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Privatkredit Ein Häuschen mit Garten

 ·  Christian Wulff hat sich von der Frau eines Freundes eine halbe Million Euro geliehen. Wirklich von ihr? Und: Was genau ist eine Geschäftsbeziehung?

Artikel Bilder (3) Lesermeinungen (82)

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Erhard Grund
Erhard Grund (ErhGrund) - 19.12.2011 16:03 Uhr

Platz Wulff!

Wulff ist Buprä geworden, weil er von der flugbahn zum kanzleramt runtermußte. Als Buprä kann Wulff aber auch wesentlich weniger schaden denn als Buka. Was für Merkel vorrang hatte? Und ob der Bundes-Horst nur deswegen zurückgetreten worden ist? Mer waas es nit, wie es in Hessen heißt. Wenn Wulff jetzt geht, wer sollte es dann machen? Ein langzeitsarbeitsloser mit familie wär die lösung, und alle jahre neugewählt, das hätte schon soziales flair. Wird aber politisch kaum zu machen sein. Da scharren schon zu viele mit den hufen, äh ... den gummirädern. Nur, wohin mit Wulff und seinesgleichen? Eine bad-bank gründen wär vielleicht die lösung. Oder einen hosenanzugs-orden einrichten mit dauer-alimentation. All das kostet aber immenses geld, geld, daß wir schon lange nicht mehr haben. Laßt ihn also einfach weitermachen, aber immer wieder tätowieren muß er sich, und immer wieder vorzeigen bei Jauch, das sollte er denn schon. Das volk will schließlich was haben für sein geld.

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Arnd Haas
Arnd Haas (Realist66) - 19.12.2011 13:16 Uhr

Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern!

Die bemerkenswerte Doppelmoral unseres Bundespräsidenten wird durch folgendes Zitat Wulffs zur Flugreisenaffäre seines Amtsvorgängers Rau aus dem Jahre 2000 deutlich.

"Ich leide physisch darunter, dass wir keinen unbefangenen Bundespräsidenten haben."

Gemessen an diesen eigenen Wertmaßstäben müsste er nun allein schon schmerzbedingt abtreten.

Stattdessen hält er sich offensichtlich lieber an das bekannte Adenauer-Zitat...

Nicht der Privatkredit ist das Problem des heutigen Bundespräsidenten; nicht die omnipräsente Medienschelte und auch nicht die derzeit noch mehr als verhaltene Kritik aus der Opposition; es sind offensichtlich seine rudimentären Wertevorstellungen, die ihn für dieses Amt zwischenzeitlich untragbar erscheinen lassen und dieses selbst über alle Maße beschädigen.

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Stefanie Ettelt

Alles viel banaler

Ich glaube diesem ganzen Fehltritt liegt eine viel banalere Erklaerung zugrunde. Ich schaetze Wulff wollte vor allem seiner neuen Frau mit seinem Status imponieren. Schliesslich ist sie juenger und sieht besser aus als er (banal aber wahr). Fuer ein Staatsoberhaupt ist das natuerlich zu abgeschmackt, insbesondere wenn man sich vorher aus ebendiesem Grund hat scheiden lassen. Da ist die CDU doch konservativ und so wird eine gute Schicht Lack (also Glamour) ueber die Angelegenheit gegossen, um die Wunde zu versiegeln und der Peinlichkeit nicht weiter ins Gesicht sehen zu muessen. Das Private ist eben politisch. Das entschuldigt nichts, Vorteilsnahme bleibt Vorteilsnahme und wird mit dem Verlust des Amtes bestraft. Aber es erklaert vielleicht das absurde Schweigen des Staaatsoberhaupts.

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chantalle ezer
chantalle ezer (ezer) - 18.12.2011 19:40 Uhr

Cui bono?

Wem nützt diese Schlammschlacht? Seit wann ist ein Bundespräsident eine moralische Instanz?
Die rot/grünen Akteure setzen just zur Weihnachtszeit ein Spektakel in Gang, das sie als Wächter der Moral und des guten Rufes der Bundesrepublik Deutschlands in Szene setzen soll. Besonders Frau Nahles wirkt in dieser Rolle sehr unglaubwürdig, von den Vertretern der Grünen ganz zu schweigen.
Es ist Rot/Grün und das Wühlen und das Werfen mit Dreck, die das Bundespräsidialamt massiv beschädigen. Ich frage mich welchen Gegenkandidaten beide Parteien haben, der makellos ist?
Ezer

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Karola Schramm
Karola Schramm (Alorak) - 18.12.2011 17:53 Uhr

Besser die Wahrheit

Schöner Artikel - leider fehlt mir - welche Hochzeit von Wulff gemeint war, als er eine Hochzeitsreise - in Verbindung mit Geerkens - nach Florida machte.

