11.01.2013 · So wie unlängst Sigmar Gabriel machen es viele Politiker: Sie tragen ihr Privates an die Öffentlichkeit und scheuen keine Selbstentblößung mehr. Ehemals eherne Regeln werden neu definiert.
Von Günter Bannas, BerlinRichtlinien für Lesermeinungen
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Gabriel und seine private/intime "Beichte"
Sigmar Gabriel wurde niemals ins Amt des niedersächsischen Ministerpräsidenten gewählt und wurde durch das Versagen von Glogovski ins Amt gehöben. Er hat versagt und wurde abgewählt. Als Parteivorsitzender tat er sich lediglich durch Polemik und niveaulose Äußerungen hervor. SPD wollte ihn nicht als Kanzlerkandidaten. Seit Monaten kam von Gabriel kein vernünftiger Polit-Impuls. Man beachtete ihn als Politiker kaum. Er mußte sich irgendwie bemerkbar machen. Also, man griff in die Kiste "Privates" und glaubt sich durch das Thema das mit Politik nichts zu tun hat, bemerkbar zu machen. Er hat sich dadurch zweifellos "bemerkbar" gemacht. Jetzt lacht man über ihn. Für einen Politiker blamabel. Offenbar verfügt SPD nicht über fähigen Spitzenpolitiker. Eine Schande für unser Land und uns Deutsche.
Noch einer, der einen Vater zu entsorgen hat
Zu den Herren von Weizsäcker, Dutschke, Trittin, Grass und vielen
anderen Kämpfern gegen "rechts" gesellt sich nun mit dem
barocken Herrn Gabriel noch ein weiterer Kämpe gegen das Böse
schlechthin. Es sind allesamt Leute, die glauben, dass sie durch
Denunziation ihrer eigenen Väter oder eigenen Vergangenheit die
Reputation gewinnen, die es ihnen ermöglicht, in der schalen
prinzipienlosen Gegenwartsgesellschaft selbst eine Rolle zu spielen. Der
Kampf gegen "rechts" ist das Eintrittsbillett in diesen Kreis
von charakterlich höchst fragwürdigen Gestalten. Wer sogar
seinen eigenen Vater entsorgt, so kalkulieren diese Karrieristen, meint
es mit der Verachtung des eigenen Volkes und Vaterlands besonders ernst
und sei deshalb besonders prädestiniert, an der Abschaffung
Deutschlands bevorzugt mitzuwirken.
Die Medien spielen dieses Spiel natürlich mit Begeisterung mit,
indem sie diesen narzisstischen Selbstdarstellern jede Gelegenheit
bieten, ihre Charakterlosigkeit als Heldentum zu verkaufen.
Vielen Dank, Frau Ramirez, für Ihr Postscriptum (11.01.2013 16:49 Uhr)!
Wollte zunächst etwas Ähnliches schreiben, las dann Ihren Beitrag, in dem Sie den Kern der Sache so glänzend auf den Punkt bringen, daß ich mich nur noch anzuschließen brauche.
Gabriels Kindheit und Jugend mag nicht gerade schön gewesen zu
sein. Das ist seine Privatsache.
Aber er will Spitzenpolitiker sein. Dafür muß man
einsatzfähig, belastbar und ausgeglichen sein. Vor allem darf man
nicht die Allgemeinheit mit seinen persönlichen Problemen belasten.
Der Bundestag ist kein Therapiezentrum.
Seine privaten Probleme muß Gabriel lösen, bevor er ernsthaft
etwas bewegen will.
Herr Richter gehen Sie damit voran!
Was man von Ihnen, Ihrem Schreiben im Forum, hat lesen koennen ist das Gegentei von dem, was sie fordern!!!
WAHRHEIT, oderLÜGE?????????
denk mal 2. weil was soll das heute und Jetzt?
Würde gern Beweise lesen und kein dummes geschwafel...von
Ihm...über einen Toten so reden? Ich hab da große Bedenken,
leider denn Politik und Wahrheit passen nicht, das wissen wir
Wird von mir nicht gewählt. Will heißen, ich kann auf Selbstdarsteller etc. verzichten; dies gilt insbesondere für all jene, die ihre Angehörigen zu Statisten umwidmen. Das ist auch mit meinem Menschenbild nicht zu vereinbaren.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.01.2013 10:49 Uhrwie sieht Ihr Menschenbild aus?
