17.12.2011 · Christian Wulff hat sich von der Frau eines Freundes eine halbe Million Euro geliehen. Wirklich von ihr? Und: Was genau ist eine Geschäftsbeziehung?
Von Eckart Lohse und Winand von PetersdorffRichtlinien für Lesermeinungen
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Wulff ist Buprä geworden, weil er von der flugbahn zum kanzleramt
runtermußte. Als Buprä kann Wulff aber auch wesentlich
weniger schaden denn als Buka. Was für Merkel vorrang hatte? Und ob
der Bundes-Horst nur deswegen zurückgetreten worden ist? Mer waas
es nit, wie es in Hessen heißt. Wenn Wulff jetzt geht, wer sollte
es dann machen? Ein langzeitsarbeitsloser mit familie wär die
lösung, und alle jahre neugewählt, das hätte schon
soziales flair. Wird aber politisch kaum zu machen sein. Da scharren
schon zu viele mit den hufen, äh ... den gummirädern. Nur,
wohin mit Wulff und seinesgleichen? Eine bad-bank gründen wär
vielleicht die lösung. Oder einen hosenanzugs-orden einrichten mit
dauer-alimentation. All das kostet aber immenses geld, geld, daß
wir schon lange nicht mehr haben. Laßt ihn also einfach
weitermachen, aber immer wieder tätowieren muß er sich, und
immer wieder vorzeigen bei Jauch, das sollte er denn schon. Das volk
will schließlich was haben für sein geld.
Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern!
Die bemerkenswerte Doppelmoral unseres Bundespräsidenten wird durch
folgendes Zitat Wulffs zur Flugreisenaffäre seines
Amtsvorgängers Rau aus dem Jahre 2000 deutlich.
"Ich leide physisch darunter, dass wir keinen unbefangenen
Bundespräsidenten haben."
Gemessen an diesen eigenen Wertmaßstäben müsste er nun
allein schon schmerzbedingt abtreten.
Stattdessen hält er sich offensichtlich lieber an das bekannte Adenauer-Zitat...
Nicht der Privatkredit ist das Problem des heutigen
Bundespräsidenten; nicht die omnipräsente Medienschelte und
auch nicht die derzeit noch mehr als verhaltene Kritik aus der
Opposition; es sind offensichtlich seine rudimentären
Wertevorstellungen, die ihn für dieses Amt zwischenzeitlich
untragbar erscheinen lassen und dieses selbst über alle Maße beschädigen.
Ich glaube diesem ganzen Fehltritt liegt eine viel banalere Erklaerung zugrunde. Ich schaetze Wulff wollte vor allem seiner neuen Frau mit seinem Status imponieren. Schliesslich ist sie juenger und sieht besser aus als er (banal aber wahr). Fuer ein Staatsoberhaupt ist das natuerlich zu abgeschmackt, insbesondere wenn man sich vorher aus ebendiesem Grund hat scheiden lassen. Da ist die CDU doch konservativ und so wird eine gute Schicht Lack (also Glamour) ueber die Angelegenheit gegossen, um die Wunde zu versiegeln und der Peinlichkeit nicht weiter ins Gesicht sehen zu muessen. Das Private ist eben politisch. Das entschuldigt nichts, Vorteilsnahme bleibt Vorteilsnahme und wird mit dem Verlust des Amtes bestraft. Aber es erklaert vielleicht das absurde Schweigen des Staaatsoberhaupts.
Wem nützt diese Schlammschlacht? Seit wann ist ein
Bundespräsident eine moralische Instanz?
Die rot/grünen Akteure setzen just zur Weihnachtszeit ein Spektakel
in Gang, das sie als Wächter der Moral und des guten Rufes der
Bundesrepublik Deutschlands in Szene setzen soll. Besonders Frau Nahles
wirkt in dieser Rolle sehr unglaubwürdig, von den Vertretern der
Grünen ganz zu schweigen.
