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Krawalle in Rostock-Lichtenhagen Was von den Feuernächten blieb

 ·  Vor zwanzig Jahren griff ein wütender Mob in Rostock-Lichtenhagen eine Aufnahmestelle für Asylbewerber und ein Wohnheim von Vietnamesen an. Nächtelang dauerten die Ausschreitungen. Die Stadt will nun an die Geschehnisse erinnern. Viele Anwohner wollen nur eines: ihre Ruhe.

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© dapd Lichtenhagen, August 1992: Ein Randalierer vor der brennenden Asylbewerberaufnahmestelle

Voller Angst warteten sie im Haus mit dem Sonnenblumen-Mosaik. Etwa 120 Vietnamesen, Helfer, ein Fernsehteam und Wolfgang Richter, der Ausländerbeauftragte der Stadt Rostock. Der Weg auf das Dach war ihnen versperrt, manche versuchten die Türen aufzustemmen. Auch nach unten ging es nicht, von dort drangen der Lärm der Randalierer und der Rauch der Flammen nach oben. Die Augen brannten, das Atmen fiel schwer. Um den Angreifern den Weg in die oberen Etagen zu versperren, hatten die Belagerten den Fahrstuhl blockiert und die Treppenaufgänge mit Möbeln vollgestellt. In den engen Fluren des Plattenbaus und in den Wohnungen der Vietnamesen warteten sie auf Hilfe. Aber die Polizei konnte nicht helfen und auch nicht die Feuerwehr. Sie saßen in der Falle.

In diesem Moment blickte Wolfgang Richter aus dem Fenster. Auf der Wiese vor dem Sonnenblumenhaus sah er die Jungen, die das Haus mit Steinen und mit Brandsätzen bewarfen. Und die vielen Hundert Menschen, die dahinter standen, klatschten, gröhlten, „Deutschland den Deutschen“ und „Ausländer raus“. „Fußballstadion-Atmosphäre“, sagt Richter heute. Ein rasender Mob auf der Wiese vor dem Sonnenblumenhaus: Lichtenhagen im August vor zwanzig Jahren.

Akademiker wohnen neben Arbeitern

Das Sonnenblumenhaus war einst ein Zeichen für das rasche Wachstum der Hansestadt. Immer mehr Menschen kamen nach Rostock, der Überseehafen und die Werften verlangten nach Arbeitskräften. Wohnungen waren knapp. Daher entstanden in den siebziger Jahren entlang der Straße, die aus dem Zentrum der Stadt zum Strand von Warnemünde führt, neue Viertel. Ein Plattenbau nach dem anderen wuchs aus dem Boden und schließlich auch das Sonnenblumenhaus in Lichtenhagen, ein Riese unter den Plattenbauten, der ganze elf Etagen hochragt. Die Familie von Günther Struppe war etwas eingeschüchtert, als sie das erste Mal vor ihrem neuen Wohnhaus stand, so mächtig wirkte es. Die Wohnung ließ kaum Wünsche offen. Fließend warmes Wasser, Heizung, vier Räume, Balkon, gut 80 Quadratmeter. Erstbezug. Struppe, ein Rentner mit kurzem weißem Haar und freundlichem Lächeln, lebt mit seiner Frau noch immer dort. Er kann von dem Aufstieg seines Viertels berichten. Es gab Schulen, Kindergärten, Kaufhallen, Cafés, Kneipen und eine Fußgängerzone. Nur die Wege waren anfangs noch nicht bereitet, Platten wurden in den Matsch gelegt, damit die Lichtenhägener trockene Füße behielten. Ende der achtziger Jahre lebten dann mehr als 20.000 Menschen in dem Viertel. Akademiker wohnten neben Arbeitern. Die S-Bahn brachte sie zu ihren Arbeitsplätzen und abends wieder zurück. Es war ein sozialistisches Vorzeigeviertel.

Das Sonnenblumenhaus hat mehrere Aufgänge. Günther Struppe lebt in der Nummer 16, fünfte Etage. Er leitete lange die Hausgemeinschaft. Gemeinsam sorgte man dafür, dass eine „gewisse Sicherheit und Ordnung“ herrschte. In ein Hausbuch sollten Besucher eingetragen werden. Die Gemeinschaft mähte den Rasen vor dem Haus, säuberte die Wege und sammelte Altstoffe, um ein wenig Geld zu verdienen. Ganz unten im Haus gab es ein freie Wohnung, in der sie dann feierte. „Bis zur Wende war alles sehr harmonisch“, sagt Struppe. Dann kam die Wiedervereinigung. „Da war es mit einem Schlag zu Ende.“ Den Staat gab es nicht mehr, für viele Bewohner auch keinen Arbeitsplatz. Die Hausgemeinschaft löste sich auf. Wer es sich leisten konnte, zog weg. Die Einwohnerzahl sank, die Arbeitslosigkeit stieg. „Jeder guckte nur noch auf sich selbst“, sagt Struppe. Aus dem Vorzeigeviertel wurde ein Problemviertel.