Je weniger Erfahrung einer hat, umso beschrenkter ist sein Menschenbild! In einer freien demokratischen Gesellschaft wie unsere - noch - ist, ist Erfahrung UNBEDINGT NOTWENDIG! Wer die nicht will, kann nur diktatorische Gedanken folgen, ob rechts oder links ist doch egel. Wer nicht weiss ob der grosse Hund beisst, kann im Krankenhaus enden. Autofahrer ohne Erfahrung, sind immer am schnellsten dran. Leute ohne Erfahrung sollten sich mal an ihre ideologischen Lehrer richten, um zu erfahren, wie es mit deren Erfahrung steht.
Gabriels Nazi-Vater ist für mich reines Ablenkungsmanöver
um Steinbrück mal ein, zwei Tage aus der Schusslinie zu bekommen.
Aber der findet morgen den nächsten Fettnapf.
Grundsätzlich hat es keinen "Mehrwert" zu wissen, dass
Steinmeier seiner Frau eine Niere spendete oder Müntefering wegen
seiner kranken Frau eine Auszeit nahm. M.E. dienen diese
öffentlichen Bekenntnisse auch dazu, den jeweiligen Politiker etwas
menschlicher wirken zu lassen.
Mehrwert, Herr Muz, war in der Eile
wohl das falsche Wort. Das kommt, wenn man drei Dinge auf einmal macht. Was ich damit sagen wollte war, dass es für unser Wahlkreuz irrelevant ist, welches private Schicksal der einzelne Politiker hat. Wobei ich natürlich davon ausgehe, dass Politiker, egal ob privat oder nicht, integer sind.
Wenn man es mit Überzeugung nicht schafft, versucht man es mit Mitleid
Ob ihm dies aber Punkte bringt, ist fraglich. Wie hat schon Franz-Joseph
Degenhardt gesungen:
Spiel nicht mit den Schmuddelkindern, sing nicht ihre Lieder.....
Zur Verteidigung von Sigmar Gabriel
Verzichten kann ich auf Berichte, die kaum mehr als Klatsch und Tratsch
sind, wie die weiland die Ehegeschichten von Gerhard Schröder oder
jetzt die zweifelhaften Enthüllungen von Bettina Wulff. Sinnvoll
aber finde ich Berichte, die eine öffentliche Auseinandersetzung
mit Themen erlauben, die über den Einzelfall des Betroffenen hinausgehen.
Die autoritäre Einstellungen deutscher Väter (es müssen
ja nicht unbedingt Nazis gewesen sein) spukt sicherlich noch in den
seelischen Tiefen vieler Über- 50-Jähriger, und die
Auseinandersetzung mit einer tödlichen Krankheit ist auch kein
Einzelfall. Deswegen finde ich den Bericht von Sigmar Gabriel über
eine vermutlich nicht ganz untypische deutsche Kindheit in den 1960'er
Jahren, ebenso wie z.B. das Öffentlichmachen seiner Krebserkrankung
durch Wolfgang Bosbach voll in Ordnung.
grundsätzlich ist es sache eines politikers,was er an privatem von sich gibt oder nicht.das,was gabriel nunmehr die öffentlichkeit über seinen familiären hintergrund wissen lässt,berührt einen schon.dennoch bleibt ein fader nachgeschmack:der zeitpunkt!ausgerechnet in wahlkampfzeiten stellt sich fast zwangsläufig die frage,ob der familiäre background auch dann ein zentrales thema gewesen wäre,wenn gabriel in einem behütendem elternhaus ,sorgenfrei und glücklich seine kindheit verbracht hätte?wer ganz bösartig denkt,könnte auch den verdacht haben,dass gabriel mit seinem interview eine plattform suchte,um sich von dem in weiten teilen der spd als "abgehoben"empfundenen steinbrück zu distanzieren und abzusetzen.
