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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Rechtsextremismus-Kommentar Trauriger Triumph

 ·  Gebetsmühlenartig haben linksradikale Gruppen vor den Neonazis gewarnt - und die Polizei jahrzehntelang herausgefordert. Nun beginnt die Aufklärung. Was kommt noch alles heraus?

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (19)

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Horst Günther

So blind ist wohl keiner

Ich denke, dass von den Fahndungsbehörden keine Zusammenhänge zwischen prekären Daten und durchgeführten Anschlägen erkannt wurden, ist recht unwahrscheinlich.
Aber es hieß dann, es seien nur Einzeltäter, es gäbe keine Hinweise auf terroristische Vernetzungen, der rechtsextreme Hintergrund stände keineswegs fest.
Mit anderen Worten, man wollte es nicht wahrhaben, die Terrorzellen vielleicht auch nicht über Gebühr aufwerten - was ja auch sinnvoll sein kann. Über etwaige andere Motive mag ich garnicht nachdenken.
Nur - diese jetzt zur Schau gestellte Verwunderung verblüfft allerdings. Hoffen wir, dass man es nun wirklich ernst nimmt. Dieses braune Morden brauchen wir sowenig wie jedes andere.

'Danke' im übrigen an alle, die jetzt wieder postwendend an linken und islamistischen Terror erinnern, womöglich hätten wir das sonst vergessen!
Aber das - denke ich - haben wir mittlerweile ausreichend im Auge. Jetzt ist es geboten, das Augenmerk auch auf andere Gruppierungen zu lenken.

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Marcel Meier

Wollen Sie hier die linksradikalen Chaoten hofieren?

Rechts- sowie Linksextremisten müssen mit aller Härte des Staates konfrontiert werden. Aber die Linken als die "besseren" Extremisten zu stilisieren ist wohl kaum hilfreich!
Nehmen wir nur den DDR Stasi-Terror gegenüber der eigenen Bevölkerung. Linke Chaoten blockieren mit Grünen und Gutmenschen Castortransporte und gefährden den Schienenverkehr, greifen Polizisten an und und und!
Jede Art von Extremisten muss vom Staat mit aller Härte bekämpft werden. Den Islamterror nicht zu vergessen!

Glück auf!

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Martin Schuster

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von "unserem Land" hat bestimmt kein Linker gesprochen; schlechtes Zitat

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paul Ericsson
paul Ericsson (phase1) - 04.12.2011 12:11 Uhr

Ein guter Beitrag

Sicher, den Artikel muss man differenziert betrachten. Und einige wird er provozieren. Gut so. Die Hinweise und Vorwürfe werden nicht schlechter nur weil sie jahrelang von ganz links kamen. Der braune Naziterror ist eine Schande für uns alle.
Viele haben sich weggeduckt und versuchen nun den linken mit dem rechten Terror gleichzusetzen. Doch diese Rechnung geht nicht auf. Jedes Problem muss einzeln betrachtet werden. Die FAZ tut gut daran das nicht außer Acht zu lassen!
Wer jetzt ohne jede Empathie auf die Opfer schaut und die alte Suppe rechts/links aufwärmen will hat nichts verstanden. Meine Achtung der FAZ für die Ausgewogenheit der letzten Tage bei diesem Thema.

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Holger Dorn
Holger Dorn (Holle_D) - 04.12.2011 12:07 Uhr

Antifa und Nazis

Ich verabscheue beide! Egal ob linke od. rechte Brut, Staat und Gesellschaft müssen Flagge zeigen u. mit ganzer Härte gegen das Gesochse vorgehen!
Nicht verwunderlich, daß die öffent. Aufmerksamkeit sich auf Links konzentriert hat - die Nazis halten keine Maikrawalle ab u. haben auch keine Verfassungsfeinde im Bundesparlament sitzen (einige der Linken-Abgeordneten).
Was kann die Gesellschaft tun: Zivilcourage zeigen, freie Meinungsäußerung u. Streitkultur pflegen, Integration von integr.swilligen Ausländern fördern, Leistungsbereitschaft von Jugendlichen fördern u. Chancen anbieten. Die politische Korrektheit verbannen.
Das sollte verhindern, daß sich Rechts- oder Linksextremismus zum Sumpf auswachsen.
Und der Staat bzw. die Politik? - Polizei und Verfassungsschutz bestmöglich den Rücken freihalten und dort Härte zeigen wo notwendig. Genau hinschauen. Die wahren Probleme bekämpfen: Perspektivlosigkeit im Osten und fehlgeleitete Integration von Ausländern.