Es ist Rot/Grün und das Wühlen und das Werfen mit Dreck, die
das Bundespräsidialamt massiv beschädigen. Ich frage mich
welchen Gegenkandidaten beide Parteien haben, der makellos ist?
Ezer
Schöner Artikel - leider fehlt mir - welche Hochzeit von Wulff
gemeint war, als er eine Hochzeitsreise - in Verbindung mit Geerkens -
nach Florida machte.
Wenn nun schon auf Neuwahlen spekuliert wird. Einfach prophylaktisch:
Bitte keine Theologen, keine Schönredner und keinen, der ein Buch
geschrieben hat - wie Wulff: "Besser die Wahrheit". Wenn er
sich doch nur daran gehalten hätte - .
Vielleicht ist ja jetzt die Zeit reif für Gesine Schwan, die sich
so mutig zweimal der Wahl gestellt hatte und nie in ihrer Art
gewürdigt wurde - sondern ihr immer Männer vorgezogen wurden -
die, wie wir sehen - dem Amt und der Politik - eher geschadet als
genutzt haben.
Ich glaube, man sollte es jetzt gut sein lassen! Es ist schon eher peinlich, wenn manche Medien davon sprechen, dass Wulff damals bei den Banken wegen fehlender Sicherheiten keinen oder sehr teuren Kredit bekommen hätte. Möglich, dass er sich ungeschickt verhalten hat, damals im Niedersächsischen Landtag, oder jetzt. Wiewohl er gelegentlich etwas " unbeholfen" wirkt. Besonders in Situationen, die für ihn ungewöhnlich oder neu sind- wenn mir diese Bemerkung gestattet ist. Jedenfalls spricht es nicht unbedingt von Klugheit, wenn jetzt Rufe nach seinem Rücktritt laut werden.
Irgendetwas ist faul an der Sache...
Man braucht kein Anhänger der Opposition zu sein, um zu erkennen dass hier etwas nicht stimmt: Die Familie Wulff dürfte doch auch während der Amtszeit von Christian Wulff als Ministerpräsident eine ausgezeichnete Bonität gehabt haben. Warum ging Herr Wulff nicht einfach zur Sparkasse und nahm einen günstigeren Hypothekenkredit zu etwa 3-3,5% zu dieser Zeit auf? Warum nahm man stattdessen das Geld der Freunde für 4% auf?
erfasst jetzt eine weiter saeuberungswelle den bp wulff?
was hat der mann eigentlich verbrochen?
wulff ist ein unbegabter, opportunistischer und prominenter vertreter
von garnichts.
hatte er sich nicht stets bemueht, den vom politbuero an ihn gestellten anforderungen
gerecht zu werden.
meiner erinnerung nach sagte wulff,"der islam gehoert zu deutschland."
schuechtern und zaghaft,.zwar. in allen seinen auesserungen.
aber in allem immer dem zeitgeist hinterhergehechelt oder
auch einmal vorausgeeilt.
alles in allem? ein harmloser vertreter seiner zunft.
warum also jetzt die anklage durch die kommissarin nahles?
man kann es nur vermuten.
m.m. fehlt wulff der richtige stallgeruch.
die proletarische oder oeko-proletarische herkunft.
und das wird ihm die schueleraufsatz-u.textbausteinclique der
abgebrochenen lehrer und diplomierten oberlehrer nie verzeihen.
so wie ich das sehe, muessen wir bei der kommenden neujahresansprache
auf herrn
wulff schon verzichten.
"Die Frage, woher er sein Geld habe, findet Geerkens frech"
"Woher haben Sie Ihr Geld? Womit bestreiten Sie ihr Lebensunterhalt?" --- Solche blöde Fragen kenne ich vom Finanzamt, obwohl sie mit seinen eigenen Unterlagen sehr leicht beantwortet sind, die Antwort war selbstverständlich. Kennt Geerkens diese Fragen nicht? Übrigens, bald ist jeder, der einen Scheck einlöst oder mit Bargeld zahlt, verdächtig. Das ganze entwickelt sich Richtung totale Kontrolle.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.12.2011 17:52 UhrTotale Übertreibung
Es geht hier um Politiker, die Rechenschaft dafür abgeben müssen, ob wie und warum sie was erhalten haben. Sie stehen täglich im Rampenlicht und sind gewählte Volksvertreter. Wulff wäre nicht der erste der einen Vorteil daraus zöge. Deshalb !
