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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

„Wille ersetzt keinen Beweis“ Bundestag bremst beim NPD-Verbot

 ·  In fast allen Bundestagsfraktionen wachsen die Zweifel an den Erfolgsaussichten eines NPD-Verbotsverfahrens. Gegenüber der F.A.S. äußerten sich Abgeordnete sehr skeptisch - und fragen nach dem Zweck.

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Doris Jung
Doris Jung (DorisJung) - 08.04.2012 13:55 Uhr

Der Wille zur geistigen Auseinandersetzung mit den Wählern der NPD

fehlt offenbar bei den "etablierten" Parteien. Dazu kommt Neid, weil die NPD - wie die anderen Parteien auch - mit Steuermitteln alimentiert wird. Schikanen wie Mikrofon abschalten, wenn in einem Landtag ein NPD-MdL spricht sind auch nicht gerade die feine demokratische Art. Irgendwie ein sehr schwaches Bild, das die "Demokraten" gegenüber rechtsaußen abgeben. Bei Linksaußen sind sie weniger restriktiv, obwohl gewalttätige Ausschreitungen bei Demos etc. meistens auf das Konto Linker gehen, die als "Autonome" bezeichnet werden. Demnächst wieder am 1. Mai in Berlin beim Folklore-Event zu besichtigen... Alles kein Problem: Es ist ja nur "Gewalt gegen Sachen."

Langsam geht mir die Hatz auf "Rechte" gewaltig auf den Keks. Warum sind so viele auf dem linken Auge blind???

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Peter Herbeck M.A.

Späte Erkenntnis der Fraktionen, aber der Wille zur geistigen Auseinandersetzung fehlt, dies auch...

außerhalb des Wahlkampfes. Die NPD unterwandert teilweise im ländlichen Bereich die Strukturen wo die großen Parteien sich nicht hinbewegen. In Gebieten wo sich der wirtschaftliche Umbruch vollzieht überlassen die SPD und die CDU Parteien wie der Linken das Feld-Beispiel Bremerhaven. Sich mit dem politischen "Gegner" verbal auseinanderzusetzen liegt nicht jedem- ich tat es vor 40 Jahren in Augsburg, wo uns die K-Gruppen aus München heimsuchten. Wenn sie an den Zimmern 1204,1205 u. 1206 vorbei waren wußten sie nicht mehr ob sie Männlein oder Weiblein waren. Der gute Herr Trittin /ex-KB´ler in GÖ kann froh sein das er später nach mir in GÖ war. Mit dem Herrn würde ich es heute immer noch gerne aufnehmen. Das große Manko in den Partein CDU/CSU, SPD,FDP und Grüne ist das sie sich größtenteils in ihren eigenen Programmen nicht mehr auskennen. Diskuitiere lieber mit einem Piraten-hier im speziellen über das Tanzverbot am Karfreitag.Marginalie:seit 7 Jahren parteilos dies nach 33 Jahren zuvor

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Ulrich Stauf
Ulrich Stauf (DH7XU) - 08.04.2012 08:42 Uhr

Wie wäre es denn,

wenn man sich einmal wirklich mit den Argumenten der NPD auseinandersetzen würde, anstatt sich vornehm und angewidert zugleich wegzudrehen, und das Ganze bitte sehr sehr sachlich, auch wnn es schwer fallen mag? Wer z.B. knickt denn vor der Tatsache und den Beweisen, dass es den Holocaust gegeben hat, nicht ein, wenn er etwa andere Meinung sein sollte? M.E. kann man extremen Parteien nur mit Sachlichkeit entgegentreten? Und wenn es denn dann doch noch Unbelehrbare gibt ...., der Begriff des "Dorftrottels" ist doch wohl bekannt und man könnte ihn auf einen gewissen Personenkreis erweitern.

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Peter Herbeck M.A.

Kleine Frage: wo unterscheidet sich die NPD von der Partei Die Linke- gar nicht -beide extrem

