09.07.2012 · In Thüringen kämpfen Bürger gegen den Bau von neuen Stromleitungen. Sie fürchten den totalen Kahlschlag des Waldes, den sie „ihr Herz“ nennen.
Von Lydia Rosenfelder, GroßbreitenbachRichtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Ich bin letzte Woche in Eemshaven (Niederlande) gewesen. Das ist ein
Beispiel für die "schöne neue Zukunft". So viele
Windkraftanlagen in einem Ort habe ich noch nie gesehen. Das ist ein
Ort, der wirklich beispielhaft für die Irrtümer der
grünen Energiepolitik ist.
Dort ist ein "Wald" von Windkraftanlagen entstanden. Dieser
Ort sollte für jeden grünen Energiepolitiker zum touristischen
Zwangsprogramm gehören.
Es gab Zeiten da zogen die Menschen noch in Werkswohnungen ihrer
Betriebe, man wohnte in direkter Nachbarschaft zu seinem Arbeitgeber,
hatte somit keine Fahrtkosten und störte sich auch nicht an dem
Anblick der Werkshallen. Die Fabrik ihrerseits wurde in direkter
Nähe zu einer Energiequelle (Kohle Wasser ect.) gebaut, das hatte
den Vorteil dass auch die Energie nicht weit transportiert werden musste
und dies physikalisch logisch war…
Heute wohnt man 20-30km vom Arbeitgeber entfernt, verbraucht Unmengen an
Ressourcen und Zeit um diese Entfernung täglich zu meistern und der
Arbeitgeber bezieht seinen Strom nicht mehr aus dem Kraftwerk vor Ort
sondern zeitweise aus dem hohen Norden, mal aus Frankreich oder
künftig über Umwege aus Norwegen…
Wer so eine Entwicklung richtig und gut findet, der muss halt neben
Autobahnen und HS-Trassen leben, sorry!
Die Energiewende ist Industriepolitik pur
Die Energiepolitik ist typisches Beispiel für sozialistische
Planwirtschaft, kombiniert mit Subventionierung von Großkonzernen.
Anstatt in den Regionen für den eigenen Energiebedarf jeweils
soviel Kapazität zu errichten, je nach Verhältnissen Wind-
oder Solar, Öl oder Gas, werden gigantische gigantische
Kraftwerks-Kapazitäten mit Steuergeldern gefördert, für
deren Stromabsatz dann zusätzlich gigantische Verteilernetze
erforderlich werden.
Die deutsche Energiepolitik ist dem gleichen Wahn verfallen wie die
EUR-Politik. Unsere Polit-Feudalkaste- bestehend aus allen Parteien des
Bundestags- regiert über die Köpfe unseres Volks hinweg,
ausschliesslich zum eigenen Nutzen und getreu Auftrag der
Lobby-Kanzlerin.
Es wird allerhöchste Zeit, dass wir dieser Kaste von gewissenlosen
Selbstversorgern wieder einmal deutlich machen: WIR SIND DAS VOLK!
dann würde ich mal mit den "Erneuerbaren Eneregien" anfangen, wenn ich so sorgfältig auf die korrekte Bezeichnung achten will. Im EEG ist dieser verbale Unsinn sehr erfolgreich. Wer Energie nicht gewinnen kann, kann sie auch nicht erneuern
So ist das halt in der Gemeinschaft
Jeder will alles haben und davon profitieren, zahlen bzw. die Nachteile sollen aber die Anderen haben. Ich habe schon bei Einfuehrung der Energiewende geschrieben, dass die Ernuechterung folgt wenn die Rechnung praesentiert wird. Ploetzlich faengt auch der gute Atomgegner an ganz kleinkariert buergerlich zu denken wenn ihm ein Strommast vors Haeuschen gesetzt wird. Der naechste Aufschrei wird bei den Nebenkosten kommen. Es ist hal wie immer. Der Strom kommt aus der Steckdose, das Geld vom Bankomat oder vom Ex usw.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.07.2012 13:46 UhrHerr Diesing
ich lade Sie ein meine Heimat, die Eifel, zu bereisen und sich dort von
der "Pracht und Herrlichkeit" der verspargelten, ehemals
schönen Landschaft zu überzeugen.