Obwohl ich den Artikel (noch) nicht gelesen habe, liebe FAZ, vielen Dank
für das grandiose Bild vom Häuschen im Garten und C. Wulff bei
der Gärtnerarbeit. Diesen Sarkasmus hätte ich eher von einer
Zeitschrift wie "Titanic" erwartet. Klasse!!!
Sollte der Privatkredit zu einem Rücktritt führen, kann Herr
Wulff sicherlich noch gut für die ein oder andere Bausparkasse
Werbung machen.
Das war beabsichtigt...
...den Herrn Wulff mit einer Spritzkanone im Garten abgelichtet zu veröffentlichen. Damit will die FAZ einen Banalität suggerieren, die es wohl in Wirklichkeit eben nicht ist. In sofern tatsächlich ein gelungenes Werbefoto für Bausparkassen.
Wo konkret ist nachweisbar der Bezug zum Amt ?
Bei der ganzen Diskussion habe ich noch nicht lesen können, wo nun
konkret der Bezug zum Amt sein soll, der ja für ein Verbot von
verbilligten Krediten nach dem Ministergesetz nötig ist. Der Kredit
war Ende 2008. Herr. G. hat in 2003 wegen Krebs alle geschäftlichen
Aktivitäten eingestellt, alles verkauft und ging in die Schweiz. Da
liegen 5 Jahre dazwischen. Welche Vorteile hätte Herr Wulff seinem
langjährigen Freund denn als MP verschaffen können? Der
müßte ja so beachtlich sein, dass er 500 000 Euro wert
ist....Bevor ich hier nichts Belastbares dazu lese, ist der Mann
für mich - wie selbst jeder Schwerverbrecher in diesem Lande -
unschuldig.
Ich wünschte mir hier mehr Seriösität von der Presse.
Vorteilsnahme im Amt ....
war ja nicht mal von Herrn von Arnim diagnostiziert worden. Diese
Vorschrift ist nun nach allem was man über diese Schlammschlacht
weiß, nun gar nicht in Rede. Dann wären wir im Strafrecht.
Und die Staatsanwaltschaft hätte zu ermitteln.
Ich frage noch einmal : Welche belastbaren Nachweise für einen
Bezug zum Amt gibt es wirklich?
Strafgesetzbuch § 331 Vorteilsannahme
"Ein Amtsträger oder ein für den öffentlichen Dienst besonders Verpflichteter, der für die Dienstausübung einen Vorteil für sich oder einen Dritten fordert, sich versprechen läßt oder annimmt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft."
Der "grune" Wenzel spricht uber das Gift der Demokratie und vergisst "grune" Steinewerfer !
Also, das ist schon abenteuerlich, da stellt sich der Grunen-Abgeordneter dahin und erzahlt jedem, was er fur den Gift der Demokratie halt, nur weil sein politischer Gegner ein Privatkredit aufnahm, der bislang nicht als verfassungswidrig erklart wurde und vergisst doch tatsachlich seine grunen Steinewerfern, die sich immer so hervortun, wenn es um Gorleben geht und wenn er gefragt wird, wie teuer ein Atomausstieg und die Schaffung von natur-zerstorerischen Sonnenblumenplantagen sei, da weicht er aus und verweist auf die Bundesregierung ... Warum erklart er nicht jedem, das die Steinewerfer eine Gefahr fur Frieden, Recht und Freiheit ist ?