Wenn nun schon auf Neuwahlen spekuliert wird. Einfach prophylaktisch: Bitte keine Theologen, keine Schönredner und keinen, der ein Buch geschrieben hat - wie Wulff: "Besser die Wahrheit". Wenn er sich doch nur daran gehalten hätte - .

Vielleicht ist ja jetzt die Zeit reif für Gesine Schwan, die sich so mutig zweimal der Wahl gestellt hatte und nie in ihrer Art gewürdigt wurde - sondern ihr immer Männer vorgezogen wurden - die, wie wir sehen - dem Amt und der Politik - eher geschadet als genutzt haben.

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Volkmar Grombein

Ein Häuschen mit Garten

Ich glaube, man sollte es jetzt gut sein lassen! Es ist schon eher peinlich, wenn manche Medien davon sprechen, dass Wulff damals bei den Banken wegen fehlender Sicherheiten keinen oder sehr teuren Kredit bekommen hätte. Möglich, dass er sich ungeschickt verhalten hat, damals im Niedersächsischen Landtag, oder jetzt. Wiewohl er gelegentlich etwas " unbeholfen" wirkt. Besonders in Situationen, die für ihn ungewöhnlich oder neu sind- wenn mir diese Bemerkung gestattet ist. Jedenfalls spricht es nicht unbedingt von Klugheit, wenn jetzt Rufe nach seinem Rücktritt laut werden.

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Shora Fix
Shora Fix (shorafix) - 18.12.2011 17:01 Uhr

Irgendetwas ist faul an der Sache...

Man braucht kein Anhänger der Opposition zu sein, um zu erkennen dass hier etwas nicht stimmt: Die Familie Wulff dürfte doch auch während der Amtszeit von Christian Wulff als Ministerpräsident eine ausgezeichnete Bonität gehabt haben. Warum ging Herr Wulff nicht einfach zur Sparkasse und nahm einen günstigeren Hypothekenkredit zu etwa 3-3,5% zu dieser Zeit auf? Warum nahm man stattdessen das Geld der Freunde für 4% auf?

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nikolaus hesse

eine lanze fuer wulff

erfasst jetzt eine weiter saeuberungswelle den bp wulff?
was hat der mann eigentlich verbrochen?
wulff ist ein unbegabter, opportunistischer und prominenter vertreter von garnichts.
hatte er sich nicht stets bemueht, den vom politbuero an ihn gestellten anforderungen
gerecht zu werden.
meiner erinnerung nach sagte wulff,"der islam gehoert zu deutschland."
schuechtern und zaghaft,.zwar. in allen seinen auesserungen.
aber in allem immer dem zeitgeist hinterhergehechelt oder
auch einmal vorausgeeilt.
alles in allem? ein harmloser vertreter seiner zunft.
warum also jetzt die anklage durch die kommissarin nahles?
man kann es nur vermuten.
m.m. fehlt wulff der richtige stallgeruch.
die proletarische oder oeko-proletarische herkunft.

und das wird ihm die schueleraufsatz-u.textbausteinclique der
abgebrochenen lehrer und diplomierten oberlehrer nie verzeihen.
so wie ich das sehe, muessen wir bei der kommenden neujahresansprache auf herrn
wulff schon verzichten.

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Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 18.12.2011 15:22 Uhr

"Die Frage, woher er sein Geld habe, findet Geerkens frech"

"Woher haben Sie Ihr Geld? Womit bestreiten Sie ihr Lebensunterhalt?" --- Solche blöde Fragen kenne ich vom Finanzamt, obwohl sie mit seinen eigenen Unterlagen sehr leicht beantwortet sind, die Antwort war selbstverständlich. Kennt Geerkens diese Fragen nicht? Übrigens, bald ist jeder, der einen Scheck einlöst oder mit Bargeld zahlt, verdächtig. Das ganze entwickelt sich Richtung totale Kontrolle.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.12.2011 17:52 Uhr
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Thomas Meyer (meyertom) - 18.12.2011 17:52 Uhr

Totale Übertreibung

Es geht hier um Politiker, die Rechenschaft dafür abgeben müssen, ob wie und warum sie was erhalten haben. Sie stehen täglich im Rampenlicht und sind gewählte Volksvertreter. Wulff wäre nicht der erste der einen Vorteil daraus zöge. Deshalb !