Im Kampf gegen Rechts nicht zu übertreffen
Nach dem Tod seines Vaters, wie dieser Tage zu lesen war, sichtete Sigmar Gabriel den Nachlaß seines Vaters und fand unter anderem Exemplare der Nationalzeitung wie auch Bücher, die sich mit dem Holocaust und anderem Nahgeschichtlichem befaßten, um sie allerdings sogleich dem Verfassungsschutz zu übergeben (des gefährlichen Inhalts wegen, um Schaden vom Volke abzuwenden, um Geschichte neu zu schreiben, um mit dem Zeitgeist Schritt zu halten, um SPD-Vorsitzender mit seinem Vater im Hintergrund, jedoch ohne Nationalzeitung, zu bleiben?). Wie dem auch sei, zu bescheinigen ist ein hochachtungsvoller Kampf gegen Rechts. Den übertrifft derzeit wohl niemand - vorerst nicht! Wer sie waren, wie sie wurden, wie sie fremd blieben - und was sie für mich sind: unterhaltsame Politherzchen, mitunter stillos, heimatlos, deshalb muß es ja auch Europa sein, gelegentlich immateriell verarmt, da helfen auch keine Neidkampagnen!
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.01.2013 20:57 UhrVati kann sich nicht mehr wehren
... ist ja schön, dass der Nachlass eines Verstorbenen neu
interpretiert wird, aber was hat das mit "Kampf gegen Rechts"
zu tun? Vielleicht wollte Vati die alten Dinge nur aufbewahren, was ja
grundsätzlich nicht verkehrt ist; so wie unsereiner einen echten
Bofinger ausgeschnitten hat um den Unsinn später einmal zeigen
können (weil es sonst niemand mehr glaubt)?
Wenn das der "Kampf gegen Rechts" ist, möchte ich nicht
wissen, wie der "Kampf gegen Links" aussieht - wahrscheinlich
sitzen schon alle in den Startlöchern, bis die (wenigen)
68er-Väter - von ihren systemkritischen Luxuspensionen genug haben
und das Zeitliche segnen. Irgendwann im Jahre 2033 wird dann ein
politisch korrekter Nachkomme alles Schlimme offenlegen:
Zeitungsausschnitte des ND; ein Buch über die
"Schießbefehls-Lüge", eine Haarlocke von Frau
Wagenknecht mit Widmung und die Erinnerungen des I.M. Notar - alles zum
Verfassungsschutz bitte....
Er ist nun einmal nicht Kanzlerkandidat geworden
Früher ist er von seinem Vater geschlagen worden, heute von
Steinbrück. Ein wissenschaftlicher Zweig der Kriminologie, die
Viktimologie, befasst sich mit der Tatsache, weshalb bestimmte Menschen
immer wieder vermehrt Aggressionen auf sich ziehen. Die Frage
hätten wir früher auf dem Schulhof mit Hinweis auf die
Physiognomie des Herrn Gabriel beantwortet. Heute versucht er nun
krampfhaft, damit Medienaufmerksamkeit zu bekommen. Ist Herr Gabriel als
Kind in Goslar womöglich auch noch vergewaltigt worden? Es
wäre ihm noch größere Aufmerksamkeit sicher; zumal
inzwischen Steinbrück nicht als das letzte Wort in Sachen
Kanzlerkandidatur gelten muss.
-------------------------
"...Ist Herr Gabriel als Kind in Goslar womöglich auch noch
vergewaltigt worden?"
Ja, doch, wir muessen hier vom Schlimmsten ausgehen.
Gabriel ist beidseitig bespielbar:
Ob hier nun von jeher eine intellektuelle+charakterliche Praedisposition vorliegt
oder ob eine Vergewaltigung den jungen Gabriel disponiert hat:
Alles ist moeglich!
Homestory-Terror in der Klatsch-und-Tratsch-Gesellschaft
Wenn man die Konsumenten von Medienprodukten, die sich in erster Linie
mit Lebensstilen und Kleidungsgewohnheiten fremder Menschen
beschäftigen, sowie meist ziemlich unterkomplexe Tipps bereit
halten, wie sich Leser-, Hörer- oder Zuschauerschaft diesen optisch
anpassen kann, spöttisch hinterfragt und offen bezweifelt, dass die
Weihnachtsgewohnheiten einer jungen Frau, die in eine politisch
längst entmachtete, ausländische Adelsdynastie eingeheiratet
hat, eine wesentlich höhere Aufmerksamkeit verdient als politische
Entscheidungen, die praktisch die Abgabe der deutschen
Haushaltssouveränität an eine ebenso undurchsichtige wie
undemokratische internationale Einrichtung namens ESM zur Folge hat,
gilt man unter akademisch nicht unbedarften, im bildungspolitisch
forcierten Glauben einer gewissen Superiorität dem anderen
Geschlecht gegenüber aufgewachsenen Generation von jungen Damen,
schnell als Sexist.