Hmm... so wichtig die inhaltliche Diskussion der causa Wulff auch sein
mag, ich frage mich, ob wir nicht alle auf genau der Spielwiese spielen,
auf der wir spielen sollen, während die eigentliche Musik in
Wahrheit wo ganz anders spielt.
Die Frage, die sich mir aufdrängt, ist, warum wird diese Sache
GERADE JETZT in den Medien verhandelt? Soll da etwa jemand gefügig
gemacht werden, damit er gewissen Leuten auf ihrem -
verfassungswidrigen!!! - Weg in die europäische Fiskalunion keine
Steine in den Weg legen kann?
Ein Schelm, wer Böses denkt...
Nun gut, ich find Herrn Wulff jetzt auch nicht unbedingt die erste Wahl
für das Amt und hätte auch lieber Herrn Gauck auf dem Posten
gesehen aber dass rechtfertigt noch lange nicht jemanden, insbesondere
von den Medien, in die Enge zu treiben, wegen solch einer
lächerlichen Kleinigkeit. Vor allem weil das bei der Hälfte
der Bürger auch nur genau zu einem solchen Teil ankommt. Da ist
dann die Rede von Geschenken, Politikern die sich selbst bedienen usw.
Ich halte Herrn Wulff für einen süßen kleinen Buben, der
alles in seinem Leben richtig machen wollte und anscheinend auch einiges
einstecken musste. Ich denke allein schon dies spiegelt doch die
Mehrheit der Bevölkerung wieder und so hat er auch ein Anrecht auf
sein Amt. Leider hat er momentan das Pech dass sich Journalisten aus
Ermangelung anderer weitaus wichtiger Themen über ihn hermachen
(wie man sehr eindrucksvoll am Spiegel sieht).
Lasst ihn endlich in Ruhe, kümmert euch um eure Familien und fasst
euch mal an die eigene Nase!
Wahrheit benennen
Sorry, ich klickte "Empfohlen" an, was ich nicht wollte,
sondern Ihnen eine Antwort schreiben, dass kein Mensch Recht auf auf ein
Amt hat, erst recht nicht, wenn er leichtsinnig damit umgeht. Glatt
rasiert und gut gekämmt reichen da nicht aus.
Reden können viele gut - aber die Taten entscheiden. Wenn Wulff
sich Geld von Freuden leiht, die es haben, ist das keine Todsünde
und auch kein Verbrechen. Aber wie er damit umgeht, wie er sich dreht
und wendet ob dieses Sachverhaltes, das ist - schlicht gesagt -
erbärmlich unreif.
Was die Journalistenschelte angeht, sollten Sie wissen, dass es deren
Job ist, die Wahrheit ans Licht zu bringen und die Bevölkerung
wahrheitsgemäss zu informieren. Dazu gehört es auch, in
Abgründe zu schauen und Tatsachen als solche zu benennen und nicht
zu verschönern oder schlechte Taten als gute darzustellen.
Von Hetzkampagne keine Spur
...diese Diskussion ist äußerst notwendig, damit die politische Kultur in Deutschland sich ausleben kann und kreatives entwickeln kann. Wo kämen wir denn dahin, wenn alles unter den Teppich gekehrt würde. Nein, der Mann hat gelogen im Amt, deshalb muss er dafür geradestehen.
Wulff ist zum Gefangener seiner Eitelkeiten geworden
Der gute Herr Wulff musste doch alles haben, besitzen und durchsetzen. Egal wer dabei zu Schaden kommt. Scheidung, Haus, Ministerpräsident, Bundespräsidentenamt, Auszeichnungen und was nicht noch alles. Dazu kommen der Progromvergleich (2008), Flugticketaffäre (2009), Missbrauch von Steuergeldern (2011) und jetzt die Kreditaffäre. Wenn solch eine Person, gewissermaßen als "Hans Dampf in allen Gassen" herum fuhrwerkt nimmt es nicht Wunder, wenn irgendwer oder irgendetwas Schaden nimmt. Ein erbärmliches Abbild gibt der Mann von sich.
