01.02.2007 · Etliche frühere RAF-Mitglieder haben ihre Taten bereut oder zumindest dem „bewaffneten Kampf“ abgeschworen. Andere schweigen oder rechtfertigen ihre Vergangenheit. Thomas Holl zeichnet die Biographien von sieben ehemaligen Terroristen nach.
Derzeit sitzen noch vier ehemalige Terroristen der sogenannten zweiten Generation der „Rote Armee Fraktion“ ihre lebenslänglichen Freiheitsstrafen ab. Neben den womöglich bald aus dem Gefängnis entlassenen früheren RAF-Mitgliedern Brigitte Mohnhaupt und Christian Klar befinden sich noch Birgit Hogefeld und Eva Haule in Haft.
Etliche ihrer früheren Gesinnungsgenossen, die zum Teil schon seit mehr als zwanzig Jahren wieder auf freiem Fuß sind, haben schon vor dem Prozess und der darauf folgenden Haft ihre Taten bereut oder sich zumindest vom „bewaffneten Kampf“ distanziert. Andere haben nach ihrer Haftentlassung zu ihrer terroristischen Vergangenheit geschwiegen oder die von ihnen begangenen Taten nachträglich politisch gerechtfertigt. Die meisten früheren Mitglieder der linksextremistischen Terrorgruppen RAF, „Bewegung 2. Juni“ und „Revolutionäre Zellen“ haben aber offenbar ihren Frieden mit dem einst als „Schweinesystem“ verhöhnten demokratischen Rechtsstaat gemacht.
Exemplarisch für die verschiedenen Lebenswege in und aus dem „bewaffneten Kampf“ stehen die Biographien von sieben früheren Terroristen. Thomas Holl hat sie nachgezeichnet. Klicken Sie auf das erste Bild, um die Bilderstrecke anzusehen.
© DPA
Die Hamburgerin SUSANNE ALBRECHT war am 30. Juli 1977 zusammen mit Klar und Mohnhaupt an der Ermordung des Chefs der Dresdner Bank, Jürgen Ponto, beteiligt. Nach einem erfolglosen Anschlag auf den damaligen Nato-Oberbefehlshaber in Europa, Alexander Haig, am 25. Juni 1979 floh sie mit anderen RAF-Mitgliedern 1980 in die DDR. Dort verschaffte ihr die Stasi eine neue Identität.
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Nie habe ich verstanden
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