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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Protest gegen Stromleitungen Schneisen im Wald

 ·  In Thüringen kämpfen Bürger gegen den Bau von neuen Stromleitungen. Sie fürchten den totalen Kahlschlag des Waldes, den sie „ihr Herz“ nennen.

Artikel Bilder (3) Lesermeinungen (32)

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udo fischer
udo fischer (udo44) - 10.07.2012 12:15 Uhr

Schöne neue Zukunft

Ich bin letzte Woche in Eemshaven (Niederlande) gewesen. Das ist ein Beispiel für die "schöne neue Zukunft". So viele Windkraftanlagen in einem Ort habe ich noch nie gesehen. Das ist ein Ort, der wirklich beispielhaft für die Irrtümer der grünen Energiepolitik ist.
Dort ist ein "Wald" von Windkraftanlagen entstanden. Dieser Ort sollte für jeden grünen Energiepolitiker zum touristischen Zwangsprogramm gehören.

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Thomas Wolfgang

Früher einmal

Es gab Zeiten da zogen die Menschen noch in Werkswohnungen ihrer Betriebe, man wohnte in direkter Nachbarschaft zu seinem Arbeitgeber, hatte somit keine Fahrtkosten und störte sich auch nicht an dem Anblick der Werkshallen. Die Fabrik ihrerseits wurde in direkter Nähe zu einer Energiequelle (Kohle Wasser ect.) gebaut, das hatte den Vorteil dass auch die Energie nicht weit transportiert werden musste und dies physikalisch logisch war…
Heute wohnt man 20-30km vom Arbeitgeber entfernt, verbraucht Unmengen an Ressourcen und Zeit um diese Entfernung täglich zu meistern und der Arbeitgeber bezieht seinen Strom nicht mehr aus dem Kraftwerk vor Ort sondern zeitweise aus dem hohen Norden, mal aus Frankreich oder künftig über Umwege aus Norwegen…
Wer so eine Entwicklung richtig und gut findet, der muss halt neben Autobahnen und HS-Trassen leben, sorry!

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Jack Murphy

Die Energiewende ist Industriepolitik pur

Die Energiepolitik ist typisches Beispiel für sozialistische Planwirtschaft, kombiniert mit Subventionierung von Großkonzernen.
Anstatt in den Regionen für den eigenen Energiebedarf jeweils soviel Kapazität zu errichten, je nach Verhältnissen Wind- oder Solar, Öl oder Gas, werden gigantische gigantische Kraftwerks-Kapazitäten mit Steuergeldern gefördert, für deren Stromabsatz dann zusätzlich gigantische Verteilernetze erforderlich werden.

Die deutsche Energiepolitik ist dem gleichen Wahn verfallen wie die EUR-Politik. Unsere Polit-Feudalkaste- bestehend aus allen Parteien des Bundestags- regiert über die Köpfe unseres Volks hinweg, ausschliesslich zum eigenen Nutzen und getreu Auftrag der Lobby-Kanzlerin.

Es wird allerhöchste Zeit, dass wir dieser Kaste von gewissenlosen Selbstversorgern wieder einmal deutlich machen: WIR SIND DAS VOLK!

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Georg Hartmann

So, so Herr Diesing

dann würde ich mal mit den "Erneuerbaren Eneregien" anfangen, wenn ich so sorgfältig auf die korrekte Bezeichnung achten will. Im EEG ist dieser verbale Unsinn sehr erfolgreich. Wer Energie nicht gewinnen kann, kann sie auch nicht erneuern

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Harald Sulzmann

So ist das halt in der Gemeinschaft

Jeder will alles haben und davon profitieren, zahlen bzw. die Nachteile sollen aber die Anderen haben. Ich habe schon bei Einfuehrung der Energiewende geschrieben, dass die Ernuechterung folgt wenn die Rechnung praesentiert wird. Ploetzlich faengt auch der gute Atomgegner an ganz kleinkariert buergerlich zu denken wenn ihm ein Strommast vors Haeuschen gesetzt wird. Der naechste Aufschrei wird bei den Nebenkosten kommen. Es ist hal wie immer. Der Strom kommt aus der Steckdose, das Geld vom Bankomat oder vom Ex usw.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.07.2012 13:46 Uhr
Dietmar Blum

Herr Diesing

ich lade Sie ein meine Heimat, die Eifel, zu bereisen und sich dort von der "Pracht und Herrlichkeit" der verspargelten, ehemals schönen Landschaft zu überzeugen.
Gerne werden Ihnen auch die Anwohner in unmittelbarer Nähe der Windstromanlagen Auskunft erteilen, wie begeistert sie sind.

