http://www.faz.net/-gpg-77wth

Terrorismus : NSU-Netzwerk offenbar größer als bislang bekannt

  • Aktualisiert am

Der Unterstützerkreis der Zwickauer Terrorzelle ist einem Medienbericht zufolge größer gewesen als bislang bekannt. Demnach gehörten 129 Personen zum engeren und weiteren Umfeld des NSU.

          Das Netzwerk der Neonazi-Gruppe NSU war einem Zeitungsbericht zufolge größer als bisher bekannt. Demnach gehörten 129 Personen aus der rechtsextremen Szene zum engeren und weiteren Umfeld des Untergrund-Trios, dem zehn Morde an Migranten und einer deutschen Polizistin angelastet werden, wie die „Bild am Sonntag“ berichtete.

          Die 129 Namen stünden auf einer geheimen Liste der Sicherheitsbehörden, die dem NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestags nun zugegangen sei. Der Ausschuss-Vorsitzende Sebastian Edathy von der SPD sagte der Zeitung: „Die neue Zahl ist erschreckend hoch. Jetzt muss schnell geklärt werden, ob es darunter Mitwisser der NSU-Verbrechen und weitere V-Leute gab.“

          Als harter Kern der Untergrundgruppe gelten dem Zeitungsbericht zufolge die vier Angeklagten, die neben dem mutmaßlichen NSU-Mitglied Beate Zschäpe ab dem 17. April vor Gericht stehen, sowie knapp ein Dutzend weiterer Beschuldigter, gegen die noch ermittelt wird. Dazu kämen zahlreiche Helfer und Helfershelfer, die direkt oder indirekt Kontakt mit der mutmaßlichen Neonazi-Zelle gehabt hätten, der sie unter anderem Geld, falsche Papiere oder Waffen beschaffen sollten.

          Weitere Themen

          Putin und Macron ziehen an einem Strang Video-Seite öffnen

          Iran-Abkommen und Nordkorea : Putin und Macron ziehen an einem Strang

          Bei einem Treffen in St. Petersburg sprachen sich der russische sowie der französische Präsident für eine Fortführung des Iran-Abkommens aus. Darüber hinaus hoffe Macron, dass die Absage Trumps nur ein leichter Rückschritt in einem langfristigen Prozess sei.

          Topmeldungen

          Doch ein Treffen mit Kim? : Die gefährlichen Spielchen des Donald Trump

          Erst sagt Amerikas Präsident das geplante Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un ab, nun soll es wohl doch noch stattfinden. So riskiert Donald Trump Chaos, verprellt Verbündete – und verschafft Kim einen Vorteil.
          Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft in Frankfurt Anfang 2016.

          „Ankerzentren“ : Kritik an Seehofers zentralen Unterkünften

          Großunterkünfte für Asylbewerber, wie Innenminister Horst Seehofer sie plant, stoßen auf viele Vorbehalte. Die Bundesländer wollen Rechtsklarheit, Wohlfahrtsverbände sorgen sich vor allem um Kinder.
          Italiens designierter Ministerpräsident Giuseppe Conte.

          Wegen neuer Regierung : Italien droht Abstufung

          Die Pläne der voraussichtlichen neuen Regierung unter Giuseppe Conte hält mit Moody’s nun auch eine der großen Ratingagenturen für Besorgnis erregend. Eine Abwertung hätte für Italien teure Folgen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.