17.05.2012 · Der künftige Umweltminister Peter Altmaier ist ein kompromisserprobter Vertrauter der Kanzlerin. Ihm dürfte vor allem die Aufgabe zufallen, Merkel vor Gefahren der Energiepolitik zu schützen.
Von Günter Bannas, BerlinRichtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Kompliment zu den Illustrationen. Homer Simpson als Minister. Und lustig argumentieren kann er auch. Das weiß man ja, seitdem er unter dem Vorwand der Inschutznahme den WufflChristian so richtig alt gemaiert hat. Unvergleichlich!
„… die Aufgabe zufallen, Merkel vor Gefahren der Energiepolitik zu schützen.“ Mit Verlaub, aber es kann nicht die Aufgabe des Umweltministers sein Frau Merkel zu schützen. Dafür gigt es Bodyguards. Genau hier zeigt sich wieder, dass die Polis von Eitelkeiten ohne Gleichen durchsetzt ist. Warum darf man jemanden feuern ohne seine Unfähigkeit nachzuweisen auf Kosten der Allgemeinheit und warum darf man jemanden für diese Aufgabe benennen, der schlicht unfähig ist. Soetwas dürfen und machen nur Politiker.
Ein zentraler Irrtum und die Quadratur der Steckdose
Das ist ja nun der große Irrtum, dem die deutsche
Öffentlichkeit aufsitzt und der die Energiewende zum Problemfall macht:
Solarstrom gehört heute zu den billigsten Energien, die
verfügbar sind.
Der umfassende Irrtum, der das Publikum beherrscht, wird dadurch
ermöglicht, dass heute nur noch sehr wenige Marktpreise
recherchieren und einen Taschenrechner bedienen können. Sonst
wüssten sie, dass Solarstrom inzwischen bei ca. 5 Cent / kWh liegt,
etwa auf einem Niveau mit Kohle und deutlich weniger als Kernkraft.
Wiederholt kam es vor - auch in diesem Februar - dass das Netz mit
Solarstrom "überschwemmt" wurde und dieser nach
Frankreich exportiert werden musste. Wer also billigen Strom
möchte, müsste auf Solarenergie setzen.
Dem steht entgegen die allgemein mangelnde Fähigkeit, einen
Taschenrechner zu benutzen sowie dass Solarstrom nicht in die
Geschäftsmodelle der Stromkonzerne paßt, ebensowenig, wie die
ähnlich billige Onshore Windkraft.
Altmaier muß nun die Quadrat der Steckdose umsetzen
...das in den Artikel eingefügte Bild mit dem fahrradfahrer an,
dann kann man ableiten, warum der Altmeier bei der Kanzlerin ankommt.
Das Fahrrad hat er schon, nun will er einen goldenen Lenker. Und um
diesen zu bekommen, muß er weiter radfahren bei der Kanzlerin.
Den Rest haben die anderen Kommentatoren schon deutlich
herausgearbeitet. Bei den Beratungen wird er getreu abnicken, was die
Partei.- und Kanzlerlinie angibt.
Wenn nicht, kennt er ja nun den weiteren Weg............
Wo ist hier irgendeine Kompetenz?
Man hört hier in dem Artikel viel von Parteibuch, Connection, treu usw. Wo ist denn die Kompetenz dieser Politlakaien für solch ein Amt? Mich wundert das Medien immerzu daraufhereinfallen wenn ihnen von den Parteibersten die Kandidaten schmackhaft gemacht werden. Klaglos wird hingenommen das kaum mehr eine Qualifikation von nöten ist für ein Amt. Wo dies alles endet sehen wir dann beim Amte des Finanzministers und dem Resultat eines vollkommen überschuldeteten Landes.
Merkel hat neues Opfer gefunden ......
..... und Altmeier kann nicht Nein sagen. Er weiß wohl nicht so genau, was auf ihn zukommt. Hoffentlich wird er seine Versprechen, die er an den Anfang seines Amtseintritts stellt, einhalten. Wahrscheinlich hat er mehr Glück als Röttgen. Spätestens im Herbst nächsten Jahres ist er wieder raus aus der Schlangengrube. Richtig Energiewende können eben nur die Grünen.
Und wer schützt uns vor Gefahren der Energiepolitik?
Das müssen wir dann wohl selber machen. Leider wird das durch den hierzulande verbreiteten Öko-Glauben und die Obrigkeitshörigkeit erst passieren, wenn das Licht ausgeht oder selbst den wohlhabenden Grünen-Wählern der Strom zu teuer wird.
die durchaus vorhanden sind. Da die Erdbebengefahr in Deutschland ja so
verdammt hoch ist hat unsere Kanzlerin ja mal eben in einem Geniestreich
die Kernkraftwerke abgeschafft. Jetzt müssen wir Atomstrom aus der
Tschechei importieren die mit ihren Sicherheitsstandards noch nicht so
auf der Höhe sind. Und wie stellt man ohne Kernkraft eine solide
Grundkraft zur Verfügung? Richtig (hust) mit Strom aus Kohle.
Jetzt müssen wir Normalbürger (Konzerne sind natürlich
außen vor) mit der EEG-Umlage über die Stromrechnung die
erneuerbaren Energien bezahlen. Solaranlagenbesitzer wie D.
Küblböck (ja, der Schrille aus DSDS) werden über diese
Umlage reich. Einige Politker sagen man soll sich über die paar
Pfennige nicht so aufregen. Stimmt schon, nur wie sieht das dann in ein
paar Jahren aus?
Die Infrastruktur für Stromstraßen der Windanlagen
müssen noch aufgebaut werden. Das verschlingt Umsummen die noch gar
nicht eingepreist sind. Das wird noch teuer.
Es mag ja sein, dass Altmaier ein netter und umgänglicher Mensch ist. Ob das jedoch als Fähigkeit ausreicht, eine "Energiewende" dieses angestrebten Ausmaßes tatkräftig zu realisieren? Wir reden hier davon, dass eine der größten Industrienationen der Welt ihren Energiebedarf ohne Zuhilfenahme von Kernkraft dauerhaft sichern will - ein Vorhaben, das kurzsichtig und konzeptlos eingeleitet wurde, um dem Zeitgeist zu entsprechen und der Regierung Merkel eine Machtbasis zu sichern. Das ging definitiv nicht mit dem Produzenten heisser Luft namens Röttgen, und mit einem netten und braven Parteisoldaten geht es vermutlich auch nicht. Es geht wohl überhaupt nicht mit dieser Kanzlerin - und schon gar nicht mit der ebenso substanzlosen Opposition. Wir sind in einem Dilemma, unbestreitbar.