Gerne werden Ihnen auch die Anwohner in unmittelbarer Nähe der
Windstromanlagen Auskunft erteilen, wie begeistert sie sind.
Gar nicht merkwürdig
Mit dem Betrieb von Windrädern und Solarpanelen kann sich jeder eine goldene Nase verdienen, mit Stromleitungen/-masten nicht (und nur darum geht es in diesem Artikel).
es wohl nicht. Auf den Zug " Ausstieg aus der Kernenergie " sind viele Bürger und Parlamentarier aufgesprungen. Wir alle brauchen aber Energie in Form von Strom. Es ist ein großes Problem diesen herzustellen und zu " transportieren ". Alle " Stromerzeungsmöglichkeiten " bergen Risken für Mensch und Natur. Als Nicht-Techniker war ich zunächst der Auffassung, die Leitungen einfach einzubuddeln. Selbst das geht nicht ohne ehebliche Eingriffe in die Natur, ganz abgesehen von den technischen Schwierigkeiten, welche nur Fachleute richtig einschätzen können. Wir können heute aber auf Strom nicht mehr verzichten. Der Bedarf steigt. Einen Königsweg zur Lösung des Problems gibt es nicht. Was wir letztlich nur tun können, ist die beste unter den schlechten Möglichkeiten zu wählen. Dauernde und speziell polemisch vorgetragene Einsprüche verzögern die Lösung des Problems nur und sind daher kontraproduktiv. Nur wenn man ein Problem klar definiert, kann man es auch lösn - wenn auch nicht immer gut.
Bahnstrecken? Wollen wir nicht!
Strassen? Wollen wir nicht!
Kraftwerke? Wollen wir nicht!
Windräder? Wollen wir nicht!
Stromleitungen? Wollen wir nicht!
Flughäfen? Wollen wir nicht!
Was wollt Ihr denn?
Im schön beheiztem und hell beleuchtetem Häusle sitzen, 2x im
Jahr eine Fernreise, ab und an die Oma mit der Bahn besuchen oder mal
schnell mit dem Auto die 300 km zu Bekannten düsen!
Aha! Wenn das in D so weiter geht, bekommt ihr das aber nicht, sondern
ne kalte, dunkle und feuchte Hütte und Besuche gibts mangels
Infrastruktur nur aus der Nachbarhütte.
Wer jemals Waldbiotope beobachtet hat wird zustimmen daß waldfreie Flächen zwischen Nadelwäldern Nahrung und Lebensmöglichkeiten im Überfluß für Tier- und Pflanzenwelt bereit stellen wo ansonsten dunkle Hochwälder Bewuchs am Boden verhindern. Also, alles hat 2 oder mehr Seiten.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.07.2012 13:51 UhrSicherlich...
und ideal zur Aufzucht von Juchtenkäfer, Mopsfledermaus, Wachtelkönig & Co., die dann, sollte mal wieder ein den Umweltbewegten nicht genehmes Infrastrukturprojekt anstehen, preisgünstig ausgeliehen werden kann
Die Proteste sind durchaus nachvollziehbar.
Für die Monopolisten ist es sicherlich billiger, den Strom aus
ihren Windparks per ausgebautem Leitungsnetz zu transportieren, als ihn
zu speichern und über den Tag verteilt in die Netze abzugeben oder
ihn in andere Energieformen umzuwandeln. Es macht ja auch Sinn, das
ganze Land zu verwüsten, statt die Energie dort zu erzeugen, wo sie
gebraucht wird, oder auf neue Leitungstechnik umzuschwenken.
Mich muten die Auseinandersetzungen an, als sei es eine Trotzreaktion
der Monopolisten, denen man ihre Maschine zum Gelddrucken, ihre AKW
weggenommen hat. Nun sind sie böse und trotzig wie kleine Kinder.
