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NPD-Hochburg Löcknitz Brücke ohne Enden

 ·  Löcknitz liegt an der deutsch-polnischen Grenze. Löcknitz ist jung. Löcknitz hat Zuwanderung. Löcknitz hat Perspektiven. Doch die NPD ist hier so stark wie kaum woanders.

Artikel Bilder (6) Lesermeinungen (14)

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Kai Schraube

Vielleicht ist die Erklärung für "Löcknitz" auch einfacher...

... wenn man gelegentlich durch Mecklenburg über Land fährt, erhält man einen prägenden Eindruck von der dort weitverbreiteten Mentalität: engstirnig, abweisend, frustiert seit 3 Generationen. Und da kommen Rattenfänger wir NPD (14% Simmenanteil in Löcknitz) oder PDS (40%) gerade recht. Sie geben den Ewiggestrigen die Rechtfertigung, daß früher (vor '89 oder eben vor '45) eben alles besser war und der "Fremde" das Böse an sich ist.
.
Und das ist alles Mehrheitsfähig: gerade wurde mit ein paar Millionen von EU und Landesregierung in Alt-Schwerin (da wo Honnecker einst sein Jagdrevier hatte) das Agrarhistorische Museum neu eröffnet. Die alte DDR-Ausstellung "Landwirtschaft in der DDR" blieb unverändert: so können auch heute noch Zwangskollektivierung und Enteignungen verherrlicht werden...

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Ulrich Mayer
Ulrich Mayer (Bayer01) - 19.11.2011 23:42 Uhr

Manipulation durch Sprache

Sie schreiben gleich in der Zusammenfassung nach der Überschrift:
"Löcknitz ist jung. Löcknitz hat Zuwanderung. Löcknitz hat Perspektiven."
Es soll durch diesen Dreiklang des Guten ein Kontrast zu nachfolgenden Bösen geschaffen werden. Doch: Woher wissen Sie, dass "Zuwanderung" so erfreulich ist wie Jugend oder Zukunftsaussichten? Wurden Sie schon einmal in der U-Bahn durch mehrere Zuwanderer "bereichert"? Ich schon. Und ich kann Ihnen sagen, dass diese Erfahrung meine naiven Vorurteile, die großteils durch die Medien und Politiker verbreitet werden, aufgebrochen hat. Aufgrund von Erfahrung urteile ich nun anders, nicht verallgemeinert, jedoch anders. Realistischer.

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Daniel Grün

Unterschied

Der Unterschied ist das die Polen sich als "Opfer"volk und Siegernation sehen. Wir dagegen sind ein Tätervolk und haben habenewuge Schuld auf uns geladen. Nicht umsonst wurde der §130 installiert damit da auch keiner dran rüttelt. Wir haben eine polnische Frau im bekanntenkreis. Für die ist ganz klar das der deutsche an den Kriegen alleine Schuld ist und Polen wie ein kleines unschuldiges Lamm überfallen wurde.
Wie wollen Sie da einen gesunden Nationalstolz erwarten?

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Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.11.2011 23:29 Uhr
Daniel Grün

Jaja,

"Polen will den Krieg mit Deutschland, und Deutschland wird ihn nicht vermeiden können, selbst wenn es das wollte."

Rydz-Smigly, Generalinspekteur der polnischen Armee in einem öffentlichen Vortrag vor polnischen Offizieren, Sommer 1939

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Daniel Grün

Wo haben

Sie Ihre Geschichtskenntnisse her? Von "Modern Talking meets History" Prof..G Knopp? Polen hat schon im März 39 Mobil gemacht.
Polen hat diesen Krieg gewollt um den alten Traum der Weltmacht ein wenig näher zu kommen.
"Wir sind uns bewusst, daß der Krieg zwischen Polen und Deutschland nicht vermieden werden kann. Wir müssen uns systematisch und energisch für diesen Krieg vorbereiten. Die heutige Generation wird sehen, daß ein neuer Sieg bei Grunwald in die Seiten der Geschichte eingeschrieben wird. Aber wir werden dieses Grunwald in den Vorstädten von Berlin schlagen. Unser Ideal ist, Polen mit Grenzen an der Oder im Westen und der Neiße in der Lausitz abzurunden und Preußen vom Pregel bis zur Spree einzuverleiben. In diesem Krieg werden keine Gefangenen genommen, es wird kein Platz für humanitäre Gefühle sein."