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thomas schulz

Gar nicht merkwürdig

Mit dem Betrieb von Windrädern und Solarpanelen kann sich jeder eine goldene Nase verdienen, mit Stromleitungen/-masten nicht (und nur darum geht es in diesem Artikel).

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Wolfgang Ebel

einfache Lösungen gibt

es wohl nicht. Auf den Zug " Ausstieg aus der Kernenergie " sind viele Bürger und Parlamentarier aufgesprungen. Wir alle brauchen aber Energie in Form von Strom. Es ist ein großes Problem diesen herzustellen und zu " transportieren ". Alle " Stromerzeungsmöglichkeiten " bergen Risken für Mensch und Natur. Als Nicht-Techniker war ich zunächst der Auffassung, die Leitungen einfach einzubuddeln. Selbst das geht nicht ohne ehebliche Eingriffe in die Natur, ganz abgesehen von den technischen Schwierigkeiten, welche nur Fachleute richtig einschätzen können. Wir können heute aber auf Strom nicht mehr verzichten. Der Bedarf steigt. Einen Königsweg zur Lösung des Problems gibt es nicht. Was wir letztlich nur tun können, ist die beste unter den schlechten Möglichkeiten zu wählen. Dauernde und speziell polemisch vorgetragene Einsprüche verzögern die Lösung des Problems nur und sind daher kontraproduktiv. Nur wenn man ein Problem klar definiert, kann man es auch lösn - wenn auch nicht immer gut.

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Oliver Langen
Oliver Langen (Acer99) - 09.07.2012 17:18 Uhr

Zurück ins Mittelalter

Bahnstrecken? Wollen wir nicht!
Strassen? Wollen wir nicht!
Kraftwerke? Wollen wir nicht!
Windräder? Wollen wir nicht!
Stromleitungen? Wollen wir nicht!
Flughäfen? Wollen wir nicht!

Was wollt Ihr denn?
Im schön beheiztem und hell beleuchtetem Häusle sitzen, 2x im Jahr eine Fernreise, ab und an die Oma mit der Bahn besuchen oder mal schnell mit dem Auto die 300 km zu Bekannten düsen!

Aha! Wenn das in D so weiter geht, bekommt ihr das aber nicht, sondern ne kalte, dunkle und feuchte Hütte und Besuche gibts mangels Infrastruktur nur aus der Nachbarhütte.

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Lutz Grellmann
Lutz Grellmann (Lumi1) - 09.07.2012 17:03 Uhr

Waldfreie Flächen

Wer jemals Waldbiotope beobachtet hat wird zustimmen daß waldfreie Flächen zwischen Nadelwäldern Nahrung und Lebensmöglichkeiten im Überfluß für Tier- und Pflanzenwelt bereit stellen wo ansonsten dunkle Hochwälder Bewuchs am Boden verhindern. Also, alles hat 2 oder mehr Seiten.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.07.2012 13:51 Uhr
Dietmar Blum

Sicherlich...

und ideal zur Aufzucht von Juchtenkäfer, Mopsfledermaus, Wachtelkönig & Co., die dann, sollte mal wieder ein den Umweltbewegten nicht genehmes Infrastrukturprojekt anstehen, preisgünstig ausgeliehen werden kann

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Otto Meier

Die Proteste sind durchaus nachvollziehbar.

Für die Monopolisten ist es sicherlich billiger, den Strom aus ihren Windparks per ausgebautem Leitungsnetz zu transportieren, als ihn zu speichern und über den Tag verteilt in die Netze abzugeben oder ihn in andere Energieformen umzuwandeln. Es macht ja auch Sinn, das ganze Land zu verwüsten, statt die Energie dort zu erzeugen, wo sie gebraucht wird, oder auf neue Leitungstechnik umzuschwenken.

Mich muten die Auseinandersetzungen an, als sei es eine Trotzreaktion der Monopolisten, denen man ihre Maschine zum Gelddrucken, ihre AKW weggenommen hat. Nun sind sie böse und trotzig wie kleine Kinder.

