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NSU-Terror Kannte die Polizistin ihre Mörder?

 ·  Die 2007 in Heilbronn ermordete Polizistin Michèle Kiesewetter hat anscheinend doch Kontakt zu ihren mutmaßlichen Mördern gehabt. Die rechtsextreme Terrorgruppe "NSU" soll zuvor versucht haben, die junge Beamtin einzuschüchtern.

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Christian Rumpf

NSU waren keine Terror Gruppe

Wenn jemand heimlich Mordet, kann er schlecht Terror verbreiten !
Das waren schlicht und einfach Mörder bzw Massenmörder.

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Herbert Eigler
Herbert Eigler (HEig) - 28.03.2012 13:38 Uhr

Was ein Glück

dass die meisten Tötungsdelikte Beziehungstaten sind, denn bei soviel Blindheit würde es sonst kaum zu der bekannten hohen Aufklärungsquote kommen.

Die Blindheit in diesem Fall beginnt aber nicht in Heilbronn, sondern schon mit dem ersten Mord an einem zugewanderten Kleinunternehmer in einer Serie mit zeitweisen Dabeisein des Verfassungschutzes.

Aber dass uns der Mord an der thüringer Polizisten durch thüringer NeoNazis mit räumlicher Nähe mit dem Motiv der Waffenbeschaffung in Heilbronn als "reiner Zufall" verkauft werden sollte, das ist für mich von schwer erträglicher Dummheit. Bestenfalls.

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Carlos Anton

Dubioser Fall

Der massive Personaleinsatz bei diesem Fall steht in einem krassen Missverhaeltnis zu den bisher gewonnenen Erkenntnissen. Man fragt sich manchmal, ob aufgeklaert oder vernebelt werden soll und das muss in einem Rechtsstaat beunruhigen.

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Thomas Schneider

Undurchsichtig

Wenn man die herrschende Hysterie beiseite läßt, bleiben viele Fragen betreffend des NSU-Komplexes offen, so auch das Verhältnis von Frau Kiesewetter zu ihren späteren Mördern, die Rolle des VS-Manns, der zufällig bei einem Mord anwesend war, weil er angeblich gewisse Abnormitäten nur in einem Internetcafé ausleben konnte, das suizidale Ende der beiden Glatzköpfe in einem brennenden Wohnmobil usw.

Aber anstatt sich zu wundern und Merkwürdigkeiten zu hinterfragen, wird in pawlowscher Manier das übliche Kampf-gegen-Rechts-Programm abgeritten, und selbstverständlich wurde jedermann an die Gruppe erinnert, als in Toulouse ein Islamist meuchelte. Fast meint man ein Bedauern zu vernehmen, dass einmal mehr ein Rechtgläubiger im Namen seiner Religion mordete.

Um nicht mißverstanden zu werden: Neonazis sind gesellschaftlicher Abschaum. Diese Tatsache ersetzt aber keine professionelle, ergebnisoffene und transparente Aufklärung der Vorfälle und berechtigt nicht zu einem voreiligen Urteil.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.03.2012 11:55 Uhr
Daniel Grün

ergebnisoffene und transparente Aufklärung?

In der BRD ? Guter Witz!

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Karl-Heinz Klär

Ein Lob den ernsthaften Ermittlern

Die bisherige offizielle Lesart dieser Geschichte lautet: Zwei Verbrecher fahren ein paar Hundert Kilometer nach Baden-Württemberg, um sich durch Mord an zwei (ihnen unbekannten) Polizisten Pistolen zu besorgen.

Diese Lesart hatte für mich von Anfang an etwas Gehirnamputiertes, denn mit dem Geld und den connections der NSU-Verbrecher hätte man sich Waffen auch ohne solchen Aufwand und ohne solche Selbstgefährdung besorgen können.

Bleibt zu hoffen, dass ernsthafte Ermittler und um Aufklärung bemühte Berichterstatter sich von der Erkundung der Wahrheit nicht abschrecken lassen.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.03.2012 13:47 Uhr
Waldemar Pabst

Spontan?

Doppel-Uwe fährt mal eben so spontan und ganz zufällig mehrere hundert Kilometer weit und ermordet die plötzlich und unerwartet auftauchende Polizistin, um sich dann wieder auf den Heimweg zu machen? Tut mir leid, aber jeder Krimi mit so einem Plott fiele nicht nur bei den Kritikern, sondern auch beim Publikum durch.

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Hagen Wollert

Bei Beziehungstat nicht notwendigerweise ...

"Denn ein gezielter Mord an dieser Polizistin setzt bei den Tätern die Kenntnis ihres Dienstplanes voraus." Das ist keine zwingende Voraussetzung, denn wenn der Täter das Opfer näher kannte könnte er die sich bietende Gelegenheit auch spontan genutzt haben.

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Waldemar Pabst

Selbst dann

bleibt die Frage, warum eine junge Polizistin, die von Doppel-Uwe bedroht und eingeschüchtert wurde, den beiden ihren Dienstplan offenbart haben soll. Denn ein gezielter Mord an dieser Polizistin setzt bei den Tätern die Kenntnis ihres Dienstplanes voraus.

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Karsten Schramm

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man lachen.

Vor Jahren waren der Polizistenmord und die sog. „Dönermorde“ schon mal genetisch verknüpft. Dann stellte sich heraus, das Labor hat geschlampt. Die Verbindung wurde getrennt.
Nun sind die Morde wieder zusammen. Ein Wunder!

Vor kurzem wurde uns noch gesagt, Uwe&Uwe hätten die Polizistin ermordet, um die Pistole zu besorgen. Ein gezielter Mordanschlag sei ausgeschlossen, weil die Dienstpläne erst kurz zuvor geändert worden sind (ein Fremder kann unmögliche den Aufenthaltsort der Opfer vorhergesehen haben). Und nun war es wieder ein gezielter Anschlag.

Bleibt die Frage, woher Uwe&Uwe den Aufenthaltsort der Polizistin erfahren haben.
Oder auch nicht. Uns wurde zu diesem Thema schon so viel Unfug aufgetischt, dass wir die Existenz der sog. Terrorzelle mit 100%iger Sicherheit ausschließen können!

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brigitte schulze

Polizistin und ihre Moerder

Der Tod der Polizistin und die (bewusst?) verschlampte und verschleppte Aufklaeung lassen
mir erhebliche Zweifel an der Polizei aufkommen. Wenn es den Tatsachen entspricht, dass das private e-mail Konto von Frau Kiesewetter erst so spaet eingesehen wurde, stimmt doch bei
der Polizei etwas nicht. Hier stinkt es geradezu nach Vertuschung, und ich frage mich, wie
sehr unsere Polizei mit Anhaengern rechtsextremistischen Gedankenguts durchsetzt ist.
Diesen Mord und die Hintergruende will man gar nicht aufklaeren

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.03.2012 02:54 Uhr
thomas ackermann

Vorverurteilung nicht angebracht

Vorschnelle Urteile über mögliche Verbindungen zwischen Polizisten und Extremisten sind nicht angebracht und im Angesicht des Todes der jungen Frau auch nicht angemessen. Das aber der ganze Sachverhalt von vorne bis hinten merkwürdig ist, steht außer Frage. Das betrifft aber nahezu alle Fälle in denen es um angebliche rechtsextremistische Verbrechen geht. Am Ende bleibt nur Nebel übrige und hohle Phrasen auf Beerdigungen.

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Jahrgang 1966, politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

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