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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Offener Brief zur Beschneidung „Religionsfreiheit kann kein Freibrief für Gewalt sein“

 ·  In der Beschneidungsdebatte appellieren auf FAZ.NET mehrere hundert Mediziner und Juristen an Bundesregierung und Bundestag, die Kinder stärker zu schützen. Der volle Brief im Wortlaut.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (182)

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Immanuel Schreiber

Ein wissenschaftlicher Aufsatz zur Versachlichung der Diskussion

Hier ist ein wissenschaftlicher Aufsatz zu diesem Thema, der sich mit den juristischen, medizinischen, philosophischen und gesellschaftlichen Aspekten auseinandersetzt. Der Aufsatz ist von Prof. Holm Putzke aus einer Festschrift für Prof. Rolf Dietrich Herzberg aus dem Jahr 2008:

Holm Putzke, Die strafrechtliche Relevanz der Beschneidung von Knaben, Zugleich ein Beitrag über die Grenzen der Einwilligung in Fällen der Personensorge, in: Holm Putzke u.a. (Hrsg.), Strafrecht zwischen System und Telos, Festschrift für Rolf Dietrich Herzberg zum siebzigsten Geburtstag am 14. Februar 2008, Mohr Siebeck, Tübingen, 2008, ISBN 978-3-16-149570-0, S. 669-709

im Internet: http://www.holmputzke.de/images/stories/pdf/2008_fs_herzberg_beschneidung.pdf

Jeder, der sich ernsthaft mit diesem Thema auseinandersetzen will, sollte zuvor diesen Aufsatz lesen.

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Stephanie Reyntjes

... rapid ejakulativ!

Aus eigener Erfahrung am Kind (später: Jungen und Mann):
Circumcisio ist eine Schweinerei, mit Vernässen, Nachbluten, Schmerzen, Vernarbung, Unfähigkeit des Erlebens mehrfachens Orgasmus.
Einzig die schnelle, ja: vorschnelle Ejakuation - wie bei jedem Manne, sorgt für einen wenig genussreichen Höhepunkt.

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anna bez
anna bez (berlin) - 24.07.2012 12:05 Uhr

"Juristen" sagt die FAZ. ...noch mehr "Cand. iur.", "Ref. jur." und "Ass." hat jede Facebook-Gruppe

Nicht auszuschließen dass auch die "Emeriti" nach ein paar Jahren wieder auf diesem Kompetenzniveau stehen, mit Verlaub. Bei Bedarf (bitte hier posten) kann ich einen öffentlichen Brief mit 40.000 entsprechenden Unterschriften einschicken zum Thema

"Weltanschauungsfreiheit kann kein Freibrief für Gewalt sein: Haareschneiden verbieten".

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Michael Scheffler

Herr Vormbaum,

es ist absolut polemisch, Abtreibung gegen Abschneidung auszuspielen. Natürlich läuft etwas falsch in Deutschland, wenn man die wachsende Zahll der Abtreibungen betrachtet und das bereitet Vielen, darunter auch mir, Unbehagen. Nur mit dem Verweis auf eine schlechte Praxis eine weitere schlechte Praxis zu legitimieren, ist übel übel.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.07.2012 15:09 Uhr
Ralf Vormbaum

So einfach können Sie es nicht machen, Herr Scheffler

Moral ist nicht selektiv, ansonsten wird sie zu einer bloß interessengeleiteten Betroffenheitsgeste. Ich kann nicht vehement ein verabsolutiertes Recht auf körperliche Unversehrtheit einfordern, dafür aber beim unendlich weitreichenderen Lebensrecht ein "Auge zudrücken". Äußerte sich hier in zahlreichen Kommentaren lediglich ein Unbehagen(!) an der Beschneidung, ließe sich wenig sagen. Man muss Beschneidung nicht befürworten. Nur will man eben nach 60 Jahren Geltung des Grundgesetzes bei der Beschneidung urplötzlich mit der Verbotskeule ran. Die "schlechte Praxis" der Abtreibung ruft hingegen maximal ein Unbehagen hervor. Ist das wirklich konsequent oder scheint da nicht eine Lebenseinstellung durch, die in moralischer Hinsicht auf einmal sehr flexibel ist? Lesen Sie bitte den Artikel vom 23.7.2012 auf WELT ONLINE "Fässer mit 250 Embryonen im Wald gefunden", vielleicht sehen sie dann, dass es sich bei Abtreibung nicht nur um eine "schlechte Praxis" handelt.