In wenigen Jahren werden die privaten Haushalte durch fallende Preise für Solarzellen etc. ihren eigenen Strom in ausreichendem Maße produzieren und vermutlich auch speichern können, so daß der Privatkundenumsatz mehr und mehr wegbrechen wird. Die Leitungsnetze dienen dann hauptsächlich nur noch den Energieunternehmen und der Industrie. Und, werden die Ausbauten dann wirklich noch gebraucht?

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.07.2012 17:57 Uhr
Otto Meier

Seien Sie unbesorgt, Herr Kraft,

eine intellektuelle Auseinandersetzung führen wir hier sicherlich nicht. Daher ist es auch kein Problem, wenn Sie den thematischen Bezug meines Beitrages nicht zu erkennen vermögen. Zu Herzen nehme ich mir denn auch nicht, Ihnen nicht helfen zu können.

Ein großes Problem bezüglich der Energiewende sind eben solche Auseinandersetzungen wie wir sie hier führen. Dabei zeigen sich die AKW-Befürworter generell so flexibel wie eine Eisenbahnschiene. Ein derartiges Verhalten ist dem Trotz geschuldet und führt uns nicht weiter. Für alle Seiten befriedigende Lösungen sind so unmöglich. Und daß die Reactio sich der Actio angleicht, sollte auch niemanden verwundern.

Bei realistischer Betrachtung der näheren und mittelfristigen Entwicklung kann aber nun wirklich niemandem verborgen bleiben, daß die Energieeffiziens zunehmen wird und die private Selbstversorgung mit Energie auf der Agenda steht. Und daher ist es eine begründete Frage, ob wir wirklich so viel zusätzliche Leitungen benötigen.

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Volker Kraft

Ihre Überlegungen

Herr Meier, Sie haben meine Antwort schlicht falsch verstanden. Es hat mir keine Schwierigkeiten bereitet, Ihren Überlegungen zu folgen. Das Thema ist mir auch nicht zu komplex, und ein Trotzköpfchen bin ich auch nicht. Aber ich gestehe Ihnen zu, dass ich sicher nicht in der Lage bin, Ihnen intellektuell paroli zu bieten.
Nur: da waren überhaupt keine Überlegungen Ihrerseits. Vor allem sind Sie in keiner Weise auf das Thema des Beitrags eingegangen. Statt dessen haben Sie, mehr oder weniger aus der hohlen Hand - einige in meinen Augen unreflektierte und unbelegte Thesen aus dem grünen Schilda verbreitet. Und da ich mich auch ein wenig mit der Problematik der Energiewende beschäftige, empfand ich Ihren Beitrag als wenig hilfreich. Aber meine Kritik sollten Sie sich nicht derartig zu Herzen nehmen.

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Otto Meier

Bereitet es Ihnen wirklich so große Schwierigkeiten, Herr Kraft,

meinen Überlegungen zu folgen? Bleiben Sie lieber an der Oberfläche? Ist Ihnen das Thema vielleicht zu komplex oder gar Atomenergie alternativlos für Sie? Oder zählen Sie auch zu den Trotzköpchen? ;-)

Solche Reaktionen zeigen mir immer wieder, daß meine Überlegungen wohl nicht so "abstrus" sein können. Ich nehme das durchaus wohlwollend "zur Kenntnis".

Was Sie als "Traumwelt" deklarieren, bereitet den Lobbyisten der Energie-Monopolisten, die letztlich auch hinter den Leitungsnetzbetreibern stecken, so große Sorgen, daß sie Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt haben, die Förderung der Solarenergie möglichst schnell zu beenden. Daß das ihrer Monopolstellung zugute kommt und ihnen noch ein paar Jahre gute Einnahmen verschafft, liegt auf der Hand. Daß damit andererseits Zukunftsindustrie und Arbeitsplätze in Deutschland zerstört werden und auch schon wurden, ebenso.

Aber seien Sie versichert, die Entwicklung läßt sich nicht mehr aufhalten, trotz verbreiteter Kurzsichtigkeit.

