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Peer Steinbrück im Gespräch „Bundeskanzler verdient zu wenig“

 ·  Peer Steinbrück hält die Bezüge des Bundeskanzlers für zu niedrig. Der SPD-Kanzlerkandidat sagte der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung: „Nahezu jeder Sparkassendirektor in Nordrhein-Westfalen verdient mehr als die Kanzlerin.“ Das vollständige Interview.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (106)
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Gerhard Katz

"Bundeskanler verdient zu wenig"...

Bei den meisten Politikern in Deutschland ist der Begriff "verdienen" oder "Verdienst" für auf ihr Konto fließendes Geld vollkommen fehl am Platze.

"Kohle machen", "abgreifen", "abstauben" sind da wesentlich angemessener.

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Dietmar SCHULZ

Bundeskanzler verdient zu wenig - Steinbrück Interview

Leider begibt sich nun auch die FAS auf das Niveau des Vulgärjournalismus. Begründung: Sie bauschen die Antwort auf eine nebensächliche Frage zu einem Leitartikel auf, für die Sie vom ehemaligen Kanzler Helmut SCHMIDT abgekanzelt worden wären. Die interessanten Antworten auf interessante Fragen z.B. dem Umgang mit fast 8 Millionen "atypisch" Beschäftigen treten dadurch in den Hintergrund. Ein Frohes Neues Jahr verbunden mit den Wünschen für einen besseren Journalismus. Ihr Dietmar SCHULZ, Hamburg

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Konstantin Schneider

Was wir brauchen ist ein Bürgerlohn für Leistungsträger

Wenn endlich mal Schluss ist mit der Abzocke mittels derer sich so manche Manager für Millionengehälter zu qualifizieren glaubten, dann wird auch erkennbar, was Steinbrück eigentlich sagen wollte, mit seiner Bemerkung, BundeskanzlerInnen verdienten zu wenig.

Es ist diese Diskrepanz zwischen freier Wirtschaft und Politik, durch die die grosse Krise, die wir seit 2008 durchleiden müssen, entstanden ist. Banken und Unternehmen haben mittels fast schon sittenwidrig hoher Vergütung die Welt dermassen umgekrempelt, dass für die Politik allenfalls noch der Job der Schadensbegrenzung blieb. Angesichts der Schäden, die dem Gemeinwesen durch die freie Wirtschaft zugefügt wurden, wäre es also wirklich an der Zeit, dass sich Manager- und Politikerlöhne angleichen, denn mehr als einen Bürgerlohn hat selbst der beste Konzernlenker nicht verdient.

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Josef Juhasz
Josef Juhasz (JuJosef) - 31.12.2012 23:56 Uhr

Das ist einfach zu erklären

Der Herr P. Steinbrück hat mit seinen Vorträgen sein Geld leichter verdient als ein Bundeskanzler.
Hoffentlich bleibt er seinen Vorträgen treu.

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Alexander Krahmer

Zum Thema "Gehalt für Steinbrück als Kanzler"

Nun muß man wissen, dass es lt. Wikipedia 420 Sparkassen gibt. Geht man davon aus, dass jede Sparkasse im Schnitt 2,5 Vorstände hat. Legt man nun das Gehalt der Kanzlerin von 18.000€ im Monat zu Grunde, so zahlen die Gewährträger (also wir Bürger) insgesamt 2.246.800.000€ an Jahregehälter für Sparkassenvorstände + Chauffeur + Autos + Sekretariate +++. Ich denke, ein Sozialpolitiker müßte die These ausgeben "Gleicht das Gehalt der Spakassenvorstände an das der Kanzlerin an" Denn im Rückschluss heißt doch die These von Steinbrück --> die Sparkassenvorstände verdienen zuviel, da sie weniger arbeiten als die Kanzlerin. Das ist eine Aussage, die der SPD als Volkspartei die gewählt werden will, gut zu Gesichte stünde.
PS Ich wollte grün wählen, nur mit diesen Aussagen eines Kanditaten mit denen die Grünen koallieren wollen tu ich mi schwer. Da wäre mir eine Koallition als Korrektiv zur CDU lieber.

