27.03.2012 · Die 2007 in Heilbronn ermordete Polizistin Michèle Kiesewetter hat anscheinend doch Kontakt zu ihren mutmaßlichen Mördern gehabt. Die rechtsextreme Terrorgruppe "NSU" soll zuvor versucht haben, die junge Beamtin einzuschüchtern.
Von Rüdiger Soldt, StuttgartRichtlinien für Lesermeinungen
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Wenn jemand heimlich Mordet, kann er schlecht Terror verbreiten !
Das waren schlicht und einfach Mörder bzw Massenmörder.
dass die meisten Tötungsdelikte Beziehungstaten sind, denn bei
soviel Blindheit würde es sonst kaum zu der bekannten hohen
Aufklärungsquote kommen.
Die Blindheit in diesem Fall beginnt aber nicht in Heilbronn, sondern
schon mit dem ersten Mord an einem zugewanderten Kleinunternehmer in
einer Serie mit zeitweisen Dabeisein des Verfassungschutzes.
Aber dass uns der Mord an der thüringer Polizisten durch
thüringer NeoNazis mit räumlicher Nähe mit dem Motiv der
Waffenbeschaffung in Heilbronn als "reiner Zufall" verkauft
werden sollte, das ist für mich von schwer erträglicher
Dummheit. Bestenfalls.
Der massive Personaleinsatz bei diesem Fall steht in einem krassen Missverhaeltnis zu den bisher gewonnenen Erkenntnissen. Man fragt sich manchmal, ob aufgeklaert oder vernebelt werden soll und das muss in einem Rechtsstaat beunruhigen.
Wenn man die herrschende Hysterie beiseite läßt, bleiben
viele Fragen betreffend des NSU-Komplexes offen, so auch das
Verhältnis von Frau Kiesewetter zu ihren späteren
Mördern, die Rolle des VS-Manns, der zufällig bei einem Mord
anwesend war, weil er angeblich gewisse Abnormitäten nur in einem
Internetcafé ausleben konnte, das suizidale Ende der beiden
Glatzköpfe in einem brennenden Wohnmobil usw.
Aber anstatt sich zu wundern und Merkwürdigkeiten zu hinterfragen,
wird in pawlowscher Manier das übliche Kampf-gegen-Rechts-Programm
abgeritten, und selbstverständlich wurde jedermann an die Gruppe
erinnert, als in Toulouse ein Islamist meuchelte. Fast meint man ein
Bedauern zu vernehmen, dass einmal mehr ein Rechtgläubiger im Namen
seiner Religion mordete.
Um nicht mißverstanden zu werden: Neonazis sind gesellschaftlicher
Abschaum. Diese Tatsache ersetzt aber keine professionelle,
ergebnisoffene und transparente Aufklärung der Vorfälle und
berechtigt nicht zu einem voreiligen Urteil.
ergebnisoffene und transparente Aufklärung?
In der BRD ? Guter Witz!
Ein Lob den ernsthaften Ermittlern
Die bisherige offizielle Lesart dieser Geschichte lautet: Zwei
Verbrecher fahren ein paar Hundert Kilometer nach
Baden-Württemberg, um sich durch Mord an zwei (ihnen unbekannten)
Polizisten Pistolen zu besorgen.
Diese Lesart hatte für mich von Anfang an etwas Gehirnamputiertes,
denn mit dem Geld und den connections der NSU-Verbrecher hätte man
sich Waffen auch ohne solchen Aufwand und ohne solche
Selbstgefährdung besorgen können.
Bleibt zu hoffen, dass ernsthafte Ermittler und um Aufklärung
bemühte Berichterstatter sich von der Erkundung der Wahrheit nicht
abschrecken lassen.
Spontan?
Doppel-Uwe fährt mal eben so spontan und ganz zufällig mehrere hundert Kilometer weit und ermordet die plötzlich und unerwartet auftauchende Polizistin, um sich dann wieder auf den Heimweg zu machen? Tut mir leid, aber jeder Krimi mit so einem Plott fiele nicht nur bei den Kritikern, sondern auch beim Publikum durch.
Bei Beziehungstat nicht notwendigerweise ...
"Denn ein gezielter Mord an dieser Polizistin setzt bei den Tätern die Kenntnis ihres Dienstplanes voraus." Das ist keine zwingende Voraussetzung, denn wenn der Täter das Opfer näher kannte könnte er die sich bietende Gelegenheit auch spontan genutzt haben.
Selbst dann
bleibt die Frage, warum eine junge Polizistin, die von Doppel-Uwe bedroht und eingeschüchtert wurde, den beiden ihren Dienstplan offenbart haben soll. Denn ein gezielter Mord an dieser Polizistin setzt bei den Tätern die Kenntnis ihres Dienstplanes voraus.
Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man lachen.
Vor Jahren waren der Polizistenmord und die sog.
„Dönermorde“ schon mal genetisch verknüpft. Dann
stellte sich heraus, das Labor hat geschlampt. Die Verbindung wurde
getrennt.
Nun sind die Morde wieder zusammen. Ein Wunder!
Vor kurzem wurde uns noch gesagt, Uwe&Uwe hätten die Polizistin
ermordet, um die Pistole zu besorgen. Ein gezielter Mordanschlag sei
ausgeschlossen, weil die Dienstpläne erst kurz zuvor geändert
worden sind (ein Fremder kann unmögliche den Aufenthaltsort der
Opfer vorhergesehen haben). Und nun war es wieder ein gezielter Anschlag.
Bleibt die Frage, woher Uwe&Uwe den Aufenthaltsort der Polizistin
erfahren haben.
Oder auch nicht. Uns wurde zu diesem Thema schon so viel Unfug
aufgetischt, dass wir die Existenz der sog. Terrorzelle mit 100%iger
Sicherheit ausschließen können!
Der Tod der Polizistin und die (bewusst?) verschlampte und verschleppte
Aufklaeung lassen
mir erhebliche Zweifel an der Polizei aufkommen. Wenn es den Tatsachen
entspricht, dass das private e-mail Konto von Frau Kiesewetter erst so
spaet eingesehen wurde, stimmt doch bei
der Polizei etwas nicht. Hier stinkt es geradezu nach Vertuschung, und
ich frage mich, wie
sehr unsere Polizei mit Anhaengern rechtsextremistischen Gedankenguts
durchsetzt ist.
Diesen Mord und die Hintergruende will man gar nicht aufklaeren
Vorverurteilung nicht angebracht
Vorschnelle Urteile über mögliche Verbindungen zwischen Polizisten und Extremisten sind nicht angebracht und im Angesicht des Todes der jungen Frau auch nicht angemessen. Das aber der ganze Sachverhalt von vorne bis hinten merkwürdig ist, steht außer Frage. Das betrifft aber nahezu alle Fälle in denen es um angebliche rechtsextremistische Verbrechen geht. Am Ende bleibt nur Nebel übrige und hohle Phrasen auf Beerdigungen.