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Volker Kraft

Abstrus

Herr Meier,
wohl selten habe ich einen derart abstrusen Kommentar wie den Ihren gelesen. Zunächst mal sollten Sie vielleicht zur Kenntnis nehmen, worum es in dem Artikel überhaupt geht, nämlich um den Protest der vom Leitungsbau betroffenen Bürger. Wie Sie daraus einen Salto mortale zu einer "Trotzreaktion der Monopolisten" hinkriegen, stellt sicherlich eine beachtliche intellektuelle Leistung dar. Aber fällt Ihnen wirklich nichts anderes mehr ein als die bösen Monopole?
Was die Energiewende angeht, leben Sie erkennbar in einer eigenen Welt. In wenigen Jahren wird jeder seinen eigenen Strom erzeugen und "vermutlich" auch speichern können, Stromleitungen werden dann "nur noch" von der Industrie benötigt.
Ich glaube, wer sich so seine Traumwelt zusammenbastelt, soll damit glücklich werden, aber nicht die Allgemeinheit mit derlei Unfug belästigen.

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Closed via SSO

Tja, so ist das, wenn die Bürger vor Ihrer Türe staatliche Maßnahmen erleben...

sie werden abgelehnt. Passiert das bei den "Anderen", dann nur zu!
Alle(!) haben doch gejubelt, als das bewährte, fehlerfrei funktionierende bestehende System der Stromerzeugung aus dem einzigen Grund des klaren Gewinnstrebens der neuen "grünen" Stromerzeuger aufgegeben wurde. ENERGIEWENDE.
Das ist das beste Konjunkturprogramm für die Stahlindustrie und die Stromtrassen-hersteller, die E-Anlagenhersteller etc. Können sie doch endlich die 30 jahre alte jedoch voll funktionierende analoge Technik durch moderne, digitalisierte und damit virenanfällige Technik ersetzen. Gleichstromübertragung mit quasi-Supraletung - übrigens kein Grund mehr zur Besorgnis, die Kabel "brummen" nicht mehr, es handelt sich um Gleichstrom, kein Wechselstrom, mithin keine elektromagnetischen Wechselfelder etc. .
Und jetzt meckern die Waldbewohner, nein, so geht es nicht!
Wald und KKW gehört zusammen! Keine KKW dann auch kein Wald! Entweder Kohlegase oder eben neue Trassen - alles Waldkiller!

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Carsten Berg
Carsten Berg (Carberg) - 08.07.2012 21:00 Uhr

Wer nie Physik verstand...

begreift auch nie, dass 800 MW eines einzigen AKW-Blocks durch rund 1.600 Windräder ersetzt werden müssen. Während die Blocks an 350 Tagen 24 h Strom produzieren, erbringt die Mühle nur ein Bruchteil. Es geht doch gar nicht um neue Energiegewinnung ! Es geht darum, dass GRÜN das Leitthema bzw. die Existenzberechtigung behält. Hierfür nimmt man dafür enorme Kosten und viel Umweltzerstörung in Kauf. Das Ganze funktioniert, wie die Wärmedämmung, nur durch Subventionen. Diese bringen die Energiekunden über höhere Preise auf. Wer nie Physik verstand... wird kräftig verdummt und richtig ausgenommen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.07.2012 23:46 Uhr
Thomas Heinzow

@ Till Diesing: "Erneuerbare Energien" gibt es auch nicht!!

Herr Diesing, Sie sind inkonsequent, denn ebensowenig, wie Energiegewinnung physikalisch nicht gibt, gibt es auch die sog. "erneuerbaren Energien" nicht.

Ich habe allerdings noch nie gelesen, daß Sie diesen Marketingbergiff für schlechte Produkte angegriffen haben.

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Dietmar Blum

Wo sind eigentlich

bei Landschaftszerstörungen auf Grund von EE-Bauvorhaben die "Parkschützer" von S21, die "Robin Woods" dieser Republik?

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Wilhelm Stock

Alle wollen die Energiewende

siehe aktuelle Umfrageergebnisse. Aber wenn es zur Umsetzung kommt, will keiner eine Veränderung, seien es Stromtrassen, Windräder oder teurerer Strom.

Wer vollmundig auf den Rat einer Ethikkommission (keine Experten!) ein fertiges Konzept verkündet, ohne sich der Tragweite für viele Bürger bewusst zu sein, darf sich ob der vielfältigen Proteste nicht wundern.
Schließlich hat ja die Politik den Protest in D bewußt kultiviert, die Judikative leger legitimiert und die Exekutive ob des Medienrummels geschont.