Die Katastrophe vom August 1992 brach nicht unerwartet über Rostock-Lichtenhagen hinein. Sie kündigte sich über Monate hinweg an. Aufgang 19 zum Sonnenblumenhaus lag am Rand des Baus. Dort lebten die Vietnamesen. An der Seitenwand prangten die Sonnenblumen. Ende 1990 wurde in Nummer 18 die zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber in Mecklenburg-Vorpommern eingerichtet. Nach der Wiedervereinigung sollten sich auch die neuen Länder um Asylsuchende kümmern. Bis zu 300 Betten gab es für Flüchtlinge. Immer mehr Menschen beantragten in den folgenden Monaten Asyl. Es waren bald zu wenige Betten.

„Widerstand gegen die Ausländerflut“

Die Stimmung im Viertel war gereizt. Wolfgang Richter war als Ausländerbeauftragter immer wieder in Lichtenhagen. Er beobachtete schon 1991 eine „außerordentlich schwierige“ Situation. Anwohner schrieben Beschwerden an die Stadt. Sie berichteten von „Randalierern, Prügeleien zwischen Deutschen und Asylanten, Schmutz, Dreck und nächtlichem Zerschlagen von Flaschen“. Im Sommer 1992 war dann die Aufnahmestelle chronisch überfüllt. Immer mehr Asylsuchende mussten vor dem Haus warten. Manchmal tagelang, ohne Verpflegung und Geld, auf der Wiese, in Balkonnischen und Tunneln. Für ihre Notdurft blieben ihnen oft nur die Wiese und Büsche. Die Stimmung im Viertel wurde immer angespannter. Flugblätter tauchten in der Stadt auf: „Widerstand gegen die Ausländerflut“ stand auf ihnen. Eine Lokalzeitung berichtete über eine anonyme Ankündigung, „Ordnung“ zu schaffen. Das war wenige Tage vor den Ausschreitungen. Dann, am 22. August 1992, einem Samstag, sammelten sich auf der Wiese immer mehr Menschen. Erst in kleinen Gruppen, dann fanden sie sich zu größeren zusammen. Männer brachen Stücke aus den Betonplatten. Die ersten Steine flogen auf das Haus. Dann Raketen und Brandsätze. Es war die erste Nacht der Gewalt. Weitere sollten folgen.

Die Polizei bekam den Mob nicht unter Kontrolle, kaum konnte sie sich selbst der Angriffe erwehren. Schaulustige und Randalierer reisten aus anderen Städten an, Rechtsextreme versuchten die Bühne zu nutzen. Nach zwei Nächten der Gewalt wurde die Aufnahmestelle in der Nummer 18 geräumt, die Asylsuchenden aus der Stadt gebracht. Das brachte keine Ruhe. In der folgenden Nacht attackierten die Randalierer das Wohnheim der Vietnamesen, in dem auch Wolfgang Richter festsaß. Sie stürmten das Haus, stiegen ein und legten Feuer, warfen Brandsätze. Die Polizei war nicht da. Den Eingeschlossenen gelang die Flucht schließlich über das Dach des Sonnenblumenhauses - es war ihnen gelungen, die Türen aufzubrechen. Sie flohen gebückt in einen anderen Aufgang. Es war eine Rettung in letzter Minute, der Rauch war immer dichter geworden. Die Vietnamesen wurden in Bussen in eine Schulhalle gebracht.

„Ich verstehe bis heute nicht, was da passiert ist“, sagt Thomas Laum über diese Nacht. Er ist Polizeipräsident des Präsidiums Rostock. 1991 war er aus dem Rheinland in die Hansestadt gekommen. Als der Mob zu wüten begann, war Laum im Urlaub. Er brach ihn ab. Die Polizei sei kaum auf solche Einsätze vorbereitet gewesen, sagt er. Eine Polizei im Wandel, eine Polizei, die vor der Wende vielleicht unbeliebt, aber doch respektiert worden sei - und die nach der Wende Probleme gehabt habe, den Respekt in der Bevölkerung aufrechtzuerhalten. „Wir sind der Verantwortung, die wir hatten, nicht gerecht geworden“, sagt Laum. „Aber damit stehen wir nicht alleine da.“

„Man war der Situation in Lichtenhagen nicht gewachsen“, sagt auch Wolfgang Zöllick. Niemand sei gewohnt gewesen, mit „dieser Form der Zuwanderung“ umzugehen. „Da gab es keine Erfahrungswerte.“ Zöllick war damals stellvertretender Oberbürgermeister. Schon Monate vor den Ausschreitungen habe es ein „Gerangel“ um Zuständigkeiten gegeben. Es war auch ein Gerangel zwischen Rostock und der Landeshauptstadt Schwerin. Nach den Ausschreitungen kritisierte ein Untersuchungsschuss des Landtags das Innenministerium, die Stadt und die Polizei, nicht „mit der gebotenen Konsequenz gegen die Zustände im Umfeld“ des Aufnahmelagers vorgegangen zu sein. Der Innenminister trat zurück und später auch der Rostocker Oberbürgermeister.