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Grandioses Bild

Obwohl ich den Artikel (noch) nicht gelesen habe, liebe FAZ, vielen Dank für das grandiose Bild vom Häuschen im Garten und C. Wulff bei der Gärtnerarbeit. Diesen Sarkasmus hätte ich eher von einer Zeitschrift wie "Titanic" erwartet. Klasse!!!
Sollte der Privatkredit zu einem Rücktritt führen, kann Herr Wulff sicherlich noch gut für die ein oder andere Bausparkasse Werbung machen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.12.2011 17:55 Uhr
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Thomas Meyer (meyertom) - 18.12.2011 17:55 Uhr

Das war beabsichtigt...

...den Herrn Wulff mit einer Spritzkanone im Garten abgelichtet zu veröffentlichen. Damit will die FAZ einen Banalität suggerieren, die es wohl in Wirklichkeit eben nicht ist. In sofern tatsächlich ein gelungenes Werbefoto für Bausparkassen.

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Turmalin M
Birgit Mohr (turmalin) - 18.12.2011 14:41 Uhr

Wo konkret ist nachweisbar der Bezug zum Amt ?

Bei der ganzen Diskussion habe ich noch nicht lesen können, wo nun konkret der Bezug zum Amt sein soll, der ja für ein Verbot von verbilligten Krediten nach dem Ministergesetz nötig ist. Der Kredit war Ende 2008. Herr. G. hat in 2003 wegen Krebs alle geschäftlichen Aktivitäten eingestellt, alles verkauft und ging in die Schweiz. Da liegen 5 Jahre dazwischen. Welche Vorteile hätte Herr Wulff seinem langjährigen Freund denn als MP verschaffen können? Der müßte ja so beachtlich sein, dass er 500 000 Euro wert ist....Bevor ich hier nichts Belastbares dazu lese, ist der Mann für mich - wie selbst jeder Schwerverbrecher in diesem Lande - unschuldig.
Ich wünschte mir hier mehr Seriösität von der Presse.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.12.2011 21:35 Uhr
Turmalin M
Birgit Mohr (turmalin) - 18.12.2011 21:35 Uhr

Vorteilsnahme im Amt ....

war ja nicht mal von Herrn von Arnim diagnostiziert worden. Diese Vorschrift ist nun nach allem was man über diese Schlammschlacht weiß, nun gar nicht in Rede. Dann wären wir im Strafrecht. Und die Staatsanwaltschaft hätte zu ermitteln.
Ich frage noch einmal : Welche belastbaren Nachweise für einen Bezug zum Amt gibt es wirklich?

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Thomas Meyer (meyertom) - 18.12.2011 17:36 Uhr

Strafgesetzbuch § 331 Vorteilsannahme

"Ein Amtsträger oder ein für den öffentlichen Dienst besonders Verpflichteter, der für die Dienstausübung einen Vorteil für sich oder einen Dritten fordert, sich versprechen läßt oder annimmt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft."

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Peter Slater

Der "grune" Wenzel spricht uber das Gift der Demokratie und vergisst "grune" Steinewerfer !

Also, das ist schon abenteuerlich, da stellt sich der Grunen-Abgeordneter dahin und erzahlt jedem, was er fur den Gift der Demokratie halt, nur weil sein politischer Gegner ein Privatkredit aufnahm, der bislang nicht als verfassungswidrig erklart wurde und vergisst doch tatsachlich seine grunen Steinewerfern, die sich immer so hervortun, wenn es um Gorleben geht und wenn er gefragt wird, wie teuer ein Atomausstieg und die Schaffung von natur-zerstorerischen Sonnenblumenplantagen sei, da weicht er aus und verweist auf die Bundesregierung ... Warum erklart er nicht jedem, das die Steinewerfer eine Gefahr fur Frieden, Recht und Freiheit ist ?