Kommunistische Plattform und Marxistisches Forum sind beide als Untergruppierungen noch vertreteten. Sahra Wagenknecht hat ihre Mitgliedschaft ruhen lassen- sie verkaufte für Schalck-G. Antiquitäten noch in der Vorwendezeit in Berlin, frühere Karl-Marx-Allee, von Personen die "ausreisen" durften. In Hessen traten Personen aus der Partei wieder aus, da die Strukturen bei Nominierungen durch Strukturen von oben bestimmt waren nach dem Prinzip:" die Partei, die Partei.... ". In NRW und Nds. gibt es noch alte DKP´ler die nichst dazugelernt haben-unterscheiden sich nicht von Dr. Marianne Linke die am 13.8.2011 zum Gedenken der Maueropfer nicht aufstand-war der Geburtstag von Liebknecht. Ein Antrag auf Parteiausschluss durch eine Mitarbeiterin der Volkssolidarität wurde zurückgezogen, da die Linke in einem Gremium sitzt und die Frau um ihren Arbeitsplatz fürchtete. Alles "einwandfrei". Nicht besser der Vorschlag zur Vermögenssteuer-Ertrag entspricht dem Verwaltungsaufwand minus Porsche Ernst

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Eberhard Ottlinger

wohin werde ich regiert?

Ist es bald soweit, das rechtschaffene Menschen Deutschland verlassen müssen, weil unsere Politiker nicht fähig, oder nicht gewillt sind, Nazis in die Schranken zu weisen.

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Axel Lüssow
Axel Lüssow (alsigma) - 07.04.2012 17:16 Uhr

Hoffentlich ist bald endgültig klar, dass ein Verbot nicht möglich ist...

... ich würde die NPD sehr gerne verschwinden sehen, aber leider nutzt die gegenwärtige Situation den Rechtsextremen gleich doppelt.

Erstens kann sie potenziellen Protestwählern erneut verkünden, dass die zertifiziert verfassungstreu ist - denn schließlich ist der erste Antrag abgelehnt worden, und auch jetzt bestehen wenig Aussichten wg. der V-Leute und mangels aktuellen Beweisen. Intern arbeitet die NPD dann in Ruhe weiter am Umsturz der Demokratie, gestärkt durch Einkünfte aus Wahlkampfzuschüssen und parlamentarischen Diäten.

Zweitens, viel gefährlicher: Die politische Auseinandersetzung mit den Extremisten wird vernachlässigt, weil man sie ja vielleicht irgendwann doch verbieten kann, macht weniger Arbeit. Zudem braucht man irgendwie links-verdächtige Initiativen nicht unterstützen. Nur leider führt die NPD den "Kampf um die Köpfe" und hat ihn in vielen Gegenden im Osten bereits gewonnen - und rechtsextremes Gedankengut kann man nicht einfach vom Gericht verbieten lassen.

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Karl Hammer

Entmenschlichung des Feindes?

Es fällt auf, daß die Artikelbilder in den Medien zum Nazithema häufig keine Gesichter zeigen wie sonst üblich, sondern Stiefel oder Glatzen von hinten.
Was soll uns das sagen? Daß es sich hierbei nicht um Menschen handelt sondern um Nichtmenschen, die kein Gesicht und somit auch keine Würde und keine Rechte haben?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.04.2012 17:24 Uhr
Axel Lüssow
Axel Lüssow (alsigma) - 07.04.2012 17:24 Uhr

Das Neonazi-Klischee nutzt eben allen Seiten...

Ihre Beobachtung ist richtig - aber der Grund ist ein anderer. Erstens liegt es wohl daran, dass sich Neonazis nicht so gern in der Zeitung abgebildet sehen, zumindest noch nicht - denn nicht überall ist Rechtsextremismus so in der Mitte der Gesellschaft verankert wie in einigen Gegenden in Ostdeutschland.

Zweitens nutzen die Medien das Skinhead-Klischee gern, weil ein leicht identifizierbares Thema leichter handhabbar ist. Und die NPD freut es sicherlich immens, wenn Rechsextreme nur mit Neonazis und/oder Skinheads identifiziert werden. Denn es entspricht überhaupt nicht mehr der Realität und der "Kampf um die Köpfe" wird erleichtert: Die eigentliche Gefahr, das Ankommen rassistischen und faschistischen Gedankenguts in der Breite der Bevölkerung, wird so nicht gesehen und nicht ausreichend bekämpft.

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fritz Teich

Hier hat die Linke voellig Recht

Es ist alles Kriegsfolgenrecht. Mit Mahler als Fritz Teufel im Gefaengnis. Der Krieg ist lange vorbei, man sollte das gesamte Kriegsfolgenrecht auf den Muell werfen und die "Nazis" nicht laenger aus der Masse der politischen Meinungen herausheben, dann erledigen sie sich schnell von selbst. Menschenverachtend ist das alles eher nicht. Nur dumm und ungebildet. Wenn die Linke daraus einen antifaschistischen Volkskrieg machen will, dann sollte man allerdings allmaehlich schiessen.

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