07.09.2011 · Rainer Brüderle hat in den vergangenen zwei Jahren einen erstaunlichen Imagewandel vollzogen: Vom nuschelnden „Mister Mittelstand“ zu einem, der verlässlich Ergebnisse liefert, und in eine zerrissene Partei Ruhe bringt.
Von Majid Sattar, BerlinRichtlinien für Lesermeinungen
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...und nicht zB die SED: Arbeitslosigkeit am niedrigsten seit 19 Jahren, Kinderfreibeträge fast so hoch wie für Erwachsene (Familiensplitting) und damit so hoch wie nie, soeben das Wahlrecht zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik verfassungsgemäß (negatives Stimmgewicht abgeschafft), von Liberalen als einziger Partei keine pauschale Verdammnis von Wirtschaft und Leistungsträgern (die staatliche Verschuldung in der Eurozone liegt an sozialistischer/populistischer Politik und nicht am Aktien- oder Rentenhandel), das Überwachungssystem Elena gestoppt und die Internetsperren von Zensursula verhindert. Bürgerrechte, wirtschaftliche Vernunft und Finanzpolitik mit Augenmaß - das brauchen wir jetzt in Deutschland. Warum wählen nicht noch mehr Freunde der Freiheit die FDP?
Und was war noch mal die Lieferung von Herrn Brüderle? Dass er inzwischen einem Redner zuhören kann ohne reinzubrüllen? Oder der Witz mit "Kanzlerkandidat a. D."? Ich kann nicht ganz folgen bei dem Artikel.
Ich fand es ja irgendwie belustigend wenn Fraktionsvorstitzender Brüderle, General Lindner und Parteichef Rösler gleiche Phrasen bemühen (Letzterer ergänzte es gar zu "seriöser und solider Sacharbeit"), allerdings weiß ich nicht genau was sich dahinter verbirgt, bzw. was ich dann davon halten soll. Und bspw. bei der Europolitik braucht man auch keinen langen Vorlauf um die Früchte zu ernten: man stellt sich hin und setzt die Bundesbürger davon in Kenntnis, dass man diesen Irrsinn nicht mehr mitmacht, weil diese Währungsunion so einfach keinen Sinn macht. [Wer dafür eine Erklärung braucht, der tippt einfach "Hankel 2011 Berlin" in eine Suchmaschine.] Statt dessen gibt nun auch der Parteivorsitzende zu Protokoll, dass man Griechenland nicht aus der Währungsunion ausschließen wolle, wo ich mich dann wieder frage, was gelbe Karten nutzen, wenn es keine roten Karten gibt?? Dies verdeutlich mir dann wieder, dass das was die Herren als "solide Sacharbeit" verstehen nicht mit (meinen) liberalen Werten in Einklang gebracht werden kann. Und mit Blick auf Wahl- und Umfrageergebnisse bin ich offebar nicht der Einzige, der so empfindet.
in der die Hälfte der Abgeordneten von Existenzängsten geplagt ist?
na da können wir die Fraktion aber beruhigen. Es wird wohl keine FDP-Fraktion mehr geben, nach der nächsten Bundestagswahl. Diese Partei hat es nicht verdient, auch nur einen Sitz zu behalten.
Wir wollen hoffen, dass bis dahin eine wirklich liberale Partei zur Wahl steht.
Ein Loblied auf Rainer Brüderle, ist es soweit mit der FAZ schon gekommen?!? Auch ich wünsche mir eine starke liberale Partei aber Herr Brüderle ist wohl kaum die Lichtgestalt, der der Ruder herumreißen kann. Vielmehr wirkte er in seiner Rede vor dem Bundestag einmal mehr reichlich angeschickert: Nicht nur verbal, sondern auch inhaltlich, oder warum sonst sieht er seine 3% Partei in zwei Jahren wieder in Regierungsverantwortung?
Und wo wir gerade beim Stil sind, Herr Sattar: Nicht eine Gemengelage, sondern eine Gefechtslage ist gemeinhin unübersichtlich.