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Andreas Müller

David Reimer

So harmlos ist die Beschneidung von Jungen doch nicht immer. In Wikipedia gibt es einen Artikel zum Fall des David Reimer, dessen Penis bei der Beschneidung irreparabel beschädigt wurde. Der Jungen wurde dann zum Mädchen umoperiert.

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Guybrusch Threepwood

Leider ist das Thema einseitig beleuchtet

Natürich stellt dieser offene Brief eine Meinungsäußerung dar, welche auf jeden Fall zu respektieren ist. Aber Wenn ich mit wissenschaftlichen Forschungesergebnissen argumentiere und auch noch die die Berücksichtigung der Befürchtungen religiöser Gruppen postuliere, muss ich mich daren messen lassen.

Leider wird der religiöse und religionshistorische Kontext in diesem Brief komplett ausgeblendet. Erst wenn dieser berücksichtigt wird und hieraus eine Meinung abgeleitet wird, ist die Meinung für das Beschneidungsverbot wissenschaftlich begründet, wie in dem Brief insistiert.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.07.2012 13:16 Uhr
Hinrich Mock
Hinrich Mock (HinrichM) - 24.07.2012 13:16 Uhr

Es bleibt schwierig

Sofern Sie glauben, daß man Religon wissenschaftlich betreiben kann, haben Sie natürlich Recht. Der religionshistorische Kontext aber kann sicher vorausgesetzt werden. So schwer ist das ja nicht zu verstehen. Im Übrigen bleiben alle Befürworter aufgefordert, das Thema verständlich und plausibel aus Sicht der Religion darzustellen und zu beweisen, daß eine Verschiebung des Ritus in die Volljährigkeit vollkommen unmöglich ist. Und selbst dann hat der Staat gegenüber jedem Menschen in seinem Machtbereich die Pflicht seine persönlichen Grundrechte zu schützen.

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felix arnold
felix arnold (rofelix) - 24.07.2012 11:27 Uhr

der religiöse und religionshistorische kontext

steht zur öffentlichen debatte und ist völlig hinreichend beleuchtet. Dieser offene brief ist als antwort darauf zu verstehen.

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Gottfried Scherer

Antrags-oder Offizialdelikt: ein Kölner oder Düsseldorfer faux pas?

Putzkes Werkzeug
Putzke sinniert mit Popper über eine Versachlichung der Argumente nach, übersieht den Konventionscharakter sprachlicher Ausdrücke, auf den schon Aritoteles in de interpretatione dank schlechter Übersetzungen hier wohl wirkungslos hingewiesen hat, und deklariert medizinische Instrumente zu gefährlichen Werkzeugen. Wenn dass allgemeine Meinung ist, sollte der Bundestag den § 224 Abs. 1, 2 StGB dahingehend ändern, dass in Berufsausübung benutzte Instrumente nicht als gefährlich eingestuft werden. Dann hätten wir automatisch Schweizer Verhältnisse und die hier in Rede stehende rituelle Beschneidung, die nicht zu einem Organverlust - etwa dadurch, dass das Messerchen ausrutscht - contra artem führt, wäre nur auf Antrag der Betroffenen zu beurteilen.
Hat die Staatsanwaltschaft Köln sich gesetzeskonform nach § 230 StGB verhalten hat - oder hat sie auf Anweisung des Ministers gehandelt? Das wäre allerdings Grund genug Herrn Kutschaty umgehend zu entlassen!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.07.2012 12:06 Uhr
felix arnold
felix arnold (rofelix) - 24.07.2012 12:06 Uhr

versachlichung

dazu sollte man wissen, das Thomas Kutschaty nicht nur justizminister, sondern auch rechtswissenschaftler und rechtsanwat ist. Er gehört als ordentliches mitglied dem innenausschuss, dem rechtsausschuss und dem kontrollgremium gem. § 23 d. verfassungsschutzgesetzes NRW an.
Die staatsanwaltschaft köln hat mit sicherheit eine eigene rechtsauffassung wieder gegeben, selbst wenn der minister sich mit ihnen beraten hätte. Eine anweisung ist erst mal reine unterstellung und zweitens, wäre eine beratung als rechtswissenschaftler und als mitglied im kontrollgremium des verfassungsschutzgesetzes, ohne weiteres gesetzeskonform.

