Home
http://www.faz.net/-gpg-75o56
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Privates in der Politik Im Licht der Öffentlichkeit

 ·  So wie unlängst Sigmar Gabriel machen es viele Politiker: Sie tragen ihr Privates an die Öffentlichkeit und scheuen keine Selbstentblößung mehr. Ehemals eherne Regeln werden neu definiert.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (24)
Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Dr. Emil Andabak

Gabriel und seine private/intime "Beichte"

Sigmar Gabriel wurde niemals ins Amt des niedersächsischen Ministerpräsidenten gewählt und wurde durch das Versagen von Glogovski ins Amt gehöben. Er hat versagt und wurde abgewählt. Als Parteivorsitzender tat er sich lediglich durch Polemik und niveaulose Äußerungen hervor. SPD wollte ihn nicht als Kanzlerkandidaten. Seit Monaten kam von Gabriel kein vernünftiger Polit-Impuls. Man beachtete ihn als Politiker kaum. Er mußte sich irgendwie bemerkbar machen. Also, man griff in die Kiste "Privates" und glaubt sich durch das Thema das mit Politik nichts zu tun hat, bemerkbar zu machen. Er hat sich dadurch zweifellos "bemerkbar" gemacht. Jetzt lacht man über ihn. Für einen Politiker blamabel. Offenbar verfügt SPD nicht über fähigen Spitzenpolitiker. Eine Schande für unser Land und uns Deutsche.

Empfehlen
Gerhard Wruck
Gerhard Wruck (arbiter) - 13.01.2013 00:35 Uhr

Noch einer, der einen Vater zu entsorgen hat

Zu den Herren von Weizsäcker, Dutschke, Trittin, Grass und vielen anderen Kämpfern gegen "rechts" gesellt sich nun mit dem barocken Herrn Gabriel noch ein weiterer Kämpe gegen das Böse schlechthin. Es sind allesamt Leute, die glauben, dass sie durch Denunziation ihrer eigenen Väter oder eigenen Vergangenheit die Reputation gewinnen, die es ihnen ermöglicht, in der schalen prinzipienlosen Gegenwartsgesellschaft selbst eine Rolle zu spielen. Der Kampf gegen "rechts" ist das Eintrittsbillett in diesen Kreis von charakterlich höchst fragwürdigen Gestalten. Wer sogar seinen eigenen Vater entsorgt, so kalkulieren diese Karrieristen, meint es mit der Verachtung des eigenen Volkes und Vaterlands besonders ernst und sei deshalb besonders prädestiniert, an der Abschaffung Deutschlands bevorzugt mitzuwirken.
Die Medien spielen dieses Spiel natürlich mit Begeisterung mit, indem sie diesen narzisstischen Selbstdarstellern jede Gelegenheit bieten, ihre Charakterlosigkeit als Heldentum zu verkaufen.

Empfehlen
Hans-Jörg Rechtsteiner

Vielen Dank, Frau Ramirez, für Ihr Postscriptum (11.01.2013 16:49 Uhr)!

Wollte zunächst etwas Ähnliches schreiben, las dann Ihren Beitrag, in dem Sie den Kern der Sache so glänzend auf den Punkt bringen, daß ich mich nur noch anzuschließen brauche.

Empfehlen
Wolfgang Richter

Peinlich

Gabriels Kindheit und Jugend mag nicht gerade schön gewesen zu sein. Das ist seine Privatsache.
Aber er will Spitzenpolitiker sein. Dafür muß man einsatzfähig, belastbar und ausgeglichen sein. Vor allem darf man nicht die Allgemeinheit mit seinen persönlichen Problemen belasten. Der Bundestag ist kein Therapiezentrum.
Seine privaten Probleme muß Gabriel lösen, bevor er ernsthaft etwas bewegen will.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.01.2013 10:35 Uhr
Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 12.01.2013 10:35 Uhr

Herr Richter gehen Sie damit voran!

Was man von Ihnen, Ihrem Schreiben im Forum, hat lesen koennen ist das Gegentei von dem, was sie fordern!!!