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Herold Binsack
Herold Binsack (Devin08) - 04.12.2011 11:34 Uhr

Die Antifa wird es freuen?

Wer so argumentiert, ignoriert die Gefahr des rechten Terrors für das bürgerlich-demokratische Regime schlechthin. Und:Auch wenn die Revolutionäre Linke sich dieses bürgerliche Regime aufs Korn nimmt,dann im Interesse und nicht zulasten der Demokratie. Das genau ist der diesbezügliche (definitiv aber nicht erschöpfende) Unterschied zwischen linker und rechter Kritik am demokratischen Regime. Der Linken geht die Demokratie unter bürgerlicher Herrschaft nicht weit genug, der Rechten geht sie zu weit. Darüberhinaus soll wohl ignoriert werden, dass der aktuelle „rechte Terror“ im Verdacht steht, von Teilen der Sicherheitsorgane gesteuert zu sein. Es sich also mitnichten um „astreinen“ rechten Terror handelt. Teile der Geheimdienste des bürgerlichen Regimes zündeln selber an diesem Regime. Was den Rechten sehr wohl nützt und natürlich und gerade diesbezüglich die Vorbehalte der Linken (der Antifa) an den Sicherheitsorganen des bürgerlichen Regimes bestätigt. Wahrlich ein trauriger Triumph.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.12.2011 12:38 Uhr
Herold Binsack
Herold Binsack (Devin08) - 04.12.2011 12:38 Uhr

Über die Vereinbarkeit von Demokratie und Sozialismus

@Schramm: Sie sollten Marx lesen, der über den Unterschied zwischen der bürgerlichen und proletarischen Demokratie u.a. folgendes schrieb: „Statt einmal in drei oder sechs Jahren zu entscheiden, welches Mitglied der herrschenden Klasse das Volk im Parlament ver- und zertreten soll, sollte das allgemeine Stimmrecht dem in Kommunen konstituierten Volk dienen, wie das individuelle Stimmrecht jedem andern Arbeitgeber dazu dient, Arbeiter, Aufseher und Buchhalter in seinem Geschäft auszusuchen.“ (Der Bürgerkrieg in Frankreich, MEW Bd. 17, S. 340, zit. nach Lenin „Staat und Revolution“). Am Beispiel der Pariser Kommune, auf das Marx hier abhebt, führt er vor, wie die sozialistische Revolution, ihrem Charakter nach, will heißen: als proletarische Bewegung gegen das Kapital, mit Demokratie nicht nur vereinbar ist, sondern diese geradezu voraussetzt. Nur sind Revolutionen „kein Deckchenstricken“, wie nicht nur Mao Tse Tung hervorhob, sondern wie das Kapital selber immer wieder bewies.

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Karsten Schramm

Der war gut, Herr Binsack

„Der Linken geht die Demokratie unter bürgerlicher Herrschaft nicht weit genug“
Köstlich.
Deshalb streben die roten Sozialisten nach der Radikaldemokratie, wie sie von Stalin, Mao und Pol-Pot verwirklicht wurde.

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Closed via SSO

Aufklärung

Das erschreckende an den ganzen Diskussionen ist, daß in allen Extremistenszenen die Gemeindienste ihre Netze gesponnen haben, ohne daß wirkliche Erkenntnisse dem Treiben ein Ende gesetzt hätten. Jedes Jahr linke, rechte, religiöse Gewaltexzesse gegen Menschen und Sachen. Jedes Jahr massenhaft brennende Autos, 1.Mai-Barrikaden und Brandstiftungen. Und immer die Verfassungsschützer im Hintergrund? Herr Buback sucht noch heute den RAF-Mörder(in) seines Vaters und 10 Ausländer wurden seit 1998 gemeuchelt und keiner hat was gesehen? Nur die Gerüchte wuchern und jede Woche kommen neue dazu.
Wir wollen Aufklärung mit Fakten und keinen undefinierbaren Eintopf aus der Gerüchteküche.