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stefan pauly

Und dann so eine Kampagne gegen Steinbrück

aus dem Interview so einen Satz rauszugreifen. Das ist Tendenzjournalismus ohne Substanz.

"8 Millionen Junge Wähler in atypischen Beschäftigungsverhältnissen und deshalb ohne Kinder"

hätte besser gepasst.

Da kann ich Steinbrück keine Interviews mit der FAZ mehr empfehlen.

Die FAZ entwertet ihre eigenen Interviews und beklagt dann das niedrige Niveau der Politik und der Diskussion.

Welcher SPD-Politiker wird der FAZ noch Interviews geben nach diesem sehr Guten für den politischen Gegner ausgeschlachteten bis zur Bundestagswahl?

Der ist noch nicht geboren, würde ich da mal sagen.

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Christian Heine

Er erinnert schon ein wenig an unseren letzten Kaiser.

Wilhelm II. redete bekanntlich auch sehr gerne sehr viel. Ohne nachzudenken, sehr forsch und 'andere vor den Kopf stoßend'. Obwohl auch er nachweislich vieles nicht "sooo" gemeint hat, so waren doch die Folgen katastrophal.

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Karl Mohr

Er spricht schneller als er denkt, und das viel zu oft. Dabei sollte das Gegenteil einen ...

... vertrauenswürdigen Staatsmann kennzeichnen. Was wird, wenn er die Kavallerie gegen Moskau, Peking, Washington ausrücken läßt ? Die GAUs auf diplomatischem Parkett sind absehbar. Es sind schon Kriege aus geringeren Anlässen entstanden. Dann zu sagen, na ja, er poltert halt gerne, führt uns nicht weiter. Denn das hätte er dann mit einschlägig bekannten afrikanischen oder islamischen Potentaten gemeinsam, deren Ausbrüche man erst filtern muß, bevor gelacht und dann der Vorfall schenkelklopfend ad acta gelegt wird. Innenpolitsich muß gerade in dieser höchst schwierigen Zeit ein Bundeskanzler der Kanzler aller Deutschen sein können und sein wollen. Der Glaube, daß einer, der immer sein Scherflein ins Trockene bringen konnte und ein Anbeter des Mammons ist, sich im Amt dann in einen altruistischen Cincinnatus wandelt, ist ein entsetzlicher Irrglaube (siehe z.B. G.Schröder). Macht ihn zum Sparkassendirektor, dann gibt er Ruhe und größerer Schaden ist von Deutschland abgewendet.

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Bertram von Steuben

Kurze Steinbrück'sche Analyse:

>>>Ein Bundeskanzler oder eine Bundeskanzlerin verdient in Deutschland zu wenig - gemessen an der Leistung, die sie oder er erbringen muss[]<<<
Da hat er uneingeschränkt Recht!
Ohne "wenn" und "aber"!
Das dumme an diesem Spruch ist nur leider, die Tatsache, dass seit den Abtritt Kohls KEIN Kanzler mehr "die Leistung erbracht HAT, die er hätte erbringen müssen"!
Alles profillose, wie profitgeile Selbstdarsteller; Euro-fanatische Kriegstreiber und Volksplünderer.
Auch die Anwärter und Oppositionsführer, Steinbrück inklusive!
Umgeben mit billig, willigen "Ja-Sagern", ihre Fahne permanent nach der vermuteten Meinung irgendwelcher dubioser Umfragen gedreht oder gar in die Richtung der steinewerfenden Straßenkrakeelern; im schlimmsten Falle sogar in die Richtung der U-Bahn-Treter...
Nein, Herr Steinbrück: Sie, als auch die Kanzlerin, "verdienen", angesichts dieser zerstörerischen Politik viel, viel weniger! Dummerweise "bekommen" sie erheblich mehr...

