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Sonntag, 19. Februar 2012
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Reaktionen auf Köhlers Kandidatur „Ich freue mich ausgesprochen“

22.05.2008 ·  Die Entscheidung von Bundespräsident Horst Köhler, für eine zweite Amtszeit zu kandidieren, ist von den Parteien unterschiedlich bewertet worden. FAZ.NET dokumentiert die wichtigsten Reaktionen.

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Die Entscheidung von Bundespräsident Horst Köhler, für eine zweite Amtszeit zu kandidieren, ist von den Parteien unterschiedlich aufgenommen worden. FAZ.NET dokumentiert die wichtigsten Reaktionen:

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU): „Ich freue mich ausgesprochen, dass Horst Köhler zu der erneuten Kandidatur bereit ist. Ich gehe davon aus, dass er eine wirklich breite Unterstützung bekommt. Er ist durch seine offene Art sehr beliebt, und er spricht auch immer wieder unbequeme Wahrheiten aus. Horst Köhler hat in den vergangenen Jahren die Herzen der Menschen erobert. Er steht für ein offenes Deutschland.“

Der SPD-Vorsitzende Kurt Beck: „Die SPD nimmt die Entscheidung von Bundespräsident Horst Köhler zu kandidieren mit Respekt zur Kenntnis. Die deutsche Sozialdemokratie wird am kommenden Montag im SPD- Parteivorstand über unsere Position in der Bundesversammlung beraten und entscheiden.“

Der ehemalige SPD-Bundeskanzler Gerhard Schröder (am Mittwoch): „Wer Gesine Schwan begegnet, der spürt ihre Energie, der lässt sich von ihrem Humor anstecken, der so erfrischend direkt und unverstellt ist. Ihr politisches Engagement, ihre Klugheit und ihre Ausstrahlung waren die Gründe, warum ich Gesine Schwan im Jahr 2004 als Kandidatin für die Bundespräsidentenwahl vorgeschlagen hatte.“

FDP-Partei- und Fraktionschef Guido Westerwelle: „Wir appellieren an SPD und Grüne, das Taktieren jetzt zu beenden. Auf Stimmen von Linksaußen oder Rechtsaußen bei der Wahl des Bundespräsidenten zu setzen, wäre ein Schaden für unsere demokratische Kultur.“

Grünen-Vorsitzende Claudia Roth: „Ich glaube, es war höchste Zeit, damit die Spekulationen über die Person des Präsidenten ein Ende haben. Es muss jedem klar sein, dass es jenseits von Schwarz-Gelb eine Mehrheit nur mit den Grünen gibt. In der Demokratie ist es ein Ausdruck von Stärke, wenn es mehrere Kandidaten gibt.“

Linken-Geschäftsführer Dietmar Bartsch: „Wenn es eine wirkliche Wahl gibt, ist das gut. Die Linke entscheidet nach der Bayern-Wahl, weil dann die Zusammensetzung der Bundesversammlung steht.“

CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer: „Horst Köhler ist der richtige für dieses Amt. Die SPD sollte deshalb endlich aufhören, die Wiederwahl Horst Köhlers zu parteitaktischen Spielen zu missbrauchen. Ihr wird es nicht gelingen, durch öffentliche Personaldebatten die parteiinternen Querelen zu lösen und die interne Zerrissenheit zu kitten.“

CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla: „Die SPD muss jetzt erklären, ob sie sich hinter diesen beliebten, von der Bevölkerung unterstützen Bundespräsidenten stellt oder ob sie den Wunsch in der Bevölkerung auf eine zweite Amtszeit des Bundespräsidenten missachtet.“

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU): „Deutschland kann froh und dankbar sein, einen solch kompetenten, ausgleichenden und verbindenden Präsidenten zu haben.“

Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU): „Horst Köhler ist Baden-Württemberger, er fühlt sich als Baden-Württemberger, und die Menschen hier sehen ihn als einen von ihnen. Die Südwest-CDU steht deshalb geschlossen hinter ihm.“

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