11.11.2012 · Die FDP tut sich immer schwerer mit ihrem Vorsitzenden Philipp Rösler. In Niedersachsen wurde er jetzt zum Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl gewählt, wenn auch nur mit 88 Prozent der Stimmen - eine Absicherung für den voraussichtlichen Absturz?
Von Peter Carstens, BerlinRichtlinien für Lesermeinungen
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Rösler ein Mann mit Kämpferherz auf der falschen Seite .
Eigentlich sollte Ihm Vernunft und Verstand kein Fremdwort sein .
Bereits aus den verschiedenen Medien hört man des öfteren eine
ablenende Haltung zu Rösler . Besser wäre eine Kandidatur in
möglichen neuen Film-
Produktonen "Herr der FDP" ! Störrische Kinder und
Möchtegerne verhalten sich nun mal nicht
logisch denkend, sondern: " Ich will Vize - Kanzler sein und
Bleiben! mehr kann ich doch nicht !"
Rösler wird von niemandem mehr ernst genommen. Für den
Bundesvorsitzenden einer Partei ist das eigentlich tödlich. Es
stellt sich die einfache Frage, weshalb man ihn nicht längst
abgewählt hat.
Sein Versprechen, die FDP werde liefern, hat er nicht gehalten. Die
Umfragewerte der FDP sind schlecht und der Abwärtstrend konnte
unter ihm nicht gestoppt werden. Das alles reicht für eine Abwahl
Röslers aus.
Ich frage mich auch, wieso Rösler nicht aus eigenem Antrieb seinen
Posten räumt. Merkt er nicht, dass die Zeit gegen ihn arbeitet?
Eine "soziale Absicherung" über einen sicheren
Listenplatz für die nächste Bundestagswahl empfinde ich als
Frechheit. Rösler kann als Arzt wieder arbeiten, fehlendes Wissen
sollte er sich erarbeiten können. Und seine Frau ist auch noch da
(ebenfalls Ärztin).
Eine große Chance wurde verspielt,
als man Rösler zum Spitzenkandidaten wählte. Das Leichtgewicht
und mit ihm die FDP werden grandios verlieren. Wir brauchen die FDP,
aber bitte mit Christian Lindner.
Mich würde einmal interessieren, welche Strippenzieher einen
Spitzenkandidaten Lindner verhindert haben. So gewinnt man keine Wahlen
und die Partei wird sich für lange Zeit entweder in der Opposition
oder als einfache Abgeordnete wiederfinden. Schade.
Aber das erinnert mich an die Verhinderung des brillianten Kopfes namens
Friedrich Merz, der von Merkel & Co. wegge(bissen)lobt wurde. Auch
schade. Intelligente Köpfe haben es in Deutschland schwer.
Auch der erste Listenplatz wird Herrn Rösler nichts nutzen,
wenn seine Partei keine fünf Prozent bekommt!
Und so wird es kommen!
Aber keine Bange, irgendein Unternehmen wird sich ob der
"Leistungen" des Hr. Rösler schon seiner Erinnern?!
Hotel- oder Energiemanager müssen schließlich auch nicht
betteln gehen.
Kleiner Hoffnungsschimmer für die FDP
Laut dem jüngsten ARD-Deutschlandtrend haben 52% derjenigen, die
2009 ihre Stimme der FDP gegeben haben, ihre damalige Wahlentscheidung
bis heute nicht bereut. Das sind immerhin 7-8 Prozent der Wähler.
Sieben bis acht Prozent sind auch das, was die FDP unter normalen
Umständen bei einer Wahl in Deutschland (wahrlich kein Paradies
für Liberale) erwarten kann.
Um die Stimmen dieser 7-8% muss die FDP kämpfen. Das erreicht sie
aber nicht durch obsolete Personaldebatten um Parteichef Philipp
Rösler. Schon einmal wurde der FDP vorgegaukelt, sie brauche nur
Guido Westerwelle zu stürzen, schon ginge es mit der Partei wieder
aufwärts. Ein irriger Glaube, wie sich herausgestellt hat. Noch
einmal sollte die FDP diesen Fehler nicht begehen.
Rösler hat mehr Charakter und Intelligenz; Rhetorische Brillanz kann er später lernen
Auch die FDP verfügt über ein breites Spektrum bezüglich
Charakter, Intelligenz, Selbstdarstellertum und Agressivität.
In unserer Parteien-Mehrheit aus CDU, SPD und Grünen, der es um das
Umverteilen von Leistungsträgern an Empfänger im In- und
Ausland geht, betreibt bzw. toleriert eine Mediokratie = Diktatur der
Mittelmäßigkeit . Im Gegensatz dazu streben die Liberalen
nach einer Meritokratie, nach der Förderung von: individuellen
Bildungschancen, Leistungsträgern aller Art und den Prinzipien von
Eigenverantwortung und Wettbewerb im Staat und der EU.