Ebenfalls haarspalterei, ob man medizinische instrumente in zusammenhängen auch als gefährliche werkzeuge bezeichnen kann. Eine rituelle beschneidung führt zwar nicht zu einem organverlust, aber zu einem sexuellem gefühlsverlust, der nicht weniger schwer einzustufen ist. Eine handamputation wäre auch kein organverlust, macht es aber nicht harmloser.

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Immanuel Schreiber

Beschneidung von Kindern und Babys verletzt deren Religionsfreiheit!

Ein Verbot der Beschneidung von Kindern und Babys verstößt NICHT gegen die Religionsfreiheit. Im Gegenteil: Die Beschneidung von Kindern und Babys verstößt gegen die Religionsfreiheit. Kinder und Babys gehören keiner Religion an. Sie sind genauso wenig christlich, muslimisch oder jüdisch wie sie auch nicht sozialdemokratisch, christdemokratisch, links oder rechts sind. Christlich, muslimisch oder jüdisch ist, wer sich zu dieser Religion zugehörig fühlt. Voraussetzung dafür ist Religionsmündigkeit. Voraussetzung für Religionsmündigkeit ist ein gewisses Verständnis der Welt und der Religion(en). Dieses erreicht man frühestens mit Ende der Schulzeit. Erst dann sind Jugendliche religionsmündig und - vielleicht - Christen, Muslime, Juden, Agnostiker oder Atheisten. Die Vereinnahmung der Kinder und Babys von den Religionsgemeinschaften verstößt gegen die Religionsfreiheit dieser Kinder und Babys.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.07.2012 13:29 Uhr
Immanuel Schreiber

Beschneidung von Kindern und Babys verletzt deren Religionsfreiheit! (Teil 2)

Keine Religionsgemeinschaft darf Andere ohne deren ausdrückliche Einwilligung (Voraussetzung: Religionsmündigkeit) als ihre Religionsangehörige betrachten und an ihnen religiöse Riten vollziehen. Das Menschenrecht der Religionsfreiheit ist ein Recht der Menschen auf freie Religionsausübung an und mit sich, aber kein Recht der Religionsgemeinschaften und deren Anhänger auf Religionsausübung an wehrlosen, religionsunmündigen Kindern und Babys.

Außerdem birgt jede medizinisch unnötige Operation unnötige Risiken in sich und hat daher zu unterbleiben. Dass solch eine Operation nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, kann auch psychische Probleme bereiten, wenn sich das Kind später gegen diese Religion, mit der es markiert wurde, entscheidet.

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felix arnold
felix arnold (rofelix) - 24.07.2012 11:44 Uhr

Beschneidung von Kindern und Babys verletzt deren Körper,

aber nicht ihre religionsfreiheit. Religionsmündigkeit, die man mit 14 jahren hat, ist da noch mal etwas anderes. Du kannst eltern nicht das recht nehmen, ihre kinder auch in ihrem glauben und ihrer religion zu erziehen. Auch die kinder und babys einer moslemischen oder jüdischen familie, sind dann selbstverständlich mitglieder der jeweiligen gemeinde. Eine "neutralitätspflicht" gegenüber den eigenen kindern gibt es nicht.

Sollte es also in einer religion usus sein, das alle nur ein hosenbein tragen oder sich grün anmalen, muß das unter der religionsfreiheit, auch für die kinder dieser familien, völlig legal sein. Es muß mir auch nicht gefallen, wie und in welche richtung da erzogen wird. Die erziehung hat sich dabei an geltende gesetze und grundrechte zu halten, alles andere bleibt privatsache.

Bei irreversibler körperverletzung und amputation von sehr empfindlichen und gefühlsintensivem gewebe an kindern, hört die freiheit der religionen eben wieder auf.

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Rudi Meergans

Archaisches Ritual

Die Beschneidung ist eine archaische Methode, ein männliches Wesen in die Gruppenidentität,
sozusagen irreversibel, einzubinden. Der kleine Mensch wird ohne seinen Willen und gewaltsam
quasi gebranntmarkt. Auch manche afrikanischen Tribes praktizieren das.
Der "Beschneidungsschock", den der junge Mensch erleidet, bindet ihn auf psychsozial
hochwirksame Weise an die Gemeinschaft, die ihn auf diese brachiale Weise "eingemeindet" hat.

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Gottfried Scherer

Kölner oder Düseldorfer faux pas?