Empfehlen
Michael Hochmuth

Engel Gabriel verkündet

WAHRHEIT, oderLÜGE?????????
denk mal 2. weil was soll das heute und Jetzt?
Würde gern Beweise lesen und kein dummes geschwafel...von Ihm...über einen Toten so reden? Ich hab da große Bedenken, leider denn Politik und Wahrheit passen nicht, das wissen wir

Empfehlen
Philipp Laurisch

Quatsch-Comedy-Club

Wird von mir nicht gewählt. Will heißen, ich kann auf Selbstdarsteller etc. verzichten; dies gilt insbesondere für all jene, die ihre Angehörigen zu Statisten umwidmen. Das ist auch mit meinem Menschenbild nicht zu vereinbaren.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.01.2013 10:49 Uhr
Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 12.01.2013 10:49 Uhr

wie sieht Ihr Menschenbild aus?

Je weniger Erfahrung einer hat, umso beschrenkter ist sein Menschenbild! In einer freien demokratischen Gesellschaft wie unsere - noch - ist, ist Erfahrung UNBEDINGT NOTWENDIG! Wer die nicht will, kann nur diktatorische Gedanken folgen, ob rechts oder links ist doch egel. Wer nicht weiss ob der grosse Hund beisst, kann im Krankenhaus enden. Autofahrer ohne Erfahrung, sind immer am schnellsten dran. Leute ohne Erfahrung sollten sich mal an ihre ideologischen Lehrer richten, um zu erfahren, wie es mit deren Erfahrung steht.

Empfehlen
Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 11.01.2013 18:36 Uhr

Wenn man es mit Überzeugung nicht schafft, versucht man es mit Mitleid

Ob ihm dies aber Punkte bringt, ist fraglich. Wie hat schon Franz-Joseph Degenhardt gesungen:
Spiel nicht mit den Schmuddelkindern, sing nicht ihre Lieder.....

Empfehlen
Wolfgang Schlage

Zur Verteidigung von Sigmar Gabriel

Verzichten kann ich auf Berichte, die kaum mehr als Klatsch und Tratsch sind, wie die weiland die Ehegeschichten von Gerhard Schröder oder jetzt die zweifelhaften Enthüllungen von Bettina Wulff. Sinnvoll aber finde ich Berichte, die eine öffentliche Auseinandersetzung mit Themen erlauben, die über den Einzelfall des Betroffenen hinausgehen.

Die autoritäre Einstellungen deutscher Väter (es müssen ja nicht unbedingt Nazis gewesen sein) spukt sicherlich noch in den seelischen Tiefen vieler Über- 50-Jähriger, und die Auseinandersetzung mit einer tödlichen Krankheit ist auch kein Einzelfall. Deswegen finde ich den Bericht von Sigmar Gabriel über eine vermutlich nicht ganz untypische deutsche Kindheit in den 1960'er Jahren, ebenso wie z.B. das Öffentlichmachen seiner Krebserkrankung durch Wolfgang Bosbach voll in Ordnung.

Empfehlen
hans warchol

zweischneidiger zeitpunkt

grundsätzlich ist es sache eines politikers,was er an privatem von sich gibt oder nicht.das,was gabriel nunmehr die öffentlichkeit über seinen familiären hintergrund wissen lässt,berührt einen schon.dennoch bleibt ein fader nachgeschmack:der zeitpunkt!ausgerechnet in wahlkampfzeiten stellt sich fast zwangsläufig die frage,ob der familiäre background auch dann ein zentrales thema gewesen wäre,wenn gabriel in einem behütendem elternhaus ,sorgenfrei und glücklich seine kindheit verbracht hätte?wer ganz bösartig denkt,könnte auch den verdacht haben,dass gabriel mit seinem interview eine plattform suchte,um sich von dem in weiten teilen der spd als "abgehoben"empfundenen steinbrück zu distanzieren und abzusetzen.

