wenn Werner Sinn sich doch endlich mal zurückhalten könnte, wäre es einfacher, die Krise zu überwinden und billiger noch dazu

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Michael Scheffler

Seehofer ist doch ohnehin einer, der nach Drohungen

nur mit Wattebällchen wirft. Wahrscheinlich erhofft auch er sich einen gutdotierten Posten für seine ménage à trois in der EU.

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Thomas Heinzow

"Die politische Autorität Frau Merkels": Welche Autorität meint denn Herr Bannas?

Frau Dr. Merkel hat doch keine mehr, seit sie Vertragsbruch belohnt (No-Bail-Out-Vertrag) hat und sich von Monti & Co am Nasenring herumführen ließ. Konrad Adenauer war da viel cleverer und ließ in Moskau sein Flugzeug zur Abreise klarmachen und erhielt das, was er wollte.

Die Kanzlerin hätte auch die Abstimmung im Bundestag aussetzen können.

Wer sich in seinen Handlungen vorher festlegt - also Abstimmung in jedem Fall - der hat die Verhandlungen nach der Spieltheorie bereits verloren bevor sie überhaupt begonnen haben.

Zum Spruch der Kanzlerin: "Europa scheitert, wenn der Euro scheitert. Europa gewinnt, wenn der Euro gewinnt" fehlen einem einfach die Worte. Sie hat damit der Erpressbarkeit Deutschlands Tür und Tor geöffnet.

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Siegfried Kellner

CSU-Seehofer droht "wieder" einmal mit Koalitionsbruch

Wenn dieser Herr bei jeder Kleinigkeit mit Koalitionsbruch droht, dann steht er eines Tages als zahnloser Tiger da. Und ob er sich Neuwahlen leisten kann, ist eine andere Frage.

Es wäre viel zu schön, wenn er sich dieser Verschleuderung von Volksvermögen entziehen würde.
Doch ich glaube eher, daß ihm seine Diäten wichtiger sind als seine Verantwortung vor den Wählern.

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Dr. Michael Menzel

Er hätte schon 100 Gründe gehabt, sich von der Übermutter zu distanzieren!

Er ist sehr, sehr langmütig. Zwar nicht so passiv und hilflos ergeben wie die FDP aber es wird unterschätzt, was er sich bisher von der autokratischen Merkel bieten lassen mußte. Es wird immer wider vergessen, daß die CDU eine Splitterpartei wäre ohne die CSU. Das ist eine Koalition und kein Zusammenhang und Abhängigkeit auf Gedeih und Verderb, vor allem nicht auf Verderb, mit Ewigkeitsanspruch und unter beliebiger Oligarchie und unter Ausschluß von derselben. Seehofer muß ja nicht mit Merkel allein einen permanenten K(r)ampf austargen, sondern muß sich auch noch die unglaubliche, aber wahre Koalition der Kanzlerin mit ihrer preferierten SPD. Es gibt nichts mehr, was die CDU von der SPD trennt. Die "Schnittmengen" wurden zu 1:1 verkumpelt.
Die inneren Hungerländer und Geldverschwender Deutschlands sollen mal auch nicht vergssen, daß es Bayern ist wovon sie leben und es sie nichts unterscheidet von den Schnorrern und Lebenskünstlern aus dem südlichen Ausland.

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Horst Ziegler

Seehofer hat es in der Hand

Im Bundesrat hat Seehofer zwar dem EURO-Überbau zugestimmt, aber er hat es noch in der Hand, aus der Koalition auszutreten. Ich würde das begrüßen.

Grund: Zurück zu Maastrich und kein Betreuungsgeld.

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Eric Arnesen

...Machtspielchen statt Problemlösungen...

...so versinken wir immer tiefer im Schuldensumpf.
Die sogenannten "Sicherungen" die jetzt wie eine Monstranz herumgezeigt werden, sind viel schwächer als es die explizit in § 125 AEUV (Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union) stehende NO-BAIL-OUT Klausel ist. Der Maastricht-Vertrag hat immerhin Verfassungsrang.
Aber diese Sicherung ist an einem Wochenende kassiert worden. Und nun soll sie im Rahmen der ESM-/Fiskalpakt-Aktion auch formal über eine Vertragsänderung OHNE Beteiligung des Souveräns getilgt werden.
Wir brauchen dringend eine neue Partei, die auf der Basis des Grundgesetzes
sowohl national (z.B. Vereinfachung des Steuerrechts nach dem durchgerechneten Beispiel von Professor Kirchhoff)
als auch international (kein zeitlich und wertmäßig unbegrenzter Durchgriff auf den Bundeshaushalt durch den ESM) unsere Interessen vertritt.