Putzkes Werkzeug
Putzke sinniert mit Popper über eine Versachlichung der Argumente nach, übersieht den Konventionscharakter sprachlicher Ausdrücke, auf den schon Aritoteles in de interpretatione dank schlechter Übersetzungen hier wohl wirkungslos hingewiesen hat, und deklariert medizinische Instrumente zu gefährlichen Werkzeugen. Wenn dass allgemeine Meinung ist, sollte der Bundestag den § 224 Abs. 1, 2 StGB dahingehend ändern, dass in Berufsausübung benutzte Instrumente nicht als gefährlich eingestuft werden. Dann hätten wir automatisch Schweizer Verhältnisse und die hier in Rede stehende rituelle Beschneidung, die nicht zu einem Organverlust - etwa dadurch, dass das Messerchen ausrutscht - contra artem führt, wäre nur auf Antrag der Betroffenen zu beurteilen.
Hat die Staatsanwaltschaft Köln sich gesetzeskonform nach § 230 StGB verhalten hat - oder hat sie auf Anweisung des Ministers gehandelt? Das wäre allerdings Grund genug Herrn Kutschaty umgehend zu entlassen!

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Holger Winkler

Danke für diesen tollen Artikel!

Es macht Mut zu sehen, dass man nicht allein ist und dass die millionenfache Misshandlung von kleinen Kindern auf immer tönernen Füßen steht. Da bekommt der Ausdruck 'Es muss ein Ruck durch Deutschland' gehen eine neue und konkrete Bedeutung.

Leider sollte man auch über den großen Teich schauen, denn da werden noch heute 50 % aller männlichen Säuglinge beschnitten und mit Ihrer Vorhaut in der Kosmetik- und Pharmabranche viel Geld verdient. Beschneidung ist also nicht nur eine Misshandlung, sondern auch eine Ausbeutung der Kinder.

Wichtig ist auch der Hinweis, dass die Religionsfreiheit kein unbedingtes Recht ist. Der Artikel 140 des GG hat den Artikel 136 der Weimarer Reichsverfassung übernommen. Darin heisst es: "Die bürgerlichen und staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten werden durch die Ausübung der Religionsfreiheit weder bedingt noch beschränkt." Das heisst im Klartext, das Recht auf Unversehrheit hat Vorrang vor der Religionsfreiheit.

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Wolfgang Hock

In keinem Land der Welt gibt es eine derart aufgeheizte Diskussion über dieses Thema !

Was ich nicht verstehe, ist diese emotionale Vehemenz, mit der da jedesmal über dieses Thema diskutiert wird. Warum ist es den Deutschen auf einmal nach 60 Jahren Beschneidungspraxis so enorm wichtig ?
Warum wird da mit "sexueller Gewalt" argumentiert ?
Ist es wirklich nur die angeblich mangelnde Rechtssicherheit ?
Ist es wirklich das Wohl des Kindes, was da im Vordergrund steht ?

Ich habe da einen ganz anderen Eindruck: Man hat endlich das Selbstbewusstsein wieder gefunden, das bei den Deutschen seit dem 2.Weltkrieg wegen der Holocaust-Geschichte künstlich unterdrückt war. Lange Zeit traute man sich nicht, aber jetzt traut man sich wieder. Und was kommt dabei zum Vorschein ?
Eine fürchterliche Intoleranz der Deutschen anderen Kultruren und Mentalitäten gegenüber, die Unfähigkeit Andersartigkeit zuzulassen. Versteckt wird das alles hinters GG und angeblichem medizinischem Fortschritt.
Das ist deutsche Besserwisserei, Kleingeistigkeit und Provinzialität !

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Rudi Meergans

Die Beschneidung

ist ein archaisches Blutritual, das der Gruppenidentität einen psychomotorisch wirksamen Stempel aufdrückt, ähnlich einem Brandmal. Damit wird dem Individuum eingeprägt, es entkomme seiner
Gemeinschaft nicht mehr, wie auch immer es sich im Leben weiterentwickle.
Ein Element nicht selbstverschuldeter Unmündigkeit wird so, einem wehrlosen jungen Menschen
"auf den Leib geschnitten".
Dagegen wehrt sich eine freie Gesellschaft zu Recht.

