Die Piratenpartei ist einmal angetreten mit dem Versprechen, die Anti-Klüngel-Partei zu sein: eine hierarchiefreie Plattform, die ohne Postenkämpfe, Flügelbildung und persönliche Animositäten auskommt. In diesen Tagen ist zum wiederholten Mal zu beobachten, wie die Partei an diesen Ansprüchen scheitert.
Denn Piraten sind auch nur Menschen, manche mögen sich, andere nicht. Das alleine wäre nicht schlimm - es ist bloß ärgerlich, dass in der Partei niemand zugeben will, falsche Hoffnungen geweckt zu haben. Anstatt nun wieder die altbekannte Beschwörungsformel hervorzukramen, bei den Piraten gehe es nicht um Köpfe, weshalb man im Grunde keinen Bundesvorstand brauche und Rücktritte kaum von Bedeutung seien, sollte die Partei sich und ihren Wählern eingestehen, dass sie in einigen Dingen auch nicht besser ist als andere.
Dann könnte sie sich noch einmal in Ruhe überlegen, was sie eigentlich besonders macht. Ihr Versprechen einer neuen Form von Politik hat sie jedenfalls bis heute nicht eingelöst. Vielleicht wäre es an der Zeit, es noch einmal mit Inhalten zu versuchen.
Piraten
Andreas Bihr (SOSCOP)
- 29.10.2012, 17:29 Uhr
Was sollen solche Beiträge?
Jan Hoffmann (Jaho)
- 29.10.2012, 16:55 Uhr