So scheint mir das Geschwätz der beschleunigten Verfahren zum Infrastrukturausbau als Hinhaltetaktik der Politik bis zur nächsten Wahl, um dann das Scheitern der Energiewende zum einen und das eines leistungsfähigen Staates zum Wohle anderer scheibchenweise einzugestehen.

Machen wir uns nichts vor: Netzausbau, Kraftwerksneubau (Datteln), Co²-Pipeline von Bayer, Stuttgart 21, zementieren die Wutbürger- und Gutmenschenrepublik. Denk ich an Deutschland in der Nacht...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.07.2012 20:47 Uhr
Jim Greek
Jim Greek (Jos_Vik) - 08.07.2012 20:47 Uhr

fragwürdig ob es überhaupt eine Mehrheit gäbe,

wenn ein Gesamtplan existieren würde. Dann wäre bekannt, dass der Strom itgendwann zu einer zweiten Miete im Monat mutieren wird, obwohl wir weiterhin von AKWs umrundet sind, deren Sicherheit ohne dt. KnowHow eher abnehmen wird.

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Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 08.07.2012 13:32 Uhr

Der Wutbürger verteidigt seinen Vorgarten

Wir leben längst in einer Republik in der jahrelanges Studium und durch Erfahrung gesammeltes Fachwissen auf die gleiche Stufe gestellt wird wie esotherisch veranlagte Wutbürger die reihenweise am Noceboeffekt leiden. Sie haben keinerlei Ahnung von Physik und Elektrotechnik, erwarten aber, dass das Gewicht ihrer Einwände höher bewertet wird als das unserer Ingenieure deren Aufgabe es ist eine zuverlässige Stromversorgung aufzubauen. Eine funktionsfähige und moderne Infrastruktur ist existentiell für unseren Wohlstand und unsere Zukunft. Wer sich aus egoistischen Motiven dagegen stellt sollte gnadenlos als Querulant geoutet werden. Wer technisch keine Ahnung hat dem sollte klar gesagt werden dass Mitreden ein Mindesqualifikation voraussetzt. Der Bürger hat im Zeitalter des Internet ausreichend Möglichkeiten sich auch als Laie technisch soweit zu bilden, dass er auf einer rationalen Schiene bleibt. Etwas abzulehnen ohne umsetzbare und bezahlbare Alternativen zu nennen geht gar nicht.

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Antworten (6) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.07.2012 14:04 Uhr
Dietmar Blum

Herr Diesing,

mir ist nicht bekannt, wo Sie wohnen, ich wohne in der Eifel, zugemüllt mit diesen "Errungenschaften" grüner Energieerzeugung.
Kommen Sie in meine Heimat und sprechen mit den Bürgern in der Nähe der Windkraftanlagen über die "Forsa-Umfrage"...sie wird Ihnen um die Ohren geschlagen werden.

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Thomas Wolfgang

@Till Diesing: In wessen Auftrag wurden ihre „einschlägigen Studien“ erstellt?

Das ist wohl nicht ihr Ernst oder etwa doch?
Anfang des 19. Jahrhunderts war man auch stolz wenn man an der Hauptstraße oder direkt an der Bahn gewohnt hat… Als Gegenbeispiel gehen sie doch mal bitte durch Biblis und fragen sie die Einwohner ob die Immobilenpreise dort gerade gestiegen sind – jetzt da die Gefahr ja am abklingen ist…

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Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 09.07.2012 21:56 Uhr

Herr Blum,

auch ich gehöre zu denen die die Energiewende nicht wollte und ich bin auch heute noch dagegen. Da sie sich aber politisch nicht mehr vermeiden lässt, sollen die Bürger jetzt auch die Konsequenzen tragen.

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Dietmar Blum

Geehrter Herr Sax,

ich gehöre zu den 30%, die diese "Energiewende" nocht wollten und empfand es damals bis dato als absolut schäbig auf dem Rücken von 30.000 Opfern des Sunami in diesesem Lande Politik zu machen.
Weitere Äußerungen zu diesem Thema verkneife ich mir vorsorglich, um nicht Gefahr zu laufen, dass mein Beitrag gesperrt wird.