Das zensierte und der polnischen Militärdiktatur nahestehende Blatt Mosarstwowiecz 1930, also noch drei Jahre vor Hitlers Machtergreifung:

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Andreas Friedrich

Geschichtskenntnisse sind nötig,

Würden Sie bitte "den Kriegen" eindeutig benennen? Am 2. Weltkrieg sind/waren unsere Vorfahren eben wirklich alleine schuld. Dass Polen mobilmachte, ist normal, weil jeder, der sehen wollte, wusste, dass Hitler Polen überfallen würde.
um Ignoranz zu verhindern. Das Wissen, dass unsere Vorfahren den 2. Weltkrieg anfingen, widerspricht gesundem Nationalstolz nicht, wobei man erstmal definieren muss, was das ist. Ich weiß keine Definition dafür, nur dass Überlegenheitsgefühl gegenüber anderen nicht dazu gehört, weil das zu leicht zum Missbrauch führt.

Bis zur Vertreibung der Deutschen waren die Polen das unschuldige "Lamm". Danach waren sie eben auch Täter.

Was die ewige Schuld angeht. Ich fühle mich dabei an das Bibelwort, dass sich die Schuld der Eltern bis in fünfte Generation danach fortsetzt, erinnert. Wahrscheinlich wusste der Autor, worüber er schreibt.

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Andreas Eichel
Andreas Eichel (killboy) - 19.11.2011 21:54 Uhr

Was hat der Artikel denn mit Nationalstolz zu tun??

An keiner Stelle mußte ich beim Lesen an den 2. Weltkrieg, deutschen oder polnischen Nationalstolz oder sonstwas denken.

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Closed via SSO
Jon Gretzky (jgr271) - 19.11.2011 18:19 Uhr

Wobei noch anzumerken wäre...

...daß es so etwas wie Nationalstolz im vereinten Europa eigentlich gar nicht mehr geben dürfte. . Wie weit wir davon noch entfernt sind zeigen unter anderem die neuesten Angstbeißereien aus Dublin und London. Und anderswo jenseits der deutschen Grenzen sieht es diesbezüglich kein bißchen besser aus. . In einem solchen Umfeld kann ein wahrer Europäer nicht überleben.

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Closed via SSO
Erich Ziehon (Leao) - 19.11.2011 13:50 Uhr

Alternative Erklärung zur NPD

Im Bundestag gibt es im Moment drei sozialdemokratische Parteien (SPD, CDU, CSU), eine champagnersozialistische (GRÜNE), eine richtungslose (FDP) und eine, die Fidel Castro zu seinen Heldentaten gratuliert (LINKE). Welcher Partei soll sich jemand zuwenden, der Ordnung befürwortet und weitere Zuwanderung ablehnt? Die meistern werden Nichtwähler, aber einige suchen sich eine Partei weiter rechts. Je mehr die Politiker in Berlin als handlungsunfähig und populistisch gesehen werden, desto mehr wächst der Wunsch nach jemandem, der handelt und eine klare Linie fährt, auch wenn diese in die Irre führt.

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Torsten Schmidt

Grenzen

"Und am Niederrhein gebe es doch die deutsch-holländische Grenze. Das sei doch nicht anders als die deutsch-polnische" Genau dies ist eben nicht der Fall und wird nie der Fall sein. Wenn Städte wie Düsseldorf nach dem Krieg Holland zugeschlagen worden wären, die Einwohner ermordet oder vertrieben und neue holländische Siedlerr dort leben würden - nichts anderes ist an der Ostgrenze passiert - würde die Situation an der neuen deutschen Westgrenze auch nicht anders sein als in Löcknitz. Es ist eine wichtige Aufgabe, das Verständnis hierfür auch bei den Polen zu schärfen, die in ihren Schulen immer noch lernen, hier seien "urpolnische" Gebiete rechtmäßig zu Polen "zurück gekehrt". Solange die Oder-Neiße-Grenze besteht, bleibt sie eine offene Wunde im Verhältnis beider Völker, besonders auf bundesdeutscher Seite der Grenze. Ein Abfahren dieser Demarkationslinie öffnet die Augen hinsichtlich der ganzen Absurdität und Monstrosität diese Stalinschen Hinterlassenschaft.