In wenigen Jahren werden die privaten Haushalte durch fallende Preise
für Solarzellen etc. ihren eigenen Strom in ausreichendem
Maße produzieren und vermutlich auch speichern können, so
daß der Privatkundenumsatz mehr und mehr wegbrechen wird. Die
Leitungsnetze dienen dann hauptsächlich nur noch den
Energieunternehmen und der Industrie. Und, werden die Ausbauten dann
wirklich noch gebraucht?
Seien Sie unbesorgt, Herr Kraft,
eine intellektuelle Auseinandersetzung führen wir hier sicherlich
nicht. Daher ist es auch kein Problem, wenn Sie den thematischen Bezug
meines Beitrages nicht zu erkennen vermögen. Zu Herzen nehme ich
mir denn auch nicht, Ihnen nicht helfen zu können.
Ein großes Problem bezüglich der Energiewende sind eben
solche Auseinandersetzungen wie wir sie hier führen. Dabei zeigen
sich die AKW-Befürworter generell so flexibel wie eine
Eisenbahnschiene. Ein derartiges Verhalten ist dem Trotz geschuldet und
führt uns nicht weiter. Für alle Seiten befriedigende
Lösungen sind so unmöglich. Und daß die Reactio sich der
Actio angleicht, sollte auch niemanden verwundern.
Bei realistischer Betrachtung der näheren und mittelfristigen
Entwicklung kann aber nun wirklich niemandem verborgen bleiben,
daß die Energieeffiziens zunehmen wird und die private
Selbstversorgung mit Energie auf der Agenda steht. Und daher ist es eine
begründete Frage, ob wir wirklich so viel zusätzliche
Leitungen benötigen.
Ihre Überlegungen
Herr Meier, Sie haben meine Antwort schlicht falsch verstanden. Es hat
mir keine Schwierigkeiten bereitet, Ihren Überlegungen zu folgen.
Das Thema ist mir auch nicht zu komplex, und ein Trotzköpfchen bin
ich auch nicht. Aber ich gestehe Ihnen zu, dass ich sicher nicht in der
Lage bin, Ihnen intellektuell paroli zu bieten.
Nur: da waren überhaupt keine Überlegungen Ihrerseits. Vor
allem sind Sie in keiner Weise auf das Thema des Beitrags eingegangen.
Statt dessen haben Sie, mehr oder weniger aus der hohlen Hand - einige
in meinen Augen unreflektierte und unbelegte Thesen aus dem grünen
Schilda verbreitet. Und da ich mich auch ein wenig mit der Problematik
der Energiewende beschäftige, empfand ich Ihren Beitrag als wenig
hilfreich. Aber meine Kritik sollten Sie sich nicht derartig zu Herzen
nehmen.
Bereitet es Ihnen wirklich so große Schwierigkeiten, Herr Kraft,
meinen Überlegungen zu folgen? Bleiben Sie lieber an der
Oberfläche? Ist Ihnen das Thema vielleicht zu komplex oder gar
Atomenergie alternativlos für Sie? Oder zählen Sie auch zu den
Trotzköpchen? ;-)
Solche Reaktionen zeigen mir immer wieder, daß meine
Überlegungen wohl nicht so "abstrus" sein können.
Ich nehme das durchaus wohlwollend "zur Kenntnis".
Was Sie als "Traumwelt" deklarieren, bereitet den Lobbyisten
der Energie-Monopolisten, die letztlich auch hinter den
Leitungsnetzbetreibern stecken, so große Sorgen, daß sie
Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt haben, die Förderung der
Solarenergie möglichst schnell zu beenden. Daß das ihrer
Monopolstellung zugute kommt und ihnen noch ein paar Jahre gute
Einnahmen verschafft, liegt auf der Hand. Daß damit andererseits
Zukunftsindustrie und Arbeitsplätze in Deutschland zerstört
werden und auch schon wurden, ebenso.
Aber seien Sie versichert, die Entwicklung läßt sich nicht
mehr aufhalten, trotz verbreiteter Kurzsichtigkeit.
