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Özkan gegen Kreuze in der Schule

 ·  Unionspolitiker: Abwegig und erschreckend

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bin. FRANKFURT, 25. April. Die designierte niedersächsische Sozial- und Integrationsministerin Aygül Özkan (CDU) hat sich für die Entfernung der Kreuze aus staatlichen Schulen ausgesprochen. Frau Özkan sagte der Zeitschrift "Focus", Kinder müssten selbst entscheiden können, wie sie sich religiös orientierten. Deshalb hätten auch Kopftücher "in Klassenzimmern nichts zu suchen", forderte sie. "Die Schule sollte ein neutraler Ort sein." Auch sprach sich Frau Özkan für "ergebnisoffene Beitrittsverhandlungen" der EU mit der Türkei aus. Die Verhandlungen sollten "nicht durch Diskussionen gestört werden, die versuchen, das Ergebnis vorwegzunehmen". Deswegen sei sie "dagegen, der Türkei nur eine privilegierte Partnerschaft anzubieten".

Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) hob am Sonntag umgehend hervor, dass in Niedersachsen "christliche Symbole, insbesondere Kreuze, in den Schulen seitens der Landesregierung im Sinne einer toleranten Erziehung auf Grundlage christlicher Werte begrüßt" werden. Aus Gründen der Religionsfreiheit würden auch Kopftücher bei Schülerinnen toleriert, nicht aber bei Lehrkräften. Das habe Frau Özkan auch gemeint. "Frau Özkan hat ihre persönliche Meinung zur weltanschaulichen Neutralität geäußert, aber sie stellt die niedersächsische Praxis nicht in Frage."

Der Integrationsbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe, Stefan Müller, bezeichnete die Äußerungen Frau Özkans zur Entfernung von Kreuzen als "abwegig und erschreckend". "Politiker, die Kreuze aus Schulen verbannen wollen, sollten sich überlegen, ob sie in einer christlichen Partei an der richtigen Stelle sind", sagte Müller. Das Kreuz stehe in der Union für das Fundament "unserer Identität, unserer Kultur und unserer Werte". (Siehe Kommentar, Seite 12.)

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