Heuchlerei - Volksverblödung durch Angel-Sachsen-Journalismus
Hallo, in sämtlichen Artikeln wird dem BP eine Super-Moral-Instanz
zugebetet, die er überhaupt nicht hat. Dieser Anspruch, sollte bei
allen jenen Journalisten und Politikern ebenfalls erhoben werden, die
jetzt nach einem Rücktritt rufen. Besonders diese Journalisten und
diese Politiker, die einen Rücktritt fordern, lassen die Fragen
offen, weshalb sie der Gegenseite (die Anwälte von Herrn Wulff)
keine Plattform anbieten?
Wie ist das zu erklären - wo wir doch über Pressefreiheit
reden? Der Anspruch ist: NEUTRAL und UNVOREINGENOMMEN zu berichten. Wird
der Anspruch erfüllt? Nein, in keinem Fall!! Sie ergreifen Partei,
drücken ihre Meinung durch, sie hetzen, OBWOHL sie damit wider
ihrem eigenen integreren Anspruch handeln und das mit Vorsatz!
Besonders die Medien sind hier in die Pflicht zu nehmen, ob sie ihre
Arbeit mit ihrem Ethos u. Anspruch erfüllen oder ob sie nur noch
nach billigen Schlagzeilen ohne Inhalt streben. Medien berichten
neutral, umfänglich, ausgewogen - KEINE HETZE!
Hallo Herr Huber,
die von Ihnen angeführte Super-Moral-Instanz rührt daher, dass wir im Amt des Bundespräsidenten tatsächlich schon erstklassige Leute hatten. Man denke nur an von Heuß, von Weizsäcker, Herzog, Rau. Und jetzt stellt sich heraus, dass ein Wulff nicht die Spur irgendeines Charismas hat, sondern nur- wie wir alle- den Hang zum Geld. Darf er auch, aber nicht in so zweifelhafter Art und Weise. Da zeigt sich dann, dass nach dem Bundesverfassungsgericht die nächste Institution wankt, die wir Bundesbürger zu recht als zwingend erforderlich für unsere Demokratie erachten.
Doch - gerade in einem derartigen Amt
Doch, er sollte sie (Moral) haben, muss sie haben. Nicht als
Projektionsfläche für die Bevölkerung, sondern einzig und
allein darum, weil er "Deutschland" international repräsentiert.
Wer dauernd in der Öffentlichkeit von Moral und Ethik, gutem
Verhalten, Ehrlichkeit und was sich sonst alles gut anhört, redet -
kann nicht so tun, als ginge ihn selbst das gar nichts an. Wer von
anderen was fordert, sollte selbst auch bereit sein, als gutes Vorbild
voran zu gehen.
Wenn reden und handeln derart auseinander fallen, stimmt was mit der
ganzen Persönlichkeit nicht.
Die Medien gehen meines Erachtens insgesamt viel zu sacht sowohl mit den
PolitikernInnen als auch mit deren Handeln um. Wäre Wulff ein
linker Politiker, sähe die Berichterstattung mit Sicherheit viel
härter aus. Was für ein Theater gab es um den Porsche des
linken Politikers Ernst ? Wobei sehr viele so ein Autor fahren.
...geordneter Rücktritt eines Provinz-Politikers, mit einem Provinz-Häuschen und einer moralischen Meinung und Nicht-Ethik, die der eines provinziellen Bananen-Republiken-Präsidenten wüdig ist. Weg mit Teflon. Bau eines Museums in Osnabrück, finanziert durch jeweils 1-Euro Cent von eingeführten Bananen, für Parteien, deren liberale und/oder "christliche" Bedeutung in der Historie verschwunden ist. Neuwahl von Präsident und Bundesregierung noch im Januar 2012.
Und ab in die nächste Runde...
Seit Tagen beherrscht Deutschland nur ein Thema, ein dummer 0.5 Million
Euro Kredit zwischen Freunden, die lt Gesetz nicht Freund sein dürfen.
