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Organspende-Skandal Schließung von Zentren gefordert

Nach dem Skandal um Organtransplantationen am Universitätsklinikum Leipzig haben Patientenschützer Konsequenzen gefordert. Noch in diesem Jahr sollte die Hälfte der Transplantationszentren geschlossen werden, forderte der Vorsitzende der Deutschen Stiftung für Patientenschutz, Brysch.

© dapd Vergrößern Das Universitätsklinikum Leipzig am Mittwoch

Der Chef der Deutschen Stiftung  Patientenschutz, Eugen Brysch, hat die Schließung von  Transplantationszentren gefordert, um einen Kampf um Spenderorgane  zu vermeiden. Noch in diesem Jahr sollte die Hälfte der Zentren  schließen, um schädlichen Wettbewerb zwischen den Einrichtungen zu  vermeiden, sagte Brysch der „Bild“-Zeitung (Donnerstagausgabe).  Dieser Schritt soll laut Brysch den schädlichen Wettbewerb zwischen den Kliniken vermeiden. „Organspende braucht Offenheit und Vertrauen statt Profit und Eitelkeit“, sagte der Patientenschützer.

Auch Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery sprach sich für eine Reduzierung der Zahl der  Transplantationszentren aus. Dies mache eine ständige Überprüfung  einfacher und sorge dafür, dass „falsche ökonomische Anreize“ keine  Rolle spielten, sagte er der „Bild“-Zeitung.

Der F.A.Z. sagte Montgomery, man habe ein knappes Viertel der 47 Transplantationszentren überprüft und bei drei Zentren in den Jahren 2010/2011 erhebliche Auffälligkeiten entdeckt.

Am Leipziger Transplantationszentrum waren Unregelmäßigkeiten  bei der Organspende aufgedeckt worden. Laut Uniklinik sollen  Patienten fälschlich als Dialysepatienten ausgegeben und damit kränker gemacht worden sein, um deren Chancen auf eine Spenderleber  zu erhöhen.

Deutsche Hospiz Stiftung - Eugen Brysch © dpa Vergrößern Eugen Brysch, Chef der Deutschen Stiftung Patientenschutz

Nach Angaben der Universitätsklinik waren 37 Patienten  in den Jahren 2010 und 2011 und ein Patient im Jahr 2012 betroffen.  Der verantwortliche Direktor der Klinik sowie zwei Oberärzte wurden  beurlaubt. Im vergangenen Sommer war ein Organspende-Skandal an der Uniklinik in Göttingen aufgedeckt worden. Dort sowie auch in Regensburg  sollen durch die Manipulation von Krankenakten bestimmte Patienten  bei der Organspende bevorzugt worden sein.

Im vergangenen Sommer war ein Organspende-Skandal an der Uniklinik in Göttingen aufgeflogen. Dort sowie auch in Regensburg sollen durch die Manipulation von Krankenakten bestimmte Patienten bei der Organspende bevorzugt worden sein.

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Quelle: FAZ.NET

 
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Veröffentlicht: 03.01.2013, 09:18 Uhr