Abstrus
Herr Meier,
wohl selten habe ich einen derart abstrusen Kommentar wie den Ihren
gelesen. Zunächst mal sollten Sie vielleicht zur Kenntnis nehmen,
worum es in dem Artikel überhaupt geht, nämlich um den Protest
der vom Leitungsbau betroffenen Bürger. Wie Sie daraus einen Salto
mortale zu einer "Trotzreaktion der Monopolisten" hinkriegen,
stellt sicherlich eine beachtliche intellektuelle Leistung dar. Aber
fällt Ihnen wirklich nichts anderes mehr ein als die bösen
Monopole?
Was die Energiewende angeht, leben Sie erkennbar in einer eigenen Welt.
In wenigen Jahren wird jeder seinen eigenen Strom erzeugen und
"vermutlich" auch speichern können, Stromleitungen werden
dann "nur noch" von der Industrie benötigt.
Ich glaube, wer sich so seine Traumwelt zusammenbastelt, soll damit
glücklich werden, aber nicht die Allgemeinheit mit derlei Unfug
belästigen.
Tja, so ist das, wenn die Bürger vor Ihrer Türe staatliche Maßnahmen erleben...
sie werden abgelehnt. Passiert das bei den "Anderen", dann nur zu!
Alle(!) haben doch gejubelt, als das bewährte, fehlerfrei
funktionierende bestehende System der Stromerzeugung aus dem einzigen
Grund des klaren Gewinnstrebens der neuen "grünen"
Stromerzeuger aufgegeben wurde. ENERGIEWENDE.
Das ist das beste Konjunkturprogramm für die Stahlindustrie und die
Stromtrassen-hersteller, die E-Anlagenhersteller etc. Können sie
doch endlich die 30 jahre alte jedoch voll funktionierende analoge
Technik durch moderne, digitalisierte und damit virenanfällige
Technik ersetzen. Gleichstromübertragung mit quasi-Supraletung -
übrigens kein Grund mehr zur Besorgnis, die Kabel
"brummen" nicht mehr, es handelt sich um Gleichstrom, kein
Wechselstrom, mithin keine elektromagnetischen Wechselfelder etc. .
Und jetzt meckern die Waldbewohner, nein, so geht es nicht!
Wald und KKW gehört zusammen! Keine KKW dann auch kein Wald!
Entweder Kohlegase oder eben neue Trassen - alles Waldkiller!
begreift auch nie, dass 800 MW eines einzigen AKW-Blocks durch rund 1.600 Windräder ersetzt werden müssen. Während die Blocks an 350 Tagen 24 h Strom produzieren, erbringt die Mühle nur ein Bruchteil. Es geht doch gar nicht um neue Energiegewinnung ! Es geht darum, dass GRÜN das Leitthema bzw. die Existenzberechtigung behält. Hierfür nimmt man dafür enorme Kosten und viel Umweltzerstörung in Kauf. Das Ganze funktioniert, wie die Wärmedämmung, nur durch Subventionen. Diese bringen die Energiekunden über höhere Preise auf. Wer nie Physik verstand... wird kräftig verdummt und richtig ausgenommen.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.07.2012 23:46 Uhr@ Till Diesing: "Erneuerbare Energien" gibt es auch nicht!!
Herr Diesing, Sie sind inkonsequent, denn ebensowenig, wie
Energiegewinnung physikalisch nicht gibt, gibt es auch die sog.
"erneuerbaren Energien" nicht.
Ich habe allerdings noch nie gelesen, daß Sie diesen
Marketingbergiff für schlechte Produkte angegriffen haben.
bei Landschaftszerstörungen auf Grund von EE-Bauvorhaben die "Parkschützer" von S21, die "Robin Woods" dieser Republik?
siehe aktuelle Umfrageergebnisse. Aber wenn es zur Umsetzung kommt, will
keiner eine Veränderung, seien es Stromtrassen, Windräder oder
teurerer Strom.
Wer vollmundig auf den Rat einer Ethikkommission (keine Experten!) ein
fertiges Konzept verkündet, ohne sich der Tragweite für viele
Bürger bewusst zu sein, darf sich ob der vielfältigen Proteste
nicht wundern.
Schließlich hat ja die Politik den Protest in D bewußt
kultiviert, die Judikative leger legitimiert und die Exekutive ob des
Medienrummels geschont.