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Hans-Christoph Kupfer

Interessanter Zeitpunkt

Hmm... so wichtig die inhaltliche Diskussion der causa Wulff auch sein mag, ich frage mich, ob wir nicht alle auf genau der Spielwiese spielen, auf der wir spielen sollen, während die eigentliche Musik in Wahrheit wo ganz anders spielt.
Die Frage, die sich mir aufdrängt, ist, warum wird diese Sache GERADE JETZT in den Medien verhandelt? Soll da etwa jemand gefügig gemacht werden, damit er gewissen Leuten auf ihrem - verfassungswidrigen!!! - Weg in die europäische Fiskalunion keine Steine in den Weg legen kann?
Ein Schelm, wer Böses denkt...

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Michael Petros

Lächerliche Hetzkampagne

Nun gut, ich find Herrn Wulff jetzt auch nicht unbedingt die erste Wahl für das Amt und hätte auch lieber Herrn Gauck auf dem Posten gesehen aber dass rechtfertigt noch lange nicht jemanden, insbesondere von den Medien, in die Enge zu treiben, wegen solch einer lächerlichen Kleinigkeit. Vor allem weil das bei der Hälfte der Bürger auch nur genau zu einem solchen Teil ankommt. Da ist dann die Rede von Geschenken, Politikern die sich selbst bedienen usw.
Ich halte Herrn Wulff für einen süßen kleinen Buben, der alles in seinem Leben richtig machen wollte und anscheinend auch einiges einstecken musste. Ich denke allein schon dies spiegelt doch die Mehrheit der Bevölkerung wieder und so hat er auch ein Anrecht auf sein Amt. Leider hat er momentan das Pech dass sich Journalisten aus Ermangelung anderer weitaus wichtiger Themen über ihn hermachen (wie man sehr eindrucksvoll am Spiegel sieht).
Lasst ihn endlich in Ruhe, kümmert euch um eure Familien und fasst euch mal an die eigene Nase!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.12.2011 18:18 Uhr
Karola Schramm
Karola Schramm (Alorak) - 18.12.2011 18:18 Uhr

Wahrheit benennen

Sorry, ich klickte "Empfohlen" an, was ich nicht wollte, sondern Ihnen eine Antwort schreiben, dass kein Mensch Recht auf auf ein Amt hat, erst recht nicht, wenn er leichtsinnig damit umgeht. Glatt rasiert und gut gekämmt reichen da nicht aus.
Reden können viele gut - aber die Taten entscheiden. Wenn Wulff sich Geld von Freuden leiht, die es haben, ist das keine Todsünde und auch kein Verbrechen. Aber wie er damit umgeht, wie er sich dreht und wendet ob dieses Sachverhaltes, das ist - schlicht gesagt - erbärmlich unreif.

Was die Journalistenschelte angeht, sollten Sie wissen, dass es deren Job ist, die Wahrheit ans Licht zu bringen und die Bevölkerung wahrheitsgemäss zu informieren. Dazu gehört es auch, in Abgründe zu schauen und Tatsachen als solche zu benennen und nicht zu verschönern oder schlechte Taten als gute darzustellen.

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Thomas Meyer (meyertom) - 18.12.2011 17:40 Uhr

Von Hetzkampagne keine Spur

...diese Diskussion ist äußerst notwendig, damit die politische Kultur in Deutschland sich ausleben kann und kreatives entwickeln kann. Wo kämen wir denn dahin, wenn alles unter den Teppich gekehrt würde. Nein, der Mann hat gelogen im Amt, deshalb muss er dafür geradestehen.

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Thomas Meyer (meyertom) - 18.12.2011 14:29 Uhr

Wulff ist zum Gefangener seiner Eitelkeiten geworden

Der gute Herr Wulff musste doch alles haben, besitzen und durchsetzen. Egal wer dabei zu Schaden kommt. Scheidung, Haus, Ministerpräsident, Bundespräsidentenamt, Auszeichnungen und was nicht noch alles. Dazu kommen der Progromvergleich (2008), Flugticketaffäre (2009), Missbrauch von Steuergeldern (2011) und jetzt die Kreditaffäre. Wenn solch eine Person, gewissermaßen als "Hans Dampf in allen Gassen" herum fuhrwerkt nimmt es nicht Wunder, wenn irgendwer oder irgendetwas Schaden nimmt. Ein erbärmliches Abbild gibt der Mann von sich.

