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Piraten-Bekämpfung Atalanta-Einsatz: Erstmals Ziele an Land beschossen

 ·  Einsatzkräfte der Atalanta-Mission haben erstmals Ziele an der somalischen Küste beschossen. Sie seien nach der Aktion sicher zu den EU-Kriegsschiffen zurückgekehrt, hieß es. Somalier seien nicht zu Schaden gekommen.

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Einsatzkräfte der EU-Antipiraten-Mission Atalanta haben erstmals seit der umstrittenen Mandatsausweitung Ziele an der somalischen Küste beschossen. „EU-Kräfte führten eine Operation aus, um Ausrüstung der Piraten an der somalischen Küste zu zerstören“, teilte die Atalanta-Mission am Dienstag mit. „Die gezielte, präzise und angemessene Aktion wurde aus der Luft ausgeführt, und alle Kräfte kehrten nach Einsatzende sicher zu den EU-Kriegsschiffen zurück.“ Die EU-Außenpolitikbeauftragte Catherine Ashton sprach von einer
„erfolgreichen Operation“, mit der Lager der Seeräuber zerstört
worden seien. Nach bisherigen Erkenntnissen seien durch den Angriff keine Somalier zu Schaden gekommen.

Der Einsatz fand den Angaben nach am Dienstag „mit voller Unterstützung“ der somalischen Übergangsregierung statt. „Zu keinem Zeitpunkt“ hätten Soldaten des EU-Einsatzes somalischen Boden betreten, hieß es in einer Mitteilung. Angriffe aus der Luft auf Ziele wie Boote und Treibstofftanks an der somalischen Küste sind der Atalanta-Mission erst seit einer kürzlichen Mandatsänderung erlaubt.

In Deutschland ist diese Mandatsausweitung umstritten. In der Abstimmung im Bundestag am vergangenen Donnerstag setzten Union und FDP diese gegen den Willen der Opposition durch. Damit wurde erstmals ein Auslandseinsatz deutscher Soldaten im Bundestag nicht mit der breiten Unterstützung durch fast alle Parteien beschlossen.

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