Empfehlen
Johann Otto

Im Kampf gegen Rechts nicht zu übertreffen

Nach dem Tod seines Vaters, wie dieser Tage zu lesen war, sichtete Sigmar Gabriel den Nachlaß seines Vaters und fand unter anderem Exemplare der Nationalzeitung wie auch Bücher, die sich mit dem Holocaust und anderem Nahgeschichtlichem befaßten, um sie allerdings sogleich dem Verfassungsschutz zu übergeben (des gefährlichen Inhalts wegen, um Schaden vom Volke abzuwenden, um Geschichte neu zu schreiben, um mit dem Zeitgeist Schritt zu halten, um SPD-Vorsitzender mit seinem Vater im Hintergrund, jedoch ohne Nationalzeitung, zu bleiben?). Wie dem auch sei, zu bescheinigen ist ein hochachtungsvoller Kampf gegen Rechts. Den übertrifft derzeit wohl niemand - vorerst nicht! Wer sie waren, wie sie wurden, wie sie fremd blieben - und was sie für mich sind: unterhaltsame Politherzchen, mitunter stillos, heimatlos, deshalb muß es ja auch Europa sein, gelegentlich immateriell verarmt, da helfen auch keine Neidkampagnen!

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.01.2013 20:57 Uhr
Svenja Sirisee
Svenja Sirisee (Sirisee) - 11.01.2013 20:57 Uhr

Vati kann sich nicht mehr wehren

... ist ja schön, dass der Nachlass eines Verstorbenen neu interpretiert wird, aber was hat das mit "Kampf gegen Rechts" zu tun? Vielleicht wollte Vati die alten Dinge nur aufbewahren, was ja grundsätzlich nicht verkehrt ist; so wie unsereiner einen echten Bofinger ausgeschnitten hat um den Unsinn später einmal zeigen können (weil es sonst niemand mehr glaubt)?

Wenn das der "Kampf gegen Rechts" ist, möchte ich nicht wissen, wie der "Kampf gegen Links" aussieht - wahrscheinlich sitzen schon alle in den Startlöchern, bis die (wenigen) 68er-Väter - von ihren systemkritischen Luxuspensionen genug haben und das Zeitliche segnen. Irgendwann im Jahre 2033 wird dann ein politisch korrekter Nachkomme alles Schlimme offenlegen: Zeitungsausschnitte des ND; ein Buch über die "Schießbefehls-Lüge", eine Haarlocke von Frau Wagenknecht mit Widmung und die Erinnerungen des I.M. Notar - alles zum Verfassungsschutz bitte....

Empfehlen
Julius Calvelage
Julius Calvelage (julca) - 11.01.2013 16:27 Uhr

Homestory-Terror in der Klatsch-und-Tratsch-Gesellschaft

Wenn man die Konsumenten von Medienprodukten, die sich in erster Linie mit Lebensstilen und Kleidungsgewohnheiten fremder Menschen beschäftigen, sowie meist ziemlich unterkomplexe Tipps bereit halten, wie sich Leser-, Hörer- oder Zuschauerschaft diesen optisch anpassen kann, spöttisch hinterfragt und offen bezweifelt, dass die Weihnachtsgewohnheiten einer jungen Frau, die in eine politisch längst entmachtete, ausländische Adelsdynastie eingeheiratet hat, eine wesentlich höhere Aufmerksamkeit verdient als politische Entscheidungen, die praktisch die Abgabe der deutschen Haushaltssouveränität an eine ebenso undurchsichtige wie undemokratische internationale Einrichtung namens ESM zur Folge hat, gilt man unter akademisch nicht unbedarften, im bildungspolitisch forcierten Glauben einer gewissen Superiorität dem anderen Geschlecht gegenüber aufgewachsenen Generation von jungen Damen, schnell als Sexist.

Man muss Wähler eben da abholen, wo sie sind. Und wenn es bei Gabriels zu Hause ist.

Empfehlen
Dirk Sternberg

Kindergarten

Alte Tante SPD, musst du das auch noch aushalten, dass deine Urenkel im Getöse der Selbstinszenierung einander beharken, dem gemeinen Konkurrenten das Wasser abgraben und dem albernen Wahlvolk glauben machen, es gehe um Deutschalnd und ihr Wohlergehen. Eitelkeit hat ja seinen Reiz, wenn es zielbewusst die Gedanken steuert. Sind sie nicht vorhanden, sollte man besser schweigen, oder?