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Thomas Gehrenberg

Seehofer unterschätzt die Schwarmintelligenz seiner Bayern.

Er denkt, sie merken nicht, das er immer erst grantelt, nachdem er gerade einer Riesensauerei
zugestimmt hat. Beim nächsten Mal will er ja bestimmt nicht mehr mitmachen, oder ?
Ja, er wird n a c h der nächsten Zustimmung wieder granteln, das wird er.

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wolf haupricht

Der eigentliche Störer und Verhinderer einer Politik....

aus einem Guss, d.h. für die Koalitionzeit ist Seehofer. Er selbst hat kein überzeugendes Konzept, hangelt sich von einem Thema zum anderen und schiebt anderen die Schuld zu in dem Glauben, seine Wähler in Bayern bei der Stange zu halten. Ein schwacher MinPräs, der gern den Strauß gibt, aber ohne Erfolg.
Warum Merkel den Euro auf Teufel komm raus retten will und damit Unsummen in den Sand setzt bzw Investoren wie Banken etc füttert, bleibt ihr Geheimnis. Eine unpassende Währung gehört abgeschafft oder nur für Staaten zugelassen, die den Ansprüchen auf eine solide Währung genügen. Wer anderen Vorschriften machen will, wie sie ihren Laden verbessern sollen, muss damit rechnen, dass das sofort die Forderung nach mehr Geld und Rettungsmechanismen nach sich zieht wie letzt in Brüssel. Noch mehr Schulden für Berlin?
Übrigens hat man ohne Anstrengung 120 Milliarden "gefunden", die jetzt für Wachstum? eingesetzt werden sollen. Ich bin immer noch der Auffassung, dass zu viel Geld vorhanden i

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Franz Siebrech
Franz Siebrech (rosi110) - 04.07.2012 09:59 Uhr

Die Union ist am Scheideweg

Die Bundeskanzlerin war vor dem vergangenen Freitag in Sachen € in Europa ziemlich allein, aber stark. Nun ist sie ebenfalls ziemlich isoliert, aber schwach.
Ganz durchtrieben ist aber die sog. Opposition: es geht ihr um die Abschaffung Deutschlands und das ist ganz besonders den anti-nationalen "Grünen" ein Herzensanliegen. Aber auch dem Kanzler der Einheit ging es schon darum.
Entweder ermannt sich jetzt die Union und nimmt Landesinteressen wahr wie das selbstverständlich die Parteien samt Regierungs-chefs in anderen Ländern das auch tun, oder die Union ist zumindest innerlich erledigt. Denn: man ist kein guter Europäer, wenn man nicht mit dem Pfund berechtigter eigener, nationaler Interessen wuchert. Nur das schafft in der EU Vertrauen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.07.2012 12:17 Uhr
Horst Ziegler

Grüne Teil der Internnationale

Man darf nie vergessen, dass linke Gruppierungen immer noch dem Internationalismus frönen.

Wie sagte Augstein:

Mehr Sozialstaat als Nationalstaat. Im nächsten Bundestagswahlkampf geht es voll um den

Schlachtruf: Deutschland zuerst. Daran scheiden sich dann die Geister.

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Franz Munte

Sehofer hat schon oft palavert, letztlich aber immer allen "Rettungs"wahnsinn mitgetragen

im übrigen: warum schweigt er denn so konsequent über die EZB-Target-Problematik, die genau so schlimm ist wie Eurobonds ? Hat er Angst, dass ihm sonst seime Exportunternehmen den Mund verbieten, die sich mittels Target ihre "großartigen" Exporterfolge vom Steuerzahler bezahlen lassen.

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Helge  Peters
Helge Peters (Petobel) - 04.07.2012 09:14 Uhr

Selbstaufgabe

Das Betreuungsgeld versteht nur, wer das "Bauchgefühl" der Bayern nachvollziehen kann. Es wird im Beitrag ja richtig festgestellt, dass es dabei eigentlich eher um eine politische Marginalie geht. Keineswegs nur Marginalien sind jedoch Fiskalunion und ESM . Sie rütteln an den Grundfesten der Demokratie: Einerseits, weil durch sie die Rechte und damit auch Verantworlichkeiten des Parlaments untergraben werden. Andererseits, weil mit ihnen offenbar eine gefährliche Gratwanderung bzgl. der Relevanz unseres GG beginnt. Hier ist ganz offensichtlich der entscheidende Ansatzpunkt der diversen, anhängigen Klagen beim BVerfG. Herr Seehofer hätte gut daran getan, vor (!) dem Durchwinken im Parlament als bayerischer Löwe zu brüllen. Mit Blick auf die Landtagswahlen wird ihm sein bekanntes Wackel-Hin-und-Her vermutlich jetzt nicht mehr richtig helfen, zumal die Bayern-FDP wohl auch bald nur noch "marginal" ist.