Ein Wunder, dass niemand ums Leben kam

Es gibt Fernsehbilder, die Wolfgang Zöllick in einer der Nächte im August 1992 zeigen. Er steht vor dem Sonnenblumenhaus in einer aufgebrachten Menschenmenge. Er ruft: „Aber es sind doch Menschen, die hier sind.“ Es folgt Geschrei. „Hör auf mit deinem Scheiß“ brüllt einer. Zöllick sagt: „Wie sie sich auch immer verhalten, aber Menschen bleiben sie trotzdem.“ Wieder Geschrei. Ein Satz ist undeutlich zu hören: „Das sind doch keine Menschen.“ Bei den Ausschreitungen in Lichtenhagen wurden etwa 200 Polizisten verletzt, zahlreiche Wohnungen und Autos brannten aus. Es waren mehrere Hundert Randalierer und bis zu 3000 Schaulustige im Viertel. Ein Wunder dieser Tage war, dass niemand ums Leben kam.

Doch Lichtenhagen war fortan das Symbol für den Fremdenhass in Ostdeutschland. Der Glanz der Wendezeit war verschwunden. Und Rostock war als Nazi-Hochburg verschrien.

Für Mai-Phuong Kollath war die Reise nach Rostock einst eine Auszeichnung, die DDR galt ihr als Paradies. Sie war fast 18 Jahre alt, als sie aus Vietnam kam. 1981 traf sie in Rostock ein. Sie wurde Küchenhilfe im Überseehafen. Sie putzte Gemüse, schnitt Zwiebeln und wusch Teller. Ihr Vertrag lief über vier Jahre. Sie lebte lange im Sonnenblumenhaus.

Als die DDR Arbeitskräfte suchte, holte sie diese aus sozialistischen Bruderstaaten. Vertragsarbeiter sollten in der Industrie aushelfen und nach Ablauf ihres Vertrages wieder abreisen. Integration war nicht vorgesehen. Sie lebten in ihren eigenen Wohnheimen. Meist hatten sie zu Deutschen nur in den Betrieben Kontakt, die Sprache beherrschten sie kaum. Man lebte nebeneinander her. 1989 arbeiteten etwa 60.000 Vietnamesen in der DDR.

Zur falschen Zeit am falschen Ort

Offenen Rassismus habe sie damals kaum erlebt, sagt Mai-Phuong Kollath. Höchstens mal Gemurre über die „Fidschis“, die alles „wegkauften“. Als dann die Mauer fiel, änderte sich die Situation. Viele Vietnamesen verloren ihre Arbeit und wollten doch in Deutschland bleiben. „Plötzlich waren wir für die Deutschen Konkurrenten“, sagt Mai-Phuong Kollath. Nun hörte sie frühere Kollegen sagen: „Hau doch ab.“

Nach den Ausschreitungen von Lichtenhagen hat die vietnamesische Gemeinde in Rostock den Verein „Diên Hông“ gegründet: Die Vietnamesen gingen auf die Deutschen zu. 16 Jahre hat Mai-Phuong Kollath in der Begegnungsstätte des Vereins gearbeitet, hat mit Schülern und Lehrlingen über die Tage im August 1992 geredet. Wenn Gedenkveranstaltungen oder Friedensfeste anstehen, ist sie noch heute oft Gast in Rostock, auch wenn sie längst in Berlin wohnt. Die Stadt müsse langfristig mit ihrer Verantwortung leben, sagte sie. Und: „Ich wünsche mir, dass die Vietnamesen ihre eigene Stimme erheben.“

Zwanzig Jahre nach den Ausschreitungen gibt es nicht bei allen Vietnamesen dieses Bedürfnis. So zum Beispiel bei Do Van Bao. „Lichtenhagen war nicht gegen die Vietnamesen gerichtet“, sagt er in dem kleinen Kiosk gleich hinter dem Rathaus, in dem er arbeitet. Seit 1989 ist er in Rostock, in Lichtenhagen hat er nie gelebt. Sein Deutsch ist so schlecht, dass eine Dolmetscherin übersetzt. „Wir waren nur zur falschen Zeit am falschen Ort.“ Van Bao hat sich im wiedervereinigten Deutschland mit Gelegenheitsjobs durchgeschlagen. Er sagt, es sollte endlich „Ruhe“ einkehren. „Lichtenhagen ist lange vorbei, das Leben geht weiter.“