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Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 08.07.2012 18:29 Uhr

Sehr geehrter Herr Blum,

ich verstehe ihre Einwände durchaus, nur so kommen wir leider mit der Energiewende nicht weiter. Es gibt bei neuen Stromtrassen keine Lösung die niemanden beeinträchtigt. Bei keinem Infrastrukturprojekt übrigens. Und kenne sie eine funktionierende und bezahlbare Alternative? Wir hätten uns das ja alles durchaus sparen können wenn Panik nicht unser Ratgeber gewesen wäre. Immerhin haben über 70% aller Bundesbürger nach Fukushima Muttis Energiewende zugestimmt. Dass da das Los auch einige trifft die ebenfalls zugestimmt haben, sich aber nicht bewusst waren dass es auch ihren Vorgarten treffen könnte, ist Pech. Solange wir Strom von Norden nach Süden und umgekehrt nicht drahtlos übertragen können, wird es jetzt neue Stromtrassen geben. Das Leben ist immer auch ein Spiel bei dem es Gewinner und auch Verlierer gibt. Daran kann niemand etwas ändern, denn absolute Gerechtigkeit gibt es nicht. Wir wollten die Energiewende. Jetzt bekommen wir sie und sollten uns auch damit abfinden.

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Weitere Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen
Dietmar Blum

Herr Herbert Sax,

eventuell hat der "Wutbürger" sich ein Leben lang krumm gelegt, auf vieles verzichten müssen, um sich das Häuschen mit "Vorgarten" leisten zu können!
Mein Vorschlag an Sie und all die Anderen, die sich über den "undankbaren" Wutbürger mokieren, der soo garnicht die Errungenschaften der "Energiewende" goutieren möchte:
Kaufen Sie ihm sein Eigentum zum realen Preis VOR Trassenbau/VOR Errichtung einer eines Windkraftanlage/VOR Installation eines Megasolarparks ab und ziehen dorthin!

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Bernd Buerschaper

Die zitierte Landrätin der Linken,

Frau Enders, hat ihren Wahlerfolg nicht nur den Wählern von der von den HS-Leitung betroffenen Gemeinden zu verdanken. Sie hat in jedem Wahlkreis gegen den CDU-Kanditaten gesiegt. Das wurde auch dadurch erreicht, dass SPD, Grüne und Freie Wähler Wahlempfehlungen zugunsten Frau Enders abgegeben haben. Der alte CDU-Landrat hat beileibe keine schlechte Politik gemacht, allenfalls eine zu selbstgefällige.
Der Ort, den Frau Enders bisher als Bürgermeisterin vorstand, beherbergt einen energieintensiven Großbetrieb aus der Glas-Branche. Hier werden Unmengen an Energie benötig, das Glas zu schmelzen. Es entzieht sich zwar meiner Kenntnis, ob der Schmelzprozess mit Gas oder Elektroenergie erfolgt, wenn man sich aber die Visionen der Frau Enders zur zukünftigen Energiepolitik anhört, dann müsste sich der Besitzer des Werkes schleunigst nach Alternativen für den Standort seines Betriebes umsehen. Und dem Teil des Wählerklientels von Frau Enders, das sozial schwächer gestellt ist, dürfte Angst wer

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Peter Endreß
Peter Endreß (pe-gdb) - 08.07.2012 12:50 Uhr

Schneisen im Wald

warum baut man - soweit es geht - diese Leitungen nicht entlang von Autobahnen ?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.07.2012 18:42 Uhr
Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 08.07.2012 18:42 Uhr

Herr Endress,

Auch unsere Nord-Süd Autobahnen führen großteils durch den Wald und wenn sie daneben noch eine Stromautobahn errichten wollen, müssen sie wegen der Abstandsforderung eine genauso breite Zusatzschneise schlagen als wenn die Stromleitungen separat durch den Wald gehen. Gewonnen ist dabei nichts. Zudem sind unsere Autobahnen nicht die kürzesten Verbindungswege, was wiederum die Verluste erhöhen würde. Dies ist unter kompetenten Fachleuten der Netzbetreiber zusammen mit Landesbehörden und Politikern alles schon tausendmal diskuttiert und umgedreht worden. Stromtrassen sind immer ein Kompromiss vieler Einzellinteressen und gesetzlicher Vorgaben. Bei der bei uns bestehenden Regelungsdichte muss man sich höchsten wundern dass überhaupt noch etwas geht. Da bleibt für die persönlichen Interessen von unglücklich betroffenen kaum noch Spielraum. Es wird hierbei immer Gewinner und Verlierer geben.

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