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FAZ Plus Artikel Bei Flüchtlingen beliebt : Oh, wie schön ist Pirmasens

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Der Exerzierplatz in in Pirmasens ist leergefegt, doch vielen Bewohnern ist die Stadt inzwischen zu voll. Bild: dpa

Kaum eine Stadt ist unter Flüchtlingen so beliebt wie Pirmasens – doch weil immer mehr in den Ort ziehen, fordern selbst Helfer eine Zuzugssperre. Kommt der Aufnahmestopp noch rechtzeitig?

          Im Sprachkurs von Ortrud Paternoster-Heil geht es um das Thema Heimat. Der Begriff sorgt für Verwirrung, weil er sich nicht so einfach erklären lässt. Vier Frauen tuscheln und versuchen, den Begriff mit Hilfe ihrer Telefone ins Arabische zu übersetzen: al-watan. „Was ist eure Heimat?“, fragt Paternoster-Heil. Ihre Heimat sei Afghanistan, sagt Fatime. Die von Waala, Rama und Narin ist Syrien. Durch den Bürgerkrieg mussten die Frauen, die nur ihre Vornamen nennen wollen, ihre Heimat verlassen. Seit zwei Jahren sind sie in Deutschland, vor einem Jahr haben sie im pfälzischen Pirmasens ein neues Zuhause gefunden. Und jeden Donnerstagnachmittag lernen sie Deutsch in der Caritas-Einrichtung mit Paternoster-Heil. Die Caritas bemüht sich, die Flüchtlinge zu integrieren. 25 Ehrenamtliche engagieren sich. Die Flüchtlinge machen gute Fortschritte. Es gibt nur ein Problem mit ihnen: Es sind zu viele auf einem Fleck. Genau wie die vier Frauen mit ihren Männern und Kindern aus verschiedenen Orten Südwestdeutschlands nach Pirmasens gezogen sind, haben es ihnen mehr als 1300 Flüchtlinge gleichgetan.

          Und weil Pirmasens diese Magnetwirkung hat, stößt die Stadt an Grenzen. Aber nicht an solche, die man vielleicht erwartet. Es gibt keine Wohnungsknappheit in Pirmasens. Es gibt auch keine oder kaum Flüchtlingsgegner. Trotzdem will Pirmasens eine Zuzugssperre für anerkannte Asylbewerber verhängen lassen. Bürgermeister Bernhard Matheis (CDU) versucht eine pragmatische Erklärung: So viele Leute, wie in den vergangenen Monaten in die Stadt gekommen sind, könne man einfach nicht integrieren, sagt Matheis. In der Stadt leben doppelt so viele Flüchtlinge, wie die Stadt aufnehmen müsste. 0,99 Prozent der in Rheinland-Pfalz zu verteilenden Flüchtlinge müssten aufgenommen werden, tatsächlich leben in Pirmasens 2,33 Prozent der Flüchtlinge. Die zusätzlichen 675 Menschen sind freiwillig nach ihrem positiven Asylbescheid in die Stadt gekommen, angelockt von den günstigen Mieten. Einen Quadratmeter bekommt man in Pirmasens für durchschnittlich 4,50 Euro kalt vermietet. Eine durchschnittliche Sozialwohnung gibt es bei der Bauhilfe Pirmasens, einer städtischen Vermietungsgesellschaft, schon für 358 Euro. Zudem wollen die meisten Flüchtlinge zentral wohnen, weil sie kein Auto besitzen. Das verstärkt die Ballung in der Innenstadt.

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          Bernhard Matheis sorgt sich um die funktionierende Integration.

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