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Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 23.07.2012 14:06 Uhr

Noch eine Frage:

Ich wurde in eienm kommunistischen KZ und Zwangsarbeitslager so zugerichtet, dass ich mehrere Operationen brauchte, um wieder ein Mann zu werde. Diese Aerzte waren echte Fachleute!!! Schon einigemale habe ich darauf hingewiesen ind iesem Forum. Wo blieben da all diese liebenswerte Fachleute? Und es gab Millionen, die aehnlich zugerichtet wurden. Nur Stillschweigen darauf.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.07.2012 14:57 Uhr
felix arnold
felix arnold (rofelix) - 23.07.2012 14:57 Uhr

gegenfrage

von welchen millionen in welchen kommunistischen kz und zwangsarbeiterlagern sprechen sie? Gulags in sowietischer kriegsgefangenschaft?
Was hat ein forum damit zu tun und was mit dem beschneidungs thema? Ich verstehe einfach nicht was sie meinen und wollen.

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Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 23.07.2012 13:35 Uhr

Wenn soviele Fachleute sich gegen einen Religioesen Agt wenden, hat das auch einen

politischen Grund! Ich habe auch schon dazu was gesagt, ohne ein Fachman zu sein, aber ich bin ein entschiedener Christ. Gehoere also zu den "uneinsichtigen Religieosen". Da wurde auch von Aufklaerung gesprochen, bekanntlich hats ich die gegen den Glauben gerichtet. Also fuer mich nicht annehmbar, fuer mich gibt es eine andere Aufklaerung: Vor rd 4000 Jahren hat die mit Abraham angefangen und wurde mit/durch Jesus vor 2000 Jahren vollendet!!!
Einigemal wurde in dieser Diskussion nach der der Abtreibung gefragt, Aber diese "Fachleute" haben nichts dazu zusagen. Warum nicht? Da gibt es viele, die von "Unversehrtheit" des Kindes Gesprochen. Wird ein Kind, das Abgetrieben wird und noch lebend in den Abfalleimer geschmissen haben, ist das nicht auch eine Verletzung menschlichen Lebens? Wenn diese "Fachleute" geschwiegen haetten, waeren sie glaubgafter. Als Privatleute hatten sie genau so sprechen koennen wie jeder andere. Aber soviele "Fachleute" wollen Macht ausueben. Anti-Religioes.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.07.2012 11:54 Uhr
Erik Staack
Erik Staack (E_Staack) - 24.07.2012 11:54 Uhr

Aufklärung vor 4000 Jahren und vor 2000 Jahren

Sicher sind diese Ereignisse in der Menschheitsgeschichte wegweisend gewesen dennoch ist Aufklärung nie abgeschlossen. Es gibt immer wieder Neue Erkenntnisse neue Sichtweisen und auch Neuinterpretationen von Kulturellem Erbe. Ich denke nicht, dass ihre sichtweise der eines Christen vor 1800 Jahren oder der eines Christen vor 800 Jahren auch nur annähernd ähnlich sind.
.
In jeder Generation gibt es Weiterentwicklungen die mal wegweisender und mal weniger bedeutend sind. Und sicher auch manchmal in eine Sackgasse enden. Wichtig an einer Diskussion finde ich, dass sie weniger an Einzelmeinungen als mehr an konsensfähigen Meinungen orientiert.

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felix arnold
felix arnold (rofelix) - 23.07.2012 15:25 Uhr

hoffentlich

Natürlich hat das einen politischen grund, denn es soll erstens politisch, nicht gerichtlich entschieden werden, zweitens ohne die berücksichtigung der hier vorgebrachten kritikpunkte, drittens hat es etwas mit unserer politischen struktur im land zu tun. Wir sind eine demokratie und in der weiß man, das man mehrheiten für politische entscheidungen braucht.
Der mainstream hat alle pro-beschneider zu wortführern gemacht, so das es zu einer demokratischen pflicht wird, die zu wort kommen zu lassen, die sich mit der anatomie des menschen auch auskennen.

Auch ich bin völlig für das grundrecht auf leben. Gibt es einem das recht auf zwangsmutterschaft ? Nicht die frauen treiben ab, die gesellschaft lässt es zu. Keine "normale" frau treibt ihr kind grundlos ab. Es wird ihr erlaubt es noch nicht als kind zu sehen, und wenig bis nichts getan, diese gründe auszuräumen. Auch für mich gäbe es nur die alternative, der ungewollt schwangeren leihmutterschaftsentschädigung zu zahlen.

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sascha wächter

Wie...