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Hans Edelmann

Herrn Seehofer richtig verstehen...

Wenn Ihr Nachbar verlangt, dass Sie dauernd seine Schulden bezahlen sollen, dann langen Sie
sich doch an den Kopf. Das kann man doch gut verstehen, und ganz besonders, wenn Sie selbst
überhaupt keine Schulden mehr machen wollen.

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Roland Wolf

Seehofer versucht zu tricksen

Erst lässt Seehofer mit dem ESM für die Ausstellung einer zeitlich unbegrenzten Abbuchungsermächtigung stimmen. Dann versucht er sich aus der Verantwortung zu stehlen indem er sagt, bis hierher und nicht weiter. Mehr als Kapitulation geht ja gar nicht. Seehofer ist mitschuldig und muss natürlich genauso abgewählt werden wie Merkel.

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Ulrich Baare
Ulrich Baare (Zagreus) - 04.07.2012 08:28 Uhr

Alternativlose Katastrophe.

"Die politische Autorität Frau Merkels aber ist seit nun vier Jahren auf die Bewältigung der Folgen der Finanzkrise gegründet."

Und die sie vier Jahre lang nicht meistern konnte - denn die Krise ist ja nicht bewältigt worden.
Nun versucht sie in dieser Situation wichtige Souveränitätsrechte (Haushaltshoheit) ach Brüssel an eine Superbehörde namens ESM zu übertragen, in der Deutschland zudem überstimmt werden kann - und das angesichts der doch erkennbaren Bestrebungen der 'Südländer' für sich bessere Konditionen auszuhandeln bei Geldnot als sie eigentlich vertraglich vereinbart wurden.

"Im personalpolitischen und koalitionsstrategischen Kern geht es um die Glaubwürdigkeit von Angela Merkel."
Einer Glaubwürtigkeit, die infolge der ganzen immer wieder erneut von ihr überschrittenen 'roten Linien' berechtigterweise schon längst verspielt ist.
Das Problem ist vor allem, dass im Moment keine Alternaive zu Merkel in Sicht ist. Merkel selbst führt aber auch in den Untergang mMn.

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Erwin Stahlberg

Ein Wähler - eine Stimme (One voice one vote)

So vergeht jetzt Tag um Tag und auf dem Wrack „EU“
wird nur noch von BANKEN-Rettungen gesprochen.

Dabei ist klar:
Der Geburtsfehler dieser EU macht es immer nötiger,
eine bessere, eine d e m o k r a t i s c h e EU zu schaffen.

Jeder EU Wahlbürger muß bei Wahlen eine gleichgewichtige(!)
Stimme bekommen.
Diese Veränderung wird unvermeidlich sein!

Natürlich kann die jetzige EU nicht über eine neue EU urteilen,
weil sie selber zu viele schiefe Gedanken bewiesen und
an den Tag gelegt hat.

Nach dem Wahlprinzip „Ein Wähler - eine Stimme“
hätte DEUTSCHLAND dann --- in Relation --- viel mehr
Mandate als z.B. LUXEMBURG --- was heute nicht der Fall ist!

Aber die Masse der anderen Stimmen zusammen,
bildeten bei drohendem deutschen „Übermut“ ein Bollwerk.

Allerdings wird heute bereits europaweit nach deutscher
Führung verlangt --- wo der Karren im Dreck ist.

Also:
Schluß mit Tücken!
Ehrlichkeit ist gefragt für die Schaffung einer neuen EU.

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Wilhelm Arnold

Theaterdonner oder weckt blos den Michel nicht

Wenn es Seehofer mit seinen Einwänden wirklich ernst wäre, hätte er der CSU empfohlen auf Gauweiler zu hören und gegen den ESM zu stimmen. Das jämmerliche Versagen Frau Merkels bei der Verhandlung mit Italien, Frankreich und Spanien war vor der Abstimmung bekannt. Seine Äußerungen sind offensichtlich eine Wählertäuschung. Vielleicht hat er Angst vor den Freien Wählern.

