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Rede in Lodz Gauck will sich für deutsch-polnisches Verhältnis einsetzen

 ·  In einer Rede vor der Universität in Lodz hat Bundespräsidentenkandidat Joachim Gauck angekündigt, sich im Falle seiner Wahl für das deutsch-polnische Verhältnis einsetzen zu wollen. Sein Besuch in Polen sei eine „Wiederbegegnung mit den bösen Traditionen deutscher Dominanz“.

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Bundespräsidentenkandidat Joachim Gauck will sich bei einem Erfolg in der Bundesversammlung am 18. März besonders um die Beziehungen zum Nachbarn Polen kümmern. „Ich habe eine Menge eigener Vorstellungen über das deutsch-polnische Verhältnis“, sagte der ehemalige DDR-Bürgerrechtler am Donnerstag in einer Rede vor der Universität Lodz. Auf „Grundsatzfragen“ wolle er jedoch noch nicht eingehen.

Den Besuch in Lodz bezeichnete der frühere DDR-Bürgerrechtler als „Wiederbegegnung mit den bösen Traditionen deutscher Dominanz“. Hitler-Deutschland habe Polen „unendliches Leid“ zugefügt. Im Zweiten Weltkrieg hatte die deutsche Besatzungsmacht in Lodz eines der größten Ghettos eingerichtet, das nur wenige hundert Juden überlebten. Die große Mehrheit wurde ermordet.

Gauck folgte einer Einladung, die die Universität Lodz noch vor seiner Nominierung für das höchste deutsche Staatsamt ausgesprochen hatte. Vermutlich ist dies die einzige Rede, die er vor der Wahl im Ausland halten wird. Der frühere polnische Außenminister Wladyslaw Bartoszewski, der im Publikum saß, lobte Gauck als „bedeutenden Politiker“ und „großartigen Menschen“. Der 72-jährige Gauck soll Mitte des Monats von CDU/CSU, SPD, Grünen und FDP zum neuen Staatsoberhaupt gewählt werden. Die frühere Nazi-Jägerin Beate Klarsfeld, die von der Linkspartei nominiert wurde, gilt in der Bundesversammlung als Zählkandidatin.

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