...kann man als erwachsener Mensch tatsächlich davon überzeugt sein, jemand sei in der Ausübung seiner Religion behindert, wenn er nicht vor seiner Einwilligungsfähigkeit beschnitten wird? Es ist doch auch kein Ding, wenn ein Kind nicht getauft wird, es kann ja trotzdem alles machen, was ein getauftes Kind auch kann. Da muss Religion eben ein bisschen flexibler werden, wo ist das Problem? Ich finde es vollkommen unverständlich, dass die Politik vor Interessenverbänden einknickt und einen derart gravierenden Eingriff in das Persönlichkeitsrecht eines Kindes, das die Interessenverbänden den Kindern offensichtlich nicht zugestehen möchten (was nicht gerade für sie spricht), zulassen möchte. Wenn es nicht Recht ist, sollen sie ins Ausland gehen und es dort machen lassen. Vielleicht lernen sie dazu, wenn sie an einen Arzt geraten, der es verpfuscht. Manche verstehen Dinge nur, wenn es richtig weh tut. Man kann nur hoffen, dass die nächsten Generationen einsichtiger und vernünftiger werden.

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Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.07.2012 11:13 Uhr
Stephan Fischer

Richtig. Erstmal informieren !

Kein Kind der Welt käme von alleine auf die Idee, ein anderes Kind aufgrund seiner Religionszugehörigkeit auszugrenzen. Es sei denn, es wird ihnen eingetrichtert. Sind Sie der Meinung, dass aus einem ungetauften Kind kein vollwertiger, charakterlich gefestigter,emphatischer Mensch wird ? Oder aus einem unbeschnittenen Kind ? Die Brit Shalom zeigt wunderbar, dass es auch ohne Beschneidung geht...

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Frederik Meyer
Frederik Meyer (Fred818) - 23.07.2012 16:31 Uhr

Traurig

Ja schon sehr Traurig dass unser kath. Pfarrer die Taufe unseres Kindes abgelehnt hat weil seine Eltern (wir) keine Mitglieder der katholischen Kirche sind. Was kann das Kind dafür ?

Und übrigens, niemand hat etwas gegen die Taufe, da wird einem immerhin nichts abgeschnitten.

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felix arnold
felix arnold (rofelix) - 23.07.2012 16:16 Uhr

neutäufer

Bitte erst informieren. Die neutäufer, oder babtisten, sprechen sich als evangelisch freikirchliche christen ebenfalls gegen die kindertaufe aus. Sie sind der ansicht, das der mündige selbst sich für die taufe entscheiden muss, um das freie glaubensbekenntnis zu geben. Keine christen, keine religion, ungläubige vor dem herrn?
Kinder wollen keinen gott kennen lernen. Sie wollen wissen was ihre vorbilder mit gott meinen. Kindern diese begegnung glaubhaft zu ermöglichen, ist so simpel wie sie vom weihnachtsmann zu überzeugen.
Taufzwang, sonst dürfen kinder nicht mitmachen? Schon damit entlarvt ihr kindern diese verpassten veranstaltungen als show. Sozialer ausschluss eines kindes ist ein tolles vorbild, glückwunsch. Wir sind religionsfeindlich? Ihr sondert ab und aus, nicht wir.

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Jack Moose

Doch,...

...genau das ist Religion. Show. Ohne Religionen gäbe es weniger Leid auf dieser Welt, sei es direkt als Folge von Streitigkeiten über unterschiedliche Weltanschauungen, oder wenn Religion als Vehikel für politische Interessen dient. Weiterhin gibt es kein Kind, das von sich aus den Wunsch äußert, 'Gott kennen zu lernen'.

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Stefan Neudorfer
Stefan Neudorfer (sttn) - 23.07.2012 14:12 Uhr

Bitte erst informieren!

Es ist traurig wie sehr sich Menschen äußern die keine Ahnung haben von Religionen. Sorry, aber eine Taufe ist die Grundlage das ein Kind an christlichen Leben teil nimmt. Wer nicht getauft ist, ist vom Kommunionsempfang und allen anderen Sakramenten ausgeschlossen.

Das mag Ihnen nicht wichtig sein, für Kinder die nicht mitmachen dürfen es schon. Für Kinder die Gott kennenlernen wollen, ist dsa sehr schlimm.
Warum sind die Kidner ausgeschlossen? Die Kinder können jederzeit mitmachen. Aber erst wenn sie wirklich ernsthaft dabei sind und getauft sind. Denn Religion etwas ernsthaftes ist und keine Show.