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Hartmut Rencker

Maßlosigkeit darf kein Maßstab sein

Das Amt des Bundeskanzlers erfordert Idealismus, Kraft und Nerven. Und die derzeitige Bezahlung ist durchaus angemessen, wie Altkanzler Schröder und Kanzlerin Merkel finden. Unangemessen sind vielmehr die Entlohnungen von spielsüchtigen Bankvorständen und wachstumsbesessenen Wirtschaftsbossen, die in ihrer eitlen Verblendung das ganze Finanzdesaster ausgelöst haben.

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joerg von Wedel
joerg von Wedel (greoj) - 31.12.2012 13:51 Uhr

Steinbrück's ersehnte Kanzlerbezüge

Seine Vorträge vor Sparkassendirektoren haben offensichtlich sein sozialdemokratisches Herz und Hirn vom "rechten Fleck"auf den "allzu rechten Fleck"verrückt.Nicht die Kanzlerin verdient zu wenig,sondern die Sparkassendirektoren verdienen bei weitem zu viel.

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Elisabeth Stirnberg-Sevenich

Kanzlervergütung

Nicht der ('theoretisch' zukünftige) Bundeskanzler verdient zu wenig. Ganz erheblich zu wenig verdient aber die derzeitige und zukünftige Bundeskanzlerin Merkel!
Wenn doch Frau Nahles u.a. so ehrlich und seriös wäre, dies so in der Öffentlichkeit zu äußern.

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Karl Helge Völker

Ja - ABER

Es ist nicht zu leugnen, dass die Gehälter der Entscheidungsträger im Bundestag im Vergleich zur freien Wirtschaft eher bescheiden sind. Jeder Geschäftsführer eines mittelgroßen Unternehmens verdient mehr als z.B. Frau Merkel.

Insofern hat Herr Steinbrück nicht ganz unrecht. Dass ausgerechnet er dieses Thema auf den Tisch bringt, zeugt allerdings von geringem politischen Fingerspitzengespür.

Wenn man die besten Köpfe in der Regierung haben will, muss die Besoldung stimmen!

Mein Vorschlag:
jede(r) Bundestagsabgeordnete(r) erhält monatlich 50.000,-€,
Minister weitere 10.000,-€,
die Kanzlerin weitere 20.000,-€
ABER
Reduzierung der Zahl der Abgeordneten um 50%,
Strengstes Verbot jedweder anderweitigen Tätigkeit, ob gegen Honorar oder nicht,
Strengstes Verbot der Annahme von Geschenke oder Vergünstigungen durch Dritte,
Anwesenheitspflicht bei allen Entscheidungen im Bundestag,
Entfall der pauschalen Aufwandsentschädigung,
Reduzierung der Pensionsansprüche auf ein "normales" Maß.

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henning strothjohann

gemessen an der Verantwortung?????

gemessen an der tatsächlichen Verantwortung sind eigentlich nur Arschtritte gerechtfertigt

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Cornelis van der Kruk

Kanzlergehalt versus Sparkassendirektor

Nicht die Kanzlerin verdient zu wenig, sondern ein Sparkassendirektor verdient zu viel.

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Heinrich Franzen

Alter Hut,

wenn Steinbrücks Gedanken zur Kanzler-Besoldung hier hochgekocht werden. Wer ihm zuhört weiß, es geht ihm nicht ums Mehrverdienen, sondern um ein durch Steuer Abschöpfen des schwer zu Vermittelnden: Nämlich der Einstreichungen der Essers, Sommers, Zumwinkels etc. Daß der Staat sowas als Betriebsausgaben steuerlich anerkennt, das ist pervers! Vielleicht ist diese Debatte ein Wink des Schicksals. Der dritte Reichskanzler Fürst zu Hohenlohe Schillingfürst hätte dieses Amt beinahe nicht angenommen - wegen der für ihn nicht auskömmlichen Dotierung. Sicher hätte die Geschichte dann andere Wege genommen. Besser? Schlechter? Anders eben.