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gisbert heimes

Die Rechtsextremen wurden und werden nicht als echte Gefahr

für diese Gesellschaft empfunden (pfui zwar, aber was sollen diese Dumpfbacken schon groß ausrichten. Spielen wir [= Verfassungsschützer] doch ein bißchen Räuber und Gendarm mit ihnen). Dafür umso mehr die Linksextremen und ihre Milieus. Siehe die Sarrazin-Debatte.

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Torsten Klier

Wenn die "rechte Szene" angeblich so gewalttätig ist, hätten deren linke Gegner doch leichtes Spiel

Einfach deren Gewalttaten plakatieren – und die Rechten sind blamiert.
Nur war dem eben nicht so. In Ermangelung von tatsächlicher „Rechter Gewalt“ ™ haben die eine Fälschung nach der anderen lanciert, das Abfackeln von georgischen Irakern, angebl. Überfall im Teufelstal, Hakenkreuz- Mannichl- und andere lustige Ritzungen.
Und die Liste mit den angebl. 180 Todesopfern ist so dämlich und verlogen, dass man sich fragt wie ein gesunder Mensch die überhaupt noch ernst nehmen kann.
Und selbst in der NSU-Sache ist noch längst nicht alles so klar wie medial suggeriert. Wenn die Polizei das Aufspüren von 1997 hergestellten perversen Monopoly-Spielen als Fahndungserfolg herausstellt, dann scheint es weitere Beweismittel nicht zu geben.

Als vor 3 Jahren angeblich der Schlangennazi von der NPD das Mannichl gemeuchelt hat, da war ja auch „alles klar“. Ein Jahr später musste Oberstaatsanwalt Walch entnervt zugeben, dass Mannichls „Aussageverhalten nicht widerspruchsfrei ist“.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.12.2011 11:59 Uhr
Karsten Schramm

Lieber Herr Andreas Bauer

Was, bitteschön, wollen Sie denn von Klier bewiesen haben?
Dass die Polizei das Auffinden eines perversen Monopoly aus dem Jahr 1997 als Fahndungserfolg vermeldet, können Sie in der FAZ nachlesen.
Welche darüber hinausgehenden Beweise wollen Sie noch?

Aber wenn wir von Beweisen reden, würde einen interessieren welche Beweise für die zurzeit in die Welt gestreuten wilden Behauptungen vorliegen. Würden Sie die aus dem vollständig (Bilder finden Sie im Netz zuhauf) verbrannten Haus "geborgenen" DVDs und Tatvorbereitungsskizzen als Beweis werten?
Oder das perverse Monopoly?
Oder die in allen möglichen Briefkästen angeblich vorgefundenen "Bekennervideos", in denen sich nicht mal ansatzweise ein Bekenntnis findet?
Oder welche Beweise liegen überhaupt vor, die diesen Polit- und Medienrummel rechtfertigen?

Und wenn die angebl. Täter DVDs in die halbe Welt geschickt haben solle, warum haben die vorher das Wohnmobil und das Haus in Brand gesteckt? Um Beweise zu vernichten?
Passt nicht!

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Andreas Bauer

Beweise?

Haben Sie auch irgendwelche Beweise für Ihre Aussagen oder werfen Sie die einfach nur mal so in den Raum?

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Ulrich Mayer
Ulrich Mayer (Bayer01) - 04.12.2011 09:56 Uhr

Missbrauch von "Geschichte" als Keule im Tageskampf

Lassen wir mal die Toten der Geschichte in Ruhe. Es ist zu schäbig, sie als Argumente gegen den politischen Gegner aus den Gräbern zu zerren - egal ob gegen linksextreme oder rechtsextreme Gegner.
Politik sollte ein Diskussionfeld über unsere Gegenwart und Zukunft sein. Was wollen wir?