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Dr. Wolfgang Klein

Kupieren

von Hunden ist aus Tierschutzgründen in Deutschland verboten. Offenbar soll jetzt derart mindere Körperverletzung bei Menschen aus religiösen Gründen erlaubt werden. Das ist Beliebigkeitsethik und Einknicken vor religiösen Interessenverbänden, aus historischen oder welchen Gründen auch immer. Die Aufklärung ist nicht zu Ende solange mit der Anmaßung im Besitz der gottgegebenen Wahrheit zu sein Menschenrechte von Wehrlosen außer Kraft gesetzt werden können.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.07.2012 14:44 Uhr
Dr. Wolfgang Klein

@Stefan Neudorfer

Abtreibung: Grundsätzlich ja, aber man muss da differenzieren. Solange der Embryo noch kein zentrales Nervensystem hat, also nur eine Ansammlung von Zellen ist, ist er nicht leidensfähig. Allerdings ist dieser Zeitraum sehr kurz. Insofern bin ich mit der geltenden gesetzlichen Regelung auch nicht einverstanden. Aus besagten Gründen habe ich aber nichts gegen Präimplantationsdiagnostik. Eine sicher ungewohnte aber konsistente Haltung, wie ich meine.

Es geht ja auch nicht nur um ein "Stückchen Haut" sondern um die statistisch mit dem Eingriff verbundenen Komplikationen, die in Kauf genommen werden sollen (Narkoserisiko, Infektionen). Außerdem: Wie grenzt man das "Stückchen Haut" von Verstümmelungen ab? Fragen über Fragen.

Die jetzt geplante gesetzliche Regelung ist inkonsistent mit den im Grundgesetz festgeschriebenen und völkerrechtlich anerkannten Menschenrechten.

Zum Kupieren: Dafür sind's halt nur Tiere und nur Ohren kupieren ist auch verboten.

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Stefan Neudorfer
Stefan Neudorfer (sttn) - 23.07.2012 14:03 Uhr

Reden Sie wenn es um Abtriebung geht auch so?

Denn bei der Abtreibung geht es um die Tötung eines Menschen, nicht nur um Haut. Oder ist gemäß Aufklärung eine Abtreibung OK, aber ein stückchen Haut so richtig schlimm.

Zum Kupieren: So weit ich weiß wird der Penis nicht abgeschnitten, beim kupieren wird sehr wohl sehr viel oder alles abgeschnitten.

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Harry Russe
Harry Russe (HR24) - 23.07.2012 13:07 Uhr

Der deutsche Wissenschafts- und Fortschrittsglaube ist ungebrochen!

Der deutsche Wissenschafts- und Fortschrittsglaube scheint ungebrochen. Auch das 20 Jahrhundert, mit seinen pseudowissenschaftlich aufgeladenen Ideologien, hat es nicht geschafft die Deutschen skeptischer werden zu lassen.

Mit Hilfe „neuester“ wissenschaftlicher Erkenntnisse, konnte man hierzulande schon immer alles legitimieren, worüber man oft schon Jahrzehnte später nur den Kopf schütteln konnte. Nun also die Beschneidung, die angeblich "schweren seelischen Schaden verursacht".

Das deutsche Volk ist, zumindest unfreiwillig, sehr viel komischer als im Ausland bekannt. Wenn man die Namen und Titel der ernsten Unterschreiber liest, fühlt man sich schnell an Loriot erinnert!

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.07.2012 20:17 Uhr
Carsten Mabank
Carsten Mabank (mabank) - 23.07.2012 20:17 Uhr

Wissen Sie warum?

Der deutsche Wissenschafts- und Fortschrittsglaube ist deshalb ungebrochen, weil es das einzige ist, das uns wirklich weiterbringt. Ohne diesen Glauben könnten Sie den Kommentar, den Sie gerade abgegeben haben überhaupt nicht abgeben! Ok, in diesem Einzelfall wäre der Menschheit nichts wichtiges verloren gegangen.

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felix arnold
felix arnold (rofelix) - 23.07.2012 14:15 Uhr

Die vorhaut ist der empfindlichste teil am penis.