Da nun Politiker und Parteien auch von Umfrage-Ergebnissen
abhängen, können die Medien mächtig mitspielen.
Die Medien können Politiker, wie Philipp Rösler mit Charakter
u. Intelligenz herausheben, ich denke u. a. an seine Vorlesung an der
LSE 30OKT12.
Die Medien können jedoch auch Selbstdarsteller wie Kubicki
herausheben und können z.B. die giftige Unterstellung der sozialen
Absicherung als Rösler's Motiv für einen Listenplatz verbreiten.
Eine erstaunliche Wahrnehmung!
Unterstellt, es wäre so wie Sie es herausstellend beschreiben,
warum ist dann dieser Vorsitzende derart 'blass' und ohne ein
durchdekliniertes, überzeugendes Leitthema, so dass die FDP andere
Parteien sichtbar vor sich hertreibt?
Es geht nicht um Rhetorik; allein um eine markante Politik, die zu
Zeiten Scheel, Baum und Genscher zum Muß einer jeden
Parteiführung gehörte!
Rösler ist politisch unreif und deshalb nach dem Oberprimaner
Westerwelle aus seinem eigenen Obersekundaschatten bis heute nicht
herausgetreten.
Vielleicht täte Rösler eine berufliche Auszeit als schlichter
Augenarzt einmal gut; das schärft den Blick auf das Wesentliche in
der Politik und eröffnet ihm zu gegebener, gereifter Zeit eine neue Chance!
Der jetzige Absicherungsschritt auf die Ns.-Landesliste läßt
geradezu vermuten, dass Rösler in einem respaktablen Beruf
vielleicht ebenso wenig die Eignung unter Beweis stellen wird, die ihm
in seinem pol. 'Unwirken' unter keinem Gesichtspunkt bescheinigt werden kann!
Das ganze Übel der Parteiendiktatur in einem Wahlergebnis
Was soll man davon halten: Keiner will ihn, keiner mag ihn und
können tut er angeblich auch nichts und dennoch wird er von
88(!!!!)% seiner Parteifreunde gewählt. Daran alleine sieht man
doch, wozu diese Wahlen dienen; es ist definitiv NICHT,dass das Wahlvolk
seine Präferenz ausdrücke.
Respekt FDP für so "mündige" Parteimäuschen,
die an jedem Stuhl knabbern und beim kleinsten Schatten flüchten.
Warum schreibt ihr nicht mal über die Partei der Bibeltreuen Christen?
FDP und die obige Partei haben in etwa genauso viele Anhänger, aber die Bibeltreuen würden vermutlich sogar eine Politik machen, die nicht die elementaren Interessen des deutschen Bürgers verrät; zumindest können sie keine Politik machen, die noch schlechter ist.
mittels FDP-Listenplatz? Da ist ja die Rente noch sicherer!
Eindeutiger kann ein Missbrauch des Parteiensystems nicht sein!
Mit der Zielrichtung, den zunehmend in - existentielle - Panik
abgleitenden Funktionären mit Hilfe des verf.-rechtlich normierten
Parteiensystems "soziale Absicherungen" durch eine
Spitzenbesetzung auf der Landesliste zuzuschustern, offenbart dieses
Geschachere einen perfiden Missbrauch, den der Wahlbürger nicht
durchgehen lassen wird!
Gerade der hier in Rede stehende Herr Rösler ist als
'Fach'-Minister völlig überfordert, wirkungslos und ohne
politikgestaltenden Esprit. Derart ungeeignet soll er indes hinreichend
befähigt sein, künftig noch als Abgeordneter wirken zu
können, falls die FDP überhaupt in den BT einzieht?
Auch ich würde mit Freunden, wie Kubicki, nicht bergsteigen; aber
man weiß wenigstens, woran man mit ihm ist, ganz im Gegensatz zu
den jetzt Versorgung suchenden Funktionären dieser gescheiterten
Neo-Liberalen!
"Soziale Absicherung"? "Absturz in die
Beschäftigungslosigkeit"? Da kann etwas nicht stimmen. Der
gelernte Augenarzt Dr. Rösler hat doch im ZDF geäußert:
"Mit 45 wird Schluss sein mit der Politik, das steht für mich
fest. Denn Politik verändert die Menschen. Deshalb hat alles seine
Zeit."
möchte ich nicht einen Vormittag Skilaufen, niemals aber bergsteigen.
Die FDP erinnert an einen Zocker, der nach einer Niederlagenserie den Einsatz erhöht, obwohl die Karten immer schlechter werden: Wenn zum fehlenden Leistungsnachweis für die Regierungszeit nun noch lärmende Intrigenspiele und ein Rattenrennen auf die wenigen verbliebenen und erhofften Posten hinzukommen - etwas was den Wähler erfahrungsgemäß besonders beeindruckt -, könnte es mit der "sozialen Absicherung" für alle Funktionsträger schnell perdu sein.