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Andreas Huber

Heuchlerei - Volksverblödung durch Angel-Sachsen-Journalismus

Hallo, in sämtlichen Artikeln wird dem BP eine Super-Moral-Instanz zugebetet, die er überhaupt nicht hat. Dieser Anspruch, sollte bei allen jenen Journalisten und Politikern ebenfalls erhoben werden, die jetzt nach einem Rücktritt rufen. Besonders diese Journalisten und diese Politiker, die einen Rücktritt fordern, lassen die Fragen offen, weshalb sie der Gegenseite (die Anwälte von Herrn Wulff) keine Plattform anbieten?

Wie ist das zu erklären - wo wir doch über Pressefreiheit reden? Der Anspruch ist: NEUTRAL und UNVOREINGENOMMEN zu berichten. Wird der Anspruch erfüllt? Nein, in keinem Fall!! Sie ergreifen Partei, drücken ihre Meinung durch, sie hetzen, OBWOHL sie damit wider ihrem eigenen integreren Anspruch handeln und das mit Vorsatz!

Besonders die Medien sind hier in die Pflicht zu nehmen, ob sie ihre Arbeit mit ihrem Ethos u. Anspruch erfüllen oder ob sie nur noch nach billigen Schlagzeilen ohne Inhalt streben. Medien berichten neutral, umfänglich, ausgewogen - KEINE HETZE!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.12.2011 09:45 Uhr
Wolfgang Orth

Hallo Herr Huber,

die von Ihnen angeführte Super-Moral-Instanz rührt daher, dass wir im Amt des Bundespräsidenten tatsächlich schon erstklassige Leute hatten. Man denke nur an von Heuß, von Weizsäcker, Herzog, Rau. Und jetzt stellt sich heraus, dass ein Wulff nicht die Spur irgendeines Charismas hat, sondern nur- wie wir alle- den Hang zum Geld. Darf er auch, aber nicht in so zweifelhafter Art und Weise. Da zeigt sich dann, dass nach dem Bundesverfassungsgericht die nächste Institution wankt, die wir Bundesbürger zu recht als zwingend erforderlich für unsere Demokratie erachten.

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Karola Schramm
Karola Schramm (Alorak) - 18.12.2011 18:32 Uhr

Doch - gerade in einem derartigen Amt

Doch, er sollte sie (Moral) haben, muss sie haben. Nicht als Projektionsfläche für die Bevölkerung, sondern einzig und allein darum, weil er "Deutschland" international repräsentiert.
Wer dauernd in der Öffentlichkeit von Moral und Ethik, gutem Verhalten, Ehrlichkeit und was sich sonst alles gut anhört, redet - kann nicht so tun, als ginge ihn selbst das gar nichts an. Wer von anderen was fordert, sollte selbst auch bereit sein, als gutes Vorbild voran zu gehen.

Wenn reden und handeln derart auseinander fallen, stimmt was mit der ganzen Persönlichkeit nicht.

Die Medien gehen meines Erachtens insgesamt viel zu sacht sowohl mit den PolitikernInnen als auch mit deren Handeln um. Wäre Wulff ein linker Politiker, sähe die Berichterstattung mit Sicherheit viel härter aus. Was für ein Theater gab es um den Porsche des linken Politikers Ernst ? Wobei sehr viele so ein Autor fahren.

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gerd hodina
gerd hodina (hodger) - 18.12.2011 13:42 Uhr

Silvesterwunsch....

...geordneter Rücktritt eines Provinz-Politikers, mit einem Provinz-Häuschen und einer moralischen Meinung und Nicht-Ethik, die der eines provinziellen Bananen-Republiken-Präsidenten wüdig ist. Weg mit Teflon. Bau eines Museums in Osnabrück, finanziert durch jeweils 1-Euro Cent von eingeführten Bananen, für Parteien, deren liberale und/oder "christliche" Bedeutung in der Historie verschwunden ist. Neuwahl von Präsident und Bundesregierung noch im Januar 2012.

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Art Bleiglass

Und ab in die nächste Runde...

