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Plagiatsvorwurf Schavan wehrt sich

 ·  Bundesbildungsministerin Schavan (CDU) hat offenbar eine umfassende schriftliche Stellungnahme bei der Universität Düsseldorf eingereicht. Darin wehrt sie sich abermals gegen den Vorwurf, in ihrer Dissertation abgeschrieben zu haben.

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In der Auseinandersetzung um ihre Doktorarbeit hat Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) offenbar eine umfassende schriftliche Stellungnahme bei der Universität Düsseldorf eingereicht. Nach Informationen der „Rheinischen Post“ wehrt sie sich darin abermals gegen den Vorwurf, in ihrer 1980 verfassten Dissertation abgeschrieben zu haben. In der Anfang der vergangenen Woche eingereichten Stellungnahme gebe sie außerdem darüber Auskunft, wie sie ihre Arbeit vor 22 Jahren angefertigt habe, berichtet die Zeitung. An der Abfassung der Stellungnahme sollen Juristen und Wissenschaftler beteiligt gewesen sein.

Die Zeitung beruft sich auf Quellen im Umfeld der Ministerin. Weder die Ministerin selbst noch ihr Ministeriumssprecher wollten dazu Stellung nehmen oder den Bericht bestätigen. Die Universität Düsseldorf darf keine Auskunft mehr geben, weil Frau Schavans Anwälte ihr alle öffentlichen Äußerungen zum laufenden Verfahren untersagt hatten.

Universität prüft noch

Seit Mai wird ihre Dissertation „Person und Gewissen“ vom Promotionsausschuss der Philosophischen Fakultät der Universität Düsseldorf überprüft. Er wird eine Stellungnahme für den Fakultätsrat formulieren, der dann über den Entzug oder Verbleib des Doktortitels zu entscheiden hat. Mitte Oktober war ein erstes vertrauliches Gutachten durch eine Indiskretion an die Öffentlichkeit gelangt, in dem der beauftragte Gutachter, der Düsseldorfer Judaist Stefan Rohrbacher, Frau Schavan zahlreiche Zitierfehler und eine Täuschungsabsicht vorwirft. Seither streiten sich vor allem Geistes- und Sozialwissenschaftler über die Standards ihrer wissenschaftlichen Qualifikationsarbeiten.

Nach heftiger öffentlicher Kritik erstattete die Universität Düsseldorf Strafanzeige gegen Unbekannt. Noch hat die Staatsanwaltschaft Düsseldorf nicht über die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen des vorzeitigen Bekanntwerdens des vertraulichen Gutachtens entschieden. Die Hochschule sei mit Schreiben vom 19. Oktober um weitere Angaben gebeten worden, sagte ein Sprecher der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft. Unter anderem solle die Universität die Namen aller Personen benennen, die Kenntnis von dem Gutachten hatten.

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