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Markus Schmies

Projekt 18

Westerwelle hat's verrissen, Steinbrück wird's packen!

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Gerhard Wruck
Gerhard Wruck (arbiter) - 31.12.2012 00:00 Uhr

Dieser Mann ist eigentlich nicht zu retten

Wenn Deutschland ein normales Land wäre, in dem ein selbstbewusstes und in Maßen kritisches Volk angemessen auf törichte oder allzu törichte Verhaltensweisen von Angehörigen seiner politischen Klasse reagieren würde, dann wäre dieser unsägliche Steinbrück als Politiker nicht zu retten. Doch Deutschland ist keineswegs ein normales Land, sondern ein durch politische Korrektheit, durch Verbote, durch Medienstumpfsinn und durch Hysterien aller Art malträtiertes und deformiertes Staatsgebilde. Der Masse der Menschen und der Meinungsmacher hierzulande fällt es kaum noch auf, dass sich da einer wie ein pubertierender Flegel benimmt und Ansprüche geltend macht, die ihm als Person überhaupt nicht zustehen. Selbst die beste deutsche Tageszeitung verbreitet in einem Kommentar die Auffassung, dass der Herr Kandidat bisher nichts Anstößiges von sich gegeben habe. Über so viel Ignoranz könnte man nur den Kopf schütteln, wenn man sie aus vielen Jahren BRD nicht fast täglich gewohnt wäre.

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Alexander Berndt

Vorlage nicht verstanden

Sie als Interviewer haben sich nichts vorzuwerfen, wer auf die Frage nicht angemessen reagieren kann, hats nicht verdient:
"Ist es nicht so, dass in der Wirtschaft zu viel und nicht in der Politik zu wenig verdient wird?

In der Wirtschaft werden Managergehälter in der Regel privatrechtlich ausgehandelt. Da hat die Politik nichts zu suchen. Die Politik kann höchstens Sorge dafür tragen, dass durch Steuern einiges abgeschöpft wird von den exorbitanten Gehältern, die teilweise gezahlt werden, oder diese nicht als Betriebsausgaben voll absetzbar sind."

Klar, der Staat mischt sich ja in keine privatrechtlich ausgehandelten Dinge ein (Ironie). Wozu gibt es denn dann den Staat? Natürlich kann der Staat sich einmischen, nur Herr Steinrück denkt schon an die Anschlußverwendung und will sich die nicht selber kaputtmachen. Und wenn S. das hat gegenlesen lassen, sollte er sich neue Berater suchen...

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Jürgen Hauschildt

kanzlerkanditatur

eigentlich wollte ich meckern. aber nach lesung mehrerer gespräche bin ich zu neuer meinung gekommen. das ist wohl direkt jedem menschen unbenommen. natürlich hat er recht das mißverhältnis zur wirtschaft zu bemängeln. die gehälter der manager im bankwesen sind in meinen augen unvereinbar mit politischen stellen. darum wird in anderen ländern auch die bestechung praktiziert. das muß man sich auch mal vor augen halten. ein gedankenspiel: wenn man die gehälter der manager regeln würde könnte man bei entsprechender gesetzeslage die bezüge angleichen. aber zurück zu peer. ich weiß noch nicht wen ich wähle. seine äußerungen machen mich unsicher. wenn auch nachvollziehbar. ich muß wohl mehr lesen. das empfehle ich auch allen lesern. trotzdem, die eigene meinung ist entscheidend für jeden selbst. und entscheiden kann ich nur mit entsprechender information.

in anderen ländern

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.12.2012 14:56 Uhr
Bertram von Steuben

Sorry, Herr Hauschildt...

aber ich habe keine Ahnung, wovon Sie hier geschrieben haben.
Nach bereits zwei Zeilen Kleingeschriebenem verlässt mich hier die Konzentration.
Bitte, im Interesse der Lesbarkeit hier im faz.net-Forum:
Sie die lustige Taste mit dem Pfeil nach oben...
Danke

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29.12.2012, 16:18 Uhr

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