So scheint mir das Geschwätz der beschleunigten Verfahren zum
Infrastrukturausbau als Hinhaltetaktik der Politik bis zur nächsten
Wahl, um dann das Scheitern der Energiewende zum einen und das eines
leistungsfähigen Staates zum Wohle anderer scheibchenweise einzugestehen.
Machen wir uns nichts vor: Netzausbau, Kraftwerksneubau (Datteln),
Co²-Pipeline von Bayer, Stuttgart 21, zementieren die
Wutbürger- und Gutmenschenrepublik. Denk ich an Deutschland in der Nacht...
fragwürdig ob es überhaupt eine Mehrheit gäbe,
wenn ein Gesamtplan existieren würde. Dann wäre bekannt, dass der Strom itgendwann zu einer zweiten Miete im Monat mutieren wird, obwohl wir weiterhin von AKWs umrundet sind, deren Sicherheit ohne dt. KnowHow eher abnehmen wird.
Der Wutbürger verteidigt seinen Vorgarten
Wir leben längst in einer Republik in der jahrelanges Studium und durch Erfahrung gesammeltes Fachwissen auf die gleiche Stufe gestellt wird wie esotherisch veranlagte Wutbürger die reihenweise am Noceboeffekt leiden. Sie haben keinerlei Ahnung von Physik und Elektrotechnik, erwarten aber, dass das Gewicht ihrer Einwände höher bewertet wird als das unserer Ingenieure deren Aufgabe es ist eine zuverlässige Stromversorgung aufzubauen. Eine funktionsfähige und moderne Infrastruktur ist existentiell für unseren Wohlstand und unsere Zukunft. Wer sich aus egoistischen Motiven dagegen stellt sollte gnadenlos als Querulant geoutet werden. Wer technisch keine Ahnung hat dem sollte klar gesagt werden dass Mitreden ein Mindesqualifikation voraussetzt. Der Bürger hat im Zeitalter des Internet ausreichend Möglichkeiten sich auch als Laie technisch soweit zu bilden, dass er auf einer rationalen Schiene bleibt. Etwas abzulehnen ohne umsetzbare und bezahlbare Alternativen zu nennen geht gar nicht.
Antworten (6) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.07.2012 14:04 UhrHerr Diesing,
mir ist nicht bekannt, wo Sie wohnen, ich wohne in der Eifel,
zugemüllt mit diesen "Errungenschaften" grüner Energieerzeugung.
Kommen Sie in meine Heimat und sprechen mit den Bürgern in der
Nähe der Windkraftanlagen über die
"Forsa-Umfrage"...sie wird Ihnen um die Ohren geschlagen werden.
@Till Diesing: In wessen Auftrag wurden ihre „einschlägigen Studien“ erstellt?
Das ist wohl nicht ihr Ernst oder etwa doch?
Anfang des 19. Jahrhunderts war man auch stolz wenn man an der
Hauptstraße oder direkt an der Bahn gewohnt hat… Als
Gegenbeispiel gehen sie doch mal bitte durch Biblis und fragen sie die
Einwohner ob die Immobilenpreise dort gerade gestiegen sind –
jetzt da die Gefahr ja am abklingen ist…
Herr Blum,
auch ich gehöre zu denen die die Energiewende nicht wollte und ich bin auch heute noch dagegen. Da sie sich aber politisch nicht mehr vermeiden lässt, sollen die Bürger jetzt auch die Konsequenzen tragen.
Geehrter Herr Sax,
ich gehöre zu den 30%, die diese "Energiewende" nocht
wollten und empfand es damals bis dato als absolut schäbig auf dem
Rücken von 30.000 Opfern des Sunami in diesesem Lande Politik zu
machen.
Weitere Äußerungen zu diesem Thema verkneife ich mir
vorsorglich, um nicht Gefahr zu laufen, dass mein Beitrag gesperrt wird.