Dies ist aber nicht mehr als ein geschicktes Ablenkungsmanöver von
den Milliarden Euro, die zwischen den Freunden Merkel und Sarkozy
verschoben werden, wobei deutlich mehr nationale Gesetze gebrochen und
die Demokratie wirklich aufs Spiel gesetzt wird.
Wenn wir aus dieser künstlichen Empörung nach Weihnachten mit
oder ohne Bundespräsidenten aufwachen, sind weitere unserer
souveränen Rechte an Brüssel vergeben, und der neue
Präsident heisst dann bald Rompuy oder Barosso oder Bangemann oder
so ähnlich, richtig kennen werden wir ihn bestimmt nicht. Aufwachen!!
Um was geht es hier eigentlich?
Dass Wulff von einem Freund einen Kredit erhält, egal ob direkt,
über oder durch dessen Frau, hat für mich nicht nur nichts
ehrenrühriges, es geht die Öffentlichkeit erst einmal nichts
an, solange keine Tatsachen bekannt sind, die darauf schließen
lassen, dass darüber ein direkter Einfluss auf das politische Amt,
das Wulff bekleidet, ausgeübt wird.
Was mir ziemlich sauer aufstößt ist die schleichende
Verstaatlichung von Menschen, die sich in der Politik engagieren. Nach
dem Motto: ein Politiker hat grundsätzlich nichts zu verbergen, er
hat über alles in seinem Leben bereitwilligst Auskunft zu geben,
hat er eigentlich kein Recht mehr aufs Private. Das staatliche Amt hebt
die Privatsphäre auf. Jeder Politiker bzw. jede Person des
öffentlichen Lebens, steht quasi unter Generalverdacht. Auf diese
Weise kann man im Namen der Moral, die Freiheit zerstören. Genau
dies geschieht mittlerweile auf breiter Front durch eine Vielzahl
selbsternannter Moralapostel.
Ja wissen Sie...
...wenn alle Politiker ehrlich und aufrichtig gegenüber den Wählern, also dem Volk wären, dann wäre ihr Einwand berechtigt. Dem ist aber leider nicht so. Deshalb, sie sagen es völlig richtig "ein Politiker hat grundsätzlich nichts zu verbergen, er hat über alles in seinem Leben bereitwilligst Auskunft zu geben". Recht auf privates hat er schon, aber welcher Politiker trennt schon privates vom beruflichen ? Da liegt der Hase im Pfeffer !
@ Michael Menzel: Fehleinschätzung (Ihr Kommentar vom 18.12.,11:15h)
Lieber Dr. Menzel, Ihre Kommentare machen einen wachen Eindruck. Und Sie
bemühen sich erkennbar um Gerechtigkeit und Fairness. In der
Beobachtung und der Beurteilung des "netten" BP Wulff haben
Sie aber offenbar häufig ein Auge zugedrückt. Sonst
hätten Sie erkannt, dass dieser Präsident viel zu schwach und
gar nicht willens ist, gegenüber der regierenden Clique (Merkel,
Schäuble etc.) ein "zu kritischer Kantonist" zu sein.
Seine gesäuselten Kritiken an der "Energiewende" und an
der EZB-Entmachtung waren reine Pflichtübungen, die Merkel nicht
wehgetan haben und wehtun sollten. Ansonsten hat dieser BP immer brav
die "politische Korrektheit" bedient bis hin zur Devotion, vor
allem in Richtung Türkei. Er ist viel zu sehr CDU-Gewächs, als
dass er zu wirklich stringenter Kritik an den Verhältnissen dieser
von innen und außen bedrohten Republik, geschweige denn zu
Besserungsvorschlägen, überhaupt in der Lage sein könnte.
Jetzt paart sich auch noch moralische Indifferenz mit seiner
Schwäche.
Eckart Lohse Jahrgang 1963, Leiter des Büros der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.
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Winand von Petersdorff-Campen Jahrgang 1963, stellvertretender Ressortleiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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