Seit Tagen beherrscht Deutschland nur ein Thema, ein dummer 0.5 Million Euro Kredit zwischen Freunden, die lt Gesetz nicht Freund sein dürfen.
Dies ist aber nicht mehr als ein geschicktes Ablenkungsmanöver von den Milliarden Euro, die zwischen den Freunden Merkel und Sarkozy verschoben werden, wobei deutlich mehr nationale Gesetze gebrochen und die Demokratie wirklich aufs Spiel gesetzt wird.
Wenn wir aus dieser künstlichen Empörung nach Weihnachten mit oder ohne Bundespräsidenten aufwachen, sind weitere unserer souveränen Rechte an Brüssel vergeben, und der neue Präsident heisst dann bald Rompuy oder Barosso oder Bangemann oder so ähnlich, richtig kennen werden wir ihn bestimmt nicht. Aufwachen!!

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B. Keim
B. Keim (bkeim) - 18.12.2011 13:11 Uhr

Um was geht es hier eigentlich?

Dass Wulff von einem Freund einen Kredit erhält, egal ob direkt, über oder durch dessen Frau, hat für mich nicht nur nichts ehrenrühriges, es geht die Öffentlichkeit erst einmal nichts an, solange keine Tatsachen bekannt sind, die darauf schließen lassen, dass darüber ein direkter Einfluss auf das politische Amt, das Wulff bekleidet, ausgeübt wird.
Was mir ziemlich sauer aufstößt ist die schleichende Verstaatlichung von Menschen, die sich in der Politik engagieren. Nach dem Motto: ein Politiker hat grundsätzlich nichts zu verbergen, er hat über alles in seinem Leben bereitwilligst Auskunft zu geben, hat er eigentlich kein Recht mehr aufs Private. Das staatliche Amt hebt die Privatsphäre auf. Jeder Politiker bzw. jede Person des öffentlichen Lebens, steht quasi unter Generalverdacht. Auf diese Weise kann man im Namen der Moral, die Freiheit zerstören. Genau dies geschieht mittlerweile auf breiter Front durch eine Vielzahl selbsternannter Moralapostel.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.12.2011 17:24 Uhr
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Thomas Meyer (meyertom) - 18.12.2011 17:24 Uhr

Ja wissen Sie...

...wenn alle Politiker ehrlich und aufrichtig gegenüber den Wählern, also dem Volk wären, dann wäre ihr Einwand berechtigt. Dem ist aber leider nicht so. Deshalb, sie sagen es völlig richtig "ein Politiker hat grundsätzlich nichts zu verbergen, er hat über alles in seinem Leben bereitwilligst Auskunft zu geben". Recht auf privates hat er schon, aber welcher Politiker trennt schon privates vom beruflichen ? Da liegt der Hase im Pfeffer !

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Gerhard Wruck
Gerhard Wruck (arbiter) - 18.12.2011 13:10 Uhr

@ Michael Menzel: Fehleinschätzung (Ihr Kommentar vom 18.12.,11:15h)

Lieber Dr. Menzel, Ihre Kommentare machen einen wachen Eindruck. Und Sie bemühen sich erkennbar um Gerechtigkeit und Fairness. In der Beobachtung und der Beurteilung des "netten" BP Wulff haben Sie aber offenbar häufig ein Auge zugedrückt. Sonst hätten Sie erkannt, dass dieser Präsident viel zu schwach und gar nicht willens ist, gegenüber der regierenden Clique (Merkel, Schäuble etc.) ein "zu kritischer Kantonist" zu sein. Seine gesäuselten Kritiken an der "Energiewende" und an der EZB-Entmachtung waren reine Pflichtübungen, die Merkel nicht wehgetan haben und wehtun sollten. Ansonsten hat dieser BP immer brav die "politische Korrektheit" bedient bis hin zur Devotion, vor allem in Richtung Türkei. Er ist viel zu sehr CDU-Gewächs, als dass er zu wirklich stringenter Kritik an den Verhältnissen dieser von innen und außen bedrohten Republik, geschweige denn zu Besserungsvorschlägen, überhaupt in der Lage sein könnte. Jetzt paart sich auch noch moralische Indifferenz mit seiner Schwäche.

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Jahrgang 1963, Leiter des Büros der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

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Jahrgang 1963, stellvertretender Ressortleiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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