Empfehlen
nikolaus hesse

Das 4. Gebot: Du sollst Vater und Mutter ehren!

Gabriel, Trittin%Consorten haben vor nix Respekt+werden darum auch vor garnichts halt machen.
Aus Italien schreibend vermute ich, dass es "Vergleichbares" in EU so garnicht gibt.
10 besoffene Russen+100korrupte italienische Politiker koennen nicht soviel Schaden
anrichten wie 1 Steinbrueck, 1Trittin, 1Gabriel+1haste nich gesehen!

Empfehlen
Thomas Schneider

Verlesen.

Beim Überfliegen des Untertitels las ich "Sie...scheuen keine Selbstentblödung mehr".

Paßt eigentlich auch.

Empfehlen
Volker Kulessa

wie erbärmlich

nun geht er mit dieser Mitleidtour auf Stimmenfang -- wie erbärmlich. Seine nun offengelegte Geschichte zeigt endgültig: Der Mann ist für KEIN aber auch für GAR KEIN politisches Amt geeignet.

Empfehlen
Klaus Letis

Es gehört nicht zur Sache

Keiner kann sagen, ob es Strategie ist.

Seinen Leidendruck sollte man mit sich selber oder mit einer Beratung klären.

Wie mit Willi Brandt von Seiten der Opposition umgegangen worden ist,
war eines der schäbigsten Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte.

Es war ein Lehrstück, dass nur die Sache zu zählen hat.

Wenn es von dritter Seite öffentlich wird, kann man es kurz aufgreifen.
Während seiner aktiven Zeit darf man persöhnliche Artikel oder Bücher herausgeben.
Schön ist so etwas nicht. Später veröffentlichte Dokumente ergeben erhellendes für die Nachwelt.

Es hat aber nichts mit der Politik zu tun.

Auch kann man nicht erwarten, dass man eine "Ermäßigung" auf Fehlentscheidungen bekommt, wenn man einen (vermeindlichen) Zusammenhang mit seiner Biographie herstellt.

Wenn man handelt, sollte man sich über sich selber und seine fernere Vergangenheit unbedingt im Klaren sein.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.01.2013 22:31 Uhr
Klaus Letis

Es war die schäbige Art Brandts Herkunft zu theamtisieren

...

Empfehlen
Christoph Rohde

Die Familie war rechts

... der Briefträger ist rechts, die Union ist rechts, rechts parkt ein Auto - der "Kampf gegen rechts" führt wohl in die Klapse.

Empfehlen
Closed via SSO

Privates in der Öffentlchkeit - ein selektives Unterfangen

Privates wird nur zur Schau gestellt, wo es nützlich ist. Ehebrüche und Patchwork werden ja heutzutage als normale, bisweilen hippe Ereignisse im Leben von Promis angesehen und manchmal gar ohne Scheu vermarktet. Dort wäre Zurückhaltung und Diskretion gerade um der Kinder willen wünschenswert.
Andrerseits sind manche Privatangelegenheiten ja durchaus relevant, um Charakter und Tauglichkeit von Politikern für bestimmte Ämter einschätzen zu können. Wer z.B. nicht in der Lage ist, im Kleinen eine solide Ehe zu führen, ist wohl auch nicht für höchste repräsentative Ämter geeignet. In solchen Fällen wird allerdings mit Verweis darauf, dass es hier um Privates handele, das Schweigen auferlegt.
Hier herrscht eine sehr selektive Vorgehensweise.

Empfehlen
Karl Dietrich Naumann

Das sind ja nun gerade keine leuchtenden Beispiele !

Im allgemeinen haben die meisten Politiker soviel Verantwortung, ihre Familien aus der Öffentlichkeit raus zu halten ! Die Wulfs, besonders sie, sind ja nun alles andere als vorbildlich.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.01.2013 17:47 Uhr
Karl Dietrich Naumann

Ein Päckchen Mitleid !

Das Pamphlet von Frau Wulf ist demnach ohne ihre Mitarbeit entstanden ? Reichlich naiv !

Empfehlen

11.01.2013, 14:58 Uhr

Weitersagen