"-Nun also die Beschneidung, die angeblich "schweren seelischen Schaden verursacht".-"

Jo, hätte der onkel doktor nicht gesagt das puttmachen falsch ist, wäre ich alleine nie drauf gekommen.
Meinst du wirklich ich bräuchte "neueste wissenschaftliche erkenntnisse", um jeden vor den kopp hauen zu wollen, der mir meine vorhaut nehmen wollte? Es ist so albern betroffene zu fragen, die glauben ihrem gott das schuldig zu sein. Was bitte sollen die anderes tun, als den scheiss zu verteidigen?!

Es ist völlig zweitrangig ob man auch damit leben kann, das kann man mit einem auge auch. Anatomisch eine unmöglichkeit, das mit der beschneidung nicht irreversible gefühlsregionen amputiert werden, und es im endeffekt zu einer ABSTUMPFUNG der empfindlichkeit am sexualorgan kommt. Wer diesen irrsinn selbser will, bitte. Wer es unmündigen kindern antut, macht sich schwer strafbar.
Es ist mir völlig egal wer mich dabei bestätigt. es ist MEIN rechtsempfinden für KINDER.

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sascha wächter

Nun Herr Russe,

bisher sind die Deutschen mit Fortschritt und Wissenschaft ja ganz gut gefahren- im Vergleich zu den meisten anderen Ländern, die teilweise noch Jahrzehnte hinterher hinken (explizite Beispiele vermeide ich, aber die überzeugte Fortführung jahrtausendealter Riten korreliert meiner Meinung nach mit der Entwicklung einiger Länder drastisch). Skeptisch muss man sein, richtig, aber wenn man ein geschultes Auge hat, erkennt man schwarze Schafe schnell. Diese unterschreibenden Menschen, die im Gegensatz zu vielen Esoterikern viele Jahre damit verbringen, ihre Erkenntnisse durch fundierte Forschung zu stützen, gehören so wie ich das sehe, nicht zu denen, gegenüber denen man skeptisch sein müsste. Aber Sie als überzeugter Wissenschaftsskeptiker haben selbstverständlich mehr Ahnung als ein geballter inkompetenter Haufen von 300 Juristen und Medizinern mit einem vieljährigen Studium und unzähligen Fortbildungen. Das zeigt schon Ihr ganz verallgemeinerndes Abstreiten von seelischen Schäden.

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Harald Heitmann

Beschneidung von Jungen

Ein ganz hervorragender Artikel! Da sollten am Besten nicht die Politiker entscheiden, die stellen ihre Fahnen immer in den gerade passenden Wind! Am Besten gleich vor das Bundesverfassungsgericht!!! Das ist real unabhängig!

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Andreas Raab
Andreas Raab (winzling) - 23.07.2012 12:08 Uhr

sehr erfreulich dieser sehr gute Beitrag in der FAZ !!

Besonders gut ist das auch offen gegen den typischen Reflex in Israel und Deutschland argumentiert wird:

"Hier muss auch wechselseitiges Verständnis gefördert werden. Der schwerwiegende Vorwurf jedoch - unter assoziativem Verweis auf den Holocaust - durch ein Verbot der rituellen Jungenbeschneidung würde „jüdisches Leben in Deutschland“ unmöglich werden, ist für Vertreter des Kinderschutzgedankens nicht hinnehmbar"

Erfreulich und ihrerseits empfehlenswert sind die Empfehlungen zu den Kommentaren der FAZ-Leser. Dies lässt darauf schließen dass ein große Mehrheit der Deutschen die rituelle Beschneidung in Deutschland, wie sie aktuell existiert, nicht will! - offensichtlich nehmen dies die bundesdeutschen Politiker und Medien aber nicht zur Kenntnis.

Gruß

*A

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.07.2012 12:44 Uhr
felix arnold
felix arnold (rofelix) - 24.07.2012 12:44 Uhr

schlechter vergleich

die frage ist, ob "die grosse mehrheit" neutral oder voreingenommen religiös antworten würde. Der s21 vergleich hinkt hierbei sehr, denn hier geht es um eine grundsatzdebatte, nicht um regionale städtebauideen.
Einer neutralen mehrheit bliebe gar nichts anderes übrig, als nüchtern festzustellen, das eine amputation von empfindlichstem gewebe am geschlechtsteil eines kindes eine körperverletzung darstellt und nicht legal sein kann.

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Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 23.07.2012 13:40 Uhr

Herr Rabe,

ich glaube nicht, dass die Grosse Mehrheit es nicht will. Sie koennen sich sicher noch an S21 erinnern. Waren Sie nicht auch sehr sicher, dass die Mehrheit gegen S21 ist. Und war sie?

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