Sehr geehrter Herr Blum,
ich verstehe ihre Einwände durchaus, nur so kommen wir leider mit der Energiewende nicht weiter. Es gibt bei neuen Stromtrassen keine Lösung die niemanden beeinträchtigt. Bei keinem Infrastrukturprojekt übrigens. Und kenne sie eine funktionierende und bezahlbare Alternative? Wir hätten uns das ja alles durchaus sparen können wenn Panik nicht unser Ratgeber gewesen wäre. Immerhin haben über 70% aller Bundesbürger nach Fukushima Muttis Energiewende zugestimmt. Dass da das Los auch einige trifft die ebenfalls zugestimmt haben, sich aber nicht bewusst waren dass es auch ihren Vorgarten treffen könnte, ist Pech. Solange wir Strom von Norden nach Süden und umgekehrt nicht drahtlos übertragen können, wird es jetzt neue Stromtrassen geben. Das Leben ist immer auch ein Spiel bei dem es Gewinner und auch Verlierer gibt. Daran kann niemand etwas ändern, denn absolute Gerechtigkeit gibt es nicht. Wir wollten die Energiewende. Jetzt bekommen wir sie und sollten uns auch damit abfinden.
Herr Herbert Sax,
eventuell hat der "Wutbürger" sich ein Leben lang krumm
gelegt, auf vieles verzichten müssen, um sich das Häuschen mit
"Vorgarten" leisten zu können!
Mein Vorschlag an Sie und all die Anderen, die sich über den
"undankbaren" Wutbürger mokieren, der soo garnicht die
Errungenschaften der "Energiewende" goutieren möchte:
Kaufen Sie ihm sein Eigentum zum realen Preis VOR Trassenbau/VOR
Errichtung einer eines Windkraftanlage/VOR Installation eines
Megasolarparks ab und ziehen dorthin!
Die zitierte Landrätin der Linken,
Frau Enders, hat ihren Wahlerfolg nicht nur den Wählern von der von
den HS-Leitung betroffenen Gemeinden zu verdanken. Sie hat in jedem
Wahlkreis gegen den CDU-Kanditaten gesiegt. Das wurde auch dadurch
erreicht, dass SPD, Grüne und Freie Wähler Wahlempfehlungen
zugunsten Frau Enders abgegeben haben. Der alte CDU-Landrat hat beileibe
keine schlechte Politik gemacht, allenfalls eine zu selbstgefällige.
Der Ort, den Frau Enders bisher als Bürgermeisterin vorstand,
beherbergt einen energieintensiven Großbetrieb aus der
Glas-Branche. Hier werden Unmengen an Energie benötig, das Glas zu
schmelzen. Es entzieht sich zwar meiner Kenntnis, ob der Schmelzprozess
mit Gas oder Elektroenergie erfolgt, wenn man sich aber die Visionen der
Frau Enders zur zukünftigen Energiepolitik anhört, dann
müsste sich der Besitzer des Werkes schleunigst nach Alternativen
für den Standort seines Betriebes umsehen. Und dem Teil des
Wählerklientels von Frau Enders, das sozial schwächer gestellt
ist, dürfte Angst wer
warum baut man - soweit es geht - diese Leitungen nicht entlang von
Autobahnen ?
Herr Endress,
Auch unsere Nord-Süd Autobahnen führen großteils durch den Wald und wenn sie daneben noch eine Stromautobahn errichten wollen, müssen sie wegen der Abstandsforderung eine genauso breite Zusatzschneise schlagen als wenn die Stromleitungen separat durch den Wald gehen. Gewonnen ist dabei nichts. Zudem sind unsere Autobahnen nicht die kürzesten Verbindungswege, was wiederum die Verluste erhöhen würde. Dies ist unter kompetenten Fachleuten der Netzbetreiber zusammen mit Landesbehörden und Politikern alles schon tausendmal diskuttiert und umgedreht worden. Stromtrassen sind immer ein Kompromiss vieler Einzellinteressen und gesetzlicher Vorgaben. Bei der bei uns bestehenden Regelungsdichte muss man sich höchsten wundern dass überhaupt noch etwas geht. Da bleibt für die persönlichen Interessen von unglücklich betroffenen kaum noch Spielraum. Es wird hierbei immer Gewinner und Verlierer geben.