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Ökumene Katholische Bischöfe sagen der EKD ab

12.10.2009 ·  Nach dem Bekanntwerden eines internen Papiers aus dem Kirchenamt der EKD über die Situation in der römisch-katholischen Kirche hat die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) ein Gespräch mit dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) abgesagt.

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Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) hat am Montag das für Donnerstag geplante turnusmäßige Gespräch von Mitgliedern der DBK und des Rats der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) abgesagt. Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung begründeten der Regensburger Bischof Müller als katholischer Vorsitzender des sogenannten „Kontaktgesprächskreises“ und der Freiburger Erzbischof Zollitsch als Vorsitzender der DBK die Absage mit dem Verhalten der EKD nach dem Bekanntwerden eines internen Papiers aus dem Kirchenamt der EKD über die Situation in der römisch-katholischen Kirche.

In dem für die Sitzung der Kirchenkonferenz der EKD am 2. Juli verfassten Text, der von dem für Ökumene zuständigen Oberkirchenrat Gundlach verfasst wurde, werden „irritierende Phänomene“, „handwerkliche Fehler“ und „grundlegende Unsicherheiten“ in der katholischen Kirche diagnostiziert. Über den DBK-Vorsitzenden Zollitsch zu lesen, „eine orientierende und prägende Kraft“ gehe nicht von ihm aus.

Der Text wurde Anfang August von Hannover aus zahlreichen Medien sowie Mitarbeitern der Bischofskonferenz anonym zugespielt, aber erst in der vergangenen Woche zum Gegenstand der Berichterstattung. Umgehend distanzierten sich mehrere Landesbischöfe gegenüber dieser Zeitung von dem Text aus dem Kirchenamt. Der Ratsvorsitzende Huber hingegen blieb jedoch gegenüber Zollitsch bis Montagmittag jede persönliche Erklärung schuldig.

Internes Papier „sehr belastend“

Vor diesem Hintergrund schrieben die katholischen Bischöfe nun, sie sähen sich außerstande, in Gestalt der Tagung des Kontaktgesprächskreises zur Tagesordnung überzugehen. Zur Lösung des Konflikts drangen sie auf ein „klärendes Gespräch“, das am Mittwoch im kleinen Kreis stattfinden soll. Der Sprecher der Bischofskonferenz, Kopp, beschrieb das Ziel dieses Gespräches mit den Worten, es solle helfen, „ein derzeit sehr belastendes und in der Öffentlichkeit breit diskutiertes Problem zu lösen“.

Der bayerische Landesbischof Friedrich sagte der F.A.Z., er habe großes Verständnis dafür, dass die katholische Seite zunächst den Konflikt über das interne EKD-Papier geklärt sehen wolle, bevor andere, das Verhältnis beider Kirchen betreffende Fragen erörtert würden. Er hoffe nun, dass die katholische Kirche „großherzig“ reagiere. Friedrich hob hervor, dass das Papier von der EKD-Kirchenkonferenz zurückgewiesen worden sei.

Mitglieder des 1966 regelmäßig tagenden Kontaktgesprächskreises sind auf katholischer Seite derzeit die (Weih-)Bischöfe Feige, Grothe, Hauke, Lehmann, Müller, Marx, Mussinghoff, Schwerdtfeger und Zollitsch sowie der Sekretär der DBK, Langendörfer. Die EDK wird repräsentiert durch die Landesbischöfe Kähler (Ko-Vorsitzender), Huber, Fischer, Friedrich, Frau Käßmann und Weber sowie durch die Ratsmitglieder Gröhe und Frau Fleckenstein.

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