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Bernd Potthoff

Die Liste der traurigen Rekorde

Ja es gibt viele traurige Rekorde. Es gab seit der Wende 1989 in den letzten 22 Jahren etwa 150 rechtsextreme Gewalttaten mit Todesfolge und/oder Morde. Im Schnitt 7 Todesfälle pro Jahr. Ebenso gab es ab 2009 auch einen anderen traurigen Rekord. Seitdem überflügelt die linksextreme Gewalt diejenige von Rechtsextremen, z.B. 2009 erstmals mit 1115 zu 891 Gewaltdelikten, darunter 7 versuchte Tötungsdelikte durch Linke (Quelle: Wikipedia).

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.12.2011 12:14 Uhr
paul Ericsson
paul Ericsson (phase1) - 04.12.2011 12:14 Uhr

Und das fällt Ihnen zu diesem Artikel ein?

Bleiben Sie doch beim Thema und rechnen Sie nicht Straftaten gegeneinander auf. Dieser ewige Vergleich macht weder das Eine besser, noch das Andere weniger schlimm. Es geht um die Aufarbeitung dieser rechten Mörder, nicht um Statistik.

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Lutz von Peter

Ausgewogener Artikel

Auch wenn ich mich am Begriff des "Terrorismuses" den Sie benutzen, da über Jahre die Aussenwirkung fehlte stimme ich ihrem Artikel doch weitgehend zu. Es muss aufgeklärt werden, in wiefern die Nachrichtendienste und die, die sie kontrollieren sollten.
Schlimm gneug, dass die Linksextremen sich freuen. Das darf aber nicht dazu führen, dass weiterhin die Augen verschlossen werden davor, dass die linksextreme Gewalt unter dem Deckmantel des Antifaschismus mit unschöner Regelmässigkeit zu Ausschreitungen, Sachschäden und Verletzten Polizisten führt.
Jede Form von Gewalttâter sollte konsequent verfolgt werden, sei es Gewalt aus rein kriminellen, sei es aus sogenannten politischen Grunden wie Antifa, rechts- oder linksextrem, zionistisch, fundamentalistisch-islamisch oder andere....

Die angestrebte Datenbank sollte alle diese Verbrecher umfassen.

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Hans Meier

Wie der Herr, so das Gescherr oder das Schweigen beredte des Joachim Gauck

Da gucken die Innenminister bedröppelt aus der Wäsche, wenn sich herausstellt, dass all ihre Sicherheitsapparate genauso borniert sind wie ihre Propaganda. Also sie, die Politiker, müssen sich ja wider besseres Wissen das rechte Auge "mit Gewalt" (nun ja) zuhalten, um ihren bürgerlichen Wählern nicht die Laune zu verderben -- all diesen braven Biedermänner, die sich nun einmal viel lieber vor "linken Chaoten" fürchten als vor Nazis und es einem übel nähmen, wenn man sie aufklären wollte.
.
Aber warum mussten Polizei und Verfassungsschutz diesen einseitig bornierten Blick unbedingt übernehmen? Wo sie doch gar nicht gewählt werden, sondern vom CDU- (oder SPD-)Ministerium eingesetzt?
.
Charakteristisch auch das Schweigen von Joachim Gauck:
Zu den Occupy-Demonstranten hatte der Pfarrer eine Meinung, zu den ostdeutschen Staatsschützern nicht.

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nikolaus hesse

gebetsmuehlen

"was kommt noch alles heraus?"
tja, da darf man wirklich gespannt sein.
nach dem rechtsradikalen brettspiel haelt man inzwischen alles fuer moeglich.--
-- "geschichtsvergessen muessen solche ermittler sein." ??
mir sind geschichtsvergessene ermittler allemal lieber als geschichtsbewusste.
ermittler mit dem richtigen bewusstsein wuenscht sich wohl ernsthaft kein mensch zurueck?

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Jahrgang 1951, redaktionelle Koordination der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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