Aber man kann Seehofer trösten. Die Wähler, die sich intensiv mit dem Geschehen um die Euro-Krise beschäftigen und sich eine eigene Meinung zu dieser Katastrophe gebildet haben sind eine verschwindende Minderheit. Wenn man sieht, dass nur 12.000 Personen die e-Petition gegen den ESM unterschrieben haben, schätze ich deren Anzahl auf maximal 100.000 Stimmen. Das sind bei 60 Mio Wahlberechtigten (oder 40 Mio tatsächlichen Wählern) weit unter 1% Stimmanteil.

Unsere "Elite" kann also weiter ungestraft Deutschlands Zukunft verschleudern. Der Michel schlummert tief und fest.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.07.2012 11:25 Uhr
Ulrich Baare
Ulrich Baare (Zagreus) - 04.07.2012 11:25 Uhr

Das Volk will es so!

"Unsere "Elite" kann also weiter ungestraft Deutschlands Zukunft verschleudern. Der Michel schlummert tief und fest."

Wir sollten usn hier keine Illusionen machen - der Michel schläft nicht, sondern der Michel will es so. Wie sie ja es schon sagten: vielleicht 100 000, die sich intensiver damit beschäftigt haben. Der Rest unterteilt sich in die, die sich um gar nichts kümmern und die, die ihren persönlichen Gefühlen und Phrasen (Solidarität etc.) nachgeben - und nicht bereit sind sich näher zu beschäftigen mit der Materie.
Und dieser Teil dürfte sehr wohl alles als positiv werten, was irgendwie als pro-europäisch verkauft werden kann - und das dürfte auch der überwiegende Teil der Wähler sein.
Man sollte nicht vergessen: wir haben keine *spürbare* Krise, sondern wir sind im Vorfeld davon erst noch.
Noch geht es den leuten einfach noch weitaus zu gut als das sie sich Gedanken über den zusammenhang von EU, der BRD in derselben und ihrer eigenen Situation machen müssen.

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Michael Muscholl

Vorteil von Neuwahlen liegen auf der Hand

Ein Zerbrechen der Koalition hätte zum jetzigen Zeitpunkt klare Vorteile. Zumindest die Bürger, die in diesem Land noch zur Wahl gehen, hätten die Möglichkeit der neuen Regierung mit ihrer Stimme eine klare Legitimation für die weitere Schritte in der Europapolitik zu geben: Schuldeneuropa auf Kosten Deutschlands oder Austritt Deutschlands aus dem EURO. Auf diese Frage läuft in den nächsten Jahren alles hinaus.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.07.2012 10:42 Uhr
Jonas Brinkmann

Neuwahlen = Neue Schulden!

Neuwahlen wären jetzt vermutlich katastrophal. Denn Wähler handeln nicht immer rational.
Womöglich flüchten viele aus Protest ins linke Lager oder lassen sich vom Piratenhype anstecken. SPD, Grüne, Piraten und Linke versuchen sympathisch daherzukommen und die Seelen aller vermeintlichen Ungleichheitsopfer mit finanziellen Wohltaten zu trösten anstatt bezahlbare Haushaltspolitik zu leisten. Der Rest der Wähler bleibt zu Hause oder stimmt für Splittergruppen und extremistische Parteien. Damit ist keine Politik zu machen.
Und meinen Sie wirklich, dass irgendeine Oppositionspartei auch nur den Ansatz einer Lösung der gegenwärtigen Krise mitbringt?

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Pascal Perters

Peinliches Berliner (Sommer)Theater

Die derzeit wichtigste Eurodiskussion müsste doch sein, die unsäglichen 'Geburts'-Schwächen dieser Währung zu beseitigen: nicht kompatible Volkswirtschaften sind auf Verderb und Gedeih in ein gemeinsames Währungskorsett eingebunden; der Euroclub müsste also von Grund auf reorganisiert werden, sei es durch organisierte Austritte, Parallelwährungen, Nord-/Südeuro ....
Wahrlich eine Herkulesaufgabe verantwortungsvoller Politiker!

Was sehen wir jedoch auf der Berliner Laienspielbühne?

- Seehofer übt mal wieder den x-ten Zwergenaufstand im Wasserglas
- Westerwelle führt die Eurobonds-Scheindebatte (TargetII, EFSF, ESM ?)
- Merkel träumt von dauerhaft verbindlichen stabilitätsorientierten Regeln in der EU (??)
- Schäuble phantasiert vom zukünftigen europäischen Grossreich
- fortlaufende Bankenrettung läuft unter dem Synonym Eurorettung
- SPD/Grüne .. no further comment

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Jahrgang 1952, Leiter der politischen Redaktion in Berlin.

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