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Hiep Van Tran

Polen/Deutsche

Ich habe sehr viel mit Polen zu tun gehabt. Ich selber kann wirklich viel Gutes zu den Menschen aus Deutschlands Nachbarland sagen. Auch hier in meiner neuen heimat freue ich mich, wenn ich welche treffe.
Die Deutschen können sich dicke Scheiben von der Einstellung der Polen für ihr Land abschneiden.
Sehe ich viele BRD-Deutsche (mit ihrem hysterischen Verhalten gegen alles, was "Vaterland" ist), bekenne ich, dass mir die Polen mittlerweile lieber sind. Auch wenn das Viele hier nicht gerne lesen moegen.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.11.2011 20:34 Uhr
Hiep Van Tran

User @Gretky/@Wruck

Letztlich beurteile ich es so, dass eben dieser pathologische Selbsthass auch von "Otto Normalverbraucher" (Sie glauben gar nicht, was ich alles erlebt habe mit "ganz normalen Deutschen", zum Beispiel 2007, als meine ebenfalls nichtdeutsche Frau angemacht wurde, von "echten" Deutschen, weil sie eine Deutschlandfahne vorm haus hisste, so wie es meine Kinder jetzt mit der kanadischen tun, was in CA normaler als normal ist), weil sie dachte, sie tut damit etwas gutes. Sie wurde in die Naehe von Nazis gebracht, wirklich!!, und das waren ca 40 Jahre alte bieder aussehende Deutsche.
Wir sind jetzt zu 75% in CA, zu 25% in der BRD.
Mit grösserem Abstand zwischen den Reisen fällt mir jedes mal auf, dass es in der BRD immer verrückter wird mit dem Selbsthass.
Polen ist anders. Daher wird Polen NIEMALS so von unfreundlichen Kulturen in Beschlag genommen werden wie BRD.
Die Deutschen selber sind die Ursache dafür, Politker/Wirtschaft nur Ausdruck.
Ich begreife dieses Volk nicht mehr.

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Gerhard Wruck
Gerhard Wruck (arbiter) - 19.11.2011 18:47 Uhr

Anerkennung, Hiep Van Tran

Meine Anerkennung für Ihr tapferes Eintreten für Ihr neues und unser altes Vaterland, mit dem Sie viele Deutsche beschämen. Ich hoffe auf weitere sympathische Beiträge von Ihnen, die vielleicht einige Deutsche, die Ihr eigenes Denkvermögen noch nicht gänzlich dem quasi amtlichen deutschen Staatsmasochismus (Jon Gretzky) zum Opfer dargebracht haben, dazu bewegen, ihre eigene Vaterlandsvergessenheit bzw. völlige Gleichgültigkeit gegenüber dem Schicksal ihres eigenen Landes zumindest zu überdenken. Ihnen, lieber Herr Van Tran, nimmt man bei Ihrer Bemühung um das Land, das uns so viel zu bieten hat - nämlich Deutschland, die absolute Redlichkeit vielleicht eher ab als anderen Deutschen.

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Jon Gretzky (jgr271) - 19.11.2011 18:16 Uhr

Herr van Tran,

sie haben völlig Recht: die Deutschen könnten sich eine Scheibe von der Einstellung der Polen gegenüber ihrem Land abschneiden... und sie sollten es auch.
.
Das Problem dabei ist simpel: sie dürfen es nicht.
.
Dieser Artikel ist das beste Beispiel für das was geschieht, wenn sie es tun. Und ihre Beobachtung (Deutsche mit einem pathologischen Verhältnis zu ihrem Paß) ist das sichtbare Ergebnis von mittlerweile 3 Generationen langem Gesinnungsterror, Staatsmasochismus und Gehirnwäsche.
.
Man hat die Axt in der Tat sehr gründlich an die deutschen Wurzeln gelegt.

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Jahrgang 1958, politischer Korrespondent für Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern mit Sitz in Schwerin.

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