Der Versuch der Stadt, der Verantwortung gerecht zu werden

In Lichtenhagen leben heute nur noch gut 14.000 Menschen. Die Plattenbauten sind saniert. Die Kaufhallen heißen nun Supermärkte, auf der Wiese vor dem Sonnenblumenhaus steht jetzt ein Heimwerkermarkt. Mitten im Viertel gibt es ein neues Stadtteilbegegnungszentrum. Im Café des Zentrums sitzen Rainer Fabian und Ralf Mucha. Fabian leitet das Begegnungszentrum der Kolping-Initiative, Mucha ist Vorsitzender des Ortsbeirats Lichtenhagen und SPD-Landtagsabgeordneter. Schon vor vielen Monaten hat sich in der Stadt ein Bündnis zusammengefunden, um die Gedenkveranstaltungen zu organisieren. „Lichtenhagen bewegt sich“, heißt es. Mucha und Fabian sind dabei. Die Stadt hat eine Stelle in der Bürgerinitiative „Bunt statt Braun“ finanziert, um die Vorbereitungen zu koordinieren. Das Bündnis ist der Versuch der Stadt, ihrer Verantwortung gerecht zu werden; im Rathaus heißt es, man müsse an die Ausschreitungen erinnern, damit so etwas nie wieder passiere. In Rostock hat sich im Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit viel getan - von engagierten Vereinen, Initiativen bis hin zu einem Ausländerbeirat. Im Vergleich zu anderen Städten im Land sind die Zustimmungsraten für die NPD gering. Trotzdem gehören zwei der 53 Bürgerschaftsabgeordneten zu der Partei.

Fabian und Mucha haben keine leichte Aufgabe: Sie wollen an die Ausschreitungen erinnern, aber auch die Lichtenhägener nicht verstimmen. Wenn sie über ihr Viertel sprechen, betonen sie die gute Entwicklung der vergangenen Jahre. Über die Tage im August 1992 sagen sie aber auch Sätze wie die „Kräfte, die hier Stunk machen wollten“ seien aus allen Ecken der Republik gekommen, „es waren so viele Autos da, die aus Berlin, Hamburg oder sogar noch viel weiter weg gekommen sind“ (Fabian) oder „Hier hat keiner gewusst, wie man Molotow-Cocktails baut“ (Mucha). Sie heben die Verantwortung der Anderen hervor. Wissenschaftler der Universität Rostock veröffentlichten vor kurzem eine Dokumentation über die Tage im August 1992. „Noch immer hat eine reflektierte Auseinandersetzung nicht stattgefunden, die den Blick auch auf die Anwohnerschaft und ihre Beteiligung richten muss“, schrieben sie.

Wo der Mob wütete, steht nun ein Imbiss

Am Wochenende soll auf der Wiese hinter dem Sonnenblumenhaus ein Chor von Kindern aus dem Viertel singen, gemeinsam mit Gerhard Schöne, einen im Osten Deutschlands berühmten Liedermacher. Selbst der Bundespräsident wird kommen. Das Bündnis „Lichtenhagen bewegt sich“ will dann einen Baum pflanzen, eine Eiche. Auch eine Gedenktafel soll angebracht werden. Der erste Artikel der UN-Menschenrechtscharta soll auf der Tafel stehen: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.“ Und der Satz: „In Gedenken an die Ausschreitungen vom August 1992.“ In einer früheren Version hieß es noch „Geschehnisse“ statt „Ausschreitungen“. Auch ein Bündnis linker Gruppen will am Wochenende an die Ausschreitungen erinnern; in seinem Aufruf wird von einem „Pogrom“ in Lichtenhagen gesprochen. „Das Problem heißt Rassismus“ ist das Motto einer geplanten Kundgebung vor dem Rathaus, danach soll es eine Demonstration geben.

Wo einst der Mob wütete, steht nun ein Imbiss auf dem Parkplatz vor dem Heimwerkerfachmarkt. Reden mag hier eigentlich niemand über den August vor zwanzig Jahren. Ein Mann, dem das Bier schon die Zunge schwer werden ließ und das Alter Falten ins Gesicht gegraben hat, tut es dann doch. „Da hat die Politik versagt“, sagt er, „wie das hier war, so ging das nicht weiter.“ Und: „In der DDR wäre so was nicht passiert.“ Seine Kumpels nicken. Und nahe dem Zelt auf der Wiese hinter dem Sonnenblumenhaus, wo am Wochenende der Kinderchor mit Gerhard Schöne singen soll, berichtet einer der Wachmänner, dass ihn immer wieder Anwohner fragten, warum das Zelt auf der Wiese steht. Dann erzähle er ihnen von der Gedenkveranstaltung. Die Reaktion der Anwohner falle oft ähnlich aus, sagt er: Man solle das doch alles endlich ruhen lassen.

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Jahrgang 1982, Redakteur in der Politik.

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