Man muss Wähler eben da abholen, wo sie sind. Und wenn es bei
Gabriels zu Hause ist.
Alte Tante SPD, musst du das auch noch aushalten, dass deine Urenkel im Getöse der Selbstinszenierung einander beharken, dem gemeinen Konkurrenten das Wasser abgraben und dem albernen Wahlvolk glauben machen, es gehe um Deutschalnd und ihr Wohlergehen. Eitelkeit hat ja seinen Reiz, wenn es zielbewusst die Gedanken steuert. Sind sie nicht vorhanden, sollte man besser schweigen, oder?
Das 4. Gebot: Du sollst Vater und Mutter ehren!
Gabriel, Trittin%Consorten haben vor nix Respekt+werden darum auch vor
garnichts halt machen.
Aus Italien schreibend vermute ich, dass es "Vergleichbares"
in EU so garnicht gibt.
10 besoffene Russen+100korrupte italienische Politiker koennen nicht
soviel Schaden
anrichten wie 1 Steinbrueck, 1Trittin, 1Gabriel+1haste nich gesehen!
Beim Überfliegen des Untertitels las ich "Sie...scheuen keine
Selbstentblödung mehr".
Paßt eigentlich auch.
nun geht er mit dieser Mitleidtour auf Stimmenfang -- wie erbärmlich. Seine nun offengelegte Geschichte zeigt endgültig: Der Mann ist für KEIN aber auch für GAR KEIN politisches Amt geeignet.
Keiner kann sagen, ob es Strategie ist.
Seinen Leidendruck sollte man mit sich selber oder mit einer Beratung klären.
Wie mit Willi Brandt von Seiten der Opposition umgegangen worden ist,
war eines der schäbigsten Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte.
Es war ein Lehrstück, dass nur die Sache zu zählen hat.
Wenn es von dritter Seite öffentlich wird, kann man es kurz aufgreifen.
Während seiner aktiven Zeit darf man persöhnliche Artikel oder
Bücher herausgeben.
Schön ist so etwas nicht. Später veröffentlichte
Dokumente ergeben erhellendes für die Nachwelt.
Es hat aber nichts mit der Politik zu tun.
Auch kann man nicht erwarten, dass man eine
"Ermäßigung" auf Fehlentscheidungen bekommt, wenn
man einen (vermeindlichen) Zusammenhang mit seiner Biographie herstellt.
Wenn man handelt, sollte man sich über sich selber und seine
fernere Vergangenheit unbedingt im Klaren sein.
Es war die schäbige Art Brandts Herkunft zu theamtisieren
...
... der Briefträger ist rechts, die Union ist rechts, rechts parkt ein Auto - der "Kampf gegen rechts" führt wohl in die Klapse.
Privates in der Öffentlchkeit - ein selektives Unterfangen
Privates wird nur zur Schau gestellt, wo es nützlich ist.
Ehebrüche und Patchwork werden ja heutzutage als normale, bisweilen
hippe Ereignisse im Leben von Promis angesehen und manchmal gar ohne
Scheu vermarktet. Dort wäre Zurückhaltung und Diskretion
gerade um der Kinder willen wünschenswert.
Andrerseits sind manche Privatangelegenheiten ja durchaus relevant, um
Charakter und Tauglichkeit von Politikern für bestimmte Ämter
einschätzen zu können. Wer z.B. nicht in der Lage ist, im
Kleinen eine solide Ehe zu führen, ist wohl auch nicht für
höchste repräsentative Ämter geeignet. In solchen
Fällen wird allerdings mit Verweis darauf, dass es hier um Privates
handele, das Schweigen auferlegt.
Hier herrscht eine sehr selektive Vorgehensweise.